Servus

#1
Servus bin Tobias 44 zur Zeit nich in Baden-Württemberg zu Hause.

Habe als heizungs Sanitär Installateur einen Job in Cape Coral angeboten bekommen nur leider keine genauen Infos. Darum wollt ich mich mal hier erkundigen was man dort so verdient und was die Lebenshaltungskosten sind . Monster und Co. Sind da sehr oberflächlich.

Danke
 

jhon

Well-Known Member
#2
Die erste Frage wäre: Wie sieht es mit dem Visum aus das Dich zur Arbeit dort befähigen würde? Kümmert sich der Arbeitgeber darum? Das dürfte erstmal das größte Hindernis werden vor allen Überlegungen über Gehalt und Kosten. Es sei denn eine Greencard ist vorhanden, dann könnte man konkreter werden.
 

jhon

Well-Known Member
#4
Ok, auch wenn das nicht so einfach ist weil sie nachweisen müssen das die Stelle durch keinen Amerikaner besetzt werden kann - das ist nicht immer einfach.

Über durchschnittliche Einkommen in Deinem Bereich kann ich nichts sagen, aber die Lebenshaltungskosten sind hinsichtlich Nahrung und Mieten vergleichbar mit D, Kleidung und Energie ist billiger, ebenso KFZ.
Versicherungen sind teurer, KV ist keine Pflicht und teuer wie insgesamt die Gesundheitskosten - gute Arbeitgeber zahlen die anteilig.
Urlaub meist nur 2 Wochen im Jahr bezahlt, mnchmal noch die Möglichkeit 1-2 Wochen unbezahlter möglich.
Krankheitstage gehen oft vom Urlaub ab, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall isteine Ausnahme.

Dazu musst Du Dir bewusst sein das Du bei so einem Visum sehr abhängig vom Arbeitgeber bist - kündigt er Dir (und meist gibt es keinen oder kaum Kündigungsschutz) ist Deine Arbeitserlaubnis futsch und Du musst wieder zurück. Das ist eine ziemlich starke Abhängigkeit....
 
#6
Puhh alleine die Tatsache das wenn ich gekündigt werde , das ich dann wieder nach D muss, ist schon krass wenn der Chef keinen Bock mehr hat steh ich doof da. Vor allem wenn man in D alles aufgegeben hat! Und da ich keine Familie mehr hab wäre das ein Schritt für immer .... aber so werde ich das sehr genau überdenken müssen .....
Danke
 

Protea

Well-Known Member
#7
Wenn du hier keine Familie mehr hast, frage ich mich eher, was hält dich hier, gekündigt werden kann dir hier doch auch. Aber Heizungen werden in CC ja eher nicht eingebaut, warum will der Chef dort dich denn haben? Ist es ein deutsches Unternehmen, wenn ich überlege, wieviele Deutsche dort mittlerweile neu und umbauen, will er dich evtl wegen deiner deutschen Sprachkenntnisse? Ausserdem ausgebildete Mitarbeiter sind sofort einsatzbereit. Ich drücke dir die Daumen das es klappt,
 
#8
Ich bin komplett alleine und ungebunden .... einige finanzielle Bindungen existieren noch aber die kann ich von überall erledigen.

Ja ist eine deutsche Firma und ich denke das Fachwissen und die Zuverlässigkeit ist gefragt.

Mein Chef würde eher seine Seele verkaufen als mich zu kündigen
 

Die hex

Well-Known Member
#9
Es gibt bei Youtube einen sehr netten bodenständigen Youtuber der in Florida lebt und arbeitet. Er hat sich von Deutschland aus beworben, alles alleine auf die Beine gestellt. Seine Videos sind super interessant, er erzählt viel über Lebenshaltungskosten, Hauserwerb , Arbeit, Leben dort usw usw. alles ohne Rosa Brille...

FloridaLifestyleVlogs

Er hätte viel mehr Abos verdient finde ich.
 

jhon

Well-Known Member
#10
Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden wo seine Prioritäten liegen, welches Risiko er eingehen möchte und welche Abhängigkeit man eingehen möchte. Man sollte aber nicht darauf bauen das man dort als Deutscher von anderen Deutschen bevorzugt behandelt wird - es gibt da im Gegenteil eine gängige Redensart die das genaue Gegenteil besagt.
Grundsätzlich hat man als deutscher Handwerker sicherlich gute Chancen in den USA - aber ich persönlich würde immer eine Selbständigkeit vorziehen um nicht von anderen abhängig zu sein. Allerdings bin ich auch schon mein Leben lang selbstständig, insofern ist diese Ansicht etwas subjektiv gefärbt :mrgreen:
 

jhon

Well-Known Member
#12
Das sehe ich ein wenig anders. Lebensmittel und auch Mieten sind hier erheblich teurer als in D - es sei denn, dass die Kosten in D in den letzten Jahren explodiert sind, was ich bezweifel.
Du sitzt vor Ort und kannst das sicherlich besser beurteilen als ich von den Urlauben - speziell im Bereich Mieten. Bei den Nahrungsmitteln kommt es m. E. stark auf die persönlichen Bedürfnisse an - was sicherlich stimmt ist das ein identisches Niveau in den USA teurer ist, ich finde aber durchaus das man sich auf preislich ähnlichem Niveau versorgen kann wenn man Walmart & Co nutzt. Lasse mich aber auch da gerne eines Besseren belehren :001:
 

ViperGTS

Well-Known Member
#13
Obst, Gemüse, gute Qualität an Lebensmitteln ist hier in FL deutlich teurer als in Deutschland. Wer gern billigen Fastfood "frisst", kommt sicher billig(er) ran, aber wer will das schon? Beispiel? Ein KILO bester italienischer Kaffee (Bohnen) ist zu haben für: 50$ plus tax!? Na Servus!
 

Alucard

Well-Known Member
#14
Ich nehme hier ja gerne Eisbergsalat als "Indikator" (und dabei ist das nicht gerade die Top-Vitaminbombe, sondern einfach nur was "grünes")
Im Walmart gut und gern um die US $ 2 plus tax und selbst in den neuen FL-Aldi-Filialen nicht wesentlich günstiger... hier im Discounter oftmals unter einem Euro.
Wer sich also (vermeintlich) gesunde ernähren will, muss m.E. in FL tiefer in die Tasche greifen :0025:
 

MBCSCOUT

Well-Known Member
#15
Also mir fällt außer Fastfood im McDonalds, Rasierklingen und Softdrinks (ich liebe die pfandfreien 24er Coca Cola Packs für 5,99 USD :009: ) eigentlich nicht viel ein, was drüben an Lebensmitteln oder auch Verbrauchsgegenständen wie Duschbad oder Zahnpasta usw. günstiger ist als hier. Aktuell mag sich das zwar durch den schwachen USD wieder etwas relativiert haben, man liegt aber m.E. immer noch geschätzte 20-30 % über den Preisen hier. Das ist jetzt nicht wissenschaftlich unterlegt, sondern einfach nur mein Bauchgefühl.
 

Protea

Well-Known Member
#16
Also mir fällt außer Fastfood im McDonalds, Rasierklingen und Softdrinks (ich liebe die pfandfreien 24er Coca Cola Packs für 5,99 USD :009: ) eigentlich nicht viel ein, was drüben an Lebensmitteln oder auch Verbrauchsgegenständen wie Duschbad oder Zahnpasta usw. günstiger ist als hier. Aktuell mag sich das zwar durch den schwachen USD wieder etwas relativiert haben, man liegt aber m.E. immer noch geschätzte 20-30 % über den Preisen hier. Das ist jetzt nicht wissenschaftlich unterlegt, sondern einfach nur mein Bauchgefühl.
Dein Bauchgefühl ist absolut richtig, ich brauche nur meine KK Abrechnungen anzusehen
 

BiMi

Moderator
Moderator
#19
Meine Firma holt am laufenden Band Kollegen mit einem Visa in die USA, obwohl es mit Sicherheit kein Problem wäre diese Positionen mit Amerikanern zu besetzen. Von daher wissen die Firmen wohl wie sie es anstellen müssen.

Lebenshaltungskosten ist so eine Sache...ich würde sagen, es gibt Dinge die sind hier wesentlich teurer, aber auch ähnlich oder günstiger. Dafür hast du wesentlich weniger Steuerabzüge von deinem Gehalt und somit wesentlich mehr zur Verfügung. Sagen wir mal so, würdest du ungefähr hier in den USA brutto das verdienen wie in D, solltest du eigentlich sehr gut zurecht kommen, zumal du auch alleine bist.

Es gibt aber ein paar Knackpunkte über die du dir bewusst sein musst, oder die du auf jeden Fall hinterfragen muss, wie z. B.:

- wie sieht es mit einer Krankenversicherung aus und wenn die angeboten wird, was beinhaltet sie. Was sind deine Eigenkosten?

- Bietet der Arbeitgeber 401k an? https://en.m.wikipedia.org/wiki/401(k)

- bezahlte Urlaubs- und Krankheitstage

Hier nun das für mich Wichtigste über das du dir im klaren sein muss. Wenn dein Arbeitgeber dich kündigt musst du das Land innerhalb von 60 Tagen verlassen, da dei Visum an den AG gebunden ist und glaub mir das ist nicht lustig. Meine Firma hatte Ende August über ein Dutzend MA entlassen und darunter auch eine dt. Kollegin die erst 20016 mit ihrem Partner in die USA gekommen sind. Sie musste alles innerhalb kürzester Zeit versuchen zu verkaufen, was sie sich gerade erst angeschafft hatten. Das war wirklich hart mit anzusehen UND, hier gibt es keine Kündigungsfrist.

Wenn du mit diesen Dingen Leben kannst und darauf achtest das du vom AG genug abgesichert bist, solltest du es tun. Ich empfinde die Lebensqualität hier immer noch besser, auch wenn ich mich auch manchmal frage was ich hier eigentlich noch in diesem Trump Land mache.

Ach vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich seit 2011 in der Nähe von Chicago lebe und hier mit einer GC für das große magenta T arbeite.

Viel Glück!
 

RG69

Well-Known Member
#20
Es gibt bei Youtube einen sehr netten bodenständigen Youtuber der in Florida lebt und arbeitet. Er hat sich von Deutschland aus beworben, alles alleine auf die Beine gestellt. Seine Videos sind super interessant, er erzählt viel über Lebenshaltungskosten, Hauserwerb , Arbeit, Leben dort usw usw. alles ohne Rosa Brille...

FloridaLifestyleVlogs

Er hätte viel mehr Abos verdient finde ich.
Ist er auch hier im Forum angemeldet? Die Videos sind wirklich gut gemacht!
 
Top