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Reisebericht Trondheim (Norwegen) + Kopenhagen per ICE

Dieses Thema im Forum "Snappy's Reiseberichte" wurde erstellt von Snappy, 28. September 2011.

  1. Snappy

    Snappy Weltenbummler und Flug-Spezialist

    Registriert seit:
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    Hallo,

    drei Wochenenden sind seit dem letzten Report vergangen, also gibt es einiges nachzureichen. ;)

    Vorletzte Woche stand Kopenhagen auf dem Plan (verbunden mit zwei Übernachtungen in Hamburg), aber da es dort ständig bewölkt war und ich eh schonmal bei schönem Wetter in Kopenhagen war, verkürze ich das Ganze mal auf den Teil wegen dem ich die Reise überhaupt gebucht hatte.

    Und zwar wollte ich schon immer einmal mit dem Zug von Kopenhagen nach Hamburg (oder andersrum) fahren. Da aber 10 Stunden Zug an einem Tag doch zuviel des Guten sind, bin ich den Hinweg geflogen.

    Sa, 17.09.2011
    09:50 - 10:40 Uhr Hamburg-Kopenhagen (Flug mit SAS)
    15:44 - 20:30 Uhr Kopenhagen-Hamburg (ICE)

    Der Landeanflug führte genau über die fast 8 km lange Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden miteinander verbindet.



    Bzw. ist die Brücke auf der Seite von Dänemark anfangs noch ein Tunnel wie man hier sehen kann.



    Erst danach wird er zur Brücke (hier oben rechts zu sehen):



    5 Stunden blieben mir dann für Kopenhagen, bevor es wieder zurück ging.

    Was nun so besonders an der Zugfahrt ist? Nun, es gibt zwar einen Landweg über Brücken von Kopenhagen nach Deutschland, dieser würde jedoch einen Umweg von 130 km bedeuten. Stattdessen fährt der ICE in Rodby/Dänemark auf eine Fähre und auf Fehmarn (Puttgarden) wieder runter.

    Ich hatte mich zuvor gefragt, wie so ein langer Zug auf eine Fähre passen soll, aber die Erklärung bekam ich dann an der letzten Station in Dänemark... der Zugteil in dem ich saß wurde abgetrennt und nur die andere Hälfte des Zuges fuhr dann auf die Fähre weiter Richtung Deutschland. Man konnte aber zum Glück noch problemlos umsteigen.

    Die Fähre ist eine normale Autofähre, so dass der Zug nachher zwischen Autos und LKWs in der Mitte des Laderaumes steht.



    Aus Sicherheitsgründen ist der Aufenthalt an Bord des Zuges jedoch nicht erlaubt, man muss also während der etwa 45minütigen Überfahrt nach oben. Dort gibt es ein Sonnendeck, Restaurants und einen Duty-Free Laden, in dem man z.B. palettenweise Bier und Softdrinks für ungefähr 0,40 Euro pro Dose kaufen konnte. Interessant hierbei... obwohl sowohl in Dänemark als auch Deutschland pfandpflicht für Dosen herrscht, gab es die auf dem Schiff pfandfrei.




    Verzögerungen gab es keine, direkt nachdem der Zug auf dem Schiff war wurde abgelegt und er ist auch sofort nach dem Anlegen als erstes wieder runter.

    Ich frag mich allerdings wo genau der Sinn hinter dieser ganzen Aktion steckt? Also wofür den Aufwand und die Kosten mehrmals täglich so einen schweren Zug per Schiff hin und herzuschicken, wenn die Passagiere eh aussteigen müssen? Genau so gut könnte der ICE doch bis 5 Meter vor die Fähre fahren, die Leute aussteigen lassen und in Deutschland wartet bereits der nächste Zug im Hafen? Das Personal wurde so wie ich das mitbekommen habe sowieso an der Grenze ausgetauscht. Der ICE fährt übrigens auch nicht mit Strom, sondern wird mit Diesel betrieben.

    Weitere Fotos gibt es hier zu sehen:
    http://www.focus.de/finanzen/news/neue-zug..._did_17858.html

    Naja... war auf jeden Fall eine neue Erfahrung und nun ein Punkt weniger auf der ToDo Liste. ;) Wer es auch ausprobieren will, Zugtickets gibt's auf der Strecke bereits ab 29 Euro (bzw. für 10 Euro mehr sogar mit Anschluss bis nach München) und der Flug kostet auch nur um die 50-60 Euro.

    Eine Woche später war dann wieder mal Norwegen an der Reihe. Diesmal sollte es nach Trondheim gehen, nach Island das zweitnördlichste Ziel welches ich bisher bereist habe. Trondheim ist nach Oslo und Bergen die drittgrößte Stadt Norwegens, hat aber nur halb soviele Einwohner wie Bielefeld.

    Die Flüge hatte ich bei der Lufthansa gebucht:

    Samstag, 24.09.2011
    15:35 - 18:00 Uhr Frankfurt -Trondheim

    Sonntag, 25.09.2011
    11:45 - 14:10 Uhr Trondheim-Frankfurt

    Die Aufenthaltszeit hielt sich also doch ziemlich in Grenzen, aber andere Flüge gab es an den Tagen nicht. Mir ging es auch eher ums mal gesehen haben als um einen ausgiebigen Städtetrip.



    Bei bestem Wetter ging es pünktlich in Frankfurt los...



    ...während es weiter nördlich dann doch etwas wolkiger wurde.






    Vom Flughafen aus kann man entweder mit dem Bus in die Stadt fahren oder die Bahn nehmen. Der Bus kostet 100 NOK oneway, bzw. 170 NOK return. Das Bahnticket ist günstiger und kostet nur 67 Kronen pro Strecke. Allerdings fährt der Zug recht selten, teils nur alle 2 Stunden. Ich habe mich entschieden beides zu kombinieren, Hinfahrt mit dem Zug, Rückfahrt mit dem Bus.

    Als einziger Fahrgast weit und breit stand ich dann am Bahnsteig und wartete auf den Zug.



    Die Strecke führt teils direkt am Wasser entlang und bot tolle Ausblicke.




    Nach etwa 35-40 Minuten ist dann der Hauptbahnhof erreicht, von dem es nicht weit zu meinem Hotel war.





    Gebucht hatte ich das Radisson Blu Garden Hotel, hier ein Foto von außen:



    Nach dem Einchecken machte ich dann natürlich noch einen längeren Stadtrundgang, denn am Folgetag blieb ja nicht mehr viel Zeit. Wie bereits in meinem Tripreport zu Bergen zu lesen war, ist Norwegen teuer... und zwar so richtig. Ein Döner + 0,5 Liter Cola kostete z.B. um die 11-12 Euro. Auch sonst kann man die deutschen Preise eigentlich grundsätzlich verdoppeln und man hat den norwegischen Preis. Aber abgesehen davon gefiel mir Trondheim richtig gut...






















    Da ich auch noch ein paar schöne Fotos bei Tageslicht haben wollte, startete ich am Sonntag bereits vor Sonnenaufgang zum zweiten Teil des Stadtrundgangs. Das Zentrum ist vergleichsweise klein und recht gut zu Fuß abzulaufen.

    Als erstes lief ich nach oben auf einen Berg zur Kristiansten Festung. Von dort hätte man eigentlich einen schönen Überblick auf die Stadt, aber so früh morgens war dort natürlich noch nicht geöffnet.








    Das hier ist eine Art Fahrstuhl für Fahrräder, aber ich glaub der ist derzeit außer Betrieb.



    Anschließend bin ich wieder zurück zum Hotel, denn das Frühstück musste ich bei den Preisen dort natürlich noch mitnehmen wenn es eh bezahlt war.

    Währenddessen verzogen sich auch die störenden Wolken ein wenig und ermöglichten ein paar nette Fotos der tollen Speicherhäuser dort.






    Die Häuser am Wasser stehen da alle auf solchen Stelzen... also ich könnte da ja nicht ruhig drin schlafen. ;)












    Zurück ging es dann wie gesagt im Bus, auch dieser bot wieder tolle Ausblicke...






    Zurück am Flughafen...





    ...und los gehts.









    Hier eine andere Möglichkeit von Kopenhagen ohne Fähre nach Deutschland zu kommen, die Storebelt Brücke.



    Dann Hamburg...



    ...und eine halbe Stunde später schon der Anflug auf Frankfurt.




    Je mehr ich von Norwegen sehe, umso mehr Lust habe ich mal eine längere Reise dorthin zu machen. Ich würde ja am liebsten noch weiter nördlich nach Bodø oder Tromø, vor allem im Sommer wenn es dort nicht dunkel wird. Vielleicht nächstes Jahr, mal sehen.

    Auch wenn ich jetzt eigentlich mal wieder ein ruhiges Wochenende zu Hause vertragen könnte, stehen von Samstag bis Montag schon wieder fünf Flüge mit insgesamt sechs Flughäfen im Plan... aber wirklich viel neues ist nicht dabei (fliege Münster-Frankfurt-London / Birmingham-Frankfurt-Berlin-Sylt), so dass ich nicht weiß ob ich überhaupt was dazu schreiben werde. Mal schauen, ob es irgendwas zu berichten gibt. Aber auch sonst stehen im Oktober noch einige Sachen an von denen es evtl. einen Tripreport geben wird... Lyon/Frankreich, Zagreb/Kroatien, Genua+Turin/Italien und Aberdeen/Schottland.

    Bis dann,
    Michael
     
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  2. Janinho

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    Schöne Bilder, dankeschön :)
     
  3. Arndt

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    Wir sind im Frühsommer 2007 mit dem Auto hoch bis zum Nordkapp und dann wuer rüber nach Kirkenes. Von dort dann dann mit der Hurtigrute zurück nach Bergen.

    Insbesondere die Gegend zwischen Bodö und Tromsö hat uns sehr gut gefallen. Die Lofoten sind ein Traum. Nördlich von Tromsö würde es mich aber nicht mehr ziehen, da dort die Landschaft immer kärger wird.
     
  4. Anita

    Anita Well-Known Member

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    Super Bericht, tolle Bilder! Hast meine Interesse nach Norwegen geweckt!
     

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