Air Berlin: Von Verlusten bis zur Insolvenz

Texasranger

Well-Known Member
#1
Hallo,

hier ein Artikel zur wirtschaftlichen Lage von Air Berlin:

http://www.welt.de/wirtschaft/artic...-rutscht-noch-tiefer-in-die-roten-Zahlen.html

Dies sollte man bei seiner Buchung und insbesondere angesichts der zu leistenden Vorauszahlungen bedenken, denn bei einer Insolvenz gibt es in Deutschland in der Regel nur eine nicht nennenswerte Quote, d.h. das Geld ist meist (fast) vollständig weg.
Angesichts der Historie (Swissair, Malev, Spanair usw.) ist die Insolvenz einer Airline auch nicht nur bloße Theorie.

Gruß Texasranger
 

JürgenH

Well-Known Member
#5
Hallo,

hier ein Artikel zur wirtschaftlichen Lage von Air Berlin:

http://www.welt.de/wirtschaft/artic...-rutscht-noch-tiefer-in-die-roten-Zahlen.html

Dies sollte man bei seiner Buchung und insbesondere angesichts der zu leistenden Vorauszahlungen bedenken, denn bei einer Insolvenz gibt es in Deutschland in der Regel nur eine nicht nennenswerte Quote, d.h. das Geld ist meist (fast) vollständig weg.
Angesichts der Historie (Swissair, Malev, Spanair usw.) ist die Insolvenz einer Airline auch nicht nur bloße Theorie.

Gruß Texasranger
Sag mal, kann das sein, dass Du etwas Paranioa schiebst?

Du dürfest dann ja bei kaum einer Airline dieser Welt mehr einsteigen, denn alle haben mal hohe Verluste gemacht und machen es immer noch.
Sind sie deswegen gleich Pleite?[-x Lass mal bitte beim Thema Airlines die Kirche im Dorf.
 

Texasranger

Well-Known Member
#6
Hallo,

nein mit Paranoia hat dies nichts zu tun. Ich habe allerdings den Eindruck, dass bei einigen Themen bei einigen Mitforisten gleich ein "Beißreflex" einsetzt, wie man kürzlich bei dem Thema "Reisen mit Kindern" trefflich sehen konnte.
Ich möchte nur, dass sich alle Nutzer objektiv und umfassend informieren können, ob der ins Auge gefasste Vertragspartner ein Risiko birgt oder nicht. Das gilt für Airlines ebenso wie für Haus-, PKW- und Bootsvermieter. Der Markt bietet viele Möglichkeiten, und es gibt immer auch Anbieter, bei denen Solidität statt "Billiger Jakob" im Vordergrund steht. Ich habe in der Vergangenheit übrigens im Bekanntenkreis mehrfach erlebt, das Waren (Küchen, Polstermöbel usw.) bei alteingesessenen und als seriös bekannten Unternehmen bestellt und angezahlt wurden und plötzlich war die Pleite da und das Geld war weg.

Gruß Texasranger
 

Airwulf

Moderator
Mitarbeiter
#7
Ich finde an den 4,8 Millionen jetzt nichts ungewöhnlich, das ist ein ganz normaler Vorgang.
Ja,das ist ganz normal,bei LH war er noch ein paar Mios höher.

Schlimm ist aber,das die Eigenkapitaldecke auf ca.250 Mio geschrumpft ist,
bei einer Schuldenlast von ca.800 Mio.

Normal ist da ein Verhältnis von 1:1.

Wie auch immer,
ich hoffe,das es AB auch in Zukunft noch gibt,denn Eins ist sicher

Konkurrenz belebt das Geschäft und den Wettbewerb

Rainer
 

Capecoralfan

Well-Known Member
#8
Da stimme ich dir völlig zu. Deshalb wundert es mich auch schon eine ganze Weile dass keine Airline die (Direkt-)Verbindungen zu Flughäfen in Florida weiter ausbaut und das Feld in den letzten Jahren mehr oder weniger Air Berlin überlassen hat. Selbst CONDOR hat in der Vergangenheit die Nonstop-Verbindungen von Frankfurt nach Orlando und Miami eingestellt und hatte dafür dann Fort Lauderdale eingeführt. VG,
 

Owsi

Well-Known Member
#9
Das besagte Risiko kann man doch minimieren. Wenn ich einen Flug gebucht habe, dann sichere ich mich auch gegen Airline-Insolvenz ab - die 5 € pro Ticket ist mir das wert. Liebe die 5 € in den Wind gesetzt, als im Insolvenzfall das Geld für mein Flugticket.
 

Texasranger

Well-Known Member
#10
Hallo,

einmal wieder etwas zur aktuellen wirtschaftlichen Lage von Air Berlin aus dem Handelsblatt.

Zitat: "Während Schlecker schon Geschichte ist, hat Air Berlin den Überlebenskampf noch vor sich - und wirklich gut sieht es dabei zur Zeit nicht aus. Jetzt kann wohl nur noch der Großaktionär Etihad aus Abu Dhabi sicherstellen, dass Air Berlin durchhält bis die von Konzernchef Hartmut Mehdorn versprochenen Gewinne wiederkommen."

Vielleicht muss man sich bald nicht mehr darum sorgen, ob an Bord ein entsprechendes Entertainmentsystem vorhanden ist, sondern man muss sich sorgen, ob man seinen vorausbezahlten Ticketpreis zurückbekommt.

http://www.handelsblatt.com/unterne...nde-der-wahrheit-fuer-air-berlin/6848556.html
http://www.handelsblatt.com/meinung...ge-bleibt-ein-schlag-ins-gesicht/6849752.html

Gruß Texasranger
 
#11
"
[h=1]Auch ohne BER-Airport mehr Passagiere in Region[/h] Die Flughäfen Tegel und Schönefeld haben im Juni auch ohne die Eröffnung des neuen Airports Berlin Brandenburg einen Passagierzuwachs verzeichnet.
Die Flughäfen zählten im vergangenen Monat insgesamt 2.308.303 Passagiere, wie die Flughafengesellschaft am Freitag mitteilte. Das sind 7,3 Prozent mehr als im Juni 2011.
Ursprünglich sollte der neue Airport am 3. Juni in Betrieb gehen. Nach der Verschiebung auf März 2013 beschlossen die Fluggesellschaften, die geplanten Flugplanerweiterungen in Tegel und Schönefeld umzusetzen.
So stieg nicht nur die Zahl der Fluggäste, sondern auch die der Flugbewegungen. Wegen des erweiterten Angebots sank aber die Auslastung.
Air Berlin belagt Rückgang bei Fluggastzahlen
Die kurzfristig abgesagte Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg hat hingegen bei Air Berlin nach Unternehmensangaben zu einem Passagierrückgang geführt.

Im Juni beförderte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft rund 3,3 Millionen Fluggäste und damit fünf Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie die Fluggesellschaft am Freitag mitteilte.

Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn hatte wegen der Verschiebung des BER-Eröffnungstermins wiederholt Schadenersatz von der Betreibergesellschaft gefordert."


aus den RBB nachrichten................

ich finde das jetzt nicht wirklich schlimm und mache mich da auch nicht verrückt, zur not wird die "insolvenzversicherung" eben abgeschlossen, die 20€ hab ich dann auch noch
 

IngoFischer

Well-Known Member
#12
Heute frisch aus den Nachrichten:

AIR Berlin streicht ab Oktober jährlich 4000 Flüge ab Hamburg! Das sind gem. Hamburger Flughafen rund 500.000 Fluggäste weniger. Damit hat das nicht nur Auswirkungen auf AB, sondern auf den Flughafen und die Zulieferer.

Das läßt in Sachen AB nichts Gutes erahnen.

Gruß
Ingo
 

Texasranger

Well-Known Member
#13
Wie der WDR meldet, gilt dies auch für AB-Flüge von Köln und Münster aus.

"Wir stellen uns effizienter auf und optimieren fortlaufend unser Angebot", begründete Vertriebschef Paul Gregorowitsch am Dienstag (10.07.2012) in Berlin die Pläne.

Im WK II nannte man das wohl "Frontbegradigung". Diese endete dann an der Elbe ...:mrgreen:

Gruß Texasranger
 

Casey

Well-Known Member
#14
Wie der WDR meldet, gilt dies auch für AB-Flüge von Köln und Münster aus.

"Wir stellen uns effizienter auf und optimieren fortlaufend unser Angebot", begründete Vertriebschef Paul Gregorowitsch am Dienstag (10.07.2012) in Berlin die Pläne.

Im WK II nannte man das wohl "Frontbegradigung". Diese endete dann an der Elbe ...:mrgreen:

Gruß Texasranger
Das ist doch der aus Harry Potter, oder ? :003:

Bin mal gespannt was für Strecken komplett aus dem Programm rausfallen.
Noch weniger Flüge nach FL ? :moritz:
 

IngoFischer

Well-Known Member
#15
Das ist doch der aus Harry Potter, oder ? :003:

Bin mal gespannt was für Strecken komplett aus dem Programm rausfallen.
Noch weniger Flüge nach FL ? :moritz:
Für Hamburg (gem. NDR) sind europäische Flüge wie z.B. die Verbindung nach Barcelona betroffen. Die fällt z.B. ganz weg.

Überseeflüge starten nach m.K. nur von MUC, DUS und TXL / BER. Vielleicht hat dazu jemand noch ´ne Info.
 

Texasranger

Well-Known Member
#16
Wahrscheinlich braucht AB bald auch einen Zauberer. Die Eigenkapitalquote von AB liegt nämlich nur noch bei 11%!
Bei einer geringen Eigenkapitalquote steigt das Insolvenzrisiko des Unternehmens. Ein höher Anteil an Eigenkapital dient als Sicherheitspuffer, um Verluste abzudecken und schlechte Phasen zu überstehen. In Insolvenzprognoseverfahren ist die Eigenkapitalquote daher ein wesentlicher Bestimmungsfaktor sowohl für das Insolvenzrisiko, das damit verbundene Kreditrisiko und die vom Unternehmen zu zahlenden Zinssätze. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen liegt bei rund 25%! AB hat damit inzwischen weniger als die Hälfte.

Quelle: Eigenkapitalquote – Wikipedia

Eine Insolvenzversicherung für den Ticketpreis, die in der Regel nicht in der RRV enthalten ist, ersetzt natürlich nur den Ticketpreis, nicht aber den Mehrpreis für eine neues Ticket bei einer anderen Airline und auch keine Stornokosten für andere Leistungen (Mietwagen, Hotel usw.).

Gruß Texasranger
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
J

Jochen

Guest
#17
Na ja, die Eigenkapitalquote von Großbanken liegt oft unter 2%, die von Sparkassen bei 10-12% - die gehen auch nicht gleich alle den Bach runter.....

Eine Fluglinie von der Größe Airberlins wird nicht einfach von heute auf morgen dicht gemacht - eher wird die im Krisenfall von einer anderen übernommen, schon alleine um sich die Start- und Landerechte zu sichern. Ebenso werden sicher eine ganze Reihe der Verbindungen die sie einstellen von anderen Linien übernommen werden, so das die nicht komplett für die Flughäfen wegfallen werden.
Man muss ja auch mal sehen, dass Airberlin über Jahre hinweg überproportional gewachsen ist, immer getrieben von einem extrem ehrgeizigen Joachim Hunold der sich da verwirklichen wollte und mehr als eine wirtschaftlich unvernünftige Entscheidung getroffen hat. Das rächt sich jetzt und muss korrigiert werden wenn der Laden irgendwie überleben soll - gesundschrumpfen ist eben eine der denkbaren Möglichkeiten und sicher die, die am schnellsten erst einmal eine Verbesserung der Zahlen bringt.

Und um das mal klar zu sagen, auch wenn das hier keiner hören will: Mit Flügen für 500€ nach Florida oder 100€ nach Malle verdient eine Fluglinie kein Geld, dabei setzt sie zu. Das Ganze ist eine Mischkalkulation und wenn der Anteil an Vollzahlern (meist Business-Fluggäste) und Business- und First-Class-Tickets nicht stimmt, dann kriegt die Fluglinie eben Probleme wenn sie ein reguläres Streckennetz von den großen Flughäfen unterhalten will. Und bei Business-Kunden war Airberlin bisher ganz sicher nicht die erste Wahl......
 

Traveljunkie88

Well-Known Member
#18
Das Theater gab es vor ein paar Jahren doch auch schon und wie oft hat man nicht über die Verluste von Airlines wie Condor oder Swiss diskutiert? Man darf nicht vergessen, dass die momentane wirtschaftliche Lage für ALLE Unternehmen mehr als schwierig ist, die Eigenkapitalquoten genauso sinken wie Umsatzzahlen und net income. Das grße Wirtschaftswachstum ist nun mal vorbei.
Und schaut euch an was aus "Pleitegeier" Swiss geworden ist: Bringt LH ein richtig profitables Sümmchen pro Jahr ein.
Würde mich da nicht um eine Insolvenz von AB sorgen, alleine die Strecken- und Landerechte die sich diese Airline in den letzten Jahren aufgebaut hat haben viele andere Konkurrenten nicht.
 

Gimp

Well-Known Member
#20
Heute frisch aus den Nachrichten:

AIR Berlin streicht ab Oktober jährlich 4000 Flüge ab Hamburg! Das sind gem. Hamburger Flughafen rund 500.000 Fluggäste weniger. Damit hat das nicht nur Auswirkungen auf AB, sondern auf den Flughafen und die Zulieferer.

Das läßt in Sachen AB nichts Gutes erahnen.

Gruß
Ingo

Weil AB ab HH weniger fliegt sind das nicht direkt 500.000 Paxe weniger, denn die aus der Region kommen fliegen weiterhin hier ab, ein Großteil wird mit anderen Airlines fliegen.
 
Top