Greencard Lotterie 2011 wird wiederholt!

peter05

Well-Known Member
#41
dazu kann ich nix sagen - bei mir bekanntenkreis ist niemand der eine will bzw. die anderen haben von "anfang an" das recht in den usa zu arbeiten und zu leben....
mein blauer pass bringt mir momentan nur den vorteil das die immigration recht flott geht :) arbeiten will ich nicht mehr dort (das habe ich schon erleben dürfen vor vielen jahren) - leben evt. als rentner.... aber da meine frau aus kroatien kommt wird das evt. etwas schwierig - sie will gerne in ihre (schöne) heimat.... aber wir sind ja noch "jung" :)
Wir hätten vor langer Zeit auch drüben leben können (über Familienzuführung), aber darüber mussten wir nicht lange nachdenken, denn wir wollten beiden nicht. Urlaub eindeutig Ja, dort leben eindeutig Nein. Selbst als Rentner, mit einer ordentlichen mtl Rente, könnte ich es mir nur schwer vorstellen, denn ob das warme Klima immer noch so schön ist wenn man am Stock geht? Ich weiß nicht....

Was ich mir vorstellen könnte, wäre später mal nach Kanada auszuwandern, aber wie gesagt....vorstellen könnte ich es mir, aber Realität wird es wohl nie werden.
 

Gerda

Well-Known Member
#42
Unser Sozialsystem ist zwar teuer, aber den Amis um Lichtjahre voraus. Kündigungsschutz, Arbeitszeitgesetz, Arbeitsstättenverordnung, Betriebsverfassungsgesetz sind in den USA deutlich schlechter, bzw. unbekannt.
Arbeitsstättenverordnung - da sagst Du 'was. Ich erinnere mich prima an den Tag vor XX Jahren, als ich für meinen damaligen US-basierten Arbeitgeber einige Wochen in Florida gearbeitet habe - als "Büro" präsentierte man mir ein fensterloses Kabuff mit Schimmel an den Wänden. Da bin ich direkt rückwärts wieder rausgegangen und habe nach einem in gesundheitlicher Hinsicht akzeptablen Arbeitsplatz verlangt - ohne Schimmel und mit Tageslicht. Die Diskussion, die ein solches Anliegen lostrat, involvierte die höchste Chefetage und dauerte zwei Tage - solche unverschämten Forderungen niederer Schergen kannte man noch nicht. Und auch höhere Schergen würden anstandslos in so einem Umfeld arbeiten. Ich hab' dann gesagt, dass mir ziemlich wumpe sei, was andere Leute ihrer Gesundheit antun und habe fortan vom Hotelzimmer aus gearbeitet. Ging auch, und da gab's keinen Schimmel, aber dafür Tageslicht.

Jedenfalls gab mir die damalige Diskussion zu denken, und ich habe fortan mal drauf geachtet, wo mir hierzulande überall tageslichtlose Arbeitsplätze begegnen (wohl gemerkt, ich rede von Büroarbeit), und das finde ich zum Teil schon ziemlich erschütternd, aus was für Löchern heraus hier zum Teil gearbeitet werden muss.
Da die Amis so dämlich waren, fast ihre komplette produzierende Industrie nach Mexico, Kanada, China und Indien zu verlegen, werden die auch auf keinen grünen Zweig mehr kommen.
Neulich gab's in den USA 'ne Fernsehsendung, bei der ein Team zu einer Familie gefahren ist und alles, was nicht 'Made in USA' war, aus dem Haus geräumt hat. Am Ende hatten die noch eine einzige alte Lampe in ihrem Haus. Der Rest war draußen auf dem Laster. Kleidung, Möbel, Lampen, Geräte, usw - alles importiert, trotz teilweise amerikanischer Labels auf den Waren.
Da ist hier in der EU die Fertigungstiefe doch etwas höher.
Und der "Made in Billiglohnländern"-Trend mit dem damit verbundenen Problem der US-Wirtschaft wird von allen Forumlingen unterstützt, die bevorzugt beim Wühlmarkt shoppen, wenn sie den in den USA weilen. (Just some food for thought...)
Ich kaufe seit einige Zeit gar nichts mehr, das "Made in China" oder "Made in India" auf dem Label trägt - allerdings rätsele ich schon ein Weilchen, was ich nur machen soll, wenn ich in absehbarer Zeit meinen Laptop ersetzen muss, der langsam aus dem letzten Loch pfeift. Computer ohne China-Arbeit sind ja quasi nicht mehr zu bekommen (wer Tipps hat: bitte her damit).
Ich bin sowohl mit Amerikanern als auch mit Leuten befreundet, die dorthin ausgewandert sind.
Das mag so sein. Aber von denen bekommst Du ja offenbar nicht die Wahrheit erzählt (ich erinnere an dieser Stelle an die "kostenlose Pflicht-KV für Kinder" und an die "kostenlose Universität"), so dass da wohl ein Zerrbild entsteht.
Was eine Greencard einfacher machen würde, klar und deutlich gesprochen man hätte es einfacher eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.
Wireso brauchst Du denn neben der Greencard noch eine Arbeitserlaubnis? Die Greencard ist eine zeitlich und räumlich unbegrenzte Arbeitserlaubnis für die USA - so wirklich scheinst Du Dich ja damit noch nicht beschäftigt zu haben.
Diejenigen, die ausgewandert sind, fühlen sich sehr wohl dort, es ist ein anderes besseres Leben (das bekomme ich jedenfalls so zu hören).
Anders: ja. Besser? Na, das wage ich doch zu bezweifeln, dass man das so pauschal sagen kann. Anderenfalls würden kaum so viele Leute die USA wieder verlassen, nachdem sie hier kein Bein auf den Boden bekommen haben.
Keine Abenteuerlust, aber es ist vielleicht noch mal die Möglichkeit sein Leben zu ändern. Die Herausforderung annehmen und ausprobieren, ob man es packt. Gerade wenn man die GC gewonnen hat, sollte man es probieren, denn ansonsten würde man sich immer die Frage stellen, ob man es geschafft hätte.
Ich denke auch, dass die "Reuebegrenzung" für manch einen Auswanderer der Antrieb ist. Manch einer möchte sich nicht später mal fragen "was wäre gewesen, wenn...".
Für viele ist das Ziel auf jeden Fall 5 Jahre zu schaffen, damit sie dann die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragen können. Denn dann kann man sich in den 2 Welten absolut frei bewegen und hat nicht mehr die Einschränkung, die man als GC-Besitzer hat.
Das ist auch ein wichtiger Punkt, aber auch einer, der unterschwellig schon andeutet, dass es nach der Einwanderung sooo toll oft nicht aussieht. Wer nämlich davon überzeugt ist, dass er den Rest seines Lebens in den USA weilen möchte, der braucht sich ja nicht darum zu sorgen, dass er seinen Status gefährdet, wenn er mal für ein paar Jahre wieder nach Europa zieht. Übrigens ist der "Wandel zwischen den beiden Welten" nur dann möglich, wenn die deutsche Staatsangehörigkeit beibehalten wird, und das sehen die deutschen Behörden nicht soooo gerne. Die Beibehaltungsgenehmigung ist also schwieriger zu erringen als die Annahme der US-StaBü.
Wiederum leben die Amerikaner ganz anders als wir und die Art wie sie leben, gefällt mir. Aber natürlich immer nur unter dem Gesichtspunkt, dass man ein geregeltes Einkommen hat.
Aus ehrlicher Neugierde: Wo genau siehst Du denn die Unterschiede in der Art, wie die Amerikaner leben im Vergleich zu uns Deutschen? Was ist es denn, was Dir daran so gut gefällt?
Mal ehrlich: Mit wieviel GC-Gewinnern habt ihr gezielt Kontakt gesucht die zurückgekehrt sind? :0141: Liegt doch in der Natur der Sache das man sich eher mit den Erfolgsgeschichten beschäftigt und diese auch leichter findet - die "Versager" werden das schon nicht laut herausposaunen....
That.
Und ich glaube auch, dass einige, die nicht zurückgekehrt sind, sich in den USA irgendwie arrangiert haben, aber nicht wirklich auf eine Erfolgsgeschichte zurückblicken. Nur ob man das so offen zugibt, dass man beispielsweise nicht in einer tollen Villa lebt, sondern in einem Trailer, wenn man vom abbezahlten Eigenheim schwärmt?
100% agree - allerdings kann man das auch schon herausfinden bevor man sich um eine GC bewirbt wenn es denn wirklich möchte....
Ja und nein. Ich bilde mir ein, dass ich mich vor der Auswanderung umfassend ínformiert hatte, und ich habe ja vorher über Jahre hinweg immer schon von den USA aus gearbeitet und jedes Jahr einige Monate in den USA verbracht. Dennoch gibt es zahlreiche Aspekte, die vor meinem "richtigen" Umzug nicht klar waren; etwa in Bezug auf den hiesigen Bürokratiewahn, die Recyclingfeindlichkeit (seeeehr langsam tut sich nun 'was) und den vorsintflutlichen Zahlungsverkehr Schrägstrich Bankenbereich. Andere Dinge, an die man (also ich jedenfalls) sich erstmal gewöhnen muss, sind fehlende Garantien, das Ausmaß der Miserablität :mrgreen: im ÖPNV-Bereich und der kaum vorhandene Tierschutz. Im Gegenzug habe ich mich aber immer noch nicht daran gewöhnt, wie überbehütet (IMHO) die Kinder aufwachsen. Die Reihe lässt sich fortsetzen.

Was mich aber bei der Betrachtung oft stört: Oft nehmen die Leute dort Jobs an, Arbeitszeiten, Wohnverhältnisse, soziales Umfeld die sie hierzulande in unserem Sozialstaat nie akzeptiert hätten weil sie es nicht mussten. Wenn sie mit der gleichen Einstellung (und vielleicht auch Druck?) ihr Leben hier angegangen wären, dann hätten sie vielleicht auch hier den gewünschten Erfolg gehabt....
:007:
Und was ich noch vollkommen daneben finden: Menschen, die an der GC-Lotterie teilnehmen nur um "auch mal was zu gewinnen" oder einfach weil sie es können - ohne einen Plan oder gar festen Vorsatz zu haben dort zu leben und zu arbeiten oder gar nur um Aufenthaltsbeschränkungen beim Urlaub zu umgehen :0092: Sorry, das finde ich einfach nur schäbig - da nimmt man evtl. einem engagierten Menschen mit guter Vorbereitung eine Chance. Die Anzahl der GC-Gewinner und denen, die dann tatsächlich auswandern steht meines Wissens in einem krassen Missverhältnis - z. T. sicher auch daher, das sich viele Gewinner erst nach dem Gewinn ernsthaft mit dem Thema beschäftigen.
Das Missverhältnis ist quasi behördlich gewünscht. Soweit ich weiß werden durchaus jedes Jahr fast alle der 55.000 Diversity-Immigration-Greencards vergeben; man zieht aber erheblich mehr Gewinner als Greencards zur Verfügung stehen. Spricht, gezogen werden ca. 100.000 Gewinner, vergeben werden im Schnitt ca. 25.000 Greencards an "Principals" (also die konkreten Gewinner), die weiteren ca. 30.000 Greencards gehen an Familienangehörige der "Principals". Heißt also, dass am Ende im Schnitt jeder vierte Gewinner eine Greencard erhält. Die anderen überlegen es sich entweder anders oder erfüllen die Voraussetzungen nicht oder sie gehören zu jenen, deren "Case #" so hoch ist, dass die Kontingente erschöpft sind, ehe sie zum Interviewtermin geladen werden. Letzteres ist allerdings, soweit ich mich erinnere, für deutsche Gewinner erst ein Mal passiert. Man kann also davon ausgehen, dass Deutsche, die gezogen werden und dann den Papierkrieg starten, auch tatsächlich die Greencard (bzw. das Visum I-551) bekommen.
diese lotterie zu "gewinnen" heisst ja noch lange nciht überhaupt eine GREENCARD zu erhalten...
das ist "nur" eine chance diese zu beantragen !
Schon Richtig. Wobei man allerdings, wenn man alle Vorrausetzungen erfüllt, schon davon ausgehen kann das man eine erhält. Mir ist zumindest kein Fall bekannt, das jemand keine bekommen hätte, obwohl alles erfüllt wurde.
Ich kenne zwei Fälle, beide aus demselben Jahr. Muss so vor ca. 5 oder 6 Jahren gewesen sein.
 
S

Sunrise2

Guest
#43
Zitat von Sunrise2---
Ich bin sowohl mit Amerikanern als auch mit Leuten befreundet, die dorthin ausgewandert sind.
---Zitatende---
Das mag so sein. Aber von denen bekommst Du ja offenbar nicht die Wahrheit erzählt (ich erinnere an dieser Stelle an die "kostenlose Pflicht-KV für Kinder" und an die "kostenlose Universität"), so dass da wohl ein Zerrbild entsteht.
Zitatende


Doch, sicher bekomme ich die Wahrheit gesagt. Kind ist versichert. Die Eltern sind es nicht.
Universität: sie hat das scholarship.
Ja, mit der GC hat man eine Arbeitserlaubnis, es macht vieles einfacher.
Ich selbst würde ohne festes Einkommen nicht in die USA gehen, aber ich wünsche jedem der es wagt viel Glück und die GC macht alles ein wenig einfacher.
 

binehh

Well-Known Member
#44
Uns würden später auch schon bis zu 6 Monate im Jahr reichen...dann
könnte ich mir auch ein "auswandern" vorstellen.
Auch Freunde von uns würden sich dort ein Häuschen kaufen,wenn sie wenigstens ein paar Monate im Jahr dort bleiben könnten.
Leider begreifen die Amis nicht ,das deutsche Rentner, Geld in die Kasse bringen
würden,selbst wenn sie nur ein paar Monate im Jahr dort wären.Ein Rentnervisum für 6 Monate,das wär doch super...
 

Gerda

Well-Known Member
#46
Das mag so sein. Aber von denen bekommst Du ja offenbar nicht die Wahrheit erzählt (ich erinnere an dieser Stelle an die "kostenlose Pflicht-KV für Kinder" und an die "kostenlose Universität"), so dass da wohl ein Zerrbild entsteht.
Doch, sicher bekomme ich die Wahrheit gesagt. Kind ist versichert. Die Eltern sind es nicht.
Universität: sie hat das scholarship.
Das ist ja 'was komplett anderes als die Behauptung, es gäbe hierzulande "kostenlose Unis". Wenn sie ein Vollstipendium hat, dann ist die Uni nicht kostenlos, sie bezahlt bloß nichts aus eigener Tasche, weil das jemand anders für sie macht. Für die Stipendiaten werden die (meist ganz erheblichen) Studiengebühren vom (von den) Stipendiengeber(n) übernommen. Der Besuch der Uni ist dennoch kostenpflichtig.

Und nur, weil Du es öfter wiederholst, wird es nicht richtiger: Es gibt (immer noch...) keine automatische Pflicht-KV, in der Kinder "einfach so" versichert sind. Das wäre ja zu schön - da müssten wir nicht die KV für drei Kids finanzieren... Einkommensschwache Familien können auf Antrag eine steuerfinanzierte Basisversicherung für ihre Kinder bekommen. Das war's.
Ja, mit der GC hat man eine Arbeitserlaubnis, es macht vieles einfacher.
Ich selbst würde ohne festes Einkommen nicht in die USA gehen, aber ich wünsche jedem der es wagt viel Glück und die GC macht alles ein wenig einfacher.
Viel Glück wünsche ich auch jedem, aber dass die GC pauschal "alles" ein wenig einfacher machen würde, halte ich als GC-Inhaberin doch für ein Gerücht. Andersherum wird ein Stiefel daraus, jedenfalls in den Anfangsjahren: Wer mit einem Arbeitsvisum ins Land kommt, der hat seinen qualifizierten und meist sehr anständig bezahlten Arbeitsplatz (mehr oder weniger) sicher.
Ein Rentnervisum für 6 Monate,das wär doch super...
Ja, das wäre super, und zwar sowohl für die Rentner als auch fürs Land, IMHO. Da sollten sich die Gesetzgeber wirklich mal einen Ruck geben - solche Dauerurlauber bringen Kohle ins Land; kosten den Staat aber nichts. Davon muss man doch als Regierender im Grunde träumen.
 
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J

Jochen

Guest
#47
Uns würden später auch schon bis zu 6 Monate im Jahr reichen...dann
könnte ich mir auch ein "auswandern" vorstellen.
Auch Freunde von uns würden sich dort ein Häuschen kaufen,wenn sie wenigstens ein paar Monate im Jahr dort bleiben könnten.
Leider begreifen die Amis nicht ,das deutsche Rentner, Geld in die Kasse bringen
würden,selbst wenn sie nur ein paar Monate im Jahr dort wären.Ein Rentnervisum für 6 Monate,das wär doch super...
Was spricht gegen ein B1/B2-Visum? Ein Nachbar von mir ist seit einigen Jahren damit immer ca. 6 Monate im Jahr in FL, hat dort ein Haus in einer GC bei Tampa und ist nur noch über Sommer und während der Weihnachtszeit/ Jahreswechsel mit seiner Frau hier in D.

Wenn man die entsprechenden "bindings" und finanzielle Unabhängigkeit nachweisen kann scheint das damit wohl zu gehen - über die genauen Regelungen und wie er das macht habe ich mit ihm noch nicht gesprochen, da das Thema für mich noch (wenn überhaupt) ein paar Jährchen entfernt liegt....
 

Florian B.

Well-Known Member
#48
Was spricht gegen ein B1/B2-Visum? Ein Nachbar von mir ist seit einigen Jahren damit immer ca. 6 Monate im Jahr in FL, hat dort ein Haus in einer GC bei Tampa und ist nur noch über Sommer und während der Weihnachtszeit/ Jahreswechsel mit seiner Frau hier in D.

Wenn man die entsprechenden "bindings" und finanzielle Unabhängigkeit nachweisen kann scheint das damit wohl zu gehen - über die genauen Regelungen und wie er das macht habe ich mit ihm noch nicht gesprochen, da das Thema für mich noch (wenn überhaupt) ein paar Jährchen entfernt liegt....
Das wollte ich gestern Abend schon vorschlagen, war aber zu faul, das genauer rauszusuchen.

In den meisten Fällen wird die Aufenthaltserlaubnis wohl auf 180 Tage gestempelt, es liegt aber im Ermessen des Officers, wieviel er tatsächlich genehmigt. Wer sich aber einigermaßen vorbereitet und z.B. ein Eigenheim oder eine langfristige Mietunterkunft nachweisen kann und sich als finanziell unabhängig zeigt dürfte keine Probleme haben, die 180 Tage für den Winter gestempelt zu bekommen.

So weit ich weiss kann man als B2-Reisender jedoch nicht mehr ausserhalb davon mit dem Visa-Waiver-program einreisen, die 90 Tage Touri-Visum sind damit augeschlossen.
 

Gerda

Well-Known Member
#49
Was spricht gegen ein B1/B2-Visum? Ein Nachbar von mir ist seit einigen Jahren damit immer ca. 6 Monate im Jahr in FL, hat dort ein Haus in einer GC bei Tampa und ist nur noch über Sommer und während der Weihnachtszeit/ Jahreswechsel mit seiner Frau hier in D.

Wenn man die entsprechenden "bindings" und finanzielle Unabhängigkeit nachweisen kann scheint das damit wohl zu gehen - über die genauen Regelungen und wie er das macht habe ich mit ihm noch nicht gesprochen, da das Thema für mich noch (wenn überhaupt) ein paar Jährchen entfernt liegt....
Das Problem beim B-Visum ist, dass es eben nicht dafür gedacht ist, dass man ständig die sechs Monate ausreizt. Sobald der Verdacht entsteht, dass da jemand eben nicht hin und wieder ausgedehnt urlaubt (oder geschäftsreist), sondern quasi fortgesetzt in den USA lebt, kann der IO direkt mal die Einreise verweigern. Nun hat man als Visumsinhaber (im Gegensatz zum VWP-Reisenden) die Möglichkeit, vor einen "immigration judge" zu treten und die Einreiseverweigerung anzufechten, aber das kann eben auch so ausgehen, dass der IJ dem IO zustimmt - und dann war's das mit der Herrlichkeit des selbstgenutzten Eigenheims in Florida. Übrigens wird man ab 183 Tagen Aufenthalt in den USA hierzulande steuerpflichtig; u.U. auch schon eher. Wer da also regelmäßig die sechs Monate ausreizt, der sollte damit rechnen, dass irgendwann mal Post vom IRS kommt.
In den meisten Fällen wird die Aufenthaltserlaubnis wohl auf 180 Tage gestempelt, es liegt aber im Ermessen des Officers, wieviel er tatsächlich genehmigt. Wer sich aber einigermaßen vorbereitet und z.B. ein Eigenheim oder eine langfristige Mietunterkunft nachweisen kann und sich als finanziell unabhängig zeigt dürfte keine Probleme haben, die 180 Tage für den Winter gestempelt zu bekommen.
Das B-Visum kann nach der Einreise sogar einmalig um weitere sechs Monate verlängert werden. Aber auf Dauer geht das natürlich nicht.

Und Du hast recht, dass der IO letztlich die Verweildauer festlegt und es in seinem ermessen hat, weniger als 180 Tage zu genehmigen; wobei man auch da ggfs. die Einspruchsmöglichkeit hätte.
So weit ich weiss kann man als B2-Reisender jedoch nicht mehr ausserhalb davon mit dem Visa-Waiver-program einreisen, die 90 Tage Touri-Visum sind damit augeschlossen.
Das B-Visum ersetzt das VWP. Wer ein B-Visum im Pass hat, der kann nicht mehr per VWP einreisen, das stimmt - aber warum sollte er/sie das auch wollen? Die Rechte und Beschränkungen beim Aufenthalt sind ja im Grunde eh dieselben; von Details mal abgesehen. Oder missverstehe ich Dich jetzt?
 
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Florian B.

Well-Known Member
#53
Das B-Visum ersetzt das VWP. Wer ein B-Visum im Pass hat, der kann nicht mehr per VWP einreisen, das stimmt - aber warum sollte er/sie das auch wollen? Die Rechte und Beschränkungen beim Aufenthalt sind ja im Grunde eh dieselben; vonm Details mal abgesehen. Oder missverstehe ich Dich jetzt?
Es soll wohl schon Experten gegeben haben, die nach einer Überwinterung im Sommer noch einmal mit WVP einreisen wollten und nicht reingelassen wurden, deswegen der Hinweis.
 
S

Sunrise2

Guest
#56
Zitat von Gerda:
Das ist ja 'was komplett anderes als die Behauptung, es gäbe hierzulande "kostenlose Unis". Wenn sie ein Vollstipendium hat, dann ist die Uni nicht kostenlos, sie bezahlt bloß nichts aus eigener Tasche, weil das jemand anders für sie macht. Für die Stipendiaten werden die (meist ganz erheblichen) Studiengebühren vom (von den) Stipendiengeber(n) übernommen. Der Besuch der Uni ist dennoch kostenpflichtig. Ende
Soweit ich weiss habe ich gesagt, dass sie nicht bezahlen für die Uni. Von daher stimmt das auch so

Zitat Gerda:
Und nur, weil Du es öfter wiederholst, wird es nicht richtiger: Es gibt (immer noch...) keine automatische Pflicht-KV, in der Kinder "einfach so" versichert sind. Das wäre ja zu schön - da müssten wir nicht die KV für drei Kids finanzieren... Einkommensschwache Familien können auf Antrag eine steuerfinanzierte Basisversicherung für ihre Kinder bekommen.
Das hatte ich auch schon korrigiert und nur weil du das mir nun immer wieder vorwirfst und ich mich schon korrigiert hatte, hilft das hier auch keinem weiter, Hauptsache du hast es nochmal erwähnt, wenn es dich glücklich macht, dann wiederhole es ruhig nochmal. :p
 
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J

Jochen

Guest
#57
Zitat Gerda:
Das ist ja 'was komplett anderes als die Behauptung, es gäbe hierzulande "kostenlose Unis". Wenn sie ein Vollstipendium hat, dann ist die Uni nicht kostenlos, sie bezahlt bloß nichts aus eigener Tasche, weil das jemand anders für sie macht. Für die Stipendiaten werden die (meist ganz erheblichen) Studiengebühren vom (von den) Stipendiengeber(n) übernommen. Der Besuch der Uni ist dennoch kostenpflichtig. Ende
Soweit ich weiss habe ich gesagt, dass sie nicht bezahlen für die Uni. Von daher stimmt das auch so

Zitat Gerda:
Und nur, weil Du es öfter wiederholst, wird es nicht richtiger: Es gibt (immer noch...) keine automatische Pflicht-KV, in der Kinder "einfach so" versichert sind. Das wäre ja zu schön - da müssten wir nicht die KV für drei Kids finanzieren... Einkommensschwache Familien können auf Antrag eine steuerfinanzierte Basisversicherung für ihre Kinder bekommen.
Das war's.Ende
Das hatte ich auch schon korrigiert und nur weil du das mir nun immer wieder vorwirfst und ich mich schon korrigiert hatte, hilft das hier auch keinem weiter, Hauptsache du hast es nochmal erwähnt, wenn es dich glücklich macht, dann wiederhole es ruhig nochmal. :p
Wie wäre es mal diesen kleinkarierten Streit um Begrifflichkeiten sein zu lassen?

Tatsache ist doch, dass jemand Unbeteiligtes der nach Informationen sucht und Deine Behauptungen wegen kostenloser Uni oder automatisch versicherten Kindern liest eine definitive Fehlinformation erhält - diese ist von Gerda richtiggestellt worden. Punkt.
Letztlich geht es darum, dass Informationssuchende hier möglichst genaue und korrekte Informationen erhalten, keine Gerüchte von Informationen aus dritter Hand nach dem Prinzip der "stillen Post".
Damit kann man es doch einfach mal gut sein lassen und nicht immer und wieder nach dem Motto "Aber trotzdem" <<mitdemFussaufstampf>> nochmal und nochmal das Gleiche wiederkäuen - das bringt nichts für das Thema und lässt alle Unbeteiligten (und vermutlich auch die Beteiligten) nur noch entnervt mit den Augen rollen.

Also bitte mal Feierabend mit diesem speziellen Dialog - alles weitere in der Richtung werden wir kommentarlos löschen.
 

Gerda

Well-Known Member
#59
Oder vielleicht hab' ich 'nen Klon oder zwei oder drei. :mrgreen:
Das ist etwas, das mein Sohn in den nun schon neun Monaten in den USA auch gelernt hat: Schlaf wird überbewertet! :mrgreen:
Bei den Pensum, das er mit Schule und Sport (Training vor und nach der Schule)hat, bleibt nur wenig Zeit zum schlafen.
Eben. Schlafen können wir, wenn wir alt sind. :0391:
 
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