Wie rechts sind die Schweizer?

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#1
Ihr habt vermutlich auch von der Volksabstimmung in der Schweiz gehört: 57,5% derjenigen, die abgestimmt haben, haben sich gegen Minarette an Moscheen in der Schweiz ausgesprochen: http://www.tagesschau.de/ausland/schweiz144.html

Wie seht ihr das? Findet ihr das OK? Würdet ihr sowas hier auch wollen? Ist das eine Beleidigung des Islam? Was glaubt ihr, was das für Folgen für die Schweiz haben wird?
 

Florian B.

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#2
Daran zeigt sich mal wieder, dass die Schweizer eine etwas verkorkste Einstellung zu allem haben, was um sie herum stattfindet.

Rechts würde ich das nicht nennen.
 
#3
Daran zeigt sich mal wieder, dass die Schweizer eine etwas verkorkste Einstellung zu allem haben, was um sie herum stattfindet.
Das hat mit verkorkster Einstellung nichts zu tun, aber wer in der Schweiz leben will, sollte sich auch an die Bräuche und Sitten unseres Landes halten. Ansonsten kann er in seinem Land bleiben! Wir haben bereits 3 Landeskirchen und das reicht. Jeder kann frei seinem Glauben nachgehen, dagegen hat niemand etwas, aber Minarette brauchen wir in unserem Land nicht. Ich habe auch schon im Ausland gelebt und mich aus Höflichkeit und Respekt der dortigen Situation angepasst. Das erwarte ich von den hier lebenden Ausländern auch.

:001:
 

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#4
Sagt wer? Der Artikel 15 der Schweizerischen Verfassung garnatiert Religionsfreiheit - da ist das nicht auf 3 Kirchen festgelegt.

Wobei ja auch keine Moscheen sondern nur deren Minarette verboten wurden - was dem entsprechen würde, das man Kirchen nur ohne Glockentürme genehmigen würde. Was für einen Sinn macht das?
 

TiPi

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#5
Gut das DU dieses Thema eingestellt hast :009:
Mit "Rechts" hat das m. M. überhaupt nichts zu tun. :0082:
Wenn ich mich entschließe in einem fremden Land zu Leben, paß ich mich den dortigen Gewohnheiten an. Meine Religion kann ich doch trotzdem ausüben, ob nun mit Minarett, oder ohne.
Was glaubst Du wie die Abstimmung in Deutschland ausgefallen wäre :009: Da kämst Du mit 57,5 % ganz sicher nicht hin. :mrgreen:
 

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#6
Sicher muss man das nicht rechts nennen - man kann es auch konservativ, intolerant oder ewig gestrig nennen.
Ich finde es schon völlig hirnrissig über sowas abzustimmen - sowas gehört in eine örtliche Bauvorschrift, nicht in eine nationale Volksabstimmung :vogel:
Ich wette, der Großteil der Leute die abgestimmt haben, die haben überhaupt nicht verstanden das sie nur gegen eine bauliche Maßnahme an einer Moschee und nicht gegen den Islam in der Schweiz gestimmt haben. Aber nach außen kommt es genau so rüber: Die Schweizer wollen keinen Islam bzw. dessen Ausübung in ihrem Land... :0092:

Ich möchte mal das Geschrei hier oder in der Schweiz hören wenn islamische Länder ab sofort den Bau christlicher Kirchen verbieten würden :mrgreen:. Da werden die Moslems immer als mittelalterlich hingestellt (teilweise durchaus zu Recht bei Ländern in denen die Scharia praktiziert wird) und dann strengt sich ein westliches, angeblich aufgeklärtes Land an zu zeigen, dass es hier bei uns nicht einen Deut weiter her ist mit der Toleranz.

In unserem Lande ist eine derartige Abstimmung Gott sei Dank gar nicht möglich. Basisdemokratie ist ja schön und gut, aber leider eben auch besonders leicht manipulierbar. Erleben wir gerade hier in Hamburg, wo eine Volksabstimmung zum neuen Schulgesetz von ein paar gut betuchten, ewig gestrigen durchgesetzt wurde, die alles schön so behalten will wie bisher immer war. Dabei wird komplett ignoriert das die meisten Änderungen genau in die Richtung gehen, die so viele Länder auf dem Bildungssektor (Stichwort Pisa) an uns haben vorbeiziehen lassen. Die wollen lieber die Zweiklassen-Gesellschaft in Bezug auf Bildung bei uns beibehalten, weil sie sich dabei sowieso oben befinden.
 

Caloosa

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#10
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Abstimmung keinerlei Tendenz über eine politische Richtung verdeutlicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei einer derartigen Befragung in der Bundesrepublik ein ähnliches Ergebnis erzielt werden würde.

Nun aber doch zum eigentlichen Ergebnis. Minarette werden von einem Großteil der Bevölkerung nicht gewünscht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Natürlich kann man das mit dem Neubau christlicher Kirchen ohne Kirchturm vergleichen. Allerdings wird ja hier nicht der Bau von Gebetsräumen anderer als der etablierten Glaubensrichtungen verhindert, sondern lediglich deren äußere Gestaltung. Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt ist doch aber viel wichtiger. Eine klare Mehrheit hat ihre Meinung manifestiert. Sicherlich ist es sehr einfach, hier laut aufzuschreien und wie du, lieber Jochen, von einer evtl. Manipulation der öffentlichen Meinung zu reden. Ist das nicht aber etwas einfach? Fakt ist doch nunmal, dass sich knapp 60 % der abgegebenen Stimmen eindeutig geäußert haben. Bei einigen Stimmen mag es hier zu einer Manipulation gekommen sein. Bei einem Ergebnis von knapp 60 % sehe ich allerdings eine breite Mehrheit, die sich gegen Minarette ausgesprochen hat. Und das sollte man würdigen und beachten.

Ich finde es aber ansatzweise doch etwas vermessen, im guten Glauben zu denken, dass 57,5 % so leicht manipulierbar und somit einem beweisen, dass sie eigentlich zu doof sind, an Abstimmungen teilzunehmen bzw. nicht in der Lage waren, sich eine eigene Meinung zu bilden. Nicht alle Ergebnisse einer Abstimmung passen in unser persönliches Lebensbild. Damit hat man aber umzugehen und es auch zu aktzeptieren. Wenn einem persönlich dieses Abstimmungsergebnis nicht paßt, dann muss man sich halt in seiner eigenen Freizeit um Aufklärung der "Mehrheit" kümmern und sehr viel Zeit investieren. Ob es hilft, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ich persönlich finde dieses Ergebnis nicht so dramatisch, wie es momentan in der Presse ausgeschlachtet wird. Hier geht es schließlich nicht um eine Einschränkung der Religionsfreiheit und ihrer Ausübung, sondern um eine bauliche Einschränkung der äußeren Gestaltung einer Moschee. In Düsseldorf z.B. ist es noch nicht so lange her, dass protestantische Kirchen nicht in erster Reihe stehen durften, sondern auf dem Hinterhof verbannt wurden (siehe Berger Kirche und Neanderkirche). Ob ich nun in erster, zweiter oder dritte Reihe bete, schränkt mich in meinem persönlichen Leben eher weniger ein. In heutiger Zeit wäre eine derartige Bauvorschrift nicht mehr durchzusetzen, wir alle haben uns verändert und eine Entwicklung in eine andere Richtung absolviert.

Eine ansatzweise regionale Diskussion findet auch in diesem unserem Lande regelmäßig statt, wenn es um den Neubau von Moscheen geht (siehe Köln). Und da geht es nicht nur um die Frage, ob ein Minarett erlaubt sein sollte oder nicht, sondern um Größe und äußere Gestaltung des Bauwerks an sich. Das sind weitaus umfangreichere Diskussionen, die dann stattfinden. Hat es hierzu einen bundesweiten Aufschrei gegeben? Nein - hat es nicht. Weil es politisch nicht erwünscht ist und sich die Presse wohl aus diesem Grund auch gerne zurückhält. Ich persönlich habe allerdings oft den Eindruck, dass hier bei uns gerne nach dem Motto "Das nicht sein kann, was nicht sein darf" verfahren wird. Manchmal scheint es doch ganz interessant zu sein, Volkes Stimme und Meinung in Zahlen mitzubekommen und sich nicht abgehoben nur mit den höheren Weihen der Politik zu beschäftigen, ohne dass einen Wählers Meinung kümmert.
 

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#12
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Abstimmung keinerlei Tendenz über eine politische Richtung verdeutlicht.
Du weißt aber schon, dass die Abstimmung von Rechtsparteien initiiert wurde und die Entscheidung fast ausschließlich von Rechtsparteien in ganz Europa bejubelt wird?

Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei einer derartigen Befragung in der Bundesrepublik ein ähnliches Ergebnis erzielt werden würde.

Nun aber doch zum eigentlichen Ergebnis. Minarette werden von einem Großteil der Bevölkerung nicht gewünscht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Natürlich kann man das mit dem Neubau christlicher Kirchen ohne Kirchturm vergleichen. Allerdings wird ja hier nicht der Bau von Gebetsräumen anderer als der etablierten Glaubensrichtungen verhindert, sondern lediglich deren äußere Gestaltung.
Nichts anderes habe ich geschrieben.

Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt ist doch aber viel wichtiger. Eine klare Mehrheit hat ihre Meinung manifestiert. Sicherlich ist es sehr einfach, hier laut aufzuschreien und wie du, lieber Jochen, von einer evtl. Manipulation der öffentlichen Meinung zu reden. Ist das nicht aber etwas einfach? Fakt ist doch nunmal, dass sich knapp 60 % der abgegebenen Stimmen eindeutig geäußert haben. Bei einigen Stimmen mag es hier zu einer Manipulation gekommen sein. Bei einem Ergebnis von knapp 60 % sehe ich allerdings eine breite Mehrheit, die sich gegen Minarette ausgesprochen hat. Und das sollte man würdigen und beachten.

Ich finde es aber ansatzweise doch etwas vermessen, im guten Glauben zu denken, dass 57,5 % so leicht manipulierbar und somit einem beweisen, dass sie eigentlich zu doof sind, an Abstimmungen teilzunehmen bzw. nicht in der Lage waren, sich eine eigene Meinung zu bilden. Nicht alle Ergebnisse einer Abstimmung passen in unser persönliches Lebensbild. Damit hat man aber umzugehen und es auch zu aktzeptieren. Wenn einem persönlich dieses Abstimmungsergebnis nicht paßt, dann muss man sich halt in seiner eigenen Freizeit um Aufklärung der "Mehrheit" kümmern und sehr viel Zeit investieren. Ob es hilft, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Ich persönlich finde dieses Ergebnis nicht so dramatisch, wie es momentan in der Presse ausgeschlachtet wird. Hier geht es schließlich nicht um eine Einschränkung der Religionsfreiheit und ihrer Ausübung, sondern um eine bauliche Einschränkung der äußeren Gestaltung einer Moschee. In Düsseldorf z.B. ist es noch nicht so lange her, dass protestantische Kirchen nicht in erster Reihe stehen durften, sondern auf dem Hinterhof verbannt wurden (siehe Berger Kirche und Neanderkirche). Ob ich nun in erster, zweiter oder dritte Reihe bete, schränkt mich in meinem persönlichen Leben eher weniger ein. In heutiger Zeit wäre eine derartige Bauvorschrift nicht mehr durchzusetzen, wir alle haben uns verändert und eine Entwicklung in eine andere Richtung absolviert.

Eine ansatzweise regionale Diskussion findet auch in diesem unserem Lande regelmäßig statt, wenn es um den Neubau von Moscheen geht (siehe Köln). Und da geht es nicht nur um die Frage, ob ein Minarett erlaubt sein sollte oder nicht, sondern um Größe und äußere Gestaltung des Bauwerks an sich. Das sind weitaus umfangreichere Diskussionen, die dann stattfinden. Hat es hierzu einen bundesweiten Aufschrei gegeben? Nein - hat es nicht. Weil es politisch nicht erwünscht ist und sich die Presse wohl aus diesem Grund auch gerne zurückhält. Ich persönlich habe allerdings oft den Eindruck, dass hier bei uns gerne nach dem Motto "Das nicht sein kann, was nicht sein darf" verfahren wird. Manchmal scheint es doch ganz interessant zu sein, Volkes Stimme und Meinung in Zahlen mitzubekommen und sich nicht abgehoben nur mit den höheren Weihen der Politik zu beschäftigen, ohne dass einen Wählers Meinung kümmert.
Zum letzten zuerst: Zu dem Thema der Moschee gab es eine große Anzahl von Artikeln und Fernsehberichten- vielleicht wurde damit auch nur unaufgeregter umgegangen?

Was das Thema Beeinflussung einer Abstimmung angeht: Zum einen haben nicht 57,5% der Stimmberechtigten 5 Millionen Bürger für das Verbot gestimmt sondern bei einer Wahlbeteiligung von lediglich 54% - das ergibt gerade einmal 31% der Wahlberechtigten. Ich würde bei solchen Abstimmungen kein Verhältniswahlrecht sondern nur absolute Mehrheiten zulassen, damit sich nicht - wie hier - interessierte Minderheiten durchsetzen.

Die Aussage, das sich solche Abstimmungen nicht manipulieren lassen zeugen von einer gewissen Blauäugigkeit - wenn dem so wäre, dann wäre jeglicher Wahlkampf, jeder Berater dabei, jeder Psychologe und jeder Medienprofi in dem Bereich überflüssig bzw. arbeitslos. Gerade bei einem so emotionsbehafteten Thema wie Religion (was per se ja schon nicht über den Verstand zu erfassen ist - es heißt ja nicht umsonst "Glaube") wäre es schon beinahe lächerlich zu übersehen wie dort mit Manipulation und Beeinflussung gearbeitet wird. Für mich als Atheisten könnte ich sogar sagen: Religion bzw. Glaube ist ausschließlich Manipulation und Beeinflussung.

Aber selbst wenn wir die Religion mal weglassen würden: Was glaubst Du wohl, wie eine Volksabstimmung zur Wiedereinführung der Todesstrafe in zwei verschiedenen Fällen abluafen würde: Einmal möglichst kurz nach einem Kindermord mit sexuellem Missbrauch und einmal direkt nach einem Rachemord des Vaters des betroffenen Kindes aus Fall 1?

Wenn Du mir wirklich erzählen willst das Du glaubst, dass in beiden Fällen Volkes Meinung nur streng nach sachlichen Gesichtspunkten, wohl abgewägt und ohne Beeinflussung durch das Geschehene das urteil fällen würde, dann würde ich Dir schon eine gewissen Blauäugigkeit unterstellen.

Dramatisch finde ich das Ergebnis auch ganz und gar nicht - ich finde es nur persönlich selten dämlich und frage mich, ab alle die da abgestimmt haben auch gerne mit den möglichen Konsquenzen leben möchten. Schließlich kebt es sich in der Schweiz nicht zuletzt auch durch die Aber-Milliarden aus moslemischen Ländern im heimischen FGinanzmarkt nicht schlecht :009:
 

Caloosa

Well-Known Member
#13
Du weißt aber schon, dass die Abstimmung von Rechtsparteien initiiert wurde und die Entscheidung fast ausschließlich von Rechtsparteien in ganz Europa bejubelt wird?
Ja und? Trauen sich die anderen nicht? Ich kenne etliche Menschen aus der Mitte, die diesem Ergebnis ebenfalls zustimmen. Leider tun sie das nur still und heimlich und nicht laut in der Öffentlichkeit.



Was das Thema Beeinflussung einer Abstimmung angeht: Zum einen haben nicht 57,5% der Stimmberechtigten 5 Millionen Bürger für das Verbot gestimmt sondern bei einer Wahlbeteiligung von lediglich 54% - das ergibt gerade einmal 31% der Wahlberechtigten. Ich würde bei solchen Abstimmungen kein Verhältniswahlrecht sondern nur absolute Mehrheiten zulassen, damit sich nicht - wie hier - interessierte Minderheiten durchsetzen.
Bei den Bundestagswahlen warst du nicht so rechnerisch...:035: Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man lieber absolute Prozentzahlen verwendet, aber das ist ein anderes Thema. Fakt ist doch nun mal, dass von denen, die meinten, ihre Stimme sei wichtig, 57,5 % entschieden haben. Und das ist schon eine ganze Menge. Warum sind die poltisch korrekten Leute nicht zur Abstimmung gegangen? War es Bequemlichkeit und Desinteresse?



Die Aussage, das sich solche Abstimmungen nicht manipulieren lassen zeugen von einer gewissen Blauäugigkeit - wenn dem so wäre, dann wäre jeglicher Wahlkampf, jeder Berater dabei, jeder Psychologe und jeder Medienprofi in dem Bereich überflüssig bzw. arbeitslos. Gerade bei einem so emotionsbehafteten Thema wie Religion (was per se ja schon nicht über den Verstand zu erfassen ist - es heißt ja nicht umsonst "Glaube") wäre es schon beinahe lächerlich zu übersehen wie dort mit Manipulation und Beeinflussung gearbeitet wird. Für mich als Atheisten könnte ich sogar sagen: Religion bzw. Glaube ist ausschließlich Manipulation und Beeinflussung.
Ich habe nicht behauptet, dass es keine Manipulation gegeben hat. Ich behaupte aber nach wie vor, dass bei dieser absoluten Zahl es vermessen ist, bei allen von Manipulation auszugehen. Ich bin blauäugig, aber nicht blauäugig. Man sollte schon die Stimmen dieser Menschen gelten lassen, ohne ihnen gleich zu unterstellen, dass sie einfach nur doof sind und sich alle manipulieren ließen.
 

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#14
Ja und? Trauen sich die anderen nicht? Ich kenne etliche Menschen aus der Mitte, die diesem Ergebnis ebenfalls zustimmen. Leider tun sie das nur still und heimlich und nicht laut in der Öffentlichkeit.

Bei den Bundestagswahlen warst du nicht so rechnerisch...:035: Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man lieber absolute Prozentzahlen verwendet, aber das ist ein anderes Thema. Fakt ist doch nun mal, dass von denen, die meinten, ihre Stimme sei wichtig, 57,5 % entschieden haben. Und das ist schon eine ganze Menge. Warum sind die poltisch korrekten Leute nicht zur Abstimmung gegangen? War es Bequemlichkeit und Desinteresse?

Ich habe nicht behauptet, dass es keine Manipulation gegeben hat. Ich behaupte aber nach wie vor, dass bei dieser absoluten Zahl es vermessen ist, bei allen von Manipulation auszugehen. Ich bin blauäugig, aber nicht blauäugig. Man sollte schon die Stimmen dieser Menschen gelten lassen, ohne ihnen gleich zu unterstellen, dass sie einfach nur doof sind und sich alle manipulieren ließen.
Vielleicht solltest Du meine Antworten einfach mal so nehmen wie ich sie geschrieben habe und nicht immer etwas hinein interpretieren was da gar nicht steht.... Einfach nur lesen, da steht schon was ich meine :0141:

Wo habe ich geschrieben das sich alle haben manipulieren lassen? Habe nur geschrieben das Manipulation möglich ist?

Was die Bundestagswahlen betrifft: Das habe ich schon x-Mal geschrieben, speziell im Zusammenhang mit Wahlkampfkosten-Erstattung und Anzahl der Mandate, das da absolute Zahlen besser und ehrlicher wären.

Ich kene auch einige menschen die so denken und für sich in Anspruch nehmen zur politischen Mitte zu gehören - tun das nicht eigentlich (bis auf "Die Linke") nicht alle? :035:
 

rswfan

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#15
Ein wenig Einstellung bei dieser Abstimmung der Schweizer würde ich mir hier in Deutschland auch wünschen. Das Thema hier ist sehr heikel und kann auch nach hinten losgehen - daher habe ich meine Meinung sehr knapp gehalten :grin:
 

Caloosa

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#16
Vielleicht solltest Du meine Antworten einfach mal so nehmen wie ich sie geschrieben habe und nicht immer etwas hinein interpretieren was da gar nicht steht.... Einfach nur lesen, da steht schon was ich meine :0141:
Das nehme ich gerne an und denke doch mal, daran sollten wir uns auch beide halten, oder nicht? :022:

Ansonsten, und damit beschließe ich das Thema für mich hier, amüsiere ich mich doch etwas über viele Kommentare, nicht nur die deinen. Richtungspolitisch befindest du dich doch eher bei den Befürwortern von Basisdemokratie, oder nicht? SPD und Grüne denken ja nicht erst seit gestern darüber nach, diese Möglichkeit auch in der Bundesrepublik zu schaffen. Nicht nur hier und nicht nur bei dir kommt es bei mir zu dem Eindruck - auch wenn ich hier jetzt diesbezüglich zum letzten Mal interpretiere, dich damit aber nicht (nur) persönlich meine -, dass die Befürworter von Volksabstimmungen und Basisdemokratie auch nur so lange dafür sind, wie ihnen das Ergebnis passt, was im Fall der Minarette ja nicht der Fall ist...:lach:
 
#17
Was mich dabei ärgert, ist die Tatsache, dass da offensichtlich davon ausgegangen wird, dass es keine Schweizer gibt, die Moslems sind.
Die Aussage "Die sollen dann in ihrem Land bleiben" finde ich dabei (egal ob von Schweizer Politikern oder Usern hier) schon seltsam.

Mag ja sein, dass es im Wesentlichen "Zugewanderte" sind, aber ich finde auch, dass man sich nicht über die Behandlung von Christen in nichtchristlichen Ländern aufregen darf, wenn man in eigenen Land so (naja mindestens) intolerant ist.

Von einem Land, dass "fremdem" Kapital ja nicht abgeneigt ist, erwarte ich mehr Toleranz auch gegenüber "fremder" Kultur.

Ich glaube, die Christen fänden es auch nicht lustig, wenn plötzlich alle Kirchen nur noch ohne Kirchtürme "geduldet" wären.

lg pauline
 

D-MAN

Well-Known Member
#18
Ja und? Trauen sich die anderen nicht? Ich kenne etliche Menschen aus der Mitte, die diesem Ergebnis ebenfalls zustimmen. Leider tun sie das nur still und heimlich und nicht laut in der Öffentlichkeit.

Das kannst Du doch hier im Forum selbst beobachten.
Wir haben hier schon einig male ähnliche Themen gehabt, bei denen der (die) Verfasser ihrer, zugegebenermaßen nicht linker, Meinung recht hart angegangen wurden und mehr oder weniger als Rechte(Nazis) oder ähnliches beschimpft wurden. Allerdings bin ich jetzt zu faul, mir einen Beitrag aus den Threads rauszusuchen. Bevor man seine Meinung vertritt und dann verbale Prügel einsteckt, hält man halt die Klappe,:011:
 

admin

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#19
Richtungspolitisch befindest du dich doch eher bei den Befürwortern von Basisdemokratie, oder nicht?
Was bundespolitische Detailentscheidungen angeht eindeutig "oder nicht" :mrgreen: - nämlich ganz und gar nicht. Tendenzen, Richtungen, Vorgaben für Politiker - jederzeit, wenn auch mit Bauchschmerzen. Detaillerte Entscheidungen ohne Fach- und Sachkenntnis nur aus dem bauch, informationsgesteuert von Interessengruppen? Bloß nicht [-x

Zeig mir ein Land oder eine Kultur (die nicht daran untergegangen ist) wo das funktioniert....

... und mir persönlich ist die Schweizer Entscheidung herzlich egal - ich muss weder da noch mit ihr leben. Mich persönlich würde Gesang vom Minarett nicht mehr stören als morgendliches Glockengebimmel - und was wer glaubt ist mir persönlich vollkommen schnurz solange er mich damit in Ruhe lässt. Wobei ich in meinem Leben in dieser Richtung bisher nur von sogenannten Christen, egal welcher Konfession oder Ausrichtung belästigt worden bin, ein Moslem hat noch nie versucht mich zu bekehren. ich glaube auch, bei denen gibt es sowas wie Missionare gar nicht :065:

Das es bei diesem Thema hier sehr widersprüchliche Meinungen und auch eine ganze Menge Zustimmung zu dem "Schweizer Modell" geben würde war mir schon klar als ich das hier einstellte.... :009: :mrgreen:
 
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