Quelle-Erbin Schickedanz fürchtet sich vor Armut

MrMagoo

war mal in Florida
#1
Quelle-Erbin Schickedanz fürchtet sich vor Armut

"Wir leben von 600 Euro im Monat": Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hat Angst, ihr gesamtes Vermögen zu verlieren, sollte die Rettung des Mutterkonzerns Arcandor scheitern......"Ich bekäme mit meinen 65 Jahren noch nicht einmal Rente."

...Schon jetzt müsse sie sich persönlich stark einschränken. "Ich spare, wo ich kann", sagte Schickedanz. "Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Discounter. Gemüse, Obst und Kräuter haben wir im Garten." Nur noch selten würde sie mit ihrem Mann ausgehen, wenn, "dann zum Italiener um die Ecke" zu Pizza, Rotwein und alkoholfreiem Bier. "Das kostet dann keine 40 Euro."...
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,636947,00.html


_______________

Mir geht dieses gejammer ziemlich auf den Geist. Millionen von zukünftigen Rentnern wird es wohl nicht anders ergehen und diese haben für ihre Altersarmut auch noch 30-40Jahre hart gearbeitet.
Zu Zeiten in denen diese Menschen gearbeitet haben, wurde nicht so viel verdient, das Geld für die zusätzliche Altersvorsorge übrig geblieben ist.

Oder fahren wir doch alle zu viel in den Urlaub, müssen wir alle im eigenen Haus leben oder leben ständig im Konsumwahn über unsere Verhältnisse?
Oder intressiert es euch erst garnicht was beim Erreichen eurer Rente so ist?

Wie seht ihr das?
Wie immer der Hinweis zu Diskussionen = hier und dort
 

S.Crockett

Well-Known Member
#2
Frau Schickedanz, soll sich nicht so aufspielen.
Die Firma Quelle war schonmal vor dem Konkurs, und hat es noch einmal gepackt
aber dieses mal sieht es etwas schlimmer aus.

Wenn ich so meinen Vater anschaue, er bekommt 1200€/brutto Rente, und er beklagt sich auch nicht in der Bild oder im Spiegel, das es nicht reicht zum Leben, nur er hat gegenüber Frau Schickedanz 45Jahre in dieses System einbezahlt und bekommt fast nichts zurück.

Ich für meinen Fall, habe mich mit ner Eigentumswohnung und einer Wohnung in Aventura abgesichert, aber dafür zahle ich auch noch die nächsten 20Jahre bis ich dann endlich schuldenfrei bin. Und ob ich dann mit 67Jahren noch eine Rente bekomme, das steht dann auch noch in den Sternen!
Am liebsten wäre es den Herren und Frauen von der Regierung, wenn wir bis zur Rente hin arbeiten und dann 2Monate später, den Löffel abgeben.
So haben sie keine Kosten mit uns.

Fragt sich eigentlich auch Frau Schickedanz, was mit den Arbeitern bei der Quelle passiert oder bei den Lieferdienste die mit Quelle verträge haben?
Von denen hört man auch keinen, das sie nur 600€ zum leben haben.
Warscheinlich haben die sogar noch weniger!!!
 
Zuletzt bearbeitet:

California2000

Well-Known Member
#3
die arme Frau, Eine Runde Mitleid für Frau Schickedanz:0692::0692:

wir haben nen Leiharbeiter, der hat uns erzählt, dass er ca. 800-850€ im Monat Netto hat, was soll der denn kriegen, wenn er mal in Rente geht???
 
#5
Aber mal ehrlich, wenn ich in das geliftete/gebotoxte Gesicht der armen :009: Frau Schickedanz schaue, kommt kein Mitleid auf, eher Sprachlosigkeit, solche Meldungen braucht in dieser Rezessionszeit kein nomaler Mensch.
Im Interview sagte sie noch, daß ihre Kinder - auf gut deutsch gesagt - sauer auf sie sind, weil sie ihr Erbe sozusagen vernichtet hat.
Arme Reiche in Deutschland, stelle mir die gute Frau gerade an der Kasse im Lidl vor :mrgreen:. Wahrscheinlich geht die Köchin oder der Butler zum Einkauf:lach:
 
#7
und die Kinder sind nur sauer, weil sie auf der Terrasse der Zweitvilla in St. Moritz sitzen und sich den Tageshubschrauberflug nach St. Tropez nur noch 4 mal wöchentlich leisten können :muha:
Schlauerweise hat der relativ neue Ehemann mit seiner Gattin Güttertrennung, hoffe er hat genug mitgebracht, so daß sie nun nicht ewig zum Discounter müssen. Diese werten Infos stammen auch aus dem aktuellen Interview.
 

Caloosa

Well-Known Member
#8
Für mich kommt hier sehr viel Sozialneid zum Vorschein. Es ist augenscheinlich politisch nicht korrekt, Mitleid mit einer Familie zu haben, die in guten Zeiten mal ein Aktienvermögen in Höhe von 3 Milliarden gehabt zu haben, was heute bei ca. 27 Millionen liegt und vielleicht bald nur noch das Papier wert ist, auf dem es gedruckt wurde.

Warum eigentlich nicht? Nur weil es andere Menschen gibt, die von 1.200 € Rente oder gar HartzIV leben müssen? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
 

admin

Administrator
Mitarbeiter
#9
Reich und arm ist doch sowieso immer relativ - kommt auch immmer darauf an von wo man kommt....

Was bei diesem Beispiel aber gut deutlich wird: Was immer für ein Schindluder mit den Vermögensangaben gemacht wird, sei es nun Frau Schickedanz oder Bill Gates oder sonstwer - es wird immer der Markwert der Aktien als Aktivvermögen angegeben.
Nur nützt das den Leuten gar nichts, denn das Geld können sie so gar nicht realisieren - wenn sie denn tatsächlich Aktien in größerem Umfang verkaufen würden um das Geld verfügbar zu haben, dann würden sie ganz plötzlich deutlich weniger haben, weil der Kurs natürlich deutlich fallen würde.

Interessant ist also das Geld, was sie wirklich wöchentlich, monatlich, jährlich zur Verfügung haben - und das hängt ja mehr von der Ertragslage der Unternehmen, Ausschüttungen an Aktieninhaber usw. zusammen.

Was der Fall Schickedanz bzw. ihre Äußerungen belegen: Das sie - und sicher nicht nur sie - den Bezug zur Realität im Leben eines "Normalverdieners" lange verloren hat.... Traurig sowas.
 

admin

Administrator
Mitarbeiter
#10
Warum eigentlich nicht? Nur weil es andere Menschen gibt, die von 1.200 € Rente oder gar HartzIV leben müssen? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Andersrum gefragt: Warum eigentlich? Mitleid ist da nun wirklich nicht angebracht - ebensowenig wie Schadenfreude. Für sie selber sicher wirklich nicht witzig, aber mit einem vermögendem Mann an der Seite, einem halben Schloß als Immobilie, einen Park von 2,5 Hektar als Grundstück braucht man wohl keine Angst zu haben, das die gute Frau Schickedanz des vereinsamten Hungertodes sterben wird.

Und was man ja auch nicht vergessen darf: Sie hat ja auch durch vollkommenes Desinteresse und Verschlafen von Entwicklungen selber kräftig zum Niedergang ihre Konzerns beigetragen.

Allerdings muss man wirklich nicht auch noch schadenfroh auf ihr rumhacken - ganz offensichtlich ist sie ja durch ihre Kinder schon gestraft genug, die ihr vorwerfen das ihnen zustehende Erbe quasi vernichtet zu haben. Solche Kinder braucht kein Mensch..... :093: :bang:
 

buccaneer

Buchmacher und Frauenversteher
#11
und trotz allem will mir doch keiner ernsthaft erzählen, daß Familie Schickedanz jetzt von 500 - 600€ monatlich leben muss. Das ist der Punkt, über den ich schmunzeln muß.

Und mit Sozialneid hat das für mich gar nichts zu tun. Eher mit ungläubigem Staunen, daß Frau Schickedanz anscheinend glaubt, "Otto-Normalverdiener" würde ihr diesen Sch...windel abkaufen.
 
#12
und trotz allem will mir doch keiner ernsthaft erzählen, daß Familie Schickedanz jetzt von 500 - 600€ monatlich leben muss. Das ist der Punkt, über den ich schmunzeln muß.

Und mit Sozialneid hat das für mich gar nichts zu tun. Eher mit ungläubigem Staunen, daß Frau Schickedanz anscheinend glaubt, "Otto-Normalverdiener" würde ihr diesen Sch...windel abkaufen.
Besser hätt ich es nicht sagen können :007: Hinzu kommt der Gatte, der wertvolle Bilder sammelt und in Gütertrennung mit ihr lebt. Nö, das will ich nicht wirklich lesen.
Das Schicksal hat es sehr lange sehr gut mit Frau Schickedanz gemeint und an ihrem Unvermögen bzw. Desinteresse oder dem ihrer eingestellten Top-Manager ist das Scheitern doch zu einem großen Teil festzumachen.
 

Florida-Fighter

Derzeit im Forums-Urlaub
#13
Haben die eigentlich die Villa in Fürth-Dambach noch??? Bin damals jeden Tag mit meinem Hund Gassi gelaufen und konnte die "arme" Familienvilla betrachten... Wußte damals nicht, wer da wohnt, bis mein Ex mich da aufgeklärt hatte... Danach hatte mein Hund immer das Bedürfnis, genau dort auf den Rasen neben dem Gehweg, sein Geschäft zu verrichten :009::009::muha:

Aber Mitleid habe ich mit solchen Menschen nicht... :011:
 

admin

Administrator
Mitarbeiter
#14
Wenn Du das beurteilen kannst: Gut. Ich kann es nicht und Glauben ist für mich eine Sache der Kirche :mrgreen:
Was man ihr aber doch nun wirklich mal zu Gute halten muss (auch wenn viele das einfach für Dummheit halten werden): Sie bürgt mit ihrem kompletten Privatvermögen bei der Insolvenz. Wäre das Ganze wissentlich und mit Absicht geschehen, dann hätte sie doch lange vorher reichlich Geld da rausziehen können und eine persönliche Bürgschaft vermeiden können.
Außerdem steht sie dazu Fehler gemacht zu haben und schiebt den ganzen Schlamassel nicht einfach ihren Managern in die Schuhe und fühlt sich hintergangen und betrogen - da habe ich Achtung vor. Man muss kein Millionär sein um in solchen (oder auch anderen) Fällen die Schuld immer bei anderen zu suchen - da kenne ich auch im persönlichen Umfeld beliebig viele Leute die das machen würden.....
 

Caloosa

Well-Known Member
#15
Andersrum gefragt: Warum eigentlich? Mitleid ist da nun wirklich nicht angebracht - ebensowenig wie Schadenfreude. Für sie selber sicher wirklich nicht witzig, aber mit einem vermögendem Mann an der Seite, einem halben Schloß als Immobilie, einen Park von 2,5 Hektar als Grundstück braucht man wohl keine Angst zu haben, das die gute Frau Schickedanz des vereinsamten Hungertodes sterben wird.
Zwischen keinem Mitleid haben und Häme liegen aber noch Welten. Mit seinem gesamten Privatvermögen zu haften ist schon eine ganze Menge mehr, als viele "Manager" bereit wären, an Haftung einzugehen. Kann man in der Tat als Dummheit betrachten oder auch nicht. Sie hat diese Entscheidung halt nun mal getroffen.

Und trotzdem wünsche ich niemandem, vor dem Nichts zu stehen und sein gesamtes Vermögen aus welchen Gründen auch immer zu verlieren bzw. verloren zu haben. Mit Frau Schickedanz mache ich da keine Ausnahme.

Leider kann ich hier und heute nicht sagen, inwieweit ich mit einem Milliardenvermögen noch weiterhin den Bezug zur Realität der Normalverdiener hätte.
 

tribble

Well-Known Member
#16
Leider kann ich hier und heute nicht sagen, inwieweit ich mit einem Milliardenvermögen noch weiterhin den Bezug zur Realität der Normalverdiener hätte.
Das ist bestimmt ein großes Problem, weil es ja nicht nur Frau Schickedanz betrifft, sondern viele andere. Und ich könnte auch nicht sagen, ob ich noch mit beiden Beinen auf dem Boden stände, wenn ich in eine solch begüterte Familie geboren worden wäre.
 

admin

Administrator
Mitarbeiter
#17
Und trotzdem wünsche ich niemandem, vor dem Nichts zu stehen und sein gesamtes Vermögen aus welchen Gründen auch immer zu verlieren bzw. verloren zu haben. Mit Frau Schickedanz mache ich da keine Ausnahme.
Da bin ich 100% bei Dir. Wenn man mal die Überschrift des Threads genau liest, dann kann man doch nur sagen: Ist doch klar, dass sie Angst hat - das würde wohl jedem von uns gehen der nicht gerade Hartz IV-Empfänger ist.

Übrigens finde ich die persönliche Haftung keine Dummheit sondern eine gewisse Honorigkeit - auch wenn ich mit der Ansicht relativ allein dastehen werde.
Heutzutage ist ja Egoismus aus einem mir unbekanntem Grunde zur Tugend mutiert - ich kann diese Ansicht nicht teilen und finde Leute, die eine Pleite hinlegen, vorher vielleicht sogar noch genug Geld bei Seite geschafft haben und dann mit dem Konkurs oder Insolvenz jede Menge vorheriger Geschäftspartner auf ihren Forderungen sitzenlassen und vielleicht auch in den Ruin treiben einfach nur zum :wuerg:
Die finden sich dann besonders clever, haben vorher alles auf Frau oder Freundin übertragen, sind offiziell mittellos und leben weiterhin in Saus und Braus - das finde ich sowas von daneben....:0301:
Regt sich heute aber keiner mehr drüber auf, findet jeder ganz normal.

Ich bin da altmodisch: Solange ich nicht jeden Cent meiner Schulden irgendwie bezahlt habe mache ich selber auch keine großen Sprünge, mache groß Urlaub oder sonstwas. Man muss nicht bis auf Armuts-Niveau runterfahren, solange man sich mit den Gläubigern irgendwie arrangieren kann, aber man sollte denen nicht einfach eine Nase drehen in meinen Augen. Ich habe vor solchen Menschen keinen Respekt - die können von mir aus Millionäre oder Milliardäre werden und im Geld schwimmen, ich finde solche Menschen die das auf Kosten anderer machen verachtenswert. Reichtum ist keine Charaktereigenschaft, das kann nie einen guten oder schlechten Menschen ausmachen....

Scheint mir, als wäre ich etwas abgeschweift.... :009:
Sorry, zurück zum Thema und Frau Schickedanz :001:
 

Florida-Fighter

Derzeit im Forums-Urlaub
#18
Ich find´s interessant, da ich am SO erst mit meiner Stieftochter darüber geredet habe... Da ging es um die Disco/Bar von Flavio Briatore (kA ob richtig geschrieben, mir auch egal:009:) Und da haben die gezeigt, das die da ne Flasche für € 10.000,- knallen lassen und Tammy meinte, dass sie sowas nicht verstehen kann... Wie kann man € 10.000,- nur für eine Flasche zum Saufen zahlen. (Im Prinzip: Hat sie Recht!!!) Das ist ein ganzes Pferd (sie ist auch so ein Pferdenarr [Western] wie ihr Papa)... Das würde sie NIE machen... Dann habe ich mit dem Kopf geschüttelt und habe gesagt, das sie das jetzt nur sagt, weil sie nicht in den Dimensionen lebt wie die... Warum soll sich Briatore oder die anderen Gedanken um € 10.000,- machen, wenn sie das Geld in weniger als 1 Stunde wieder verdient haben... Sie meinte trotzdem würde sie das nicht machen... Ich hab sie angeschaut und gesagt: Doch würdest Du... Allein schon, um in der oberen Liga mitspielen zu können... Oder warum glaubst Du, haben die Villen mit 23 Schlafzimmern, wenn sie nur zu dritt sind... Hättest Du soviel Geld, dass Du Dir keine Sorgen darüber machen mußt, wie Du es verdienst sondern wie Du es ausgibst, dann würdest Du das machen... Und wenn Du soviel Geld hättest, würdest Du keine € 10.000,- für ein Pferd ausgeben, sondern würdest 1-2 Nullen hinten anhängen... Nach kurzem überlegen hat sie mir am Ende doch recht gegeben.

Egal wieviel Geld man hat, oder nicht hat. Klar ist es der Schickedanz hoch anzurechnen, dass sie mit ihrem Privatvermögen für ihr Geschäft haftet. Aber ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass sie nicht vorgesorgt hat... Mir kann keiner erzählen, dass sie nicht ein paar Millionen irgendwo gebunkert hat, damit sie eben nicht von € 600,- leben muß... Klar muß sie vllt. jetzt auf den Privatjet oder Hubschrauber verzichten, aber für Busines Class im Flieger reichts alle male... Oder für den eigenen Rolls Royce mit Chauffeur wird auch noch langen...

Also wer mal soooo reich war, hat garantiert bereits vorgesorgt... Wenn nicht, dann geschieht das ganz Recht und sie haben es nicht anders verdient... Und das gilt für jeden... Jeder etwas halbwegs intelligente Mensch macht sämtliche Riester-Renten oder Privat-Renten und Schlagmichtot-Renten, kauft sich Eigenheim und tut alles mögliche, um sich im Alter abzusichern. Wenn sich die Reichen darauf verlassen, immer Reich zu bleiben, ist das denen ihr persönliches Problem. Ich sag immer: Geld ist wie Wasser, es ist so schnell wieder weg, wie es kommt... Wenn nicht, sogar schneller:001:
 

tribble

Well-Known Member
#19
Also wer mal soooo reich war, hat garantiert bereits vorgesorgt... Wenn nicht, dann geschieht das ganz Recht und sie haben es nicht anders verdient...
Das sehe ich anders. Wenn einer dann "vorsorgt" -wie z.B. Franjo Poth (das ist der Informationsstand, den ich habe),- und dann weiter in Saus und Braus lebt, während seine Gläubiger jetzt die A*rschkarte haben, dann finde ich das viel schlimmer als das Verhalten von Frau Schickedanz.
 

Caloosa

Well-Known Member
#20
Das sehe ich anders. Wenn einer dann "vorsorgt" -wie z.B. Franjo Poth (das ist der Informationsstand, den ich habe),- und dann weiter in Saus und Braus lebt, während seine Gläubiger jetzt die A*rschkarte haben, dann finde ich das viel schlimmer als das Verhalten von Frau Schickedanz.
Mmmhhhh... dann wage ich doch jetzt aber mal zu widersprechen. Und defintiv nicht, um Franjo Poth in Schutz zu nehmen. Ich widerspreche der "kochenden Volksseele", die in solchen Situationen immer gerne hochkocht. Fakt ist, dass Franjo Poth pleite ist, viele Gläubiger auf ihren Forderungen sitzen bleiben und Franjo Poth trotzdem noch einen relativ aufwendigen Lebensstil führt, so man der Boulevardpresse Glauben schenken darf. Der letzte Urlaub wanderte ja durch alle Blätter.

Lösen wir uns als mal von Poth/Feldbusch und stellen uns vor, dass meine Firma mit Sang und Klang in die Pleite gerutscht ist und ich mit einer Ehefrau beglückt bin, die selber Geld verdient bzw. ihr eigenes Vermögen hat. Soll ich also jetzt nach meiner Pleite aus dem meiner Frau gehörenden Haus ausziehen und darf mich von ihr auch nicht mehr in den Urlaub einladen lassen? Wäre meine Ehefrau im umgekehrten Fall der Pleitegeier und ich hätte noch eigenes Vermögen, warum sollte ich meinen eigenen Lebensstil so weit zurückschrauben, bis es der gemeinen Volksseele gefällt? Hallo? Der Ehepartner hat die Pleite hingelegt, nicht ich. Was ich damit sagen will, ist halt, dass es immer zwei Seiten gibt.

Frau Schickedanz erfreut sich unserer Häme, sollte sie ihr ganzes Vermögen verlieren (und am Rande: hätte sie vorgesorgt, wäre das ein Straftatbestand, falls sie Privatvermögen zur Seite schafft) und Herr Poth hat verdammt noch mal keine Einladung seiner Frau anzunehmen, solange die Gläubiger nicht voll entschädigt worden sind. Ist diese Sichtweise aber nicht einfach nur zu schwarz/weiß?
 
Top