BP Wulff - noch tragbar oder sollte er gehen?

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Jochen

Guest
#81
Inflationsdurchschnitt DM: ~3 %
Inflationsdurchschnitt Euro: 1,7%
Steigerung Verbraucherpreisindex die letzten 2 DM-Jahre: 4,3%
Steigerung Verbraucherpreisindex die ersten 2 Euro-Jahre: 3,3%

Die subjektive Wahrnehmung des Teuro hängt in meinen Augen in erster Linie von 2 Faktoren ab: 1. Man vergleicht Preise von heute mit DM-Preisen von vor mehr als 10 Jahren - das wäre aber auch bei DM gestiegen, bei einer Inflation von 3% wäre das Produkt jetzt ca. 35% teurer. 2. Man rechnet immer den Euro-Betrag durch 2 - das ist aber nicht der korrekte Wert, der liegt bei 1,95583. Das mag nach Korinthenkacken aussehen, ist aber eine Ungenauigkeit von ~2,2%, also höher als die Inflationsrate eines Jahres.

:guckstduh Teuro – Wikipedia
 

BigDaddy

Well-Known Member
#82
Naja, definiere WIR. Die Löhne haben mit den Preisen nicht mithalten können. Außgenommen Geschäftsführer, Vorstände und leitende Angestellte.:0201:
Ja ich weiss, Krieg wäre teuerer gewesen. (Hat Helmut jedenfalls heute von sich gegeben)
Genau profitieren tuen nur die oberen 10 tausend bloss wird in den meisten Fällen nichts an den kleinen Mann weiter gegeben.
Genau so wie man im Florida Urlaub den Wechselkurs im Kopf hat rechne ich und da bin ich bestimmt nicht der einzige Euro teilweise noch in D-Mark um ( viel schlimmer wäre ja noch Ost-Mark :p )
Mal ein Beispiel 2005 kaufte ich mir einen Golf V GtI. Der Preis damals 32000 € = 60000 DM. Nun sagt mal ehrlich wer hätte sich zu D-Mark einen Golf zum Preis eines Mercedes gekauft !?

Das Thema Euro stand ja nicht erst seid 2000 auf dem Plan. Nein das ist wohl schon seid den 70iger Jahren im Gespräch. Also bin ich der Meinung hatten alle und gerade die die heute am lautesten Schreihen
D u. F lange genug Zeit gehabt sich über die einzelnen Mitgliedsstaaten gerade in finanzieller Hinsicht ein Bild zu machen. Desweiteren glaube ich das GR nicht die Spitze des Eisberges ist.
Es werden teilweise Staaten in die EU aufgenommen von der wohl nicht mehr als Kriminalität in D zu erwarten ist. Aber davor verschliesst man ja die Augen.

EUROPA ist oder wird nicht die VEREINIGTE STAATEN !

BigDaddy
 

Gerda

Well-Known Member
#83
Aha, interessant. Jetzt verstehe ich auch warum die Texte so lang und die Wörter so geschliffen sind.:001:
:)
Wie ich aus deinem Schlusswort entnehme bist du selbstsständig !? Korrigier mich wenn ich falsch liege !
Ok dann kann ich deine Einstellung noch verstehen.
Ich bin Freiberuflerin, habe aber bis Ende 2002 festangestellt gearbeitet (also in den Anfängen der Euro-Zeiten).
Aber in Bezug auf Arbeitslosigkeit -D-Mark und Vollbeschäftigung -Euro- kann ich nur lachen.
Meine Meinung ist das die Arbeitslosenzahlen heute geschönt sind da einige Gruppen heute nicht mehr als Arbeitslose geführt werden die zu D-Mark Zeiten noch dazu gehörten. Vielleicht liege ich falsch aber ich könnte mir gut vorstellen das die wahre Zahl der Arbeitslosen heute noch höher ist als sie damals war.
Das glaube ich nicht, denn Fakt ist, dass wir den höchsten Beschäftigtenstand seit der Wiedervereinigung haben. 2011 standen so viele Leute in Lohn und Brot wie nie zuvor (erstmals über 40 Mio.): AFP: Record number of Germans in work in 2011 Zugegeben, das ist keine Vollbeschäftigung, da habe ich den falschen Ausdruck gewählt; aber es ist ein Zeichen dafür, dass die Arbeitsmarktsituation in Deutschland deutlich besser ist als ihr Ruf.
Denkbar ist, dass die Beschäftigtensituation vorm Mauerfall besser war; da bin ich jetzt echt zu faul, Vergleichsdaten rauszusuchen. Aber gut ist die aktuelle Lage auf jeden Fall, auch wenn das natürlich nicht heißt, dass sie für jeden einzelnen gut ist. Da wird es immer individuelle Situationen geben, die alles andere als gut sind.
Naja, definiere WIR. Die Löhne haben mit den Preisen nicht mithalten können.
Das hat aber nichts mit dem Euro zu tun. Ja, die Löhne sind in geringerem Umfang gestiegen als die Preise. Aber die Diskrepanz ist marginal. Es ist heute nicht mehr so, dass man ohne beruflichen Aufstieg automatisch von Jahr zu Jahr eine spürbare Gehaltserhöhung bekommt. Aber der durchschnittliche Warenkorb verteuert sich lange nicht so, wie gern angenommen wird. Wer also nicht von der Hand in den Mund lebt, der sollte eigentlich nach wie vor keine Probleme haben.
Mal ein Beispiel 2005 kaufte ich mir einen Golf V GtI. Der Preis damals 32000 € = 60000 DM. Nun sagt mal ehrlich wer hätte sich zu D-Mark einen Golf zum Preis eines Mercedes gekauft !?
Ich würde mir nicht mal 'nen Mercedes zum Preis eines Mercedes kaufen. :mrgreen: Ich hab' noch nie mehr als 4000 Taler für ein Auto ausgegeben - damit habe ich es mir auch immer erspart, mich über Wertverluste ärgern zu müssen. Wer einen Neuwagen kauft, hat iin dem Moment, in dem der Wagen vom Händlerhof läuft, schon Tausende verloren. So viel Geld habe ich nicht, dass ich es mir leisten könnte, es so aus dem Fenster (oder aus der Ausfahrt...) zu werfen.
Das Thema Euro stand ja nicht erst seid 2000 auf dem Plan. Nein das ist wohl schon seid den 70iger Jahren im Gespräch. Also bin ich der Meinung hatten alle und gerade die die heute am lautesten Schreihen D u. F lange genug Zeit gehabt sich über die einzelnen Mitgliedsstaaten gerade in finanzieller Hinsicht ein Bild zu machen. Desweiteren glaube ich das GR nicht die Spitze des Eisberges ist.Es werden teilweise Staaten in die EU aufgenommen von der wohl nicht mehr als Kriminalität in D zu erwarten ist. Aber davor verschliesst man ja die Augen.
In Bezug auf die Währungsunion stimme ich Dir insoweit zu, dass da die Beitrittsbedingungen von vornherein viel zu locker gefasst bzw. ausgelegt worden waren; da hätte man strikter auf die Einhaltung der Voraussetzungen achten müssen. Auf der anderen Seite hätte Deutschland dann anfänglich selber nicht beitreten dürfen, denn die Staatsverschuldung war zu hoch...

Auch in Bezug auf die Osterweiterung (und vor allem die Südosterweiterung) der EU bin ich nicht wirkich glücklich. Als Urlauberin finde ich das toll, klar, aber in politischer, gesellschaftlicher und soziokultureller Hinsicht glaube ich nicht, dass es ideal ist, quasi jeden Bittsteller einzugemeinden. Die Türkei in der EU, davon halte ich beispielsweise überhaupt nichts.
 
J

Jochen

Guest
#84
Leider wird dem Euro auch viel in die Schuhe geschoben was damit überhaupt nichts zu tun hat wie weltwirtschaftliche Entwicklungen, Druck auf den Arbeitsmarkt durch den Aufstieg von Schwellenländern wie Indien oder neuen Wirtschaftsgroßmächten wie China (da wird in den nächsten 20 Jahren auch aus Afrika noch einiges kommen), Mßwirtschaft und Korruption in Euro-Mitgliedsstaaten usw. - alles Dinge die sich auf das Preisniveau der Produkte auf der einen und der Löhne auf der anderen Seite auswirken und nichts mit der Euro-Einführung zu tun haben.

Tatsache ist: Mit der DM hätten wir nicht annähernd eine solche Außenhandelsbilanz und der Binnenmarkt alleine hätte die Wirtschaft nie auf die derzeitigen Höhen treiben können

Na Gott sei Dank! Das würde ich mir sowohl wirtschaftlich als auch politisch, kulturell oder auch sozial schwer verbitten das wir auf das Niveau absinken.....
 

Manny

Well-Known Member
#85
Inflationsdurchschnitt DM: ~3 %
Inflationsdurchschnitt Euro: 1,7%
Steigerung Verbraucherpreisindex die letzten 2 DM-Jahre: 4,3%
Steigerung Verbraucherpreisindex die ersten 2 Euro-Jahre: 3,3%
Hier wird aber gerne die Zeit an sich vergessen. Da gab´s auf dem Sparbuch noch 3% und bei der Inflationsberechnung war die Energie stärker gewichtet. Das kann man so nicht vergleichen. Mir persöhnlich hat der Euro auch gut getan. Man konnte viel besser höhere Preise durchsetzen:007:.
Die breite Masse ist aber ärmer geworden. Wenn einer Reicher wird, ist nacher irgendeiner Ärmer.
Naja, Hauptsache die Griechen stehen nicht irgendwann vor Wien:0053:
 

Manny

Well-Known Member
#86
Tatsache ist: Mit der DM hätten wir nicht annähernd eine solche Außenhandelsbilanz und der Binnenmarkt alleine hätte die Wirtschaft nie auf die derzeitigen Höhen treiben können
Hm, Tatsache ist ja daß man es nicht weiss. Die Euro-Krise würde es nicht geben. Vermutlich wäre alles ein Stückweit erlicher.:0025: Also doch ein Nachteil.....:0041:


Nicht so verlogen eben..... wie der Wulff?:0201:
 
J

Jochen

Guest
#87
Hier wird aber gerne die Zeit an sich vergessen. Da gab´s auf dem Sparbuch noch 3% und bei der Inflationsberechnung war die Energie stärker gewichtet. Das kann man so nicht vergleichen.
Stimmt, das kann man so nicht vergleichen: Als es 3% für das Guthaben auf dem Sparbuch gab waren Kreditzinsen auch wesentlich höher. Hypotheken kosteten 6-8%, Verbraucherkredite teilweise über 10% - heute teilweise weniger als die Hälfte.....

Und diese Gewichtung der Energiepreises bei der Inflationsberechnung (nicht Verbraucherpreisindex/Warenkorb?) - kann man das irgendwo nachlesen, gibt es da eine Quelle? War mir bisher nicht so bewusst.....
 

BigDaddy

Well-Known Member
#89
Na Gott sei Dank! Das würde ich mir sowohl wirtschaftlich als auch politisch, kulturell oder auch sozial schwer verbitten das wir auf das Niveau absinken.....
Das bezog ich wohl nur auf den Zusammenschluss der einzelnen Staaten der EU.
Beim Zusammenschluss der Vereinigten Staaten waren die Vorraussetzungen anders, dies fängt alleine bei der Sprache an.

BigDaddy
 

Manny

Well-Known Member
#91
Und diese Gewichtung der Energiepreises bei der Inflationsberechnung (nicht Verbraucherpreisindex/Warenkorb?) - kann man das irgendwo nachlesen, gibt es da eine Quelle? War mir bisher nicht so bewusst.....
Nur mal so auf die schnelle: Kerninflation – Wikipedia

Die Kerninflationsrate schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind.

Das beste aber ist:"Es besteht kein einheitliches Modell einer Kerninflationsrate". Also man macht es sich so wie man´s braucht.

Oder hier:Warenkorb – Wikipedia
Verschiedene Warenkörbe für unterschiedliche Zwecke

Für unterschiedliche Zwecke müssen verschiedene Warenkörbe definiert werden. Während für die Messung der Inflation ein möglichst repräsentativer Warenkorb gewählt wird, ist für die Analyse der Ursachen häufig sinnvoll, mit speziellen Warenkörben zu arbeiten......
 
J

Jochen

Guest
#92
Die Kerninflationsrate schließt die Preise für Lebensmittel und den Energiesektor aus der Berechnung aus, da diese in stärkerem Maße Schwankungen unterworfen sind, deren Ursachen nicht innerhalb der betrachteten Volkswirtschaft zu finden sind.
Daraus geht aber nichts hervor was Deine Behauptung, dass das zwischen DM und Euro geändert wurde stützen würde - im Gegenteil könnte man wohl davon ausgehen das der Teil keine Rolle spielte wenn er außen vor gelassen wird.
 

Manny

Well-Known Member
#93
Stimmt, das kann man so nicht vergleichen: Als es 3% für das Guthaben auf dem Sparbuch gab waren Kreditzinsen auch wesentlich höher. Hypotheken kosteten 6-8%, Verbraucherkredite teilweise über 10% - heute teilweise weniger als die Hälfte.....
Da lag aber auch die Beleihungsgrenze bei 80%. Da bist du auf die Bank gegangen, hast gesagt was du machen willst und was du brauchst und dann lief das. Heute begrüßt dich erst mal ein Einzahlungsautomat:0025:
Die Verbraucherkredite liegen immer noch um die 10%. Anfang der 90er gab es aber auf eine Bundesanleihe zwischen 8-10%.

Im Euro/DM-Vergleich muss man die Zeit außen vorlassen. Es kann schon sein, daß es mit der DM einen Tick schlechter gelaufen wäre, aber das Imperium schlägt jetzt zurück. Das meinte ich auch mit ehrlicher.
 

Manny

Well-Known Member
#94
Daraus geht aber nichts hervor was Deine Behauptung, dass das zwischen DM und Euro geändert wurde stützen würde - im Gegenteil könnte man wohl davon ausgehen das der Teil keine Rolle spielte wenn er außen vor gelassen wird.
Nein, nein, zwischen DM und Euro ist kein "Schalter" umgelegt worden. Ich bezweifle nur, daß es mit der DM schlechter weitergelaufen wäre. In dieser Sache müssen wir die kommenden Jahre mit einbeziehen, denn jetzt kommt die Rechnung nach dem schuldengetriebenen "Wohlstand".

Als die Energiepreise 2008 stark fielen, waren die bei der Inflationsberechnung dabei. Jetzt sind die wieder draußen. Wenn man nicht ständig schummeln und tricksen würde, wäre alles schon lang zusammengebrochen.
 
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