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Reisebericht USA Great Lakes & Midwest 2015 oder "The Cubs take a Road Trip"

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte ausserhalb Floridas" wurde erstellt von Fritz & Buddy, 11. Oktober 2017.

  1. Fritz & Buddy

    Fritz & Buddy Well-Known Member

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    Der ursprüngliche Plan war eine Rundtour um die großen Seen, allerdings gibt es im mittleren Westen der USA noch soooo viele Hard Rock Cafes, dass wir die Route etwas "anpassen" mussten.

    Voilà: Great Lakes & Midwest.

    Diese Gegend gehört vermutlich nicht zu den Traumzielen vieler USA-Urlauber aber wir glauben einfach Herrn Goethe, der schon seinerzeit meinte:

    Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.

    Hier ist unsere Route:

    https://www.tripline.net/trip/USA_G..._a_Road_Trip-0471160742571010A7A5FF96BD0C32DD

    So und nun ist es Zeit, mal etwas Aufklärung zu betreiben. Mittlerer Westen oder Midwest scheint nicht eindeutig definiert zu sein laut wikipedia.

    Unsere Route führt tatsächlich durch die Staaten des mittleren Westens, bis auf Kentucky und West Virginia, die sind wohl unentschlossen, wohin sie gehören wollen: Midwest oder eher mehr Süd.



    1. Woche Chicago, IL / Springfield, IL / St. Louis, MO / Indianapolis, IN / Louisville, KY / Lexington, KY

    2. Woche Parkersburg, WV / Pittsburgh, PA / Cleveland, OH / Detroit, MI / Hell, MI / Michigan City, IN / South Haven, MI / Saugatuck, MI / Holland, MI / Muskegon, MI / Traverse City, MI

    3. Woche Petoskey, MI / Mackinaw City, MI / Mackinac Island, MI / Harbor Springs, MI / Charlevoix, MI / Ludington, MI / Door Peninsula, WI / Green Bay, WI / Milwaukee, WI / Chigago, IL
     
  2. Fritz & Buddy

    Fritz & Buddy Well-Known Member

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    So jetzt fängt er an, der 28. Reisebericht.

    Sa. 23.5.15 DUS nach Chicago, IL ("Sightseeing wird ja sowieso völlig überbewertet")

    Wir stehen früh auf, sehr früh (!) und sind bereits kurz nach 4 Uhr unterwegs, denn der Flug von Düsseldorf nach Berlin geht bereits um 6.20 Uhr.

    Parken klappt wunderbar, beim Betreten der Abfertigungshalle ein Schreck, lange Schlange bei der Air Berlin. Wir entdecken den Air Berlin USA-Transfer-Schalter, puh Glück gehabt, hier steht nur einer an. Der Air Berlin Mann will auch Sachen wissen, die uns bisher noch keiner gefragt hat beim Abflug. Zweck der Reise, Gesundheit, Schwangerschaft etc. M meint, er sei zum ersten Mal im Leben gefragt worden, ob er schwanger sei.

    An der Bordkartenkontrolle vor den Gates, steht eine lange Schlange, das haben wir hier auch noch nicht erlebt, aber auch das Anstehen geht vorüber.

    Pünktlich kommen wir in Berlin an, erste Etappe ist geschafft. Betty war so nett und hat uns vorab schon informiert an welchen Gate wir in Tegel ankommen und von wo es weitergeht. Leider dürfen wir nicht sofort in den Gatebereich, sondern müssen trotz bereits vorhandener Bordkarten nochmals an den Schalter zur Kontrolle und dürfen dann erst zur Sicherheitskontrolle

    Ich weiss nicht, was N oder ich an uns haben, aber wir beide dürfen mit der Kamera und dem Tablet zur Sprengstoffkontrolle.
    Grrrrrrr.
    Und dann fragt die Frau Kontrolleuse auch noch den Herrn Sprengstoffsucher, ob er denn nicht auch noch den Bären prüfen will.

    Sehe ich oder N so aus, als würden wir was im Schilde führen oder warum werden immer wir beide kontrolliert und nie M und Sunny?

    Nächste Etappe: Berlin nach Chicago. N hat den Flug so früh gebucht, dass wir Sitzplätze am Notausgang haben. Der Captain meint, wir wären heute mit 9 Stunden Flugzeit schnell "drüben" und würden jetzt gleich auch pünktlich starten. Pustekuchen. 3 Minuten später neue Durchsage, das Bordentertainment würde nicht ordnungsgemäß funktionieren, deshalb müsste jetzt erst ein Techniker an Bord kommen, denn man wolle uns ja ordentlichen Service bieten.

    N meint Sie hätte genug zu lesen auf dem E-Book, sie könne auch ohne Filme fliegen. Wie uneigennützig von ihr.

    Nach einer halben Stunde ist auch das überstanden, das System läuft wieder und wir können starten.

    Die Filmauswahl geht so, nicht so recht unser Geschmack. M schaut American Sniper, N hört Musik und spielt zig Partien Mahjongg. Siehste, auch dafür ist das Bordentertainment gut.

    N "Wie war der Film?"

    M "Hmpf."

    N "Warum hast du ihn dann zu Ende geschaut?"

    M "Hmpf."

    Ihr seid im Bilde?

    Bei der etwas verspäteten Ankunft (12 Uhr) in Chicago, Überraschung. Im Gegensatz zum letzten Jahr findet die Immigration in getrennten Gruppen statt, Visum Holders und first time (mit dem aktuellen Pass) ESTAs durchlaufen die normale Kontrolle. US Bürger, Kanadier und repeat ESTAs müssen an die Automaten. Danach den ausgedruckten Zettel mit den unvorteilhaften Photo beim Immigration Officer vorzeigen, Stempel im Pass und auf dem Zettel erhalten und schwupps, so schnell waren wir noch nie eingereist.

    M "Etwas unpersönlich aber sehr effizient"

    Vermisst es das intensivere persönliche Immigration Gespräch?

    Unsere Koffer drehen auch schon ihre Runden auf dem Gepäckband. Bereits im Flieger wurde schon angesagt, welches Band für uns "zuständig" ist.

    Kurzes anstehen beim Zoll, der weiße Zettel wird einbehalten und für den Zollzettel, den wir im Flieger ausfüllen sollten, interessiert sich keine Socke.

    Wir suchen die Rental Car Shuttles, die Ausschilderung könnte ein upgrade vertragen aber irgendwann sitzen wir im fast leeren Bus auf dem Weg zu Hertz.

    Hier kommen wir an und bekommen fast einen Her(t)zinfarkt. Etwa 100 Leute stehen hier an und drinnen sind nur 2 Schalter besetzt. Wir erfahren, dass die anderen Hertz Filialen offenbar am Wochenende geschlossen sind und deshalb alle Leute hier zum Flughafen kommen. Zudem ist (ganz überraschend offenbar) Memorial Day Weekend und es sind viele Reisende auf der Suche nach einem Mietwagen. Die vorgebuchten Modelle scheinen Mangelware zu sein. Wir werden von den Umstehenden schon vorgewarnt, dass Sie, nachdem Sie am Schalter waren, noch mindestens eine halbe Stunde auf Ihren Wagen warten mussten. OK, gegen Aufpreis hätten sie ein Upgrade und sofort einen Wagen haben können. Haha.

    Na ja zumindest regnet es nicht, die Sonne scheint vom blauen Himmel und es sind 28 °C.

    Zwischendurch wird von einem Hertz Angestellten Wasser an die Wartenden verteilt, natürlich nicht an die, die bereits am längsten anstehen, sondern an die draußen vor der Tür, die noch nicht so lange warten. Macht Sinn, oder? Na ja, die stehen ja auch in der "Hitze".

    Etwa 2,5 Stunden später haben wir endlich unseren Wagen. M wurde etwas unfreundlich am Schalter, weil wir auch auf einen Wagen warten sollten, aber nach seinem Kommentar über die Servicequalität tauschen die Angestellten zwar entsprechende Blicke aus, aber wir bekommen sofort einen Wagen zugewiesen.

    Kommentar M: "Ich muss nicht immer fair sein."

    Wir erhalten einen Jeep Grand Cherokee Laredo und N ist sich sicher, dass dies nicht der gebuchten Midsize SUV Kategorie entspricht, ganz schön großes Schiff und offenbar brandneu. Wir sehen eine 3 im Meilendisplay. Allerdings verstehen sich M und der Wagen in dieser Hinsicht noch nicht so gut. Wir sind nicht sicher, ob das die Tagesmeilen oder die Gesamtmeilen sind, da M wie gesagt mit dem Display und den Einstellungen noch auf Kregsfuß steht. N: "Mist, kein Handbuch an Bord." Unterwegs schaltet M aus Versehen auf die manuelle Schaltung mit den Schaltwippen am Lenkrad um. N: "Mist, kein Handbuch an Bord." Aber die Idee, an der Ampel mal auf P zu schalten, deaktiviert glücklicherweise die manuelle Schaltung. Puh.

    Wir machen uns auf zum Basiseinkauf beim Walmart. Kühlbox, Bier, Wasser und eine neuer Lockenstab (der andere ist vor ein paar Wochen verstorben).

    Auf dem Weg dahin lernen wir spannende Stadtviertel und Ecken kennen. Bis N auf die Idee kommt, mal zu schauen, was im Navi eigentlich eingestellt ist. Es findet sich: kürzeste Strecke statt schnellste im Menu. Na klar, mit der Einstellung kommt man ganz schön rum in Chicago.

    Als wir endlich am Hotel sind, ist es 17 Uhr. Das war ganz anders geplant. Danke Hertz, für die Zerstörung unserer Planung. Dafür ist das Zimmer sehr schön und groß mit zwei Fernsehern. Als Gold Member werden wir auch noch mit Wasser und Chips versorgt. Sehr aufmerksam.

    N wollte eigentlich mit dem Wassertaxi vom Pier zum Aquarium gefahren sein, ein Skyline Bild schießen oder auch zwei und von dort an der Buckingham Fountain und dem Cloudgate vorbei zu unserer Abendessen Location. Na ja, Sightseeing wird sowieso völlig überbewertet.

    Das hat sich ja alles zeiitlich erledigt und wir sind mittlerweile auch erledigt, daher laufen wir direkt zu Wollensky's Grill und bekommen den letzten freien Tisch direkt am Wasser. Wir lassen uns leckere Burger und Bier schmecken, N nimmt einen Mojito als Nachtisch.

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    Aussicht von Wollensky's Grill

    Gegen halb Acht sind wir ziemlich müde und gehen zurück ins Hotel.Wir werfen aber noch einen Blick auf ein paar schöne Gebäude auf dem Weg.

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    Chicago Tribune Tower

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    Wrigley Building and Trump Tower

    M versucht noch das letzte Spiel des BVB auf BVB total zu sehen, aber schläft dabei auf der Couch ein. Egal, der BVB hat 3:2 gewonnen und spielt vielleicht (?) in der nächsten Saison in der Euro League.

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    Blick von unserem Zimmer auf das Wrigley Building

    Fazit: Immigration Top, Hertz Flop.

    Embassy Suites Lakefront, 28 °C, 25 miles
     
    D-MAN, claudia, TiPi und einer weiteren Person gefällt das.
  3. Fritz & Buddy

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    So 24.5.15 Chicago, IL - The Triple A City - Arts, architecture and rain. (Hey, that doesn't start with an A. Yes it does "and".)

    2.33 Uhr. Status: wach.

    Um 6 Uhr kann sich N motivieren, in die Dusche zu gehen. Denn unten in der Skylobby stand ein Schild mit einer Frühstücksampel und die meinte, dass morgens ganz früh mit der Öffnung um 7.30 Uhr am Wochenede "grün" wäre. Dank Jetlag schaffen wir das locker. Pünktlich 7.35 Uhr sind wir unten und jetzt schon sind fast alle Tische besetzt und es steht eine Schlange beim "cooked to order breakfast". Wir sind optimistisch, dass es hier keine 2,5 h dauert und haben innerhalb kurzer Zeit auch unser frisches, selbst zusammengestelltes Omelette auf dem Teller.

    Wenn das ein grüner Füllungszustand der Breakfastarea ist, dann möchten wir rot nicht erleben. Mal abgesehen davon ist die Auswahl sehr gut. Neben den Omelettes gibt es: Waffeln, Pancakes, Biscuits, Toast, Bagel, Joghurt, Müsli, Bratkartoffeln, Würstchen, Bacon, Rührei, Obst, Porridge, Kaffee, Saft und auch Softdrinks wie Cola. Das ist eher selten.

    Kurz vor 9 Uhr machen wir uns auf die Socken, denn dank Hertz müssen wir heute versuchen, das geplante Programm von 2 Tagen in einem Tag zu absolvieren. Ein Handicap haben wir bereits: es regnet leicht. Bäh. Das wird wohl nichts mit schönen Skyline Bildern heute.

    Wir versuchen es trotzdem und gehen zum Navy Pier, der nur ein kurzes Stück vom Hotel entfernt ist. Als N das erste Bild machen will, Schreck, keine Speicherkarte in der Kamera. Na klar, die steckt noch im Netbook zum überspielen. N ist heilfroh, dass sie das Mäppchen mit den leeren Speicherkarten nicht vorhin aus der Kameratasche geräumt hat, so wie sie es mit der Bedienungsanleitung getan hat. Puh.

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    Skyline vom Navy Pier

    Wir machen uns auf den Weg zur Kreuzung Michigan Avenue und Wacker Drive, denn N hat schon zuhause Tickets für die 10.30 Uhr Tour der Chicago Architecture Foundation auf der First Lady gebucht und man soll um 10 Uhr dort sein. Tatsächlich bildet sich auch hier schon wieder eine Schlange aber wir kommen trotzdem noch in den Genuss von zwei Stühlen an der Reling. Mittlerweile regnet es nicht mehr und der Tourguide meint, dass es trocken bleiben soll für die Dauer der Tour. Sehr gut, wenigstens das.

    Der Guide ist für unseren Geschmack sehr gut, wenig Witze und keine amerikanischen Übertreibungen sondern fundierte Info. Die Tour geht 90 Minuten und wir haben danach Einges gesehen und gelernt. Besonders beeindruckend fndet N, dass sich unterhalb vieler Gebäude Strassen oder auch die normale Eisenbahn befindet. Ziemliche Herausforderung für die Architekten, die obendrauf einen Wolkenkratzer setzen. Der ist auch in Chicago "erfunden" worden und nicht in New York, wie man annehmen könnte. Fahrstühle bis ins Erdgeschoß sind in Gebäuden ohne Keller, was diese Hochhäuser dann zwangsläufig sind, auch eine nicht zu lösende Herausforderung. Dafür haben diese Gebäude eine prima Verkehrsanbindung könnte man sagen.

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    Kaum zu über"lesen". Trump Tower

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    Marina City mit Wollensky's Grill

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    Zitat Guide: Tall, dark and handsome meets pretty in pink. Leider haben wir den Namen des vorderen Gebäudes nicht behalten, nur den Hinweis, die verschiedenen Fensteranordnungen zu beachten. Hinteres Gebäude: Willis Tower (ehem. Sears Tower)

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    Marina City

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    Blich vom Ende des Flusses am Lake Michigan auf die Skyline

    Um 12 Uhr sind wir wieder am Ausgangspunkt und können von hier aus auch noch die Wasserkanone der Centennial Fountain über den Chicago River bewundern.

    So und nun ist viel Laufen angesagt. N führt uns mit Hilfe des Lonley Planet Chicago (in der analogen Druckversion!) zur einigen Kunstwerken und sehenswerten Gebäuden.

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    Picasso's "Untiteld" von 1967 auf der Daley Plaza. Die meisten halten das offenbar für ein Frauengesicht. Angeblich hat Picasso Bilder von seinem Hund gezeichnet, die so ähnlich aussehen. N & M schließen sich lieber der ebenfalls kursierenden "Baboon-Theory" an. Hier steht auch Miro's Chicago, das ist allerdings so unfotogen platziert, dass N kein Bild macht. Auch vom "Monument with Standing Beast" von Jean Dubuffet (1984) haben wir kein Bild. Allerdings gefällt uns der Name, den die Chicagoer dem Kunstwerk gegeben haben, ausnehmend gut: "Snoopy in a blender".

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    Marshall Field's Clock. "Meeting under the Clock" ist seit 1897 eine Chicagoer Tradition.

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    Tiffany Dome im Chicago Cultural Center. Mit 38 Fuß Durchmesser angeblich der größte der Welt.

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    Chicago Cultural Center (nicht schlecht für einen ehemalige Bibliothek)

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    Pritzker Pavillion im Millennium Park

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    Chicago Stock Exchange Arch hinter dem Art Museum

    Die beiden Löwen vor dem Chicago Art Museum sind so was wie die Stadt Maskottchen. Als die Chicago Blackhawks 2010 den Stanley Cup gewonnen haben, haben die beiden z. B. maßgefertigte Eishockey Helme getragen.

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    Löwe von hinten, vorne kann ja jeder.

    Eine sehr lange Schlange am Chicago Art Museum, schön, dass sich so viele Leute für Kunst interessieren, das lässt für die Zukunft der Menschheit hoffen. Wir haben dafür leider keine Zeit, obwohl hier eine Reihe berühmter Gemälde hängen, die N gerne gesehen hätte. Na, vielleicht schaffen wir es ja, die großen Monetschen Seerosen in St. Louis zu sehen. Hoffentlich hängen die auch noch in der Ausstellung?

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    Ein Muß, denn da wollen wir ja morgen hin.

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    Alexander Calder's "Flamingo" vor dem Kluczynski Gebäude von Mies van der Rohe.

    N findet der Flamingo sieht eher wie ein Vogel Strauss mit dem Kopf im Sand aus. Das Gebäude aus Glas und Stahl von 1974 wird als "groundbreaking" bezeichnet. Ein wenig langweilig findet es N dennoch. Ihr gefällt der Beaux Arts Stil oder Art Deco besser. Dummerweise hat sie kein Photo vom wirklich sehenswerten Carbon and Carbide Gebäude, das heute das Hard Rock Hotel beherbergt.

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    Der Blick vom Wasser auf die Buckingham Fountain mit der Skyline dahinter ist einfach nur schön findet N. Deshalb sitzen wir hier auch eine halbe Stunde und warten auf die hohe Fontäne, die jede volle Stunde angestellt wird. Abends im Dunkeln soll das mit Licht und Musik stattfinden, so ähnlich wie in Barcelona an der Font Magica denken wir uns, aber das werden wir bei diesem Besuch hier wohl nicht erleben. Schade eigentlich.

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    Die Fontäne möchten wir schon gerne sehen, deshalb setzen wir uns gemütlich auf eine Bank und warten hier etwa eine halbe Stunde. N's Füße finden das auch ganz angenehm.

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    Buckingham Fountain

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    Blick vom Adler Planetarium

    Hier an der Sundial des Planetariums hat man einen tollen Blick auf die Skyline und das nutzen auch viele Hochzeitsgesellschaften. Mindestens drei sehen wir allein jetzt bei dem nicht so tollen Wetter, die hier ihre Bilder machen.

    Chicago gefällt uns ausnehmend gut, viel entspannter als z. B. New York, obwohl es sich mit Chicago um die drittgrößte Stadt der USA handelt.

    Ziemlich fußplatt machen wir uns auf den Rückweg. Auf halber Strecke zwischen Adler Planetarium und Shedd Aquarium fängt es kräftig an zu schütten.

    M: "Jetzt lösen sich bestimmt auch die Hochzeitsgesellschaften auf."

    Bei manchen der "Kleidchen" ist das wohl der korrekte Terminus.

    Wir beeilen uns zum Wassertaxi zu kommen, was gerade hier am Pier neben dem Aquarium liegt. Wir haben Glück, es sind noch Plätze auf dem Wassertaxi frei und es ist auch das richtige Schiff zum Navy Pier. Für $8 pro Person lassen wir uns über ziemlich ruppigen Wellengang innerhalb von 15 Minuten zum Navy Pier bringen. Eigentlich wollte N vom Boot aus ja die Skyline bewundern, die ist im Regen aber fast kaum zu sehen. Egal, wir sind froh unter Deck im Trockenen zu sitzen.

    Beim Aussteigen fängt es wieder stärker an zu regnen und so flüchten wir uns durch den Personaleingang zu Bubba Gump und setzen uns direkt an die Theke, ohne uns brav in die wait to be seated Schlange am Engang einzureihen. Besondere Situationen erfordern einfach besondere Maßnahmen.

    Wir teilen uns zwei Vorspeisen und M nimmt das obligatorische Sam Adams. N versucht sich an der Medal Margarita (natürlich war die Selbstgemixte in Florida besser) und nimmt als "Nachtisch" noch einen Lava Flow. Es regnet immer noch. N holt im Shop noch den Becher ab, den es beim Lava Flow dazu gibt und dann beschließen wir, ins Hotel zurück zu gehen.

    Der ürsprüngliche Plan sah jetzt noch den Einkauf im Hard Rock Cafe, einen Stop am Cupcake Automaten, den Besuch in der Signature Lounge des Hancock Centers und Abendessen in der Cheesecake Factors vor. Das HRC und die Cupcakes können wir bestimmt noch am vorletzten Tag des Urlaubes machen, das Hancock Center wird vermutlich ausfallen, denn am letzten Abend haben wir Tickets für das Cubs Game im Wrigley Field.

    Tja, wir müssen offenbar noch ein weiteres Mal hier her kommen.

    In der Hotellobby wieder lange Schlange an der Bar zur abendlichen Manager's Reception. Beim Essen gar keine Schlange. Freibier zieht offenbar mehr als Freichili.

    Wir wollen weder die Biersorten trinken, die wir nicht mögen, noch was essen, deshalb gehen wir direkt hoch in die 13 Etage aufs Zimmer. Es ist ja auch schon kurz vor 18 Uhr, Zeit ins Bett zu gehen und N schläft tatsächlich auch fast sofort ein.

    Embassy Suites Lakefront, 20 °C, 0 miles (zu Fuß: sehr viele, sagen N & Ms Füße)
     
  4. Fritz & Buddy

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    Mo 25.5.15 Chicago, IL nach Springfield, IL (Get kicked off Route 66. Just joking)

    M wacht um 2.39 Uhr auf.

    Wir sind dadurch dann auch wach.

    M: "Wow, genau sechs Minuten später als gestern. Wenn wir in dem Tempo weitermachen mit dem Jetlag, dann wird das eine lustige erste Woche zuhause."

    N: "Es sind aktuell 22 °C" (Anmerkung der Autors: sagt das Handy morgens 2.51 Uhr)

    M: "Warum soll es auch kälter sein, nur weil es dunkel ist?"

    N: "Nachts ist kälter als draußen" (Anmerkung des Autors: So einen Bart.)

    Zu Ihrer Überraschung hat N einen Sonnenbrand auf der Nase und am Hals und das bei dem Wetter gestern.

    N: "Die Sonne war wohl doch ziemlich kräftig gestern."

    M: "Die Sonne ist immer da, auch wenn man sie nicht sieht."

    (Anmerkung des bärigen Autors: Eine bisher unbekannte, bahnbrechende Erkenntnis und das um diese Uhrzeit.)

    Da wir gestern schon um 18.00 Uhr eingeschlafen sind, kann man jetzt nicht behaupten, dass wir zu wenig Schlaf bekommen, nur eben nicht zur gewohnten Zeit. Also kocht M Kaffee, schaut Basketball (Atlanta gegen Cleveland) und läßt uns an seinem intensiven Studium der 2015er BVB Statistiken in der Mitgliederzeitschrift teilhaben.

    Heute morgen ist es um halb Acht in der breakfast area deutlich voller als gestern, dennoch schaffen es N & M, einen Tisch zu ergattern. Um halb Neun sind wir auf dem Weg und eher durch Zufall als durch Absicht finden wir auf die Route 66.

    N hat sich übrigens zuhause extra die Mühe gemacht und eine Urlaubs CD aufgenommen. Aber was soll ich sagen, der Wagen hat keinen CD Player mehr. Nur noch USB, SD Karte etc. und Sirius Satellitenradio. Na zumindest etwas, was uns mit Musik versorgt. Soweit also zu unserer Urlaubs CD. N ist jetzt froh, dass sie das Hörbuch daheim vergessen hat. Die goldenen Zeiten der CD Player haben wir wohl auch hinter uns gebracht genauso wie die der Cassettenrekorder in Autos. Kinder, so vergeht die Zeit.

    Unser erstes Ziel für heute: Joliet. Seit die Route 66 wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt, wurden übrigens auch neue Info Displays aufgestellt.

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    Rich & Creamy, Joliet, IL (Die Blues Brothers Figuren auf dem Dach sind nicht mehr da. Wie schade.)

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    Dick's Towing, Joliet, IL

    Jetzt steht das Joliet Area Historical Museum & Rt. 66 Welcome Center auf dem Plan. Theoretisch. Allerdings schlecht recherchiert von N, denn das hat leider am Memorial Day geschlossen. Da machts du nix. Also weiter.

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    Gemini Giant, Wilmington, IL

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    Ambler-Becker Texaco Gas Station, Dwight IL

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    Standard Oil Gas Station, Odell, IL

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    Altanta, IL

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    Geochaching in Atlanta, IL

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    Bunyon Giant, Atlanta, IL

    Die Route 66 scheint einer sehr ergonomischen Streckenführung gefolgt zu sein, denn mit der Einstellung "kürzeste Strecke" schaffen wir es, fast den ganzen Tag auf der 66 zu bleiben. Wir erreichen Springfield, unser Ziel für heute.

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    Shea's Gas Station and Museum, Springfield, IL

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    State Capitol, Springfield, IL

    N steht mitten auf der Strasse, um das Bild zu machen. Hier ist ähnlich viel los wie in Cheyenne, WY vor dem Capitol, also nahezu nichts, aber vielleicht liegt es auch nur am Memorial Day.

    M: "Ich passe auf, dass kein Auto kommt."

    M: (einen kurzen Moment später) "Runter von der Strasse."

    N: (schaut unbeirrt durch die Kameralinse) "Wieso?"

    M echauffiert sich mehrere Minuten, wie frau so ignorant fragen kann. Was soll das wohl für ein Grund sein, so mitten auf der Strasse. AUTO!

    N hatte geplant, dass wir uns heute die Freitickets für die Besichtigung des Lincoln Home morgen früh besorgen, da sie angeblich immer recht schnell vergriffen sind, aber zu unsere Freude ist nicht viel los und wir können an der nächsten Tour in ca. 30 Minuten teilnehmen. Die Zeit bis dahin vergeht schnell mit dem Film über Lincoln's Zeit hier in Springfield, denn der dauert etwas über 20 Minuten. N besorgt sich noch einen Stempel für ihr NP Passbook und schon geht es los.

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    Formal drawing room

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    Hier an diesem Tisch im Drawing Room hat Lincoln erfahren, dass er zum Präsidenten gewählt wude.

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    Esszimmer

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    Family Room

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    Gästezimmer

    Beim Betreten des nächsten Zimmers, Lincoln's Schlafzimmer, entfährt N ein lautes "Ach du Schreck" zumindest inhaltlich. Puh, da wollte Frau Lincoln wohl nicht, dass ihr Mann ruhig schläft, grausames Muster. Tatsächlich ist die Tapete nach dem alten Original hergestellt. Vielleicht auch nur komischer Geschmack? Denn auch ihr Schlafzimmer ist mit diesem Garant für schlaflose Nächte dekoriert.

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    Lincoln's Schlafzimmer

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    Lincoln's Schreibtisch

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    Mrs. Lincoln's Schlafzimmer

    Frau National Park Guide fordert energisch einen der Teilnehmer der geführten Tour auf, sich nicht an die Wand zu lehnen. Das Einzige, was wir berühren dürfen, was auch Lincolns Hand berührt hat, ist das Treppengeländer. Das dürfen wir aber wahrscheinlich auch nur aus Haftungsgründen anfassen.

    N kann nicht sehen, wer mit der Ermahnung gemeint ist, da sie noch im Schlafzimmer steht. Frau Guide wendet sich zu N und meint trocken. "You won't believe it, it was not the kid, it was the mum."

    Was uns sehr gut gefällt, ist, dass nicht nur das Haus von Lincoln erhalten wurde, sondern auch die ganze Nachbarschaft. Das vermittelt einen viel besseren Eindruck, wie es hier mal gewesen sein könnte.

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    Wo wir schon mal hier sind, steht natürlich auch ein Stopp an Lincoln's Tomb auf dem Plan. Hier sind er, seine Frau und 3 der 4 Söhne begraben. Ziemlich tragisch, 3 der 4 Kinder haben das Erwachsenenalter nicht erreicht. N überlegt noch, dass sie in dem Film "Lincoln" den Eindruck hatte, dass er und seine Frau sich nicht besonders mochten, aber das klang in dem Film im Visitor Center vorhin ganz anders.

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    Unser nächster Stopp: "Cozy Dog Drive In", berühmt für seinen Corn dog, das sollen hot dogs on a stick sein. Was auch immer wir uns darunter vorstellen sollen. Hm, das hätte N schon gerne mal probiert, aber auch hier "Closed for Memorial Day". Irgendwie haben wir den Eindruck, dass hier in Illinois deutlich mehr Geschäfte geschlossen haben als in den anderen Staaten, die wir bisher am Memorial Day besucht haben. So, damit ist alles abgearbeitet für heute, jetzt ab zum Hotel.

    Fräulein Rottenmeier will mit uns über eine seltsame Strasse, die durch Poller abgesprerrt ist. Leider läßt sie sich nur schwer zu einer alternativen Streckenführung motivieren.

    N: "Mach deine Arbeit ordentlich, sonst wirst du gegen ein amerikanisches Modell ausgetauscht!"

    Kurze Zeit später sind wir am Hampton Inn. Geht doch.

    Hier bekommen wir als Goodie 2 Toblerone-Riegel.

    Auf dem längeren Weg zum Fahrstuhl (N & M verlaufen sich tatsächlich im Hotel) kommen wir an der Kaffee Area vorbei, was N ein freudiges "Vanillemilch!!!" entlockt. Gut, der morgige Tag ist damit schon gerettet, auch wenn der Wetterfrosch schwere Gewitter ansagt.

    Wir sind hier in einem ziemlich leeren, kleinen Industriegebiet und die Auswahl an Restaurants ist ziemlich eingeschränkt. Ein Charley's rückt ins Bild.

    M: "Warum gehen wir nicht da hin?"

    N: "Schlechte Bewertungen."

    M: "Wofür?"

    N: "Essen."

    M: "Ziemlich dumm für ein Restaurant."

    (Anmerkung des Autors: Dialoge, die die Welt nicht braucht.)

    Wir entscheiden uns für Bob Evans.

    Die Kellnerin, die für uns zuständig ist, scheint sehr verwirrt zu sein. Wir bestellen Icetea und Coke und bekommen 2x Coke.

    N: "Which one is the icetea?"

    Oops.

    M: "Ich hab mich schon gefragt, wie du es ihr schonend beibringen willst."

    Beim Essen verwechselt sie, wer was bestellt hat. Kann ja schon mal passieren in einem fast leeren Restaurant mit 2 Gästen.

    N: "Does a sauce come with this?" (Die Speisekarte war zumindest dieser Ansicht.)

    Huch, ja.

    5 Minuten später, immer noch keine Sauce.

    M: "Sie spült."

    ????

    M geht zu ihr und fragt nach und tja, sie hat die Sauce vergessen.

    N: "Das nimmt kein gutes Ende mit ihr."

    Hampton Inn & Suites Springfield-Southwest, 29 °C, 212 miles
     
    claudia, wesus365 und Mrs. Underhill gefällt das.
  5. Fritz & Buddy

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    Di 26.5.15 Springfield, IL nach St. Louis, MO

    Hey, 4.04 Uhr. Es wird.

    Im Fernsehen fällt ein Plastik Tyrannosaurus in sich zusammen.

    M (stellt sehr sachlich fest): "Ausgestorben."

    N kocht Kaffee. M zieht sich an, ohne geduscht zu haben.

    N:"?????"

    M: "Ich bin jetzt mal total nett." (Spricht's und verschwindet aus dem Zimmer.)

    N:"?????"

    Kurz darauf ist er wieder da. Mit Vanillemilch. Cooool.

    Danach läßt er uns neben den normalen Infos über das aktuelle (europäische) Fußballgeschehen detailliert an seinen Informationen über die Lage der amerikanischen Nation in Bezug auf Basketlball und Baseball teilhaben.

    N: "Ich komm jetzt schon nicht mehr mit."

    M: "Egal." (erzählt unbeirrt weiter)

    M souffliert N die guten Wetteraussichten ins Bad, da sie den Fernseher beim Lärm des Föhns nicht hören kann.

    N: „Ehrlich?“

    M: „ I am sure.“

    N: „Cool.“

    M: „Falsche Antwort.“

    N: “Wool.“

    M: „Geht doch.“

    (Anmerkung des Autors: Wer diesen kryptischen Dialog verstehen möchte, darf sich gerne vertrauensvoll an mich wenden. Allerdings gibt es davon noch mehr:

    N: „Gräten auf dem Sofakissen…“

    M: „...wird man wohl entfernen müssen.“)

    Nach dem ausgiebigen Hampton Inn Frühstück geht es zum Abraham Lincoln Presidential Museum. Leider dürfen wir auf keinen Fall mit dem Rucksack hinein, deshalb verstauen wir ihn schweren Herzens in einem Schließfach. Eintritt $ 14 mit AAA Karte und $ 0,75 pro halbe Stunde Parken.

    Wir laufen durch die Ausstellung und N & M befinden mal wieder, dass die Amerikaner Museen besonders gut "können". Die Ausstellung ist wirklich toll gemacht. N & M konstatieren dennoch fast simultan, dass sie froh sind, gestern den Film im Visitor Center von Lincoln's Home gesehen zu haben, der macht einige Zusammenhänge leichter nachvollziehbar. Insofern war es gut, dass das Museum in Joliet geschlossen war, denn so hatten wir gestern Zeit für Lincoln's Home. Tja, manchmal fügen sich die Dinge einfach gut zusammen.

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    Dies ist der Eingang zur Ausstellung über Lincoln's Jahre bevor er Präsident wurde.

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    Das ist der Eingang zur Ausstellung über seine Zeit als Präsident.

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    Im Ausstellungsbereich, der sich den Schriften und Reden widmet, rauscht kurz nach uns eine große Schülergruppe herein, die auch gleich wieder magisch vom Ausgang angezogen wird. Da schreit die Lehrerin, Chaperone oder was auch immer die Horde da begleitet, "Students you are not going to whisk through this room in 30 seconds. Stay some time and have a look at the displays and read some." Jau, tolle Methode, um das Interesse von pubertierenden Schülern an geschichtlichen Dokumenten zu wecken. Das klappt natürlich... so gar nicht. Jetzt stehen sie vor den Displays und tun so als würden sie lesen während sie miteinander quatschen.

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    Kurzer Stopp an der banachbarten Union Station

    Jetzt geht es wieder auf die Route 66. Also eine der mehreren Route 66s. Denn im Laufe der Jahrzehnte wurde die immer mal wieder verlegt. Wenn also jemand sagt, er sei die Route 66 gefahren, muss die korrekte Frage heißen: "Welche?" Wir waren gestern immer auf der Route 66, die gerade für uns sichtbar und unser Ziel sinnvoll war und so machen wir es auch heute.

    Eher durch Zufall als Absicht kommen wir erneut am "Cozy Dog Drive In" vorbei. Hm. Hm, Micha wendet und N probiert einen der berühmten corn dogs, schleßlich ist ja schon Mittag.

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    Corn Dog oder hier Cozy Dog.

    Fazit Springfield: Die Stadt gefällt uns ausnehmend gut. Schön grün und keine Spur von Hektik. Letzteres kann natürlich auch am Memorial Day Weekend liegen, grün wird es hier vermutlich auch an den anderen Tagen im Jahr sein, wage ich mit meiner Bärenlogik mal zu behaupten.

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    Ariston Cafe, Litchfield, IL

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    Soulsby Service Station, Mt. Olive, IL

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    World's Largest Catsup Bottle (Nicht lachen, das schreibt sich wirklich so.)

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    St. Louis Skyline von Illinois aus

    Es kostet uns etwas Mühe, auf die Brücke der I-55 über den Mississippi zu kommen und das Hotel zu erreichen. Hier scheint in den letzten Jahren sehr viel gebaut worden zu sein, denn unser Navi ist ziemlich überfordert. Die Dame an der Rezeption ist extrem nett und wir bekommen ein Zimmer auf dem "Secured Floor", den man nur mit der Zimmerschlüsselkarte im Fahrstuhl anwählen kann. Ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen? M, der geborene Optimist, meint, wenn er auswählen kann, entscheidet er sich für "gut".

    N: "Heute morgen sind wir um 4.04 Uhr aufgewacht, und heute abend bekommern wir Zimmer 404. Wenn da mal kein geheimer Zusammenhang besteht."

    Wir werfen unsere Sachen ab und machen uns sofort wieder los. Wir sind ja früher da als geplant, da wir das Lincoln Home statt heute schon gestern besichtigt haben, deshalb kann N jetzt auch das Art Museum in Forest Park mit ins Programm nehmen. Zur Unterstützung für unser Fräulein Rottenmeier hat N eine Karte aus dem Hotel mitgenommen.

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    Forest Park, vor dem Art Museum

    N läßt sich den Weg zu den Seerosen weisen, denn sie sind immer noch hier. Der Museumsangestellte meint zu ihr: “The waterlilys is the most favourite piece of art in the museum, this sure is going nowhere.“

    Gut zu wissen. Wir schauen uns hier noch ein wenig um und fahren dann zur Union Station. Das war Ende der 80er der letzte Schrei; ein zu einem Einkaufscenter umgebauter alter Bahnhof. Heute sieht man so was ja öfter. Witzig ist allerdings, dass sie das Hard Rock Cafe auf dem Parkplatz unter das Dach der angedeuteten ehemaligen Halle gebaut haben. N möchte M auf jeden Fall den Arch zeigen, deshalb laufen wir zum Old Courthouse. N hat den Eindruck, dass es hier mehr Obdachlose als Ende der 80er gibt, aber seitdem ist ja auch viel passiert.

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    Bären vor dem Peabody Theater

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    Old Courthouse

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    Nachdem M sich mittlerweile mit dem Bordcomputer angefreundet hat, können wir feststellen, dass unser Wagen tatsächlich erst 3 Meilen auf dem Tacho hatte als wir ihn in Chicago übernommen haben. Wir haben auch so schicke Dinge wie Sitz- und Lenkradheizung, die bei 30 °C und fast 80 % Luftfeuchte total dringend von N & M benötigt werden aber er hat auch ein Schiebedach. Das hatten wir bisher noch nicht bei einem Mietwagen und finden N & M echt schön. Da der Wagen keinen CD Player hat, speichern wir alle Interpreten, die wir mögen, im Sirius ab und das Gerät meldet sich immer, wenn irgendwo ein Titel des interpreten läuft. Very praktisch.

    Hampton Inn & Suites St. Louis South, 29 °C, 171 miles
     
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  6. Fritz & Buddy

    Fritz & Buddy Well-Known Member

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    Mi, 27.5.15 "Meet me in St. Louis"

    Wir starten früh, da wir timed tickets für den Arch haben. Da das Jefferson National Expansion Memorial renoviert wird, befindet sich der Ticketverkauf im Old Courthouse. Schade, die Ausstellung war interessant, erinnert sich N. Die Dame hier am Ticketverkauf tauscht unsere Internetausdrucke gegen "richtige" Tickets und meint, wir sollten ruhig versuchen, auf eine frühere Tour zu kommen, es sei nicht so voll. Das kennt N auch noch ganz anders. Zum Arch müssen wir einen kleinen Umweg laufen, da auch das Außengelände komplett umgestaltet wird.

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    N holt noch schnell ihren National Park Stempel ab und dann kommen wir tatsächlich auf eine frühere Tour und können nach kurzem Warten eine der engen Gondeln besteigen. Die Fahrt nach oben dauert ebenfalls ein paar Minuten und dann können wir tatsächlich eine prima Aussicht genießen, denn mittlerweile hat sich der Himmel aufgeklart.

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    Richtung Westen, Blick über St. Louis

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    Das neue Busch Stadium

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    Old Courthouse

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    Unser Schatten

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    Diese Ding ist einfach unfassbar schlicht und dabei so extrem ästhetisch.

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    Wir sehen uns auch noch die Ausstellung im Old Courthouse an

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    Old Courthouse

    Mittlerweile ist es Mittag, genau richtig für einen Stopp auf einen Frozen Concrete bei Ted Drewes, ebenfalls eine Route 66 Ikone. M nimmt Erdbbeere, Banane und N Mokka und Cookie Dough. Unser nächstes Ziel, was N auch noch nicht kennt, ist die Ulysses S. Grant State Historic Site. Wir schauen uns den Film und das Museum an und N & M sind von der hier vorhandenen Zeitleiste, die das Leben von Grant im Zusammenhang mit anderen Ereignissen der Zeitgeschichte darstellt, fasziniert. So ging es ihnen auch schon im Buffalo Bill Museum in Cody. Immer wieder toll, wenn man sieht, was so gleichzeitig auf der Welt passiert ist. N & M warten freiwillig auf die übernächste geführte Tour durch das Haus White Haven, da an der nächsten möglichen Führung auch ca. 20 Schulkinder teilnehmen werden.

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    White Haven

    N & M stellen fest, dass Sie bisher recht wenig über Grant wußten, bis auf die Ereignisse aus dem Bürgerkrieg. N wußte zwar auch noch, dass er Präsident war, aber damit erschöpfte es sich dann auch. Und da wir schließlich schon am Grab von Robert E. Lee in Lexington, VA waren, macht es ja auch Sinn, dass wir uns etwas um Grant bemühen, meint N. Durch die vorgezogene Arch Tour haben wir jetzt etwas Luft. Für die Besichtigung der Anheuser-Busch Brauerei ist es allerdings schon wieder zu spät. M schlägt vor, den Zoo zu besuchen, zudem ist der Eintritt dort kostenlos, nur für die Shows oder Rochen füttern etc. muss man zahlen.

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    Black Prairie Dogs at the Zoo

    Wir bleiben im Zoo, bis dieser schließt und machen uns dann auf zum Baseball Game. N hat zuhause bereits das Parkplatzticket vorgebucht, so stehen wir direkt neben dem Stadion und zahlen $ 5 weniger als hier angeschlagen, dennoch kostet das Game Parking immer noch $ 20. Neben dem Busch Stadium befindet sich jetzt das Ballpark Village, früher stand hier z. T. das alte Stadion, das N noch aus den 80ern kennt.

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    Am Eingang zum Stadion wieder die übliche Sicherheitskontrolle. Der Sicherheitsmann hält Ns Kameratasche hoch, um sie ihrem Besitzer zurückzugeben als N noch vor dem Metalldetektor ansteht. Ein Herr, der vor uns in der Schlange stand, meint die gehöre vermutlich seinem Kollegen und will danach greifen. Ns Hechtsprung hättet ihr sehen sollen als sie sich die Kamera schnappt. Noch 5 Minuten später ist sie völlig fassungslos.

    N: "Der wäre jetzt mit der Kamera und meinem Portemonnaie verschwunden."

    Und das an der Sicherheitskontrolle. Wenn nicht hier, wo ist man denn dann bitte noch sicher?

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    Das Spiel startet gut mit einem Homerun für St. Louis und begleitendem Feuerwerk, als es 2:1 für die Cardinals steht, holen die Diamondbacks 2 Punkte. Mist: 2:3. Im 9. inning steht es immer noch 2:3 für Arizona, ein weiterer Homerum beschert den Gleichstand und damit, falls es so bleibt, ein 10. inning. Doch dann läßt einer der Spieler von Arizona bei Versuch einen Cardinalsspieler auszuwerfen den Ball fallen und das Blatt wendet sich. Die Cardinals gewinnen mit 4:3.

    M: "Da bin ich aber erleichtert. Sonst hätten wir uns ja gar nicht ins Hotel zurücktrauen können."

    Wir sind nämlich heute den ganzen Tag über immer mal wieder auf das Spiel angesprochen worden. An unseren STL Shirts kann das bestimmt nicht gelegen haben.

    Wir haben ja noch nichts gegessen und Bier ist auch keines mehr da, deshalb stoppen wir bei Schnucks, einer lokalen Supermarktkette, die N noch aus den 80ern kennt. M ist begeistert, Riesenauswahl an Bier in einem begehbaren Riesenkühlschrank. N ist auch zufrieden, hier gibt es Big Wave.

    Vor der Einfahrt auf den Hotelparkplatz steht eine Strassensperre und wir werden von der Hotelsecurity gestoppt. Er fragt, ob wir ein Zimmer oder eine Reservierung haben, nimmt unseren Namen und das Autokennzeichen auf und weist uns darauf hin, dass unser Licht nicht an sei.

    M kann es gar nicht fassen, dass er ohne Licht gefahren ist und braucht eine Weile, um sich wieder einzukriegen.

    M: "Jetzt verstehe ich auch, warum uns einige die Lichthupe gegeben haben." Sagt der Mann, der vorhin meinte, die US-Bürger könnten nicht autofahren. Die wissen wenigstens, wo in ihren Autos das Licht angeht.

    Auf dem Weg aufs Zimmer stoppt N noch kurz beim Kaffee und nimmt schon etwas Vanillemilch für morgen früh mit. Frau sorgt vor. Jetzt gibt es noch Mikrowellenfutter für N und Würstchen für M.

    N: "Du bist ja noch angezogen."

    M: "Welches Besteck brauchst du?"

    Manchmal klappt das mit dem Gedankenlesen sehr gut.

    Heute stellen wir einen Rekord auf: Es ist 00:30 Uhr. Wir wußten gar nicht, dass diese Uhrzeit hier auch existiert. Jetzt aber schnell ins Bett.

    M kämpft mit der hiesigen Bettwäsche.

    N: "Was machst du da?"

    M: "Schwer zu sagen"

    Hier sind ja auch eindeutig zu viele Laken vorhanden im Vergleich zur gewohnten Bettwäschumgebung.

    M hat noch seine Toblerone und N schielt etwas darauf.

    M: "Möchtest du die als Nachtisch?"

    N: "Mhhhm."

    Hampton Inn & Suites St. Louis South, 29 °C, 171 miles
     
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  7. Fritz & Buddy

    Fritz & Buddy Well-Known Member

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    Do 28.5.15 St. Louis, MO nach Indianapolis, IN

    6.17 Uhr. Man muss einfach nur länger wach bleiben, dann klappt das auch.

    M versucht den richtigen Lichtschalter zu finden, um an der Kaffeemaschine mehr Licht zu haben. Das Ergebnis ähnelt verdächtig einer Lichtorgel. M räumt als nächstes die leere Toblerone Verpackung von N's Nachttisch.

    M: (seufzt) "Ach ja, so gehen unsere Vorräte dahin."

    (Anmerkung des Autors: Klingt als wären wir mitten auf dem Oregon Trail und kurz vorm Verhungern.)

    Dann will er mit dem Becher, in dem N gestern abend die Vanillemilch mit aufs Zimmer genommen hat, Wasser holen.

    N: (lacht)

    M: "Hey auch ich bin erst seit 2 Minuten wach."

    N hat zwar ganz klar auf den Schirm, dass wir auf der Fahrt von Michigan nach Wisconsin eine Stunde geschenkt beommen, seltsamerweiser hat sie überhaupt nicht daran gedacht, dass wir diese Stunde ja auch vorher abgeben müssen. Das merkt sie heute, denn wir werden trotz Abfahrt um 9 Uhr erst um 14 Uhr in Indianapolis ankommen.

    N: (endeckt ein Schild an der Autobahn) "Vandalia State House Lincoln State Historic Site, hm was ist denn das, davon habe ich nichts gelesen."

    M: "Die würden auch Lincoln dran schreiben, wenn er da zur Toilette gegangen wäre."

    (Anmerkung des Autors: Etwas mehr Ernst bitte.)

    In einer perfekten einstudierten Choreographie räumen N & M den Kühlschrank ein. Das Hotel hat N in strategisch günstiger Lage zwischen Downtown und Racecourse ausgewählt. Perfektes Timing, wir sind um Viertel vor 3 Uhr am Indiana Speedway, gerade pünktlich zu unserer vorgebuchten Grounds Tour, die um 3 Uhr anfängt. Als erstes drehen wir mit dem Kleinbus, der die 8 Teilnehmer der Führung befördert, eine Runde über den 2,5 Meilen langen Racetrack. OK, wir sind etwas gemütlicher unterwegs als die Fahrer bei den Rennen. Wir brauchen etwa 10 Minuten, die Rennwagen schaffen das in ca. 40 Sekunden. Letztes Wochenende fand hier das Indy 500 Rennen statt, da waren hier auf dem Gelände etwa 300.000 Zuschauer erfahren wir. Ganz schön viele. Die meisten Menschen passen in die Mitte des Geländes auf die Wiese, hier kostet es nur $ 40 pro Person, dafür darf man seinen eigenen Stuhl mitbringen und auch einen kleinen Cooler mit Verpflegung. In den Innenbereich des Rings passen gleichzeitig die Vatikanstadt, Wimbledon, Madison Square Garden und noch eine Reihe bekannter Sportstätten. Übersetzt: Ganz schön groß die Fläche.

    Früher war die ganze Strecke gepflastert, daher der Spitzname „Brickyard“ für die Rennstrecke. Die Ziegel wurden dann aber bis auf die Start- und Ziellinie asphaltiert. Es gibt anscheinend auch die Tradition, dass die Fahrer die Ziegel küssen. Einer unserer Tour-Teilnehmer will wissen, ob die danach desinfiziert werden.

    T, S, M & N: „?????“

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    Was die Rennfahrer können, können wir schon lange (Wir sind auch näher dran.)

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    Pressekonferenz

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    Der Raum für die Presseleute ist riesig, hier befinden sich 350 Arbeitsplätze und in einer anderen Etage sind es nochmal 100.

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    In den separaten Raum der Rennleitung können wir leider nicht hinein, der ist verschlossen. Wir gehen in eine der Logen. Die wurde schon von Ferrari und McLaren genutzt. Heute, da die Formel 1 nicht mehr hier fährt, kann man ein Drittel des Raumes für $ 70.000 mieten, Verpflegung extra. Auch wenn der Tourguide meint, dies seien sehr schöne Räume, sehen N & M das nicht so. Obwohl das Gebäude erst etwa 15 Jahre alt ist, da es für die Formel 1 Rennen hier gebaut wurde, sieht es etwas vernachlässigt aus. Liegt das an den neuen Nutzern der Räumlichkeiten: Nascar und Indy 500?

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    Eine weitere lustige Tradition gibt es hier, der Sieger trinkt Milch. Mit Schampus wird allerdings auf dem Siegerpodest dennoch auch hier herumgeaast.

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    Sieger von 1911

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    Sieger von 2011

    Noch sind wir nicht fertig mit unserem heutigen Programm. N hat für 18 Uhr eine Segway Tour im White River State Park gebucht. Die übrigen Teilnehmer der Tour erscheinen nicht, so haben wir Vier eine private Tour. Wir sind überrascht, wie schön es hier ist. Wasser hat ja immer gleich was. An einer Stelle machen wir 5 Minuten die Füße vertreten, was auch dringend nötig ist, denn N steht ziemlich verkrampft auf dem Gefährt, obwohl sie nicht zum ersten Mal fährt. Unsere Tourguidin meint das liege daran, dass man die Fußmuskeln sonst nicht so benutzen würde, wie auf dem Segway.

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    Im Sommer finden donnerstags hier immer kostenlose Konzerte statt erfahren wir und heute ist es das erste Konzert der Saison. Entsprechend gut besucht ist es. Die Leute sitzen dank der guten Akustik auch auf der anderen Kanalseite. Gefällt N & M sehr gut.

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    Echte Gondeln aus Venedig, was es nicht alles gibt. Nur der Gesang klingt echt schräg.

    Nach ca. 90 Minuten sind wir wieder am Ausgangspunkt und M gibt ihr ein ordentliches Trinkgeld, da sie das wirklich toll gemacht hat.

    Das hiesige Baseballteam, ein Farmteam für die Pittsburgh Pirates, spielt heute Abend und dementsprechend hoch her geht es im Stadium neben dem Parkplatz. Von hier aus laufen wir zum nicht allzu weit entfernten HRC.

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    Gesättigt, gewässert und mit neuen T-Shirts ausgestattet, machen wir uns im Anschluss auf den Weg ins Hotel.

    Sleep Inn & Suites And Conference Center Downtown, 30 °C, 269 miles
     
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  8. Fritz & Buddy

    Fritz & Buddy Well-Known Member

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    Fr. 29.5.15 Indianapolis, IN nach Lexington, KY (B & B = Baseball & Bourbon)

    N wacht um 4.10 Uhr auf, mal sehen, vielleicht gibt es ja heute Abend Zimmer 410?

    Die Horde Middleschooler belagert den Frühstücksraum, da bleibt sogar M lieber in einem ruhigen noch nicht belagerten Bereich des glücklicherweise sehr großzügig angelegten Raumes.

    Sogar fast pünktlich kommen wir um 8.20 Uhr los.

    Fazit Indianapolis: Viel schöner als auf den ersten Blick angenommen.

    Sirius: „Pling.“ (Depeche Mode, People are People)

    N: „Sollten wir die nicht zu unseren Favoriten hinzufügen?”

    M: „Wenn die da nicht schon wären, wie sollte…“

    N: (unterbricht und schlägt sich auf die Stirn) „Uuuhhh.“

    (Anmerkung des Autors: Wie peinlich.)

    N hat im Internet eine Webseite mit Bilder von Skylines amerikanischer Städte gefunden, netterweise steht an den Bildern ab und zu dran, von wo diese aufgenommen wurden, deshalb steuern wir heute als erstes Clarksville, IN an, genauer gesagt die Widow’s Walk Ice Creamery. Nach Eis ist uns morgens um Viertel nach Zehn allerdings noch nicht, deshalb macht N nur ein paar Bilder und wir fahren weiter zum Louisville Slugger Museum.

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    Direkt hinter dem Museum ist ein Parkhaus mit Zugang zum Museum, falls es jemanden interessiert. Wir haben Glück und müssen nicht lange auf die nächste Tour durch die Fabrikation warten.

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    Wir helfen den beiden mal ein wenig.

    Erstaunlicherwiese scheint zwar jeder dort eine Schutzbrille zu tragen, Gehörschutz ist offenbar kein Muss. Am Ende der Führung bekommen N & M einen kleinen Baseballschläger aus Holz.

    Ty: „Wieso bekommen Sunny und ich keinen?“

    N: „Weil wir für euch keinen Eintritt bezahlt haben.“

    Die Führung kostet übrigens $ 12 und der Schläger würde im Shop schon $ 10 kosten. N & M sind überrascht, dass die Schläger, die hier speziell nach den Wünschen der Profis gefertigt werden, unter $ 100 zu haben sind. Das hätten Sie sich teurer vorgestellt. Neben den Minischlägern, die gar nicht so Mini sind sondern etwa 30 cm lang, wandert auch noch ein Kühlschrankmagnet in Schlägerform in M’s Rucksack, schließlich soll der Kühlschrank zuhause auch was von unserer Reise haben. Den Geruch des wasserbasierten Klarlacks, mit dem die Profischläger überzogen werden, bekommen N & M auch draußen nicht mehr aus der Nase, was uns zur Spekulation verleitet, dass die Abluft der Fabrik hier so nach draußen gepustet wird. Die Profis dürfen, gar nicht so überraschend, nicht einfach wild eine Schlägerfarbe wählen, es gibt nur 5 Farben zur Auswhl für sie, alle in gedeckten Tönen.

    Das Hard Rock Cafe ist nur vier Blocks entfernt, deshalb lassen wir den Wagen da wo er ist und gehen zu Fuß. Ganz nett hier. Die Main Street unten Richtung Ohio hat viele alte Fassaden.

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    Der wird bestimmt nicht gestohlen, etwas unhandlich

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    Das wäre doch die richtige Bass Gitarre für M

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    Mr Jefferson, schließlich ist das hier Jefferson County

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    Have we been introduced?

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    Selfie von N & M

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    Wir haben auch einen Schläger ergattert



    Mittlerweile haben wir es 26 °C bei einer schicken Luftfeuchte.

    N: „Mir ist warm.“

    (Anmerkung des Autors: Nicht gut, dann bekommt sie schlechte Laune.)

    M: „ Ist doch klar, dass dir warm ist, du hast ja auch keine FlipFlops so wie ich.“

    (Anmerkung des Autors: Sagt der Mann, bei dem es 27 Jahre dauerte, ihn von den Vorteilen dieser Fußbekleidung im Sommer zu überzeigen.)

    N: „Soll ich mir die dann unter die Arme klemmen, oder was?“

    Weiter geht es zum Ft. Knox, wir müssen schließlich unsere Urlaubskasse wieder auffüllen.

    N & M unterhalten sich über eine Freddie Mercury Doku, die sie vor einiger Zeit gesehen haben. Sie sind sich nicht sicher über den genauen Zeitraum.

    M: „ Das war zwischen Sylvester und Neujahr.“

    N: „Was soll denn dazwischen sein?“

    Etwas später wundert sie sich, dass das Display vom Navi so dunkel ist.

    M: „Sonnenbrille absetzen?“

    (Anmerkung des Autors: Schon der zweite Fehltritt heute.)

    Wir erreichen Ft. Knox aber leider will man uns nicht reinlassen. Frechheit. N zögert ein Bild zu machen.

    M: „Ich kann hier nicht ewig stehen.“

    N: „Da steht ein Polizist.“

    (Anmerkung des Autors: Stört der beim photographieren?)

    M: „Welche Überraschung. Und das hier.“

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    Ein Bild haben wir dennoch

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    Weiter geht es, wir wollen doch noch nach Clermont, KY zu Jim Beam.

    Die letzte Tour bei Jim Beam ist um 15.30 Uhr. Wir schaffen es pünktlich und sind kurz nach Drei dort und obwohl Sunny und ich nicht den legal requirements von mindestens 21 Jahren entsprechen, dürfen wir die Tour dennoch mitmachen.

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    Ähm, was soll denn das jetzt bitte?

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    N darf eine Flasche zur Abfüllung vorbereiten. Wenn mal will, kann man genau diese Flasche kennzeichnen und hinterher kaufen. Schöne Idee.

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    Angeblich gibt es in Kentucky mehr Bourbon Fässer als Einwohner und Pferde zusammen. Kann mal bitte jemand nachzählen.

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    N hat im Tasting Room die schwere Aufgabe alle 4 Bourbons, die uns zuerkannt werden, alleine zu trinken. Booker's soll angeblich für Scotch Trinker ok sein, aber der hat irgendwie einen komischen Nachgeschmack. Der Jim Beam Honey ist schon ziemlich krass und kann aus ihrer Sicht auch als Saft durchgehen, hat aber immerhin noch über 30 Vol.-%. Der Jim Beam Black schmeckt N ganz gut, der Knob Creek Single Barrel ist ihr zu stark. Das Museum schließt um halb Sechs, deshalb kauft N noch schnell das Bar Handbuch mit 1000 Cocktailrezepten für $ 19,95. Im Anschluß laufen wir noch etwas über das Gelände und sehen uns um.

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    Jetzt haben wir nur noch das Hotel und ein Texas Roadhouse auf dem Plan.

    M: Seit 16 Minuten ist Spieltag.“

    N: (rollt die Augen)

    (Anmerkung des Autors: 30.5. ist das DFB Pokalfinale)

    Das Hotel hat Zimmer in der unteren Etage offenbar für Gäste mit Haustieren reserviert daher fragt die Dame an der Rezeption, ob N & M Pets dabei haben. Uns kann sie damit ja wohl nicht meinen, daher bekommen wir ein Zimmer in der 2. Etage.

    Wir fahren in die 2 Etage, welches Zimmer? Keine Ahnung, wir finden keine Nummer auf dem Kärtchen in dem die Schlüssel stecken.

    N: „ Ich probiere jetzt die Zimmer aus.“

    M fährt wieder runter, um die Dame an der Rezeption zu fragen. M kommt wieder.

    N: „230“

    M: „Woher weißt du das?“

    N: „ Hab ich doch gesagt, ausprobiert.

    M: „Alle?“

    N: „Die Zimmer mit „Do not disturb“ habe ich ausgelassen.“

    Unser Hotel liegt am Ende der dichteren Bebauung, das verleitet N zu der Vermutung, dass wir kein Problem mit Strassenlärm haben werden.

    Unser Zimmer ist sogar noch nach hinten raus.

    N: "Da ist ja dann wohl der Hund begraben."

    Am Texas Roadhouse erwartet uns eine lange Schlange, oh Bär, ganz vergessen, heute ist ja Freitag abend: Wochenende. Wir sollen ca. 30 Minuten auf einen Tisch warten. M versucht mal wieder den Bar-Trick.

    Waitress: "Oh yes you can go ahead."

    Leider ist hier aber nur ein Platz frei. Den nimmt N auf den vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn in Beschlag. Kurz darauf wird schon unser Tisch ausgerufen, prima, wir wechseln den Standort.

    Es sind nicht nur normale Wochenend Crowds hier sondern auch eine Gruppe zur Graduation Feier. Dafür könnte ich mir schönere Orte vorstellen statt eines lauten, überfüllten Texas Roadhouse.

    Egal. N isst das erste Steak des Urlaubs, M nimmt mal wieder die unvermeidlichen wings. Sunny und ich diskutieren, ob er in der letzten Woche überhaupt mal was anderes gegessen hat.

    Da der Sender, der das Eishockey Spiel zeigt, in unserem Hotel offenbar nicht zur Verfügung steht, kommt N in den Genuss Harry Potter zu sehen.

    Des einen Leid ist des anderen Freud.

    La Quinta Inn & Suites, Lexington South/Hamburg, 30 °C, 282 miles
     
    claudia, Mrs. Underhill und wesus365 gefällt das.
  9. Fritz & Buddy

    Fritz & Buddy Well-Known Member

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    Sa, 30.5.15 Lexington, KY nach Parkersburg/Mineral Wells, WV

    5.15 Uhr, lautes Getrampel über uns. Soviel zum angeblich hier begrabenen Hund.

    M: "Ich dachte der floor für pets ist unter uns, Elefanten sind wohl über uns."

    Um halb Neun sind wir auf dem Weg zum Frühstück.

    N: „Bleibt der (Rucksack) wieder stehen?“

    (Anmerkung des Autors: M hat gestern zweimal fast den Rucksack im Auto vergessen.)

    M: „Wo kommt denn plötzlich diese Schärfe her?“

    N: „Tabasco.“

    M: „Gute Antwort.“

    Wir fahren los und nach kurzer Zeit meint

    M: „$ 2,59, ich tanke jetzt hier, dann habe ich meine Ruhe.“

    N: „Oh, dazugelernt.“

    (Anmerkung des Autors: M fährt sonst gerne bis zur Reserve.)

    M: „Ne, hab dann Ruhe vor dir.“

    N: „Charmant.“

    (Anmerkung des Autors: M hat recht, N wird, sagen wir mal, etwas unruhig, wenn der Tankinhalt zur Neige geht.)

    Wir tanken also. Was an sich ja nichts Besonderes wäre, aber der Depp, der sich an der Kasse vorgedrängelt hat, weil er es ja so unglaublich eilig hat, fährt mit dem Tankschlauch noch im Auto los. M schreit ihn an.

    N: „Hat er es gemerkt und den Tankschlauch wieder eingehängt?“

    M: „Brauchte er nicht mehr, der war abgerissen. Der BP Mensch ist sofort rausgerannt und da steht er jetzt und hat plötzlich gezwungener Weise ganz viel Zeit.“

    Die Weisheit: „Wenn du es eilig hast, mach langsam“ hat doch immer wieder ihre Berechtigung.

    In Aberdeen überqueren wir den Ohio River und verlassen Kentucky. M biegt dabei falsch ab wendet und will danach eine Straße zu früh abbiegen.

    M: „Das Navi vertut sich aber auch ständig heute.“

    Na klar.

    Fazit Kentucky: Sieht aus wie eine einzige Parklandschaft (speziell Bourbon County). Sehr gepflegt, grün und hügelig. Freistehende schöne Häuser, weiße oder schwarze Zäune, weitläufige Weiden mit Pferden. Erinnert N sehr an Virginia.

    Wir sind in Ohio.

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    M: „Gibt es hier Bieber?“

    N: „Vermutlich.“

    M: „Dann habe ich gerade einen gesehen.“

    Die restlichen Beifahrer schmollen: „Wir hätten den auch gerne gesehen.“

    Wir haben bisher nur ein überfahrenes Stinktier gesehen.

    M biegt zum Beine vertreten auf einen Rastplatz ab.

    Navi: „Neuberechnung, Neuberechnung, Neuberechnung…“

    M: „Bleib locker Mädchen.“

    An einer Stelle fahren wir an einem Abzweig vorbei aber Fräulein Rottenmeier, berechnet fix was anderes. Wir biegen die nächste links ab, ein Ministräßchen.

    M: "Wenn sie nichts gesagt hätte, wäre ich hier nie abgebogen. Aber glücklicherweise ist es ja asphaltiert."

    Autoreifen: "Crunch, crunch."

    (Anmerkung des Autors: das war wohl nur ein kurzes Stück.)

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    Auch hier ist Offroad möglich

    Am frühen Nachmittag erreichen wir dann den Hocking Hills State Park und gehen trotz heraufziehendem Gewitter die halbe Meile zu den Cedar Falls.

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    Die Brücke ist so gebogen, weil die letzte Flash Flood die Metallstreben der alten Brücke so verbogen hat und man die neue Brücke als Erinnerung auf die alten Fundamente gesetzt hat.

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    Geplant war jetzt noch die Ash Cave aber da es mittlerweile nicht nur donnert sondern auch bereits regnet, lassen N & M es lieber sein, zudem herrscht bei etwa 31 °C eine ziemlich hohe Luftfeuchte, die Herumlaufen nicht so sonderlich angenehm macht.

    Dann fahren wir einfach zum Hotel in Mineral Wells, seltsamerweise hat N hier keinen Walmart herausgesucht. Ist hier weit und breit keiner oder hat sie es vergessen? M kann nicht im Netz nachsehen, weil esr ja sonst aus versehen das Ergebnis des heutigen DFB Pokalfinales erfahren könnte und das will er nachher doch noch "live" auf BVB total sehen, also schaut N. Hm, nur ca. 2 Meilen entfernt ist ein Walmart Supercenter, also los. N schlägt vor, dass wir heute auf dem Zimmer essen, statt Essen zu gehen, so kann M das Spiel eher sehen. Das Beste, was hier in der Nähe zu finden wäre, wäre ein Cracker Barrel gewesen.

    Es dauert einen Moment, bis N die Technik ans Laufen kriegt, denn M kann es nicht machen, da würde er ja wohlmöglich das Ergebnis schon auf der BVB Seite sehen über die BVB Total aufgerufen wird. Im Zimmer verläuft ein ziemlich deutlicher Gradient des WLAN Empfangs vom Fenster zur Tür, so deutlich haben wir das noch nie erlebt. Also muß M sich auf N's Seite vom Bett begeben, damit das Video stabil läuft.

    Zwar führt der BVB zu Beginn, verliert dann aber leider doch mit 1:3. M ist etwas deprimiert und will sein BVB Shirt morgen nicht anziehen. N meint er solle es doch trotzdem tun. Nach etwa einer Dreiviertel Stunde scheint es ihm etwas besser zu gehen.

    M: "Du hast recht."

    N: "Ähm, womit?"

    M: "Warum soll ich mein Shirt nicht anziehen auch wenn Sie verloren haben."

    (Kommentar des Autors: "Recht so!")

    Microtel Inn & Suites By Wyndham Mineral Wells/Parkersburg, 31 °C, 272 Meilen
     
  10. Fritz & Buddy

    Fritz & Buddy Well-Known Member

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    So, 31.5.15 Mineral Wells, WV nach Pittsburgh, PA

    N: "Hast du meine Brille weggeräumt?"

    M: "Also ob ich deine Brille anfassen würde."

    N: "Aber sie lag direkt neben deiner."

    (Anmerkung des Autors: M hat als Wink mit der Holzhandlung zum Geburtstag eine einfache Lesebrille geschenkt bekommen.)

    M: "Dann habe ich deine anstelle von meiner Brille weggeräumt."

    N: "Mit Brille wäre das nicht passiert."

    Wir nehmen bis Wheeling die Landstrasse immer am Ohio entlang. Könnte auch bei uns am Mittelrhein sein, allerdings ist hier deutlich weniger Bebauung auch keine Burgen und wenn was herumsteht, dann ist es irgendeine Fabrik o.ä. Hier oben im Norden ragt ein kleiner Zipfel West Virginia zwischen Ohio und Pennsylvania, so dass man auf etwa 20 Meilen Strecke in Ost-West-Richtung alle drei Staaten passieren kann.

    Mitten auf unserer Spur sitzt oder läuft, allerdings, wer kann das bei der Geschwindigkeit, die Schildkröten an den Tag legen schon sagen, außer der Schnecke auf der Schildköte: „Huiii“. Aber ich schweife etwas ab. Also da ist eine Schildkröte in irgendeinem Bewegungszustand mitten auf unserer Spur. M kann sie noch halbwegs umschiffen.

    N & M: „Die muss gerettet werden.“

    Schnell rückwärtsfahren und wenden, M springt aus dem Wagen und schnappt sich die Schildkröte, bevor sie von dem herannahenden Laster überrollt werden kann. Er trägt sie über die Straße und auch über die Bahnschienen ins Grüne.

    M: (wieder im Auto) „Alles gut, sie ist in Sicherheit.“

    N: „Und wenn sie jetzt auf die Schienen läuft?“

    M: „Da kommt sie nicht hoch, die sind zu hoch für Sie.“

    N: „Was ist, wenn ihre Familie hier drüben ist, dann kommt sie nie wieder zurück.“

    M: (entsetzter Blick) „Mach mir keine Angst.“

    N: „Ich glaube Schildkröten haben keine so engen Familienbande. War da drüben denn Wasser, wo du sie abgesetzt hast?“

    M: (entsetzter Blick) „Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen und dabei dachte ich, ich hätte Sie gerettet?“

    N: „Vorm Überfahren bestimmt, aber wahrscheinlich war es ja auch eine Landschildkröte, die war ja schließlich auf der Straße unterwegs.“

    M: „ Da wo sie jetzt ist, ist Wasser ganz nah, der Ohio.“

    (Anmerkung des Autors: Das kommt dabei raus wenn sich Biologe und Tierretter unterhalten.)

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    Ab Wheeling nehmen wir dann die I-70 nach Osten und gegen Mittag nähern wir uns Pittsburgh. In einer grünen, hügeligen Gegend, in der nichts zu sehen ist außer Bäumen, fahren wir in einen Tunnel und kommen dahinter auf der Fort Pitt Bridge über den Monongahela River raus und haben so ganz plötzlich die komplette Skyline von Pittsburgh vor uns. Das nennen wir mal eine dramatische Ankunft.

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    Unser erstes Ziel ist die Cathedral of Learning der Universität von Pittsburgh, genauer gesagt, die Nationality Rooms.

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    Cathedral of Learning

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    Haupthalle

    Für $ 4 pro Menschennase, Bären dürfen sich kostenfrei weiterbilden, bekommen N & M einen Audioguide und einen Schlüssel für die Räume im Erdgeschoss.

    Jeder der insgesamt etwa 30 Räume auf zwei Etagen repäsentiert die Kultur (vor 1787, der Gründung der Universität von Pittsburgh) verschiedener ethnischer Gruppen, die sich in Allegheny County ansiedelten. Die Erstellung wurde von diesen Gruppen und den entsprechenden Regierungen unterstützt. N ist ganz begeistert von den ganzen verschiedenen Räumen und der Vorstellung, dass hier tatsächlich Seminare und Vorlesungen abgehalten werden.

    (Anmerkung des Autors: Das teilt sie uns leider in jedem der ca. 30 Räume mit.)

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    Deutschland

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    Irland

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    Rumänien

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    China

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    Griechenland

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    Schottland

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    Frankreich

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    England

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    Syrien/Libanon

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    Tschechoslowakei

    M: „Wenn das meine Uni wäre, wäre ich verdammt stolz darauf.“

    Die Räume in der 3. Etage sind ohne Schlüssel zugänglich, aber nicht mit einem gemischten Landesthema eingerichtet, sondern mit einem tatsächlichen Raum aus dem Land z. B. einer kleinen einfachen Kirche aus Wales. Groß Britannien ist hier übrigens mit 3 einzelnen Räumen für Wales, Schottland und England vertreten. England hat den größten aller Räume mit Originalteilen, des im 2. Weltkrieg beschädigten House of Commons.

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    Wales

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    Afrika

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    Indien

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    Schweiz

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    Armenien

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    Japan

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    Österreich

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    Türkei

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    Israel

    Die Erklärbärin vom Band, die hier in den Räumen der 3. Etage installiert ist, kriegt sich gar nicht mehr ein und quasselt empfunden mindestens eine halbe Stunde über jedes Detail im Raum. Das ist sogar N zu viel und das will schon was heißen. Wir verlassen die Räume immer, bevor sie fertig ist. M schaltet sie gnadenlos am Türschalter wieder aus. In der unteren Etage hat sie sich deutlich kürzer gefasst, manchmal ist weniger wirklich mehr.

    Frei nach Goethe oder wer auch immer es sagte: Ich hatte keine Zeit, dir einen kurzen Brief zu schreiben, so schrieb ich einen langen.

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    Auch die Unigebäude direkt nebendran sind nett anzusehen

    Wir fahren zum Station Square, wo sich das HRC befindet und fahren von hier mit der historischen Monongahela Incline von 1870 auf den Mt. Washington, um einen Blick auf die Stadt von oben zu bekommen. Die $ 3,50 pro Person für Hin- und Rückfahrt zahlt N bar am Automaten. Mit Beleuchtung sieht das bestimmt auch toll von hier oben aus, allerdings müssten wir dann mindestens bis 9 Uhr heute Abend hier stehen. Also wird das wohl eher nichts.

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    Aussicht vom Mt. Washington über den Monongahela River

    N hatte gelesen, dass die Fahrt mit dem T-Train im Golden Triangle also Downtown Pittsburgh, wo alle drei Flüsse zusammentreffen, kostenlos sei. Das stimmt auch soweit, nur gilt dies erst ab der nächsten Station auf der anderen Seite des Monongahela River klärt uns der Ticketverkäufer auf. Na denn, N & M zahlen die $ 2,50 pro Mensch und bekommen keine Tickets. Der Herr weiß ja, dass sie bezahlt haben oder so ähnlich funktioniert das System.

    N: „Dann machen wir eben für $ 2,50 Sightseeing“

    (Anmerkung des Autors: Sprach‘s und der Zug verschwindet im Untergrund. Soweit zum Sightseeing.)

    An der Haltestelle North Side steigen wir aus und laufen zur Allegheny Landing, um auch von hier aus die Skyline anzusehen.

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    Blick über den Allegheny River

    Eigentlich hatte N eine geführte Tour für das Handy heruntergeladen, aber sie hat weder WLAN noch Akku, na toll, fällt also aus. Wir laufen stattdessen auf eigene Faust los über die 6th Street Bridge wieder ins Golden Triangle. Hier findet heute ein Radrennen zu irgendeinem guten Zweck statt.

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    Der Market Square ist nach europäischem Vorbild neu gestaltet sagt die Stadtbroschüre, netter Versuch aber noch nicht optimal. Straßencafe Flair klappt nicht recht, wenn man nur Kettenrestaurants hier ansiedelt. M möchte gerne einen Puck von den Pittsburgh Penguins aber hier wird der Sonntag anscheinend auch sehr ernst genommen, sehr viele Läden haben geschlossen. Das war auch schon letzten Sonntag in Chicago aufgefallen. Hm, wie war das denn sonst? Oder haben wir in der Vergangenheit darauf einfach nicht geachtet?

    M: „Dann gehen wir eben doch in das Western Pennsylvania Sports Museum im Heinz History Center.“

    (Anmerkung des Autors: Das war die Alternative zum Stadtrundgang.)

    N: „Das wird wohl nichts, die machen um 17 Uhr zu."

    Pittsburgh kann nicht nur Stahl sondern auch Ketchup.

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    Wir überqueren den Monongahela River über die Smithfield Street Bridge Richtung Station Square.

    N: „Ich glaub das da vor dem Springbrunnen am HRC ist keine Kunst, sondern eine Bessemerbirne.“

    M, S & T: „???“

    (Anmerkung der Autors: Inspektion der angebrachten Schilder bestätigt: Sie hat Recht. Ein Kind des Ruhrgebiets halt.)

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    Um in den Genuss der 4 für 3 Shirts Aktion im HRC zu kommen, meldet sich N auch als Mitglied an, kostet ja nichts.

    Fazit Pittsburgh: Liegt einfach Klasse am Zusammenfluss von Allegheny und Monongahela River und hat uns sehr gefreut, dich kennenzulernen. Die vielen Museen von History, Science bis Kunst (hier gibt es auch Monet Seerosen) reizen N, nochmal herzukommen…und so ein Skyline Bild bei Nacht wäre auch ganz schön…

    Wir fahren weiter nach Cranberry Township ca. 20 Meilen nördlich von Pittsburgh, schon mal in die richtige Richtung für morgen. Heute sind wir in Home2Suites, offenbar eine neuere Kette Das Zimmer ist ziemlich modern in poppigen Farben eingerichtet und hat eine fast vollständig ausgestattete Küche.

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    Ungefragt kommentiert M, dass ihm dieses Zimmer extrem gut gefällt, das will was heißen und das Ganze für nur $ 87 (MVP inkl Steuern).

    N hat gestern in der Samstagszeitung einen Coupon für das Longhorn Steakhouse entdeckt (das haben wir in guter Erinnerung) und den wollen wir heute einlösen, denn auf der anderen Seite der Hauptstraße ist ein ebensolches. Dummerweise fängt es genau als wir los wollen sehr heftig an zu schütten. Da hat uns wohl die Kaltfront, die vom Weather Channel angekündigt war, tatsächlich erreicht. Wir warten auf der Veranda und nach einer Weile hört es glücklicherweise auf.

    An der Hauptstraße stehen wir dann wieder und es will und will nicht grün werden.

    N: „Hast du eigentlich für Grün gedrückt?“

    N & M essen zwei butterweiche Flat Iron Steaks mit Salat und Kartoffeln und sind danach ziemlich satt. Kann auch an den zwei Portionen Brot liegen, die Sie auch noch verputzt haben.

    Nachtisch schaffen wir nicht, aber da es schon wieder schüttet, teilen sich N & M eine große Margarita. Ist ja auch so was wie Nachtisch.

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    Home2Suites Cranberry Township, 31 °C, 178 miles
     
    Mrs. Underhill, gutesA und Lonici gefällt das.

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