Dienstwagen - Sommerlochfüller oder Affäre?

buccaneer

Buchmacher und Frauenversteher
#1
Ist ja seit einigen Tagen DER Aufreger in der deutschen Medienlandschaft:

Die Gesundheitsministerin Schmidt (SPD) ist in den Spanienurlaub geflogen und hat ihren Dienstwagen (Mercedes S-Klasse) samt Chauffeur (+ dessen Sohn) nachkommen lassen. Innerhalb ihres Urlaubs hat sie zwei "dienstliche Angelegenheiten abgewickelt", es handelte sich um zwei Vorträge vor deutschen Senioren die in Spanien leben von je ca. 60 Minuten. Fakt ist: für diese "dienstlichen Angelegenheiten" steht der Ministerin ein Fahrzeug zu. Fakt ist aber auch: die deutsche Botschaft bzw. die Konsulate vor Ort könnten ihr entsprechende Autos zur Verfügung stellen.

Blöderweise wird dieses Fahrzeug jetzt in Spanien gestohlen. Und es war nicht gegen Diebstahl versichert.
Kosten für den Steuerzahler: für die Fahrt inkl. Fahrer ca. 9.500€, gestohlenes Auto ca. 120.000€


Viel Wind um nichts? Ein Sommerlochfüller? Alles nur wieder typische deutsche Neiddiskussion?
Oder eine echte Affäre? Geht gar nicht? Bezug zur Realität verloren? Wie will eine Ministerin, die Ärzte und Krankenkassen zum Verzicht auffordert, jetzt noch glaubwürdig rüberkommen?

Wie seht ihr das?

Und wie immer, die Bitte nach Beachtung der Diskussionsregeln.
 
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BigDogMikel

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#2
Ich finde die Reaktion von Sixt mal wieder genial ...

Den Anhang 3441 betrachten

Quelle: www.sixt.de


Und genauso sehe ich es auch, man hätte für die wenigen Termine (bislang sind ja zwei offizielle Termine bekannt geworden) genauso gut einen Wagen mieten können, sie hätte mit ihrem Privatwagen fahren können (den sie ja hoffentlich auch mit dabei hat) oder hätte sich ein Fahrzeug der Botschaft (von mir aus auch mit Fahrer) vom deutschen Konsulat in Barcelona oder der Botschaft in Madrid zur Verfügung stellen lassen können.
 

BiMi

Moderator
Moderator
#3
Ich finde diese ganze Diskussion etwas lächerlich. Sie hat einen Dienstwagen und den darf sie nun mal nutzen. Ob man es irgendwie hätte besser regeln können, weshalb? Für mich kommt hier schon wieder die deutsche Neidgesellschaft durch.

Jeder der einen Dienstwagen hat, oder mal hatte, wird mir bestätigen, dass dieser auch privat genutzt wird. In viele Unternehmen dürfen die Dienstwagen auch im Urlaub und somit im europäischen Ausland genutzt werden (inkl. Benzin). Letztlich zahlt derjenige dafür und gehe davon aus, dass dies auch bei den Politikern so ist. Ansonsten hätten sie einen geldwerten Vorteil nicht versteuert. :009:

Was ich wesentlich interessanter finde, ist die Frage, weshalb war der Wagen nicht versichert? :0103:
 

Florida-Fighter

Derzeit im Forums-Urlaub
#4
Naja, soviel ich weiß, dürfen Dienstwägen eben nicht für private Zwecke genutzt werden... Zumal, man dies bei der Versicherung ja auch angeben muß... Aber sie geht doch in den Urlaub...

Nochmals zur Info: Der Wagen war gepanzert!!! Also kommst Du mit Deinen € 120.000,- nicht hin, Ralf...

Preis: Mercedes veranschlagt für einen voll gepanzerten S600L Pullman etwa 600.000 Euro
Quelle: http://www.automobil-magazin.de/auda8p.htm

Also da es sich ja bei Frau Schmidt nicht um den Pullman gehandelt hat, denke ich, sind wir mit € 300.000,- auch gut dabei :0103:

Und von Neid kann wohl schlecht die Rede sein, wenn im anderen Thread die "Urlauber" selber schuld sind, dass sie entführt werden und die Rücktransportkosten selber zahlen müssen. Sowas finde ich Gerechtigkeit... Tja... Sie hätte sich wohl einen anderen Urlaubsort aussuchen müssen... :009:

Und da das Auto von der Truller nicht mal versichert war (gegen Diebstahl) sind wohl die Kosten von ihr selber zu tragen... bin ja mal gespannt, ob sie dies aus ihrere eigenen Tasche zahlen wird :011:
 

BigDogMikel

Well-Known Member
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#5
Was ich wesentlich interessanter finde, ist die Frage, weshalb war der Wagen nicht versichert? :0103:
Die staatlichen Behörden versichern ihre Fahrzeuge im Allgemeinen nicht über eine Versicherungsgesellschaft, da bei der Menge der Fahrzeuge und der Höhe der möglichen Schadensersatzkosten in der Relation zur Zahl an tatsächlichen Unfällen eine Einzelfallregulierung kostengünstiger ist, als die Kosten für Teil- oder Vollkasko.

Im Endeffekt wird es von uns allen bezahlt, wenn ein Staatsbediensteter verschuldet einen Unfall baut.
 
Zustimmungen: BiMi

estero

Well-Known Member
#6
Hm, ich sehe das schon ein bisschen anders.

Irgendwie fällt mir dazu "Brot für die Welt - Kuchen für mich ein". Wer ständig über Kostenbewußtsein, "Sparen" und Verzicht predigt und dann so 'ne Nummer bringt, der hat für mich seine Glaubürdigkeit stark beschädigt.

Sich das unversicherte Fahrzeug dann auch noch stehlen zu lassen :0103:....wenn's nicht so traurig wäre.... :lach::0082::014:

Und nebenbei, in unserem Haushalt gibt es auch einen Dienstwagen, gestellt von einer großen deutschen Company. Dieser macht seinem Namen alle Ehre und darf nur dienstlich genutzt werden. (Es hat zwar schon diverse Versuche der Nutzer gegeben, dies offiziell zu ändern, das ist vom Arbeitgeber aber definitiv nicht gewünscht.) Sowas gibt es tatsächlich auch.
 

BiMi

Moderator
Moderator
#7
Naja, soviel ich weiß, dürfen Dienstwägen eben nicht für private Zwecke genutzt werden... Zumal, man dies bei der Versicherung ja auch angeben muß... Aber sie geht doch in den Urlaub...
Das stimmt nun mal nicht. :009: Mein Mann fährt seit Jahren ein Dienstwagen und ich kenne auch die Reglung in unserem Unternehmen. Nimm das mal als gegeben hin. :0141: Es gibt sicherlich auch Unternehmen, bei denen es anders geregelt ist.
 
J

jroeben

Guest
#8
Ich finde diese ganze Diskussion etwas lächerlich. Sie hat einen Dienstwagen und den darf sie nun mal nutzen.
Und diese Nutzungvereinbarung beinhaltet, dass man privat mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt und dann den Dienstwagen inkl. Fahrer leer an den Urlaubsort bringen lässt, um ihn dort nutzen zu können?

Ich frage mich einfach, welches Anspruchsdenken unsere Volksvertreter mittlerweile zeigen und welche moralischen Grundsätze hier Anwendung finden.
 

geppi

Well-Known Member
#9
Ich will auch einen Dienstwagen....

damit eier ich dann durch ganz Europa, und der Fahrer, seine Frau, seine 7 Kinder, der Hund vom Fahrer, die Oma und der Opa, sowie sein Bruder, deren Frau samt 5 Kindern, ach ja, seine Schwiegereltern, deren weitere 3 Kinder, mit deren Ehepartnern und Kindern, deren Hunde, und Meerschweinchen dürfen auch mit.

Mein Mann und meine 3 Kinder kommen logischerweise auch mit. Meine Schwester und Mann auch, meine Mutter....da fehlt noch wer, ok die 6 Geschwister und Ehepartner meines Mannes dürfen auch mit, meine Schwiegermutter...hmmmmm...Wir brauchen ne Bus, so mit Klima und WC....hmmm...da fehlt noch wer....die Schwiegereltern und Geschwister von meinen Schwägerinen und Schwägern, deren weitere Kinder und Enkel. Hmmm...wir brauchen ne Jet....

Weiß ja keiner, immerhin treffe ich mich irgendwo in Europa ja mit meiner Arbeitskollegin, da müssen wir noch über Excel Tabellen reden, dann ist das ja ne Dienstreise! Kommt ja eh nicht raus.

Scheiße, der Jet wurde geklaut, nu muss ich ja wohl ne Anzeige machen, schliesslich fällt das bestimmt irgend einem Vollhorst auf, wenn das Teil fehlt...

WER das bezahlt, is doch egal, der Steuerzahler...damit dem das nicht zu teuer wird erzähle ich dem doch einfach wir müssen weitere Steuen sparen, das geht aber nur dann, wenn jeder Bürger MEHR Steuern bezahlt, das wird auch Bauer Harms kapieren..

Also noch ne tollen Urlaub, bald sind ja wieder Herbstferien, wo es dann hingeht ???

Hmmm...Asien soll ja toll sein! Aber nur mit:

dem Fahrer, seiner Frau, seinen 7 Kinder, der Hund vom Fahrer, die Oma und der Opa, sowie sein Bruder, deren Frau samt 5 Kindern, ach ja, seine Schwiegereltern, deren weitere 3 Kinder, mit deren Ehepartnern und Kindern, deren Hunde, und Meerschweinchen dürfen auch mit.

Mein Mann und meine 3 Kinder kommen logischerweise auch mit. Mein Bruder und Frau auch, meine Mutter....da fehlt noch wer, ok die 6 Geschwister und Ehepartner meines Mannes dürfen auch mit, meine Schwiegermutter...hmmmmm...Wir brauchen ne Bus, so mit Klima und WC....hmmm...da fehlt noch wer....die Schwiegereltern und Geschwister von meinen Schwägerinen und Schwägern, deren weitere Kinder und Enkel. Hmmm...wir brauchen ne Jet....:0096: /ironie aus

Diesen Text habe ich von einer Bekannten übernommen, spiegelt aber meine Meinung wieder.
Übrigens, Urlaub ist Urlaub...ohne geschäftliche Termine. Urlaub ist zum Erholen da. Wenn ich in meinem Urlaub als Privatperson nebenbei arbeiten gehen würde, gäbs Ärger :vogel:
 

buccaneer

Buchmacher und Frauenversteher
#10
Naja, soviel ich weiß, dürfen Dienstwägen eben nicht für private Zwecke genutzt werden... Zumal, man dies bei der Versicherung ja auch angeben muß... Aber sie geht doch in den Urlaub...
das ist nicht korrekt: schau mal hier http://vwvbund.juris.de/bsvwvbund_29061993_O11312511.htm §23

Zitat von florida1978:
Nochmals zur Info: Der Wagen war gepanzert!!! Also kommst Du mit Deinen € 120.000,- nicht hin, Ralf...

Quelle: http://www.automobil-magazin.de/auda8p.htm

Also da es sich ja bei Frau Schmidt nicht um den Pullman gehandelt hat, denke ich, sind wir mit € 300.000,- auch gut dabei :0103:
Hatte ich im anderen Thread schon beantwortet. Wir sprechen hier von zwei Arten der Panzerung. Eine Panzerung so wie ich sie verstehe, kostet ihren Preis. Ist ja in dem von dir verlinken Artikel gut beschrieben. Es gibt eben auch eine "leichte Panzerung" und da sind wir bei einer S-Klasse eben doch wieder bei den ca. 120.000€ (steht im übrigen ansatzweise auch in diesem Artikel)
 

BiMi

Moderator
Moderator
#11
Und diese Nutzungvereinbarung beinhaltet, dass man privat mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt und dann den Dienstwagen inkl. Fahrer leer an den Urlaubsort bringen lässt, um ihn dort nutzen zu können?

Ich frage mich einfach, welches Anspruchsdenken unsere Volksvertreter mittlerweile zeigen und welche moralischen Grundsätze hier Anwendung finden.

Wenn es ihr zusteht, dann ist es nun mal ihr gutes Recht. Wir können den Vorgang doch von hier aus gar nicht nachvollziehen und ich finde diese Vorverurteilung schon fast anmaßend.

Aber wahrscheinlich werde ich hier auch ziemlich alleine mit meiner Meinung stehen. Ist aber auch egal. :mrgreen:

Mir geht es langsam auf den Geist, dass man sich in Deutschland über jeden Mist aufregt, nur die Dinge die uns wirklich und tatsächlich direkt betreffen, nehmen wir immer so hin.

So ihr Lieben, ich wünsche euch noch weiterhin viel Spaß beim diskutieren. Ich ziehe mich hier lieber zurück, zumal ich meine Meinung ja deutlich geschrieben habe und werde nur noch "aufpassen", dass die Diskussion nicht aus dem Ruder läuft. :009:

VG - Bianca :001:
 

BigDogMikel

Well-Known Member
Sponsor
#12
Ich finde diese ganze Diskussion etwas lächerlich. Sie hat einen Dienstwagen und den darf sie nun mal nutzen. Ob man es irgendwie hätte besser regeln können, weshalb? Für mich kommt hier schon wieder die deutsche Neidgesellschaft durch.

Jeder der einen Dienstwagen hat, oder mal hatte, wird mir bestätigen, dass dieser auch privat genutzt wird. In viele Unternehmen dürfen die Dienstwagen auch im Urlaub und somit im europäischen Ausland genutzt werden (inkl. Benzin). Letztlich zahlt derjenige dafür und gehe davon aus, dass dies auch bei den Politikern so ist. Ansonsten hätten sie einen geldwerten Vorteil nicht versteuert. :009:
Ich glaube, wir reden hier über zwei verschiedene Dinge:

Auf der einen Seite geht es um Firmen, die ihren Mitarbeitern ein Fahrzeug zur dienstlichen Nutzung zur Verfügung stellen. Ob diese dann von den Mitarbeitern privat genutzt werden können oder nicht, ist Sache der Firma, und wird im Bedarfsfall als geldwerter Vorteil mti abgerechnet. (so wie auch bei uns in der Firma üblich). Eine Firma ist gewinnorientiert und hat somit eine Verantwortung ihren Mitarbeitern gegenüber.

Auf der anderen Seite haben wir hier eine Staatsbedienstete in hohem Rang, die Steuergelder zu verantworten hat (und nicht Firmengelder) und da ist es in meinen Augen schon etwas fragwürdig, wenn für wenige Termine in ihrem Urlaub ein Fahrer mit Fahrzeug über einen längeren Zeitraum mit ihr nach Spanien beordert wird.
Ich denke nicht, dass der Fahrer nur für die Zeiten, wo er Frau Schmidt durch die Gegend kutschiert hat, sein Gehalt weiterbezahlt bekommt, sondern vor Ort einsatzbereit sein muss.

Und genau fängt für mich die Verhältnismässigkeit der Dinge an. Frau Schmidt hat Urlaub, nutzt ihr Privileg als Ministerin um ein Fahrzeug und einen Fahrer mitzunehmen und somt Kosten in vier- bis fünfstelliger Höhe zu produzieren. Wobei es für mich sogar fragwürdig ist, ob es unbedingt notwendig ist, die deutschen Rentner vor Ort mit einem Vortrag zu beglücken. Auch das scheint mir etwas vorgeschoben zu sein.

Und was mich wütend macht, ist die Tatsache, dass gestern die Sprecherin von Frau Schmidt die Kosten als Bagatellkosten abgetan hat. Hier wurde mit einer Summe von 500,- Euro eine reine Spritkostenabrechnung vorgelegt und das ist Augenwischerei. Ich denke, dass die Summe des BdS auch etwas überhöht ist, aber die wirklichen Kosten für uns Steuerzahler irgendwo in einem mittleren 4-Stelligen Bereich liegen.

Für mich fehlt bei der ganzen Geschichte die Verhältnismässigkeit der Dinge.

Ach übrigens, Frau Schmidt hatte gestern einen Rechtfertigungsversuch gestartet, mit dem Hinweis auf ihr "Büro", was sie ständig dabeihaben müsste und das sie deswegen Computer und Unterlagen immer im Dienstwagen mit sich führen müsse. Sind die jetzt eigentlich mit geklaut worden ?
 

Florida-Fighter

Derzeit im Forums-Urlaub
#13
Naja, soviel ich weiß, dürfen Dienstwägen eben nicht für private Zwecke genutzt werden... Zumal, man dies bei der Versicherung ja auch angeben muß... Aber sie geht doch in den Urlaub...

Nochmals zur Info: Der Wagen war gepanzert!!! Also kommst Du mit Deinen € 120.000,- nicht hin, Ralf...

Quelle: http://www.automobil-magazin.de/auda8p.htm

Also da es sich ja bei Frau Schmidt nicht um den Pullman gehandelt hat, denke ich, sind wir mit € 300.000,- auch gut dabei :0103:

Und von Neid kann wohl schlecht die Rede sein, wenn im anderen Thread die "Urlauber" selber schuld sind, dass sie entführt werden und die Rücktransportkosten selber zahlen müssen. Sowas finde ich Gerechtigkeit... Tja... Sie hätte sich wohl einen anderen Urlaubsort aussuchen müssen... :009:

Und da das Auto von der Truller nicht mal versichert war (gegen Diebstahl) sind wohl die Kosten von ihr selber zu tragen... bin ja mal gespannt, ob sie dies aus ihrere eigenen Tasche zahlen wird :011:
Hey, das war ja mal super geraten von mir... Schau mal Ralf... Just for you :mrgreen:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,441506,00.html

Strenge Geheimhaltung bis auf den Preis: 383.000 Euro
 

buccaneer

Buchmacher und Frauenversteher
#14
Genau meine Gedanken, Mikel...

Ich hab mich auch ein wenig "gewundert" als unser Geschäftsführer seinen 1,5 Jahre alten Audi A6 gegen einen nigelnagelneuen Audi A4 mit Vollaustattung getauscht hat. Und das mit dem Spruch: Man muss sich halt beschränken, der Wagen hat halt keine 300PS mehr (nee, sind jetzt nur noch 265PS). Aber hier sind es Firmengelder.
Und den Rest hat Mikel absolut treffend beschrieben.
 

admin

Administrator
Mitarbeiter
#15
Auf derr einen Seite ist es mir ein Rätsel wie man das mit einer normalen Dienstwagenregelung eines Mittelklassewagens vergleichen kann (und ich bin sicher, Frau Schmidt wird nicht 1% im Monat für die Nutzung von Mietwagenm Chauffeur usw. abrechnen, das wären ja so der eine oder andere Tausender im Jahr).

Auf der anderen Seite muss mna ja auch ganz klar sehen: Was unsere Minister offiziell verdienen ist normaler Weise ein Witz. Zwar mögen Otto Normalverbraucher die Gehälter (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1209913598383.shtml) astronomisch hoch finden, aber in der Wirtschaft würden diese Leute ein Vielfaches verdienen. ICH würde den Job nicht machen wollen - und schon gar nicht für das Geld.

Von mir aus sollen die ruhig solche Vergünstigungen haben - das muss nur öffentlich kommuniziert werden. Oder man zahlt ihnen gleich Gehälter wie in der Wirtschaft üblich und dann können sie das auch locker selbst tragen.

Das das Thema von der Journaille freudig aufgegriffen wird ist ja klar - kann man prima Stimmung mit machen und Schlagzeilen produzieren.
Ich persönlich finde es viel Schlimmer, das jemand wie Wiedeking, der ein gesundes Unternehmen (auch durch seine Arbeit in der Vergangenheit) fast in die Zahlungsunfähigkeit treibt um seine persönlichen Machtphantasien auszuleben, noch 50 Millionen Abfindung bekommt anstatt etwas in der Größen ordnung aus dem Gehalt des letzten Jahres (über 100 Millionen) zurückzahlen zu müssen :0301:
 

Florida-Fighter

Derzeit im Forums-Urlaub
#16
Hatte ich im anderen Thread schon beantwortet. Wir sprechen hier von zwei Arten der Panzerung. Eine Panzerung so wie ich sie verstehe, kostet ihren Preis. Ist ja in dem von dir verlinken Artikel gut beschrieben. Es gibt eben auch eine "leichte Panzerung" und da sind wir bei einer S-Klasse eben doch wieder bei den ca. 120.000€ (steht im übrigen ansatzweise auch in diesem Artikel)
Ich hasse es, wenn ich von "alten" Zeiten reden muss, aber wir sind vor einigen Jahren den Mercedes S 500 - Brabus Tuning gefahren und der war "nicht" gepanzert und hat trotzdem seine € 130.000,- gekostet... Du willst mir doch nicht erzählen, dass eine Luxus Version vom S500 mehr kostet als die gepanzerte Luxus Version :moritz::0301:
 

BigDogMikel

Well-Known Member
Sponsor
#18
Auf der anderen Seite muss mna ja auch ganz klar sehen: Was unsere Minister offiziell verdienen ist normaler Weise ein Witz. Zwar mögen Otto Normalverbraucher die Gehälter (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1209913598383.shtml) astronomisch hoch finden, aber in der Wirtschaft würden diese Leute ein Vielfaches verdienen. ICH würde den Job nicht machen wollen - und schon gar nicht für das Geld.
Ja, Jochen, da hast du recht, aber das ist selbstgewähltes Schicksal. Die meisten Leute, die in der Politik in Spitzenpositionen sind, könnten auf dem freien Markt sehr viel mehr verdienen, wollen es aber garnicht, weil ihnen (politische) Macht wichtiger ist als Geld.

Ich kann morgen auch meine Brocken hier hin schmeißen und für die Hälfte oder ein Drittel des Geldes arbeiten, aber das wäre meine freie Entscheidung.
Ich würde aber deswegen auch nicht in die Politik wechseln wollen ... :0141:
 
J

jroeben

Guest
#19
Wenn es ihr zusteht, dann ist es nun mal ihr gutes Recht. Wir können den Vorgang doch von hier aus gar nicht nachvollziehen und ich finde diese Vorverurteilung schon fast anmaßend.
Ich wage stark zu bezweifeln, dass es ihr gutes Recht ist, einen Dienstwagen auf Staatskosten an den Urlaubsort bringen zu lassen.
Und nur mal so nebenbei: Um Neid geht es hier wohl kaum, sondern darum, dass Volksvertreter eine leicht verschobene Moral an den Tag legen.
 

DUSDO

Well-Known Member
#20
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