Nie wieder SeaWorld?

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#1
Ab heute kommt ein Film in die Kinos, der alle Liebhaber von Delfin-Shows schockieren und aufrütteln dürfte, wenn sie sich den denn angucken werden.
Es ist ein Dokumentarfilm über das jährliche Abschlachten von Delfinen in einer Bucht in Japan und wurde initiiert von einem Mann, der einer der erbittertsten Kämpfer gegen die Haltung und Dressur von Delfinen in Gefangenschaft ist - und das, obwohl er selber genau damit seinen Ruhm begündete: Ric O'Barry war der Trainer des berühmten Film-Delfins "Flipper", womit er reich und berühmt wurde. Als dann aber eines der von ihm trainierten Tiere quasi in seinen Armen Selbstmord begangen hat, da hat sich seine einstellung um 180° gedreht und er kämpft seither gegen jede Art von Delfinshows.

Der Film heißt "Die Bucht" und scheint selbst hartgesottene Gemüter betroffen zu machen....

O'Barrys aktuelles Projekt ist eine Bucht in dem japanischen Küstenort Taiji, in der jährlich zigtausende Delfine abgeschlachtet werden, um ihr - hochgiftiges (!) - Fleisch in Supermärkten falsch etikettiert als Walprodukt zu verkaufen.

Weil das Gemetzel im Geheimen abläuft, regt sich kaum öffentlicher Widerstand. Deshalb ruft O'Barry seit Jahren ausländische Medien auf den Plan, um die brutalen Praktiken der Fischer publik zu machen. Doch noch keinem der Kamerateams war es bisher gelungen, nah genug an die abgeschottete Bucht heranzukommen.

Dies änderte sich mit dem Auftauchen von Louie Psihoyos. Als Taucher hatte dieser über Jahre das Sterben der Riffe beobachtet und wollte nun endlich aktiv etwas gegen die Zerstörung der Meere unternehmen.

In O'Barry und seinen Delfinen sah er deshalb genau das richtige Projekt für sein Regiedebüt. Mit der Unterstützung von ähnlich abenteuerlustigen Freunden, darunter Experten für Kameratechnik und Profitaucher, gelangen ihm die lang ersehnten Aufnahmen. Leider fielen diese sogar noch grausamer aus, als es selbst die Macher befürchtet hatten.

"Die Bucht" bietet seinem Publikum quasi zwei Filme in einem. Da gibt es den dokumentarischen Teil mit den Bildern des Delfin-Massakers, der Aufdeckung des Giftskandals und dem Bloßlegen politischer Verstrickungen.
Der ganze Artikel hier: http://www.mopo.de/2009/20091022/plan7/kino/kritiken/die_bucht.html

Ein Interview mit Ric O'Barry hier: http://www.mopo.de/2009/20091022/pl...vor_der_japanischen_mafia_habe_ich_angst.html

Auszug:
plan7: Haben Sie zu Zeiten von "Flipper" nicht erkannt, was wir Menschen den Delfinen antun, wenn wir sie einsperren und dressieren?

Ric O'Barry: Nein. Damals war ich jung und dumm, und die Tiere haben mir ein luxuriöses Leben ermöglicht. Ich war ein Ignorant. Doch als einer der Delfine in meinen Armen Selbstmord beging, hat mir dieser Schock buchstäblich das Herz gebrochen. Ich erkannte, was für eine entsetzliche Qual es für diese Tiere ist, in Gefangenschaft zu leben. In freier Wildbahn legen sie jeden Tag rund 100 Kilometer zurück, tauchen bis zu 300 Meter tief und kommunizieren mit hunderten ihrer Artgenossen. Sie brauchen ihren natürlichen Freiraum wie die Luft zum Atmen.
Mich hat dieser Artikel und das Interview sehr nachdenklich gemacht und ich werde es mir wohl antun den Film anzuschauen obwohl ich schon vorher weiß, dass mich das schwer berühren wird - aber wegsehen ist schließlich auch keine Lösung.....
 

Vronal26

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#2
Es sind wirklich wunderbare Tiere, aber mich haben die "hängenden Flossen" schon traurig gemacht. Weiß ja nicht ob es stimmt. Aber man sagt immer das die Delfine die hängende Flossen haben Mangelerscheingungen haben oder selber traurig sind?!
 

Mausefalle

Well-Known Member
#3
Ich habe von diesem Film bereits Ausschnitte gesehen und muss sagen, dass es einem wirklich berührt!

Ich werde ihn mir wohl auch anschauen, auch wenn es bestimmt kein leichtes "Spiel" wird!
 
#4
Ich habe bei Stern TV vor einigen Wochen auch Ausschnitte gesehen, grauenhaft, wie mit den Tieren umgegangen wird und wie wenig das die Fischer interessiert.
Der Zoo Münster hat ja noch ein Delfinarium und die haben nun prompt auf ihrer Homepage ein Statement zu Film bzw. zu den Fängen in Japan abgegeben.
Es soll in Deutschland keine Tiere aus Japan geben und ich hoffe mal, daß das auch den Tatsachen entspricht.
Darf man eigentlich grundsätzlich noch mit guten Gewissen überhaupt in einen Zoo gehen?
 
E

Ehemaliger User

Guest
#5
Aus genau diesen Gründen gehe ich schon jahrelang nicht mehr in Zoos, gerade weil ich es nicht ertragen kann, wie Tiere in Beton"höhlen" gehalten werden oder eben auch mit viel zu wenig Freiraum.

Andererseits begrüße ich aber Maßnahmen, die zur Erhaltung einer vom Aussterben bedrohten Rasse dienen wie z.B. Nachzucht o.ä. (u.U. auch in Zoos)

Mir tun die Tiere im Zoo einfach nur leid. Auf Seeworld & Co. in FL habe ich daher auch verzichtet, nachdem ich mir das mal in San Diego angesehen habe vor langer Zeit.
Der Mensch ist eben das brutalste, erbarmungsloseste und egoistischstes Geschöpf ggü. den Tieren.
 

rswfan

Chef vom Dienst
Mitarbeiter
#6
Da ich garantiert Rotz und Wasser heulen würde werde ich es mir nicht antun diesen Film auch nur stellenweise anzusehen - das halte ich garantiert nicht aus - alleine der Gedanke daran was man sehen wird - was einem sofort vor den Augen als Film flimmert - reicht mir schon.
 

Donnie

Well-Known Member
#7
Vor einiger Zeit habe ich schon ein Bericht mit Fotos irgendwo (Spiegel, Stern???) dazu gelesen, da habe ich schon beim Lesen fast geheult ... ich glaube daher nicht, daß ich mir den Film ansehen werde.

Aber ich verstehe es ja sowieso nicht, wie man noch immer Wale und Delfine abschlachten kann und das dann mit der Tradition gegründet oder mit "Forschungszwecken".
 

usaflo

Well-Known Member
#8
Moin!

Delfinarien finde ich schon seit langer Zeit blöd. Da gehe ich nie rein, auch nicht seitdem wir Eltern sind mit unserem Kind. Nichtmal weil da Tiere in Gefangenschaft gehalten werden, denn das passiert ja auch außerhalb von Zoos (Legehennen, Pferde, Kühe usw.), sondern weil ich das Dressieren von Tieren völlig sinnlos finde und es mich auch nicht interessiert, was denen dort beigebracht wird. Das entspricht doch nun mal gar nicht deren Natur.

Ein solcher Film ist aus meiner Sicht sehr wichtig und ich würde ihn mir auch ansehen. Ich frage mich wirklich warum die soviele Tiere dort abschlachten müssen. Es werden ja wohl nicht alle dort getöteten Delfine wirklich "gebraucht", sondern nur getötet, weil sie überflüssig für die weitere "Verwertung" sind.

Tschau
 

Killerbirne

Well-Known Member
#9
*lol* Wenn ich immer auf solche Filme reagieren würde wär ich inzwischen Hardcoreveganer.

Ich glaub, würd man einen Delfin fragen, ob er lieber in Japan abgeschlachtet werden möchte oder in Sea World leben möchte... naja, ich wüsste was ich wählen würde.

Naja, man könnte sie immer noch gar nicht einsperren und sie in ihrem natprlichen Lebensraum belassen, aber so lange der Mensch dieses dumme Hobby hat, Tiergattungen in Rekordzeit auf die rote Liste der vom aussterben bedrohten Tiere zu schreiben wäre das längerfristig gesehen auch keine wirklich gute Alternative... (Obwoh es dann wahrscheinlich wieder mehr Thunfischdosen im Supermarkt geben würde :lach:)

Also, ich für meinen Teil gehe weiterhin in Zoos und auch nach SeaWorld - würd keiner mehr hingehen, könnten sich die Parks die Haltung der Tiere nicht mehr leisten, und die Tiere würden leiden - durch meine Schuld!

Und noch ein Punkt... so ein Delfin in Sea World hat garantiert eine artgerechtere Haltung als jeder Wellensittich in Europa, der am Tag vielleicht mal ein paar Minuten im Zimmer fliegen darf und den Rest des Tages in einem kleinem Käfig eingesperrt wird. Wann wird darüber mal ein Film gedreht... :mrgreen:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
#10
Ich habe auch Ausschnitte vom Film gesehen und es hat mich erschüttert.
Aber ich habe vor einiger Zeit mal Reportagen von Tiertransporten gesehen, wo Kühe und Pferde "geweint" haben- man hat die Tränen gesehen- wo die Tiere mit gebrochenen Beinen mit Elektroschocks zum Weitertransport getrieben wurden. Da hat sich auch noch nicht viel getan
Und dann könnte man mit dem Robbenschlachten in Kanada weiter machen....
 

usaflo

Well-Known Member
#11
Aber ich habe vor einiger Zeit mal Reportagen von Tiertransporten gesehen, wo Kühe und Pferde "geweint" haben- man hat die Tränen gesehen- wo die Tiere mit gebrochenen Beinen mit Elektroschocks zum Weitertransport getrieben wurden. Da hat sich auch noch nicht viel getan
Das sind die bekannten Repotagen vom TV-Journalist Manfred Karremann, die vom ZDF ausgestrahlt wurden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Karremann

Die könnte man im Zusammenhang mit dem Film über die Delfine sicher auch nochmal zeigen, denn die sind mindestens genauso erschreckend.

Tschau
 

Kirsten

Well-Known Member
#12
Auch mich, als Delfinliebhaberin, haben die ersten Ausschnitte von dem besagten Film ins Herz getroffen :0056:

Aber mal ganz ehrlich, ich finde gerade als Tierfreund sollte man sich sowas angucken und sich mal klar darüber werden was mit unseren Lieblingen alles angestellt wird, wie sie gequält werden, brutalst abgeschlachtet...auch wenn es hart ist :!:

Weg schauen bringt uns und vor allem den Delfinen erst recht nichts, anstatt weg zu gucken könnte man sich zum Beispiel einer Schutzorganisation anschließen und den Kampf gegen diese Tierquäler aufnehmen!!!

Diesen Unmenschen muss unbedingt das Handwerk gelegt werden :0301:
 

BigTime

Well-Known Member
#13
..was man auch beachten sollte, was z.B. gerade seaWorld für die Tierwelt tut. Die haben z.B. ein "rettungsprogramm" für Manatees.. diese werden oft von rücksichtslosen Bootsfahrern in den Kanälen überfahren und verletzt. Und Seaworld rettet und pflegt diese wieder gesund, bis sie wieder in die Freiheit können.
Und mit einem Besuch im Seaworld unterstützt man indirekt also auch dies..
Es hat also immer 2 Seiten.
 
E

Ehemaliger User

Guest
#14
Ich würde eine Ministeriumstelle für Tierschutz in jedem Land als verpflichtend ansehen, das wäre schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Und ehrlich gesagt, ich vertraue halt nicht so gern Spendenorganisationen, sei es für hungernde Kinder oder eben halt auch den Tierschutz. Leider kommt dort maximal 1 Drittel bei den Notleidenden an.. (ist mein Gefühl)
Die die wirklich helfen, sind ehrenamtlich...
 

duffyathome

Well-Known Member
#15
Da ich garantiert Rotz und Wasser heulen würde werde ich es mir nicht antun diesen Film auch nur stellenweise anzusehen - das halte ich garantiert nicht aus - alleine der Gedanke daran was man sehen wird - was einem sofort vor den Augen als Film flimmert - reicht mir schon.
Dito, ich weiß, daß ich damit nicht klarkommen würde und bestimmt nicht schlafen kann... gerade weil ich mir da zu sehr einen Kopf drum mache und es mich nicht loslassen wird !

Gruß Manuela
 

peter05

Well-Known Member
#16
Schon merkwürdig das es den meisten erst jetzt auffällt, das Tiere im Zoo (oder eben in Parks wie SeaWorld) ein echt beschissenes Leben haben.

Und nun? Es wird sich auch nichts durch diesen Film (einen wie es sie schon haufenweise gibt) ändern.
Es gibt aber auch den Aspekt das die Menschen Tiere, die es nicht in der Heimat gibt, sehen wollen, und nicht jeder kann nach Afrika reisen um einen Löwen zu beobachten.
Solange "wir" die Tiere sehen wollen............

Ein anderes Thema:
Es wird, wie schon seit Jahren, auch wieder öfter von den Hungersnöten in Afrika berichtet......für alle die es nicht wissen, da geht es um Menschen.
Und? Richtig, man hat Mitleid und denkt kurz drüber nach, aber letztlich juckt es niemand.
Das könnte aber die Politik (Weltweit) ändern, nur scheinbar will sie es nicht ändern, denn Geld für Kriege ist wichtiger als Brot für die Welt!!
 

BigTime

Well-Known Member
#17
Schon merkwürdig das es den meisten erst jetzt auffällt, das Tiere im Zoo (oder eben in Parks wie SeaWorld) ein echt beschissenes Leben haben.

Und nun? Es wird sich auch nichts durch diesen Film (einen wie es sie schon haufenweise gibt) ändern.
Es gibt aber auch den Aspekt das die Menschen Tiere, die es nicht in der Heimat gibt, sehen wollen, und nicht jeder kann nach Afrika reisen um einen Löwen zu beobachten.
Solange "wir" die Tiere sehen wollen............

Ein anderes Thema:
Es wird, wie schon seit Jahren, auch wieder öfter von den Hungersnöten in Afrika berichtet......für alle die es nicht wissen, da geht es um Menschen.
Und? Richtig, man hat Mitleid und denkt kurz drüber nach, aber letztlich juckt es niemand.
Das könnte aber die Politik (Weltweit) ändern, nur scheinbar will sie es nicht ändern, denn Geld für Kriege ist wichtiger als Brot für die Welt!!
..ich denke:065: Du verdrehst da einiges..das eine hat mit dem anderen direkt nichts zu tun.
Jetzt gerade ging es um die Tiere..
 

BiMi

Moderator
Moderator
#20
Aus genau diesen Gründen gehe ich schon jahrelang nicht mehr in Zoos, gerade weil ich es nicht ertragen kann, wie Tiere in Beton"höhlen" gehalten werden oder eben auch mit viel zu wenig Freiraum.
Das ist auch für der Grund, weshalb wir keine Zoos mehr besuchen. Ich bin auch seit Jahren ein großer Gegner gerade dieser Defin-Shows, habe auch hier schon mal darauf hingewiesen. Meisten wurde ich aber bei Diskussionen nur milde belächelt.

Ich werde mir diesen Film sicherlich nicht antun. Denn Delfine und Wale gehören zu meinen absoluten Lieblingstieren und ich bin eh genug informiert.

Ich sag ja immer, die Menschen sind die schlimmsten Tiere, die auf Mutters Erdboden rumlaufen. :044:
 
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