Arme USA .... - oder besser: Arme Amerikaner......

J

Jochen

Guest
#1
Hier ist ein Artikel aus der gestrigen Welt am Sonntag, der einen eigentlich nur betroffen machen kann:

Um Punkt Mitternacht, wenn der nächste Monat beginnt, lassen sich die neuen "food stamps" einlösen. "Food stamps" ist noch heute der gebräuchliche Begriff, tatsächlich allerdings bekommen die Bedürftigen längst nicht mehr Gutscheine aus Papier - sondern Plastikkarten, die mit dem Monatswechsel automatisch aufgeladen werden.

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Zahl der Amerikaner, die solche Karten im Portemonnaie tragen, in die Höhe geschossen. Im März bezogen 46,4 Millionen Bürger Essensmarken - 70 Prozent mehr als vor Ausbruch der Finanzkrise. Inzwischen ist jeder siebte Amerikaner beim Einkauf von Lebensmitteln auf staatliche Unterstützung angewiesen - ein neuer Rekord. Und der Bedarf soll noch viel höher liegen; denn viele Menschen stellen aus Scham oder Unwissenheit keinen Antrag.
Den ganzen Artikel findet Ihr hier: Hunger made in USA - Nachrichten Print - WELT AM SONNTAG - Wirtschaft (Print WAMS) - WELT ONLINE

Und wenn man dann ergänzend dazu einen Artikel wie diese liest, der schon etwas älter ist, dann muss man sich schon fragen was da im Staat eigentlich noch alles nicht richtig läuft....

So haben 2008, für 2009 liegen noch keine Daten vor, nach der Finanzkrise eine steigende Zahl von Arbeitslosen Arbeitslosengeld erhalten, darunter auch 2.840 Haushalte, die nach ihren Angaben in diesem Jahr mehr als 1 Million US-Dollar an Einkommen erzielt haben. 806 Haushalte hatten Einkommen über 2 Millionen und 17 mit Einkommen über 10 Millionen. Und mehr als 8.000 Haushalte, die ein Jahreseinkommen von mehr als einer halben Million hatten, bezogen ebenfalls Arbeitslosengeld, insgesamt in Höhe von mehr als 52 Millionen.
USA: Millionäre beziehen Arbeitslosengeld | Telepolis

Aber wenn die Zahlen zu schlecht sind, dann werden die eben "kreativ bearbeitet":

US-Arbeitslosen-Statistik: Manipulation der Zahlen soll Märkte beruhigen | DEUTSCHE MITTELSTANDS NACHRICHTEN

Wobei die Berechnung der Arbeitslosenquote in den USA ja sowieso sehr "merkwürdig" ist: Wer sich 4 Wochen nicht um einen Job bemüht hat (und das auch nur innerhalb der letzten 12 Monate) gilt z. B. nicht als arbeitslos.....

Da fragt man sich wirklich: Quo vadis, USA? Kann ein eigentlich so reiches Land auf Dauer so einen Sozial-Darwinismus unbeschadet durchhalten?

Was meint Ihr?
 

The Saint

Well-Known Member
#2
Das in den USA politisch, wie auch sozial nicht alles rund läuft war doch noch nie ein Geheimnis...
Ich finde solche Artikel auch echt erschreckend und kann über gewisse politische Entscheidungen dort meistens nur mit dem Kopf schütteln. Auch diese ganzen Diskussionen zum Thema Gesundheitsreform sind für einen Europäer kaum nachzuvollziehen.
Es mag daran liegen, dass die Schere dort zwischen hochgebildeten Menschen (die hauptsächlich in den großen Küstenstädten NYC, Boston, SF, etc. wohnen) und den "dummen" aus dem landesinneren immer weiter auseinander geht, aber das Argument wäre auch irgendwie zu einfach.
Ich kann es immer wieder nur wiederholen: ich liebe das Land, aber nicht deren Politik.
Wenn ich manchmal so höre, was mein Cousin dort in Tampa so alles von sich gibt, da stellen sich bei mir die Nackenhaare hoch. Und der Bursche ist recht gebildet...
 

Capecoralfan

Well-Known Member
#5
Paradox, dass Deutschland und Europa dann noch vom amerikanischen Präsidenten aufgefordert werden, ihre Hausaufgaben zu machen, und die Wirtschaft ankurbeln sollen! Fragt sich, wer hier seine Hausaufgaben immer noch nicht gemacht hat. Wobei Obama das ohne Unterstützung des Senats und des Parlaments auch nicht auf den Weg bringen kann! VG,
 

Ninne

Well-Known Member
#6
Das sehe ich genauso - und genau deshalb interessiert es mich auch, was da politisch passiert, ich würde ungern das Land zugrunde gehen sehen.....
Der Grand Canyon (als Platzhalter) wird auch in 500 Jahren noch dort sein wo er ist und garantiert laufen dann immernoch Touristen dort rum.

Eine Generalüberholung des dortigen Systems ist schon lange überfällig.
 

TiPi

Moderator
Moderator
#7
Huch, langsam weiß ich gar nicht mehr, worüber ich mich jetzt als erstes aufregen soll? :009:
In der Ukraine werden Hunde gequält und das Land zum Puff degradiert - alles für die EM.
Im Nahen Osten hauen sie sich den Schädel ein und sprengen sich gegenseitig weg.
Und jetzt nagt der gewöhnliche Amerikaner auch noch am Hungertuch.....:0096:
Oder ist der fliegende Teppich vom Niebel vielleicht ........ :undweg: :ironie:
 

Traveljunkie88

Well-Known Member
#8
Paradox, dass Deutschland und Europa dann noch vom amerikanischen Präsidenten aufgefordert werden, ihre Hausaufgaben zu machen, und die Wirtschaft ankurbeln sollen! Fragt sich, wer hier seine Hausaufgaben immer noch nicht gemacht hat. Wobei Obama das ohne Unterstützung des Senats und des Parlaments auch nicht auf den Weg bringen kann! VG,
M.E.n. hat Obama die richtigen Ansätze und wie er 2008 bei der Wahl schon sagte: Man wird vieles probieren, aber man kann in einer Amtszeit nicht das ausbügeln, was vorher jahrelang schief gegangen ist. Ich seh das Problem auch eher im Senat und im Repräsentantenhaus.. man muss sich nur mal anschauen, was für irrsinnigen Gesetzen dort zugestimmt war und welche dann widerum ohne Beachten über den Haufen geworfen werden. Du sagst es ja schon: Unter die Background-Unterstützung kann auch der "mächtigste Mann der Welt" da nicht viel tun.
Aber schaut euch in Europa um. In Griechenland haben weiß Gott wie viele Menschen nichts mehr zu essen, aber das sind i.d.R. nicht mal die die auf die Straße gehen. Und unsere - gerade Unions- Politik ist auch nicht in allen Belangen das gelbe vom Ei.

Ich sehe es genauso wie Jochen: Ich liebe das Land, ich liebe viele der Leute, aber die Augen verschließen und so tun als hätten die Amerikaner keine Probleme wäre genauso fatal wie nach Ägypten zu fliegen, sich im Hotel breit zu machen und (um es mal ganz krass auszudrücken) zu sagen "Ist ja alles ganz toll hier und den Menschen gehts gut".
 

Absolute

Floridian and Honorary Member
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#9
ja, es ist SEHR ERSCHRECKEND was hier in den letzten 10 Jahren ablaeuft. Man kann sich das als Europaer nicht erklaeren, dass Leute den Quatsch den man ihnen erzaehlt wirklich glauben. Man hoert hier andauernd dass es dem Normalverbraucher in Europa viel schlechter geht als dem Durchschnittsamerikaner und dass man bei dem deutschen Gesundheitsprogramm auf eine wichtige OP jahrelang warten muss, bis es vielleicht schon zu spaet ist. Dass es in Deutschland/Europa tatsaechlich 30 Tage Urlaub im Jahr gibt, sei ein Geruecht, vielleicht einige die einen sehr hohen Posten haben, aber doch nicht der Mann auf der Strasse. Die Amerikaner reden sich immer noch ein dass Amerika das beste Land sei, uns geht es noch am besten, die andern luegen ja alle, okay die wenigen die schon mal in Europa auf Urlaub waren, wissen vielleicht etwas besser Bescheid, aber man wird hier von den Medien WIRKLICH angelogen. Und die Leute schlucken es.

Nicht dass mich jemand falsch versteht, ich liebe es hier zu leben, mir geht es sehr gut in jeder Hinsicht, auch finanziell, und da ich ja schon 5 Jahre in Rente bin, habe ich auch genug Urlaub, aber wenn ich so hoere was man hier in den Medien gefuettert bekommt, wird es einem schlecht, ich drehe nur noch den Sender, wenn solche Propaganda kommt. Manchmal bei Partys wenn es mir reicht mit dem USA in die Hoehe heben, sage ich was, aber so richtig glauben tut man mir nicht. So bei dem Thema Religion oder Politik schalte ich einfach ab.

So an die die unbedingt in die USA moechten, ich glaube ihr koennt gar nicht abschaetzen wie gut ihr es in Deutschland habt, in vieler Hinsicht (Wetter ausgenommen).
 

Capecoralfan

Well-Known Member
#10
ja, es ist SEHR ERSCHRECKEND was hier in den letzten 10 Jahren ablaeuft. Man kann sich das als Europaer nicht erklaeren, dass Leute den Quatsch den man ihnen erzaehlt wirklich glauben. Man hoert hier andauernd dass es dem Normalverbraucher in Europa viel schlechter geht als dem Durchschnittsamerikaner und dass man bei dem deutschen Gesundheitsprogramm auf eine wichtige OP jahrelang warten muss, bis es vielleicht schon zu spaet ist. Dass es in Deutschland/Europa tatsaechlich 30 Tage Urlaub im Jahr gibt, sei ein Geruecht, vielleicht einige die einen sehr hohen Posten haben, aber doch nicht der Mann auf der Strasse. Die Amerikaner reden sich immer noch ein dass Amerika das beste Land sei, uns geht es noch am besten, die andern luegen ja alle, okay die wenigen die schon mal in Europa auf Urlaub waren, wissen vielleicht etwas besser Bescheid, aber man wird hier von den Medien WIRKLICH angelogen. Und die Leute schlucken es. Nicht dass mich jemand falsch versteht, ich liebe es hier zu leben, mir geht es sehr gut in jeder Hinsicht, auch finanziell, und da ich ja schon 5 Jahre in Rente bin, habe ich auch genug Urlaub, aber wenn ich so hoere was man hier in den Medien gefuettert bekommt, wird es einem schlecht, ich drehe nur noch den Sender, wenn solche Propaganda kommt. Manchmal bei Partys wenn es mir reicht mit dem USA in die Hoehe heben, sage ich was, aber so richtig glauben tut man mir nicht. So bei dem Thema Religion oder Politik schalte ich einfach ab. So an die die unbedingt in die USA moechten, ich glaube ihr koennt gar nicht abschaetzen wie gut ihr es in Deutschland habt, in vieler Hinsicht (Wetter ausgenommen).
Das habe ich auch so erlebt und kann es nachempfinden! Meine Tante in Orlando, Mitte 70, ist inzwischen so beeinflusst, dass sie wirklich der Überzeugung ist Obama hätte die USA in den Abgrund gestürzt. Mit Objektivität hat das nichts mehr zu tun. Ich finde es einfach nur sehr schade, dass die USA nicht bereit sind sich zu öffnen und auch andere Denkweisen und Denkansätze zu übernehmen. Wenn sie so weiter wirtschaften und ihre politischen Ränkespiele zwischen Demokraten und Republikaner für wichtiger erachten, als dem gemeinen Volk zu helfen, dann wird es mit der wirtschaftlichen Erholung in absehbarer Zeit nichts werden. Mir geht es auch so, ich mag viele Amerikaner und schätze die Vielfalt des riesigen Landes, aber ökonomisch gesehen habe ich große Bedenken, was die Zukunft betrifft.
 

Reisefieber

Well-Known Member
#11
Wobei die Berechnung der Arbeitslosenquote in den USA ja sowieso sehr "merkwürdig" ist: Wer sich 4 Wochen nicht um einen Job bemüht hat (und das auch nur innerhalb der letzten 12 Monate) gilt z. B. nicht als arbeitslos.....
Keine mir bekannte Regierung berechnet die Arbeitslosenquote "ehrlich". Die Zahlen werden geschönt wo und wie es nur geht. Erstens will man wiedergewählt werden und zweitens möchte man ja auch nach Außen gut dastehen. Man braucht sich doch nur in Deutschland umsehen und erkundigen welche Personen in die Berechnung fallen und welche nicht. Die Bundesagentur für Arbeit schickt die Menschen seit Jahren auf die zu einem erheblichen Teil unsinnigsten Kurse/Umschulungen nur damit diese dann nicht in der Statistik auftauchen. Und das ist nur einer von mehreren "Tricks".
:007:

Aber Du hast Recht... die USA haben ein echt dickes Problem und auch ich glaube nicht dass sich das Land so schnell erholen wird. Dazu müssten wirklich große Reformen in vielen Bereichen her und die sind meist unbequem und tun weh.
 

The Saint

Well-Known Member
#12
Einfach noch mehr Geld drucken und alle Probleme erledigen sich von selbst... ;-)

Ich glaube, wenn ich da jemandem erzähle, dass ich 60 Tage Urlaub im Jahr bekomme, kriegt der nen Herzibfarkt... Oder ich werde wegen Lügerei gesteinigt... Hihihi...
 
E

Ehemaliger User

Guest
#13
Einfach noch mehr Geld drucken und alle Probleme erledigen sich von selbst... ;-)

Ich glaube, wenn ich da jemandem erzähle, dass ich 60 Tage Urlaub im Jahr bekomme, kriegt der nen Herzibfarkt... Oder ich werde wegen Lügerei gesteinigt... Hihihi...
Dann musst du aber auch so fair sein und dazu erwähnen, daß 60 Tage keineswegs der Standard in Old Germany ist :p

.
 

BiMi

Moderator
Moderator
#15
und ich habe 40Tage plus 6 feste Company Tage (die grossen Feiertage) :022:...OK, da muessen ggf. auch Kranheitstage von genommen werden. Aber wenn nicht, ist das alles Urlaub. :)
 

BiMi

Moderator
Moderator
#17
:mrgreen: ja, ich weiss. Liegt aber natuerlich auch daran, dass ich meine Betriebzugehoerigkeit mitnehmen konnte. Ausserdem gibt es hier auch noch 1x pro Jahr ein paar Wochen die man nehmen koennte, wenn man ernsthaft krank wird. Man bekommt dann aber nur 75 oder 85 % der Bezuege. Ist aber natuerlich fuer US-Verhaeltnisse schon super.
 

Florida-Fighter

Derzeit im Forums-Urlaub
#19
USA - Arbeitslosenquote 2012 | Statistik
309.050.816 - 2010
Quelle: Weltbank

Arbeitslosenquote in Deutschland bis 2012 | Statistik

Einwohnerzahl: 81.702.329 - 2010
Quelle: Weltbank


Bei mindestens 4 mal soviel Einwohnern und nur 2 % mehr Arbeitslosigkeit macht das mir das Bild der USA nicht madig...

Was die Verarschung der Bevölkerung angeht, kotzt es mich an, dass Deutschland im "Mit-Finger-zuerst-auf-andere-zeigen" unschlagbar ist... Auch hier werden Zahlen verschönert, unter den Teppich gekehrt oder die Bevölkerung wird erst gar nicht darüber informiert... Die Menschen werden hier zur Verdummung genauso herangezüchtet, wie in den USA, Türkei, oder Afghanistan!!! Statt "bildende" Sendungen im Fernsehen laufen zu lassen, die sich auch Hartz IVler leisten können, werden Bildungssender, die wirklich informativ sind, auf teuren Privatsendern gezeigt!!! ... Stattdessen laufen DSDS, DC, GNTM usw usf. rauf und runter... Keine Frage, ich finde diese Sendungen auch unterhaltsam und schaue sie mir auch gerne an... Aber wenn die Sender sonst NIX weiteres mehr zu bieten haben als Kallwass, Mitten im Leben, Richterin Salesch, Frauentausch (was ich absolut daneben finde!!!), dann nervt es mich umsomehr, dass sich dann alle über unsere "dummen" Kinder wundern!!! Das Schulsystem ist die reinste Katastrophe, angefangen von einer "einheitlichen" Schreibschrift bis hin zur Austattung unserer Schulen!!!

Natürlich klagen wir auf hohem Niveau, im Vergleich zu vielen anderen, keine Frage!!! Aber haben wir als Deutsche wirklich das Recht über andere Politik zu schimpfen, wenn unsere eigene doch kein Deut besser ist???

Ich halte immer noch an meiner Meinung fest: POLITIK UND RELIGION WURDEN ERFUNDEN, UM DIE MENSCHEN ZU KONTROLLIEREN!!!




Am Montag traf ich eine Bekannte: 32 J., Teilzeitverkäuferin bei Tchibo, 2 Kinder (insgesamt 4; davon die 2 älteren beim Vater), alleinerziehend... Sie erzählte mir ihre Situation, nach der Entscheidung sich von ihrem Mann zu trennen (Gewalt gegen die Frau und extreme Eifersucht waren hier einige der Gründe)... Sie ging auf´s Amt und wollte sich "beraten" lassen. Die Beratung sah so aus, dass SIE alles nachfragen musste. Was ihr alles zusteht, wobei man ihr hilft, wie es ist, mit dem Umzug. Dann hatte sie gefragt, wegen dem Tankbeleg für den Umzugswagen, ob sie den auch bezahlt bekommt. Darauf kam die patzige Antwort vom "Berater": Die Leute, die hierher kommen seien so dankbar, dass sie einen Wagen gestellt bekommen, dass sie nach den Benzinkosten gar nicht erst fragen!!! kurz darauf kam eine Freundin von ihr vorbei... Nach einer kurzen Unterhaltung mit ihr und ihren unwürdigen Erlebnissen in der "Hartz IV-Abteilung" FAZIT: EHER WÜRDE SIE BETTELN GEHEN, ALS NOCH MAL GELD VOM STAAT ZU VERLANGEN!!!
 
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Jochen

Guest
#20
USA - Arbeitslosenquote 2012 | Statistik
309.050.816 - 2010
Quelle: Weltbank

Arbeitslosenquote in Deutschland bis 2012 | Statistik

Einwohnerzahl: 81.702.329 - 2010
Quelle: Weltbank


Bei mindestens 4 mal soviel Einwohnern und nur 2 % mehr Arbeitslosigkeit macht das mir das Bild der USA nicht madig...
Nur das man die reinen Zahlen nicht vergleichen kann, da die Erhebung vollkommen unterschiedlich ist. Natürlich wird auch in D geschönt, das bestreitet keiner - aber mir ist es doch lieber jemand bekommt eine Umschulung oder Fortbildung und fällt deshalb aus der Statistik als wenn er einfach rausfällt weil er schon 12 Monate keine Arbeit hatte! Bei uns sind auch Langzeitarbeitslose in den Statistiken - die gibt es in den USA statistisch erst gar nicht.....

Was das "Bildungsfernsehen" angeht: Unser öffentlich/rechtliches Fernsehen ist in der Hinsicht Klassen besser als so ziemlich alles in vielen anderen Ländern. Man muss nur bereit sein die richtigen Sendungen zu sehen und sich nicht nachmittags "Rote Rosen" oder wie der Quatsch heißt und abends den Musikantenstadel reinzuziehen sondern sich auch mal Sendungen wie Plusminus, Panorama usw. anzusehen. Solche Sendungen findet man auch nicht im Bezahlfernsehen, da gibt es prima Dokus oder Reportagen, aber keine politischen Sendungen oder Recherchen.

Und natürlich haben wir sowohl ein Recht als in meinen Augen auch eine Plicht Sachen anzuprangern selbst wenn wir es selber nicht besser machen. Wenn das ein Ausschlußkriterium wäre, dann hätte kein Spitzensportler einen Trainer, kein Nobelpreisträger einen Lehrer, kein moralisches Vorbild eigene Vorbilder...... - man kann auch Fehler erkennen und ansprechen wenn man selber nicht die Kraft oder die Möglichkeit hat sie selber zu vermeiden. Wäre ja auch bitter wenn nicht :001:

Und mal ehrlich: Das tust gerade Du doch auch mal - Dinge kritisieren, die man selber evtl. selber gar nicht besser machen könnte/ würde..... :0141:
 
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