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Ali G.
16.02.2008, 14:47
Nur für echte Männer

Von Coralie Simon-Vermot
Am Sonntag quietschen in Floridas berühmtesten Renn-Badeort wieder die Reifen. Zum 50. Mal findet das bekannteste Stockcar-Rennen der Welt statt: Daytona 500. Die Euphorie in Amerika ist groß - und der US-Senat hat bereits den "Race Day in America" ausgerufen.

Die Lautsprecheransagen übertönen die Motoren. Nahen die Rennwagen, dreht sich die Stimme des Sprechers in immer höhere Frequenzen und überschlägt sich schließlich, als die Autos über die Ziellinie flitzen. Daytona 500 zelebriert sich selbst, seine Fahrer und auch sein Publikum. Momentan erst im Internet. Ab Sonntag auch in der realen Welt. Dann feiert das große Nascar-Rennen auf dem Daytona International Speedway in Florida sein 50. Jubiläum.

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RacingOne MultiMedia
Vater und Sohn gemeinsam auf der Zielgerade: Im Jahr 1988 gewann der damals 50-jährige Bobby Allison das Rennen in Daytona Beach vor seinem Sohn Davey.

Rennstrecken werden zur Legende durch spannende Finishs, durch Unfälle oder eine illustere Startliste. Im Fall des Daytona International Speedway - und seinem berühmtesten Kind, dem Daytona 500 - genügte der Boden, auf dem die Rennen stattfanden. Vor 1959 wurden die Wettbewerbe noch auf dem Strand von Daytona Beach ausgetragen. Doch Wetter, Gezeiten und auch die Logistik hatten den Ablauf erschwert. Es war der Nascar-Gründer Bill France, der das Rennen auf festen Boden verlegte.

Noch bevor die erste Runde gefahren war, erreichte Daytona Kultstatus. Nach einer Besichtigung des Rundkurses sagte der Fahrer Jimmy Thompson: "Es gibt Tracks, die trennen die Männer von den Jungs. Dies ist der Track, welcher die Mutigen von den Schwachen trennt, nachdem die Jungs bereits fort sind."

Die Aussage bestätigte sich schnell. Das erste Rennen endete so knapp zwischen den beiden Führenden Lee Petty und Johnny Beauchamp, dass Beauchamp zwar als Erster geehrt, Petty jedoch Stunden später zum offiziellen Sieger ernannt wurde. Das Zielfoto mit den drei Rennwagen Seite an Seite - Joe Weatherly, eine Runde im Rückstand, hatte die Ehre, mit auf das Foto zu kommen - ging in die Geschichte des Rennsports ein.

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Traditionell ist das Rennen der Auftakt zur Nascar-Saison - und gleichzeitig dessen Höhepunkt. Die Ränge sind ausverkauft und das Medienecho immens - genauso wie das Preisgeld. Über 18 Millionen Dollar werden ausgeschüttet.

Zum 50. Jubiläum des Traditionsrennens werden alle 24 lebenden Gewinner des Rennen sowie ihre Fahrzeuge anwesend sein. Thunderbird-Flugzeuge zeigen ihre Show, und Richard Petty, erfolgreichster Fahrer des Daytona 500 mit sieben Siegen, wird das Rennen starten.

Die Euphorie ist so groß, dass der US-Senat den 17. Februar 2008 einstimmig zum "Race Day in America" deklariert hat. Europa jedoch hat sich noch nicht vom Rennfieber anstecken lassen. Bislang steht nicht einmal fest, wo Daytona 500 live im Fernsehen übertragen wird - und wo nicht.Quelle: Spiegel online
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