Nach negativer Brexitabstimmung wird morgen alles teurer ??

#1
Hallo zusammen,
Flüge für März und September sind gebucht, die meisten Hotels auch.
Allerdings rechne ich durch die Chaos-Briten mit 1/3 höheren Kosten für alles was noch nicht bezahlt ist ab morgen....
Oder habt ihr Hoffnung das der Euro nicht massiv abstürzt in dieser historischen Nacht?
 

MBCSCOUT

Well-Known Member
#2
Hallo zusammen,
Flüge für März und September sind gebucht, die meisten Hotels auch.
Allerdings rechne ich durch die Chaos-Briten mit 1/3 höheren Kosten für alles was noch nicht bezahlt ist ab morgen....
Oder habt ihr Hoffnung das der Euro nicht massiv abstürzt in dieser historischen Nacht?
Warum sollte er denn morgen abstürzen und nicht sofort? Die Börsen sind ja offen. :eek:)

Nein. Die ganze Brexit-Geschichte ist doch ohnehin schon eingepreist. Passiert ist ja heute auch nicht viel außer das ein neues Referendum wieder wahrscheinlicher geworden ist. Ich sehe die Briten noch nicht ausgetreten. Morgen Misstrauensvotum gegen May und dann Weg frei für eine neue Abstimmung. Der Euro ist vorhin unmittelbar nach der Abstimmung sogar stärker geworden ggü. dem USD.

P.S. wenn das alles so einfach wäre, dann wäre ich morgen Millionär mit einem geshorteten Euro :eek:)
 

Arndt

Well-Known Member
#6
Es gibt kein neues Referendum und auch keine Neuwahlen. Hoffentlich widerspricht die EU einer Fristverlängerung und schmeißt diese Rosinenpicker zum 01.04. aus der Gemeinschaft
Hast Du Dir auch mal 5 Minuten Gedanken darüber gemacht, welch immensen negativen Einfluss ein solcher Austritt auf die Exportnation Deutschland haben würde? Ein harter Brexit würde bei uns auch einen immensen Einbruch der Wirtschaft und den Verlust tausender Arbeitsplätze bedeuten.

In Ansätzen haben die Briten doch Recht. Die EU ist in den letzten Jahren einfach zu schnell gewachsen. Heute sind Mitglieder dabei, die sich den Grundwerten der EU verschliessen und nur kassieren wollen. Solange (Gründungs-)Länder wie UK, Deutschland, Frankreich, Niederlande nur noch die Deppen als alleinige Nettozahler und Aufnahmeländer für verfolgte Menschen sind, ist etwas falsch in dem System EU. Warum erhalten die Ostblockstaaten weiterhin volle Beihilfen, obwohl sie sich gegen alle sozialen Werte ausserhalb ihrer Stammbevölkerung verschliessen? Lass das noch ein paar Jahre so weiter gehen, dann ändert sich die Meinung auch in den anderen Wohlstandsstaaten und wir reden dann über Dexit, Frexit, Nexit usw.
 

MBCSCOUT

Well-Known Member
#7
Hast Du Dir auch mal 5 Minuten Gedanken darüber gemacht, welch immensen negativen Einfluss ein solcher Austritt auf die Exportnation Deutschland haben würde? Ein harter Brexit würde bei uns auch einen immensen Einbruch der Wirtschaft und den Verlust tausender Arbeitsplätze bedeuten.
Genau so sieht es aus Arndt! Es ist leicht die Stammtischparolen ala "lasst sie doch gehen" herauszuposaunen ohne sich über die Auswirkungen Gedanken zu machen. Das ist beim Brexit ähnlich wie bei der Rettung maroder Banken oder des Staates Griechenland. Das gemeine Volk regt sich eben in erster Linie darüber auf, dass die Rettung einer Nord LB oder Commerzbank den Steuerzahler Milliarden von Euro kostet. Die potenziellen Auswirkungen einer Nichtrettung betrachtet aber keiner....soetwas zieht einen riesigen Rattenschwanz nach sich, der den kleinen Mann im Endeffekt deutlich härter trifft. Und Brexit ist schon noch eine andere Nummer als eine "kleine" Bankenpleite.

Mitlerweile scheint das auch die Mehrheit der Briten gemerkt zu haben. Es gibt ja ein deutliches Umdenken. Insofern bi ich mir sicher, dass ein zweites Referendum anders ausgehen wird.
 

Texasranger

Well-Known Member
#9
Der Brexit wird für uns sehr teuer. Besonders teuer wird es aber, wenn es keinen Deal gibt. Exporte bringen uns viel Geld. Ein Dexit wäre verrückt.

Was wir brauchen, ist eine umfassende EU-Reform, um die vorhandenen zahlreichen Missstände zu beseitigen. Dann steigt auch die Zustimmung zur EU wieder. Es war schließlich die Unzufriedenheit der Briten, die zum Brexit geführt hat.

Von einem zweiten Referendum in GB halte ich gar nichts. Man wollte, dass das Volk abstimmt. Das hat man gemacht. In einer Demokratie muss man mit dem Ergebnis leben, ob es einem passt oder nicht. Wie oft will man denn abstimmen? Bis das Ergebnis passt? Ich glaube auch nicht, dass man bei einem zweiten Referendum ein anderes Ergebnis erzielt.

Man sollte sich das Ganze gut anschauen und überlegen, ob man wirklich Volksabstimmungen in Deutschland haben will, an denen sich auch uninformierte, desinteressierte und/oder manipulierte Bürger beteiligen oder ob man lieber weiterhin einen "Filter" in Form von Abgeordneten zwischenschaltet.

Ich bin gespannt, wie es nun weitergeht. Ich befürchte, es gibt einen harten Brexit. Ich bin froh, dass wir keine Flüge über London gebucht und den Summerschoolaufenenthalt unserer Tochter auf Eis gelegt haben. Abwarten und - noch ausreichend vorhandenen - schottischen Whisky trinken.

Gruß Texasranger
 

Texasranger

Well-Known Member
#11
So ticken die Briten:

„We shall go on to the end, we shall fight in France, we shall fight on the seas and oceans, we shall fight with growing confidence and growing strength in the air, we shall defend our island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“ (W. Churchill)
 
#12
So ticken die Briten:

„We shall go on to the end, we shall fight in France, we shall fight on the seas and oceans, we shall fight with growing confidence and growing strength in the air, we shall defend our island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“ (W. Churchill)
Und jetzt Aces High von Iron Maiden
 

Tozupi

Well-Known Member
#13
Von einem zweiten Referendum in GB halte ich gar nichts. Man wollte, dass das Volk abstimmt. Das hat man gemacht. In einer Demokratie muss man mit dem Ergebnis leben, ob es einem passt oder nicht. Wie oft will man denn abstimmen? Bis das Ergebnis passt? Ich glaube auch nicht, dass man bei einem zweiten Referendum ein anderes Ergebnis erzielt.
Naja, es sind schließlich 2 Jahre vergangen. Und Fakten die einem bei einer ersten Entscheidung nicht klar waren, können eine Meinung ändern.
Ich stimme Dir zu, wenn nach Referendum 1 gesagt worden wäre, "ohoh, das gefällt uns nicht - machen wir noch eine Abstimmung". Aber genau das ist nicht der Fall. Die Regierung hat relativ populistisch die EU für die Wirtschaftslage verantwortlich gemacht und -fast wie Trump - das Blaue vom Himmel versprochen. Viele einfältige und geblendete haben garnicht über die Konsequenzen nachgedacht sondern nur May geglaubt.

Gerade jetzt ist es doch wichtig, sich die Meinung des Volkes bestätigen zu lassen. Oder hast Du dich nie verfahren? Da fährst Du auch wieder zurück um "auf den rechten Weg zu kommen". Gerade wenn Du es rechtzeitig genug merkst um negative Konsequenzen deines Weges zu vermeiden.

Zumal, egal wie oft abgestimmt wird: Es muss der Volkeswille sein der zählt. Was nutzt es, wenn in 3 Jahren GB wieder eintreten will weil die Regierung gewechselt hat und man feststellt dass die Entscheidung nur Falsch war.
 
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