Greencard Lotterie 2011 wird wiederholt!

Gerda

Well-Known Member
#22
Witzig, daß sich so viele Leute um die Aufenthaltsgenehmigung eines Landes bemühen, das ganz stetig auf die totale Pleite zusteuert. Das kann man als Deutscher doch einfacher haben, indem man nach Griechenland, Italien, Portugal oder Spanien auswandert :003:
Ich lehne mich jetzt mal gaaaaanz weit aus dem Fenster und unterstelle, dass diejenigen, die sich um eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für die USA bemühen, nicht vorrangig wegen der miserablen US-Finanzsituation so erpicht sind auf den Wechsel... Da gibt's dann wohl doch andere Gründe. Aber womöglich schließe ich ja jetzt auch nur von mir auf andere.

Grundsätzlich stimme ich Florian und BiMi zu, dass Deutschland im direkten Vergleich besser abschneidet. Und Wirtschafts- und Bürokratieflüchtlinge neigen doch dazu, in den USA etwas unangenehm geweckt zu werden.
 

Florian B.

Well-Known Member
#23
Nun ja... Neid? Nein. Ich bin so, wie ich hier lebe, ausgesprochen zufrieden. Ich habe einen Arbeitsplatz, der mir Spass macht, ich habe ein schönes Wohnumfeld, ich nage nicht am Hungertuch. Ich lebe in einem schönen Land mit einem gesunden wirtschaftlichen Umfeld. Ich bin sowohl privat als auch von meinem Arbeitgeber her abgesichert und muss nach derzeitigem Stand der Dinge -und von nichts anderem kann ich mal ausgehen- mir eigentlich keine großen Sorgen machen. Unvorhergesehene Ereignisse wie schwere Erkrankungen, Kriegszustände und dergleichen einmal abgesehen. Das gleiche gilt für meine Frau.

Neid ist schon alleine dahingehend das falsche Argument, denn wenn ich wollte könnte ich ja an der GC-Lottery teilnehmen. Wir haben dies aber bisher nie auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen. Warum auch? Dazu müsste es schon handfester Vorteile bedürfen, die mir das schmackhaft machen könnten - oder ein Arbeitgeber, der mir bei gleichbleibenden Leistungen diesen ganzen Spass bezahlt.

Sollte ich das Glück haben einmal zu so viel Geld zu kommen, dass ich nicht mehr arbeiten muss, dann könnte ich mir vorstellen, die Zeit zwischen Oktober und Dezember und Ende Januar und April z. B. in Florida zu verbringen.

Sicher, viele Ecken von Florida sind ein kleines Paradies. Das sind aber andere Landstriche auch, mein Schwiegervater, der einige Zeit in den USA gelebt hat, begeistert sich nach wie vor viel mehr für Arizona oder Texas. Die Schwester meiner Frau ist geburtsbedingt amerikanische Staatsbürgerin - sie hat aber daraus heraus eine noch ganz andere Sichtweise und ist mit ihren Lebens- und Arbeitsumständen hier in Deutschland sehr zufrieden.

Seien wir doch mal ganz ehrlich...was schätzen wir denn an den USA, wobei ich USA gerne durch einen Platzhalter austauschen würde. Wir werden dort gut behandelt. Warum? Weil wir Touristen sind und Geld dort lassen. Wir behandeln Touristen doch auch nicht anders!
Aber wehe es kommt einer von denen und will hier arbeiten. Um Gottes willen - die nehmen uns Arbeitsplätze weg, die leben auf unsere Kosten! So ist zumindest die landläufige Meinung, und die ist nirgendwoanders auf der Welt anders, auch nicht in den USA.

Wer auswandern will wird sich durchbeissen müssen, Rückschläge hinnehmen müssen, immer den Plan B oder C im Kopf haben müssen - ausser er ist in der von mir genannten glücklichen Lage, einen Arbeitgeber zu haben, der ihm ein ordentliches Mindestmaß an sozialer und finanzieller Absicherung bietet.

Und nun möchte ich mal wissen, auf was ich neidisch sein sollte...
 
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S

Sunrise2

Guest
#24
Es wird schon einen Grund haben warum die Leute an einer Greencard Lottery teilnehmen und Auswandersungwünsche vorhanden sind, man muss nicht alles immer schlecht reden.

Es ist völlig in Ordnung wenn euch Deutschland besser gefällt und die USA/Florida mehr als Urlaubsland seht. Aber andere User sehen das eben anders.

Vielleicht hat auch der ein oder andere die Traute nicht, ich habe sie auch nicht, aber der Wunsch ist vorhanden und eine Greencard würde nunmal so Einiges leichter machen,
 
S

Sunrise2

Guest
#26
Dann mal her mit den Gründen - Du hälst Dich da sehr bedeckt, teilst aber gerne aus, wenn jemand das mal hinterfragt.
Zitat:
tat von Florian B.
... aber da ist es doch so schön warm. Und da ist viel weniger Bürokratie. Und halten alle so zusammen, da gibts keine Ellenbogengesellschaft. Also alles in allem viel besser als hier in Deutschland. Das bisschen finanzielle Schieflage ist ja nebensächlich, da kümmert sich schon der Staat drum :mrgreen:

Fand ich auch ein wenig provokant.

Frage doch die Leute, die ausgewandert sind.

Ich fühle mich in Florida sehr wohl und nicht nur wegen des warmen Wetters. Ich würde aber nicht so ohne Sicherheit auswandern wollen, das habe ich Ja geschrieben, ich wünsche jedem User der an der Greenncard Lottery teilnimmt viel Glück, denn das macht alles ein wenig leichter.:007:
 

Florian B.

Well-Known Member
#27
Fand ich auch ein wenig provokant.

Frage doch die Leute, die ausgewandert sind.

Ich fühle mich in Florida sehr wohl und nicht nur wegen des warmen Wetters. Ich würde aber nicht so ohne Sicherheit auswandern wollen, das habe ich Ja geschrieben, ich wünsche jedem User der an der Greenncard Lottery teilnimmt viel Glück, denn das macht alles ein wenig leichter.:007:
Sicher war das provokant. Trotzdem bist Du auch mit diesem Beitag ein strichhaltiges Argument schuldig geblieben, weswegen es sich lohnt, auszuwandern - pure Abentuerlust kann es nicht sein, sonst würdest Du nicht das Thema Sicherheit ansprechen - also, raus mit der Sprache, was ist denn wirklich besser dort?
 
S

Sunrise2

Guest
#28
Sicher war das provokant. Trotzdem bist Du auch mit diesem Beitag ein strichhaltiges Argument schuldig geblieben, weswegen es sich lohnt, auszuwandern - pure Abentuerlust kann es nicht sein, sonst würdest Du nicht das Thema Sicherheit ansprechen - also, raus mit der Sprache, was ist denn wirklich besser dort?
Die Menschen dort, die Gegend, ich würde auch nicht überall in Florida leben wollen und wie gesagt auch nicht um jeden Preis, ich spreche aber jetzt nur von mir.
Es ist ein ganz ander Lebensstil. Am Liebsten wäre mir ein halbes Jahr in Deutschland leben und das andere halbe Jahr in Florida, ist nicht möglich, da die Kinder noch recht jung sind, selber Schuld, aber meine Kinder sind für mich das Wichtigste überhaupt und ohne Sicherheit keine Auswanderung.
 

Gerda

Well-Known Member
#29
Sicher, viele Ecken von Florida sind ein kleines Paradies.
Und andere Ecken von Florida sind quasi die Hölle auf Erden.
Das sind aber andere Landstriche auch, mein Schwiegervater, der einige Zeit in den USA gelebt hat, begeistert sich nach wie vor viel mehr für Arizona oder Texas.
Ausgerechnet die Liebe zu TX würde sich mir nun nicht erschließen, aber dass es andere US-Landstriche gibt, die einen erheblich größeren Reiz ausüben als Florida, das geht mir ebenso wie Deinem Schwiegi. Oregon finde ich zum Beispiel fantastisch. Oder den Nordosten. Oder Washington State. Und als Städte begeistern mich vor allem Chicago, Philly und (wie laaaangweilig, das sagt ja jeder...) San Francisco. Aber man muss natürlich als Vor-Ort-Lebender ganz andere Kriterien ansetzen als reines "Gefallen", wenn man sich niederlässt.
Aber wehe es kommt einer von denen und will hier arbeiten. Um Gottes willen - die nehmen uns Arbeitsplätze weg, die leben auf unsere Kosten! So ist zumindest die landläufige Meinung, und die ist nirgendwoanders auf der Welt anders, auch nicht in den USA.
Da sprichst Du 'was Wahres. Und selbst dann, wenn die Willkommenshaltung positiver ausfällt, ist man doch der/die Ausländer/in, der/die 'nen komischen Akzent hat, anders sozialisiert wurde, über andere Scherze lacht, gewisse Anspielungen nicht schnallt, sich Essig oder Mayo statt Ketchup über die Pommes kippt und alles in allem doch etwas fremdkörperig daherkommt. Und auf der US-Tastatur schnell tippen kann er/sie auch nicht; die gängigen Lizenzen hat er/sie nicht und warum sollte man den Ausländer einstellen, wenn man doch zig Bewerber aus dem eigenen Land zur Auswahl hat. Manchmal ist das schon ganz schön traurig, wie lange Einwanderer nach einem Job suchen (müssen); und das dann oft wirklich zunächst auf allerunterster Stufe. Solche Dinge macht sich kaum jemand bewusst, der an der Lotterie teilnimmt.

Und nun möchte ich mal wissen, auf was ich neidisch sein sollte...
Na, aber, aber, aber, da scheint doch immer die Sonne. Und die Leute sind alle immer so freundlich, wenn sie einem die Tüten einpacken oder den Drink servieren. Und man kann ohne schlechtes Gewissen 'ne Spritschleuder fahren, weil, macht ja jeder. Und den Müll hinters Haus schmeißen. Und bei offenem Fenster die Klimaanlage laufen lassen. Und man kann sich zig Wummen kaufen, ohne Registrierung. Und man ... hm. Das ist doch alles schon mal extrem neiderregend, oder? :p

Es wird schon einen Grund haben warum die Leute an einer Greencard Lottery teilnehmen und Auswandersungwünsche vorhanden sind, man muss nicht alles immer schlecht reden.
Nein, schlecht reden muss man das nicht. Aber benennen sollte man die guten Gründe doch können. Anderenfalls drängt sich nämlich der Verdacht auf, dass die guten Gründe soooo gut gar nicht sind.

Ich habe den Eindruck, dass viele der Lotterieteilnehmer eine eher diffuse Vorstellung vom Leben in den USA haben - sofern sie überhaupt schon mal da waren. Eine klare Vorstellung davon, wie die Einwanderung in die USA das eigene Leben verändert, hat meines Eindrucks nach kaum jemand.

Vielleicht hat auch der ein oder andere die Traute nicht, ich habe sie auch nicht, aber der Wunsch ist vorhanden und eine Greencard würde nunmal so Einiges leichter machen,
Was genau würde die Greencard denn wirklich leichter machen? Gut, man könnte sich nun theoretisch einen beliebigen Job suchen. Aber wie realistisch ist es denn, dass man als Einwanderer ohne US-Arbeitshistorie einen Job findet, der halbwegs adäquat ist? Wobei es natürlich auf die Lebensumstände ankommt. Für jemanden, der gerade die Uni abgeschlossen hat und weder Haus noch Hund noch Kinder hat, um die er sich kümmern muss, ist die Greencard natürlich eine prima Möglichkeit, in den USA auf Stellensuche zu gehen und sich zumindest einige Jahre Auslandserfahrung draufzuschaffen. Aber sobald das eigene Leben die Verantwortung für mehr als nur sich selbst und ein paar Mitbringsel umfasst, ist das doch eine ganz andere Tasse Tee.
Das stimmt. Meiner Erfahrung nach heißt "anderer Lebensstil" vor allem sehr viel mehr und sehr viel härtere Arbeit für einen vergleichbaren Lebensstandard. Jedenfalls dann, wenn man nicht zu den Superreichen gehört. Oder selbstständiger Anwalt ist. :mrgreen:
Und dass man ständig im Hinterkopf hat, dass eine schwere Krankheit oder eine Behinderung ruckzuck die gesamte Familie in den Ruin treiben kann, macht's sicher nicht besser (man erhalte mir meine deutsche KV, damit ich mir solche Sorgen nie machen muss...).

Alles in allem ist das Leben in den USA m.E. viel erbarmungsloser und rücksichtsloser. Wer auf Sicherheit bedacht ist, der ist in Deutschland oder beispielsweise in Skandinavien vermutlich besser aufgehoben.
 

UrsusMajor

Well-Known Member
#30
Die Menschen dort, die Gegend, ich würde auch nicht überall in Florida leben wollen und wie gesagt auch nicht um jeden Preis, ich spreche aber jetzt nur von mir.
Es ist ein ganz ander Lebensstil. Am Liebsten wäre mir ein halbes Jahr in Deutschland leben und das andere halbe Jahr in Florida, ist nicht möglich, da die Kinder noch recht jung sind, selber Schuld, aber meine Kinder sind für mich das Wichtigste überhaupt und ohne Sicherheit keine Auswanderung.
Traumtänzer!!!
Du siehst das nur durch die rosarote Touri-Brille. Wir sind mit vielen Amerikanern recht eng befreundet, werden auch dieses Jahr wieder mehrere Familien besuchen, teilweise sogar bei denen wohnen. Viele von denen haben keine Krankenversicherung, sind krass verschuldet und leben wirklich auf Messer's Schneide - auch in Florida.
Ich arbeite zufällig seit 16 Jahren für einen der größten amerikanischen Konzerne. Ich kann Dir Dutzende Fälle von Kolleginnen und Kollegen in den USA nennen, die von eben auf jetzt plötzlich nicht mehr erreichbar waren, da mit sofortiger Wirkung gefeuert. Da gibt's einen Umschlag mit 'nem Scheck für zwei Wochen Lohn und dem berühmten Pink Slip. Kurz darauf kommen zwei nette Kollegen vom Sicherheitsdienst und helfen Dir, den berühmt-berüchtigten braunen Karton zum Auto zu tragen - UND TSCHÜSS!!!
Ich hab' auch schon für mehrere Wochen am Stück drüben gearbeitet und bin in mehreren globalen Teams tätig. Dadurch bin ich der Lage die beiden Arbeitswelten gut vergleichen zu können und kann ganz klar konstatieren, daß wir im Vergleich zu den USA hier im Paradies der Werktätigen leben. Unser Sozialsystem ist zwar teuer, aber den Amis um Lichtjahre voraus. Kündigungsschutz, Arbeitszeitgesetz, Arbeitsstättenverordnung, Betriebsverfassungsgesetz sind in den USA deutlich schlechter, bzw. unbekannt.
Da die Amis so dämlich waren, fast ihre komplette produzierende Industrie nach Mexico, Kanada, China und Indien zu verlegen, werden die auch auf keinen grünen Zweig mehr kommen.
Neulich gab's in den USA 'ne Fernsehsendung, bei der ein Team zu einer Familie gefahren ist und alles, was nicht 'Made in USA' war, aus dem Haus geräumt hat. Am Ende hatten die noch eine einzige alte Lampe in ihrem Haus. Der Rest war draußen auf dem Laster. Kleidung, Möbel, Lampen, Geräte, usw - alles importiert, trotz teilweise amerikanischer Labels auf den Waren.
Da ist hier in der EU die Fertigungstiefe doch etwas höher.
 
S

Sunrise2

Guest
#31
Nein, ich trage keine rosarote Touri-Brille, wie du so freundlich schreibst.
Ich bin sowohl mit Amerikanern als auch mit Leuten befreundet, die dorthin ausgewandert sind.

Was eine Greencard einfacher machen würde, klar und deutlich gesprochen man hätte es einfacher eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Wenn ich alles so einfach sehen würde, wäre ich doch längst ausgewandert.
Diejenigen, die ausgewandert sind, fühlen sich sehr wohl dort, es ist ein anderes besseres Leben (das bekomme ich jedenfalls so zu hören).

Es ist ja auch noch nicht so lange her wo Emiley ausgewandert ist, vielleicht kann sie ja auch mal etwas dazu schreiben, gerade weil es bei ihr noch nicht allzu lange her ist.
 

BiMi

Moderator
Moderator
#33
Sicher war das provokant. Trotzdem bist Du auch mit diesem Beitag ein strichhaltiges Argument schuldig geblieben, weswegen es sich lohnt, auszuwandern - pure Abentuerlust kann es nicht sein, sonst würdest Du nicht das Thema Sicherheit ansprechen - also, raus mit der Sprache, was ist denn wirklich besser dort?
Keine Abenteuerlust, aber es ist vielleicht noch mal die Möglichkeit sein Leben zu ändern. Die Herausforderung annehmen und ausprobieren, ob man es packt. Gerade wenn man die GC gewonnen hat, sollte man es probieren, denn ansonsten würde man sich immer die Frage stellen, ob man es geschafft hätte.

ich muss dazu sagen, dass alle Leute die wir bisher kennengelernt haben, diesen Schritt nie bereut haben, auch wenn es nicht immer einfach war. Für viele ist das Ziel auf jeden Fall 5 Jahre zu schaffen, damit sie dann die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen können. Denn dann kann man sich in den 2 Welten absolut frei bewegen und hat nicht mehr die Einschränkung, die man als GC-Besitzer hat.

Wir sind immer schnell dabei zu sagen, dass hier in D alles großer Mist ist. Aber wenn man mal anfängt und sich intensiv mit den USA (und alles was zum täglichen Leben dazugehört) beschäftigt, merkt man schnell, wie gut es uns hier geht. Wiederum leben die Amerikaner ganz anders als wir und die Art wie sie leben, gefällt mir. Aber natürlich immer nur unter dem Gesichtspunkt, dass man ein geregeltes Einkommen hat.
 
J

Jochen

Guest
#36
ich muss dazu sagen, dass alle Leute die wir bisher kennengelernt haben, diesen Schritt nie bereut haben, auch wenn es nicht immer einfach war. Für viele ist das Ziel auf jeden Fall 5 Jahre zu schaffen, damit sie dann die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen können. Denn dann kann man sich in den 2 Welten absolut frei bewegen und hat nicht mehr die Einschränkung, die man als GC-Besitzer hat.
Mal ehrlich: Mit wieviel GC-Gewinnern habt ihr gezielt Kontakt gesucht die zurückgekehrt sind? :0141: Liegt doch in der Natur der Sache das man sich eher mit den Erfolgsgeschichten beschäftigt und diese auch leichter findet - die "Versager" werden das schon nicht laut herausposaunen....


Wir sind immer schnell dabei zu sagen, dass hier in D alles großer Mist ist. Aber wenn man mal anfängt und sich intensiv mit den USA (und alles was zum täglichen Leben dazugehört) beschäftigt, merkt man schnell, wie gut es uns hier geht. Wiederum leben die Amerikaner ganz anders als wir und die Art wie sie leben, gefällt mir. Aber natürlich immer nur unter dem Gesichtspunkt, dass man ein geregeltes Einkommen hat.
100% agree - allerdings kann man das auch schon herausfinden bevor man sich um eine GC bewirbt wenn es denn wirklich möchte....

Mir persönlich ist es vollkommen egal aus welchen Gründen jemand eine GC haben will, solange sie irgendwie mit den ursprünglichen Intentionen genutzt werden soll, für die die Vergabe überhaupt gedacht ist. Ob das nun wirtschaftliche, religiöse oder ethnische Gründe sind, das ist doch letztlich schnurz - nur ist es eben bei den wirtschaftlichen so, dass man sich - wenn man aus D kommt - darüber im Klaren sein muss, das man in der Regel für den gleichen Lebens- und Sozialstandard mehr und länger arbeiten muss als hier. Das ist nun mal Fakt und kann man nicht wegdiskutieren. Wem der persönliche "Gewinn" in Form von Lebensgefühl, Wetter, Mentalität usw. das Wert ist: Prima - dem wünsche ich alles Glück der Welt dort selig zu werden.

Was mich aber bei der Betrachtung oft stört: Oft nehmen die Leute dort Jobs an, Arbeitszeiten, Wohnverhältnisse, soziales Umfeld die sie hierzulande in unserem Sozialstaat nie akzeptiert hätten weil sie es nicht mussten. Wenn sie mit der gleichen Einstellung (und vielleicht auch Druck?) ihr Leben hier angegangen wären, dann hätten sie vielleicht auch hier den gewünschten Erfolg gehabt....

Und was ich noch vollkommen daneben finden: Menschen, die an der GC-Lotterie teilnehmen nur um "auch mal was zu gewinnen" oder einfach weil sie es können - ohne einen Plan oder gar festen Vorsatz zu haben dort zu leben und zu arbeiten oder gar nur um Aufenthaltsbeschränkungen beim Urlaub zu umgehen :0092: Sorry, das finde ich einfach nur schäbig - da nimmt man evtl. einem engagierten Menschen mit guter Vorbereitung eine Chance. Die Anzahl der GC-Gewinner und denen, die dann tatsächlich auswandern steht meines Wissens in einem krassen Missverhältnis - z. T. sicher auch daher, das sich viele Gewinner erst nach dem Gewinn ernsthaft mit dem Thema beschäftigen.

Wobei ich zugestehe: Wenn man sich dann wirklich ernsthaft damit beschäftigt und aus welchen Gründen auch immer dann doch nicht geht kann ich das akzeptieren - nicht aber, wenn nach der Beschäftigung mit dem Thema überhaupt erst klar wird, dass das aber ganz anders als in der Vorstellung und deshalb nicht mehr attraktiv ist. Das finde ich dann fahrlässig und unfair gegenüber denen, die vielleicht wirklich gerne gegangen wären....
 

BiMi

Moderator
Moderator
#37
Na ja, Erfolgsgeschichten ist wohl etwas übertrieben. Alles eher normale Menschen, bei denen man merkt, dass es auch viele Schwierigkeiten gibt.

Und ich glaube, dass es eher wahrscheinlich ist, dass die meisten Menschen an der GC-Lotterie teilnehmen ohne das sie einen Plan haben. Denn was soll man denn planen, machen und tun, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Gewinnes eher gering ist. Was damit verbunden ist, weiß man häufig erst hinterher. Außerdem wird kaum jemand die GC auf Dauer als Urlaubs-Visum nutzen wollen. Zu teuer und zu nervig. :mrgreen:
 

Seminole

Well-Known Member
#38
diese lotterie zu "gewinnen" heisst ja noch lange nciht überhaupt eine GREENCARD zu erhalten...
das ist "nur" eine chance diese zu beantragen !
 

peter05

Well-Known Member
#39
diese lotterie zu "gewinnen" heisst ja noch lange nciht überhaupt eine GREENCARD zu erhalten...
das ist "nur" eine chance diese zu beantragen !
Schon Richtig. Wobei man allerdings, wenn man alle Vorrausetzungen erfüllt, schon davon ausgehen kann das man eine erhält. Mir ist zumindest kein Fall bekannt, das jemand keine bekommen hätte, obwohl alles erfüllt wurde.
 

Seminole

Well-Known Member
#40
Schon Richtig. Wobei man allerdings, wenn man alle Vorrausetzungen erfüllt, schon davon ausgehen kann das man eine erhält. Mir ist zumindest kein Fall bekannt, das jemand keine bekommen hätte, obwohl alles erfüllt wurde.
dazu kann ich nix sagen - bei mir bekanntenkreis ist niemand der eine will bzw. die anderen haben von "anfang an" das recht in den usa zu arbeiten und zu leben....
mein blauer pass bringt mir momentan nur den vorteil das die immigration recht flott geht :) arbeiten will ich nicht mehr dort (das habe ich schon erleben dürfen vor vielen jahren) - leben evt. als rentner.... aber da meine frau aus kroatien kommt wird das evt. etwas schwierig - sie will gerne in ihre (schöne) heimat.... aber wir sind ja noch "jung" :)
 
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