So unfair ist das deutsche Schulsystem!!!

fotostudio

Well-Known Member
#21
Vielleicht reg ich mich ja auch deswegen nur so auf, da ich auch ab September 2010 ein Schulkind habe... :0024: Ich krieg halt jetzt schon Panik, weil ich dann denke, mein Sohn kriegt auch so eine/ Lehrer/in, dem/der es Piepegal ist, was bei ihm auf dem Zeugnis steht... :0056:
Tipp:

Versuch dich bloss mit der Lehrerin gut zu stellen.
Beim Grossen hatten wir das nicht so eng gesehen, nicht gut...:0082:

Beim Kleinen ist meine Frau jetzt "Klassenpflegschaftsvorsitzende" phuh, gute Idee.

Er ist Klassenbester, keine Ahnung warum...:0391: ( na ja, wird wohl ein bisschen nützen:011:)
 

claudia

Power-Mom und Moderatorin
Moderator
#22
Wenn ich hier einige Beiträge lese sträuben sich mir echt die Nackenhaare......Da entsteht so ein bißchen der Eindruck "bloß keine Veränderung" . Auch ich finden Threadtitel unglücklich gewählt und auch der Artikel ist nicht das beste Beispiel dafür wie schwer es ist in Deutschland Schule zu verändern, trotzdem ist eine Veränderung nötig und möglich.....

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,308124,00.html





Für Eltern, die Ihre anders unterrichtet haben wollen gibts auch noch

a) Montessori Schulen und
b) Waldorf Schulen

Man sollte sich auch immer einmal fragen, wie "andere" Lehrmethoden in den Gesamtplan der Schule passen....
...und der o.g. Link zeigt, daß andere Lehrmethoden sehr wohl in den Gesamtplan einer Schule passen können :0141:
 

Florida-Fighter

Derzeit im Forums-Urlaub
#23
Für Eltern, die Ihre anders unterrichtet haben wollen gibts auch noch

a) Montessori Schulen und
b) Waldorf Schulen

Man sollte sich auch immer einmal fragen, wie "andere" Lehrmethoden in den Gesamtplan der Schule passen....
Meine Frage lautet eher, wie kann man dafür sorgen, dass wir den Kindern Spaß am Lernen beibringen können... Jeder Lehrer sollte seinen eigenen "Plan" mit den Kindern ausarbeiten... Nicht jedes Kind ist gleich... Und nur weil einige Kinder nicht gleich von Anfang an mitkommen, muß es dann in eine "Sonderschule" abgeschoben werden :093: Das ist für mich Schubladendenken und es sich als Lehrer einfach machen... Ja nicht mit "Problemkindern" sich abgeben, stattdessen abschieben in Sonderschulen um die Zukunft der Kinder gleich von Anfang an zu zerstören...:vogel:... Schon mal daran gedacht, dass viele Kinder den Übergang von KiGa in Schule nicht von Anfang an super verkraften....Diese Kinder brauchen eben vllt. einen speziellen Plan, um zu verstehen... Es ist einfach unfair und in meinen Augen auch unprofessionell, den Kindern bereits in der Grundschule die Zukunft zu verbauen... Kein Wunder, dass sich da bei den Kindern und auch bei den Eltern Druck aufbaut, weil sie Zukunftsängste haben... Deswegen gibt es auch immer mehr Kinder, die bereits Panik vor den Zeugnissen haben...:014:

Noch habe ich ja 1 Jahr Zeit, aber auch ich bin für Veränderung des Gesamtplans!!!
 

tribble

Well-Known Member
#24
Es ist immer eine Gratwanderung, die Entscheidung, auf welche Schule das Kind gehen soll.

Bei meinem Sohn war es genau anderes herum: Ich hatte es geahnt, dass er auf einer Regelschule nicht klarkommt -ich wurde dann praktisch überredet, es doch dort erst mal zu versuchen. Das Ende vom Lied war, dass er sich morgens schon übergeben hat, wenn er zur Schule musste, ganz einfach, weil er permanent überfordert war. Und es hat dann sehr lange gedauert, bis er keine Angst mehr vor der Schule hatte.

Der gute Wille war vorhanden bei den Lehrern. Aber manchmal geht es halt einfach nicht.
 

Mausefalle

Well-Known Member
#25
Meine Frage lautet eher, wie kann man dafür sorgen, dass wir den Kindern Spaß am Lernen beibringen können... Jeder Lehrer sollte seinen eigenen "Plan" mit den Kindern ausarbeiten... Nicht jedes Kind ist gleich... Und nur weil einige Kinder nicht gleich von Anfang an mitkommen, muß es dann in eine "Sonderschule" abgeschoben werden :093: Das ist für mich Schubladendenken und es sich als Lehrer einfach machen... Ja nicht mit "Problemkindern" sich abgeben, stattdessen abschieben in Sonderschulen um die Zukunft der Kinder gleich von Anfang an zu zerstören...:vogel:... Schon mal daran gedacht, dass viele Kinder den Übergang von KiGa in Schule nicht von Anfang an super verkraften....Diese Kinder brauchen eben vllt. einen speziellen Plan, um zu verstehen... Es ist einfach unfair und in meinen Augen auch unprofessionell, den Kindern bereits in der Grundschule die Zukunft zu verbauen... Kein Wunder, dass sich da bei den Kindern und auch bei den Eltern Druck aufbaut, weil sie Zukunftsängste haben... Deswegen gibt es auch immer mehr Kinder, die bereits Panik vor den Zeugnissen haben...:014:

Noch habe ich ja 1 Jahr Zeit, aber auch ich bin für Veränderung des Gesamtplans!!!
Genau das haben wir vor 2 Jahren mit dem kleinsten Sohn meines Freundes durchgemacht!

Der Kleine war schon im Kindergarten in einer integrativen Gruppe, da er ein wenig Entwicklungsverzögert war. Wurde aber auch durch ein Zentrum für Pediatrie untersucht, es wurde festgestellt, dass er eine kleine auditive Wahrnehmungsstörung hat, aber auf jeden Fall Regelbeschulbar ist.

Etwa in Frühjahr 2007 wurde meinem Freund von seiner Exfrau mitgeteilt, dass Dennis auf die Sonderschule gehen soll, denn er würde eine normale 1. Klasse mit 27 Kindern nicht schaffen......usw.! SIE hatte auch schon den Brief unterschrieben, indem es sich um das Einverständnis dazu handelte.

Jedoch ist Dennis ein Kind was extrem Wissbegierig ist, aber mit minimalem Selbstbewusstsein usw.!

Wir haben dann erstmal beim Schulamt Einspruch gegen diesen Bescheid eingelegt und auf die Diagnose des SPZ hingewiesen. Gleichzeit habe ich mir das hessische Schulgesetz vorgenommen und fest gestellt, dass die Schule ab 28 Kinder die Klasse teilen muss! Aha da lag der Hase im Pfeffer! Ist ja zu teuer!

Wir wieder beim Schulamt auf den Tisch gehauen, Kommentar: "das Schulgesetz habe mich als "nicht Lehrer" nix anzugehen usw."!

Jedoch haben wir nicht aufgegeben, habe den obersten Boss des Schulamtes angerufen und welch ein Wunder, es kam zu einer Lösung die auch noch heute läuft und das mit großem Erfolg!

Dennis ist nun auf einer Klasse in der auch Schüler unterrichtet werden, die Hörprobleme haben, die Klassenstärke sind 10 Kinder und das 1. Schuljahr wurde auf 2 Jahre aufgeteilt! Er hat jetzt die 2. Klasse beendet und ist einer der Besten Schüler! Er liest zwischenzeitlich alles, schreibt sogar heimlich kleine Geschichten, ist in Mathe echt nen helles Kerlchen und ihm macht die Schule einen tierischen Spass!:a025:

Wenn ich überlege, dass der Kleine auf ner Sonderschule gelandet wäre, dort würde das Kind verkümmern!:0096:

Aber es Bedarf in solch einem Fall halt auch jemanden, der sich mal traut was gegen die Behörden zu unternehmen! Mein Freund hätte nix getan wenn ich ihn nicht getreten hätte, denn er ist jemand der oftmals glaubt dass alles so Richtig ist, was Behörden von sich geben!

Aber wir wissen jetzt alle, auch seine Exfrau, dass es der richtige Weg war.

Gruß aus Kassel

Moni
 

Donnie

Well-Known Member
#27
Na wie gut, daß wir hier in Niedersachsen sind und nicht in Bayern :undweg:

Bei uns ist der Morgenkreis fester Bestandteil der ersten Stunde, genau wie individuelle Förderung und Anpassung des Lesestoffs an die Fähigkeiten der Kinder in der ersten Klasse ... da wäre die Klassenlehrerin unseres Sohnes wohl auch schon in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden ...
 

Florian B.

Well-Known Member
#28
Hallo,

ich habe das Schulsystem in Niedersachsen eher als Suboptimal empfunden. Die Orientierungsstufe ist ein Teil der Schullaufbahn, der den Kindern nicht gut tut. Bis zur vierten Klasse sind sie quasi im Schoß der Grundschule und werden dann direkt in einen Knallharten Wettkampf geworfen. An meiner Schule waren die Kinder, die nicht in den A-Kursen waren die doofen, im Grunde schon abgeschrieben.

Gruß, Florian
 

claudia

Power-Mom und Moderatorin
Moderator
#29
Hallo,

ich habe das Schulsystem in Niedersachsen eher als Suboptimal empfunden. Die Orientierungsstufe ist ein Teil der Schullaufbahn, der den Kindern nicht gut tut. Bis zur vierten Klasse sind sie quasi im Schoß der Grundschule und werden dann direkt in einen Knallharten Wettkampf geworfen. An meiner Schule waren die Kinder, die nicht in den A-Kursen waren die doofen, im Grunde schon abgeschrieben.

Gruß, Florian
Da bist du aber mit deinen Info's nicht sehr aktuell, die OS gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Außerdem was glaubst du wie es jetzt ist, da beginnt der Leistungsdruck schon in der GS, weil die Kinder nach der vierten Klasse in den jeweiligen Schulzweig wechseln. Für mich wären 6 Jahre GS optimal, aber wer fragt danach :mrgreen: :001:
 

Florian B.

Well-Known Member
#30
Da bist du aber mit deinen Info's nicht sehr aktuell, die OS gibt es schon seit einigen Jahren nicht mehr. Außerdem was glaubst du wie es jetzt ist, da beginnt der Leistungsdruck schon in der GS, weil die Kinder nach der vierten Klasse in den jeweiligen Schulzweig wechseln. Für mich wären 6 Jahre GS optimal, aber wer fragt danach :mrgreen: :001:
Ich lebe ja auch schon 10 Jahre nicht mehr dort, das habe ich in der Tat nicht registriert. Ich empfand die OS als Hölle.

6 Jahre Grundschule wäre optimal, da gebe ich Dir Recht. Hier in NRW wird ja auch nach 4 Jahren verteilt, ist auch Mist.
 

trinchen11

Well-Known Member
#31
was die OS angeht bin ich anderer Meinung:
Sowohl für meine Schwester wie auch mich selber war die OS das Beste, was passieren konnte...
Meine Schwester hätte nach der Grundschule sicher "nur" eine Hauptschulempfehlung bekommen, ist aber letztendlich mit erweitertem Realschulabschluss von der Schule gegangen. Sie hat in der 5. die Panik bekommen uns sich richtig auf den Hosenboden gesetzt um die Realschulempfehlung zu bekommen. Hat dann ja auch funktioniert.
Bei mir war es ähnlich, ich konnte mich auch noch mal "orientieren".

Generell finde ich, das das dtsch. Schulssystem schlechter gemacht wird, als es eigentlich ist.
Ich denke halt einfach, das heutzutage alles die Schule übernehmen muss, Erziehung in allen Bereichen, Wissen vermitteln, Freizeitbetreuung, damit die Eltern arbeiten gehen können uswusf.
Das kann nunmal die klassische Schule einfach nicht mehr leisten. Und Eltern, die sich selbst nicht mehr um die Bildung ihrer Kinder kümmern, können dann doch nicht wirklich erwarten, das alles das Schulsystem übernimmt... Eine grundlegende Reform wäre eigentlich nötig, die sich an den geänderten Lebensumständen anpasst.
Sorry, ist vielleicht ein wenig Off-topic :0201:
lg trinchen
 
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