Reisebericht Der Süden Islands (die Corona bedingte Südstaatenreise)

Lonici

Well-Known Member
#1
:2: dir Covid-19! :nana:

Eigentlich sollte dieser Reisebericht von unserer Reise von Atlanta nach Chattanooga, Nashville und Memphis handeln. Corona geschuldet, wurde aus dem Süden der USA der Süden Islands. Auch diese Reise mussten wir mehrfach umbuchen, aber letztendlich hat es geklappt, und wir konnten uns eine Woche lang an schönen Dingen satt sehen (und gutem Essen - eben - satt essen :009:)

Nach langer Unsicherheit, ob unser Flieger nun tatsächlich Richtig Island starten würde, dürfen wir am 17. Juli das Flugzeug boarden. Seit Betreten des Flughafens tragen wir gehorsam eine Mund-Nasen-Bedeckung, kurz Maske 1f637 genannt. Da in der Schweiz das Tragen einer Maske im ÖV Pflicht ist, gilt dies auch für die Swiss.
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ich kann meinem Koffer beim Ladevorgang zusehen
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Wir steigen in Frankfurt um, auch dort erstaunt uns die Disziplin, mit welcher die unterschiedlichen Gesichtsbedeckungen getragen werden.

Auch im Lufthansaflieger sollte die Maske, ausser beim Essen, und Trinken und im unwahrscheinlichen Fall beim Herunterfallen der Sauerstoffmaske, immer getragen werden.:022:

Wir landen um halb Zwölf nachts in Keflavik und machen uns sofort auf die Suche nach der Covid-19 Teststation. Wir hatten uns bereits online registriert und die 9000 Kronen bezahlt. Sehr freundlich und nett wird in unserer Nase gebohrt und im Hals geschabt :0096:und mit einem Merkblatt versehen dürfen wir los.

Ziemlich müde sind wir froh, dass wir uns für eine Übernachtung im Airporthotel Aurora Star entschieden haben. Es soll gleich 100 m neben dem Flughafen liegen. Wir also raus und - es bläst uns fast aus den Schuhen. Boah! Es stürmt ganz schön , und natürlich müssen wir nicht mit sondern gegen den Wind unsere Koffer, das Handgepäck und den Fotorucksack Richtung Hotel rollen, tragen, buckeln. :281:Das fängt ja gut an! Ich bin total erledigt und froh, dass ich nur noch schnell ins Bad und dann ins Bett fallen darf.

Mit dem Autovermieter habe ich vereinbart, dass er uns im Hotel abholt. Pünktlich, eine viertel Stunde zu früh, wir sind noch am Einpacken, holt uns jemand ab. Zehn Minuten halsbrecherischer Fahrt :sick: später dürfen wir unseren Hyundai Tucson in Empfang nehmen. Er weist einige Kampfspuren auf, hat schon 94000 km auf dem Tacho, was uns ganz recht ist, so müssen wir nicht so sehr Sorge zu ihm tragen. Und ab geht die wilde Fahrt. Denn ja, es stürmt immer noch heftig und der Wind beutelt unseren Wagen ziemlich.

Schatzi macht unterwegs gleich einen Smartphone Fotostopp
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und wird darin belehrt, dass man in Island besser kein Baseballcap tragen sollte. Er muss ganz schön sprinten, um es wieder einzufangen.
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Letzten Herbst haben wir die Halbinsel Snaefellsnes und den Norden bereist, jetzt besuchen wir den Süden. Das erste Zwischenziel ist Selfoss, von wo aus, wir den Gull- und den Bruarfoss besichtigen wollen.

Unterwegs erreicht uns das entlastende SMS 1f613
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Nach einigen - vielen - Zwischenstopps
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erreichen wir unser Hotel, das Bella & Apartments, ein Selfcheckinhotel, wo der Selfcheckin nicht funktioniert, weil gerade ein Hardwareupdate gemacht wurde. Gut, dass der Techniker vor Ort ist und uns hilft.

Nachdem die Koffer im Zimmer abgeladen sind, machen wir uns auf den Weg zum Bruarfoss. Es sind ca. 60 km zu fahren. Das Parken ist kostenlos. Wir nehmen die 3,5 km unter die Füsse und wandern - gegen den Wind - eine wunderschöne Strecke dem Fluss entlang zum Wasserfall. Es begegnen uns fast keine Leute, und wir geniessen den Beginn unserer Ferien in vollen Zügen.
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Vielleicht eine Stunde verbringen wir mit Fotografieren beim türkisfarbenen Bruarfoss, unterhalten uns mit einer Schweizer Familie und wandern dann - viel entspannter, da mit dem Wind - zurück zum Auto.
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Dummerweise habe ich nicht bedacht, dass es zeitlich viel besser gewesen wäre, wenn wir direkt zum Gullfoss weiter gefahren wären. Irgendwie habe ich die Karte falsch interpretiert und gemeint, wir müssten zurück nach Selfoss. Blöd, :0103:saublöd! Denn nun muss ich die Seitenhiebe (von wegen Frauen und Karten lesen) von Schatzi einstecken. Recht hat er ja, aber schweigen soll er. :556:

Also verpflegen wir uns in Selfoss bei Pylsuvagninn, einem Imbiss, der soooooo leckere Hotdogs :002:macht. Ich stehe ja total auf nordische (wir sind oft in Dänemark) Hotdogs.

Dann fahren wir nochmals 65 km zum Gullfoss. Der positive Nebeneffekt dieser erneuten Fahrt ist, dass der Gullfoss um diese Zeit praktisch ohne Touristen daher kommt. Wir sind doch tatsächlich eine halbe Stunde total alleine da!
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Zurück fahre ich, da Schatzi findet, er habe heute genug getan. Ja ja, schon gut! :sneaky:

Wir sind schon etwas geplättet, als wir im Hotel in die bequemen Betten fallen.

:001:
 

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#4
Tolle Fotos :006::001:

Steht bei uns auch auf dem Plan, evtl. nächstes Jahr.
Wie warm bzw kalt war es denn? Sieht recht frostig aus auf den Fotos

Wobei ..... Schnee und Kälte im Juli hatten wir dieses Jahr auch :0141:
Wir waren in Österreich, da gibt es auch ganz viele Wasserfälle und wir mussten auch ein paar mal mit Winterjacke und Pudelmütze rumlaufen :00355: , die Kinder waren sogar im richtigen Schnee rodeln :)

Und da kam uns die Idee für Island :D - Bislang kenne ich Island ja nur von unserem kurzen Zwischenstopp ....

Freue mich auf die Fortsetzung :006: :001:
 

Lonici

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#5
Wie warm bzw kalt war es denn? Sieht recht frostig aus auf den Fotos
Wir hatten so zwischen 10 und 16 Grad. Aber: mit Wind fühlt sich das soooooo viel kälter an. :00355: Am besten kleidet man sich in Schichten. Habe ich auch gemacht und war ständig am an- und ausziehen. :022: Aber selbst im isländischen Sommer sind Mütze und Handschuhe Pflicht, wasserdichte Sachen unumgänglich. Ich hätte früher nie gedacht, dass ich an einem solchen Klima Gefallen finden könnte - und dann verliebt man sich! <3
 

Lonici

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#6
Es ist Sonntag Morgen und wir brechen erholt auf. Da kein Frühstück im Hotel Bella inbegriffen ist, muss ich gezwungenermassen auf meinen Kaffee noch etwas warten. :0045:Dass ich aber so lange warten muss hätte ich nicht gedacht, denn in Selfoss selber hat noch gar nichts auf zu dieser, für Island unchristlichen Zeit. Dann halten wir halt bei der ersten Tankstelle. Los gehts auf der Ring Road Richtung Seljalandsfoss, unserem ersten Ziel.

Das erste Tankstellen Café hat zu, das nächste auch - wollen die mich foltern? :warte:Ich brauche einen Kaffee und was zu futtern! Erst in der Nähe von Hella wird sich meiner erbarmt! :coffee: So! Nun kann ich auch das Wetter geniessen, die Sonne scheint. Mit etwas im Magen kommen Zufriedenheitsgefühle auf! :002:

Eine halbe Stunde später erreichen wir unser erstes Ziel den Seljalandsfoss. Ärgerlich schimpfen :moritz:wir mit userem Navi, denn wir verpassen die Einfahrt zum eigentlichen Parkplatz und landen auf einem, wo das Parken für Foss Besucher nicht gestattet ist. Egal :009:, wir sind bereits ausgestiegen, haben unsere Sachen, inklusive Regenklamotten, gepackt und ich die Gummistiefel gesattelt. Wir gehen ca. eine viertel Stunde und bemerken dann den neu erstellten Parkplatz! Wir entschuldigen uns bei der Navi Lady:nokiss:, konnte sie echt noch nicht wissen. Egal, unser Schrittzähler ist dankbar.

Wow, was für ein schönes Bild bietet sich uns.
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Das Wasser fällt 61 m in die Tiefe! Leider steht die Sonne gerade über der Kante, da wird das Fotografieren tricky.
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Es sind schon einige Besucher vor Ort, und wir beeilen uns, denn es fahren ständig weitere Autos vor. Wir schiessen ein paar Bilder vor und weitere hinter dem Wasserfall.
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Es ist weniger nass, als ich es mir vorgestellt habe. Aber ich benutze meinen Kameraregenschutz zum ersten mal, für etwas habe ich die Dinger ja gekauft.

Ca. 500 m links soll sich ein weiterer Wasserfall verstecken, der Gljùfrabùi. Hinter einer Felsspalte präsentiert sich ein sehr ansehnlicher Fall.
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Ich lasse Schatzi den Vortritt und passe auf seinen Rucksack auf. Wie üblich dauert es ein Weilchen, bis er sein ‘ohne Leute’ Bild geknipst hat. Ein junges deutsches Paar bittet mich, auch auf ihre Rucksäcke aufzupassen. Klar, ich steh hier sowieso nur rum. Schatzi löst mich ab. Aber in der Zwischenzeit sind einige Familien eingetroffen, und mir ist es unmöglich ein anständiges Bild zu machen. Jeder und jede muss sich vor oder auf den grossen Stein in der Mitte der Höhle stellen. Bäh!
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Es kommen immer mehr Besucher. Hat jemand behauptet, Island sei zurzeit leer? :0103: Wir hören vor allem isländisch. Es ist Ferienzeit und auch die Isländer machen Urlaub im eigenen Land. Aha! :urlaub:

Mittlerweile ist es fast Mittag und ich gönne mir einen Kaffee und einen leckeren Muffin vom Verkaufswagen. Schatzi holt inzwischen den Wagen, ich muss nur noch einsteigen. Skogafoss wir kommen.

Beim Skogafoss angekommen, muss ich mal. Nic hastet zum Wasserfall und schafft es doch tatsächlich ein Bild ‘ohne’ zu machen! Als ich mein Stativ aufstelle, ist es für sowas zu spät. Ich gebe schnell auf! Das ist mir zu blöd.
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Wir steigen die Treppe zur Fallkante hoch, was ganz schön anstrengend ist. Die Aussicht ist okay, aber es hat auch hier viel zu viele Menschen.

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Wie mag es wohl erst an einem normalen Sommertag aussehen, wenn noch unzählige Busse mit Asiaten hier halt machen? Wir schätzen uns glücklich.

Für die nächsten zwei Nächte haben wir das Fosshotel Glacier Lagoon gebucht. In Dyrhólaey (Blick Richtung Reynisfjara Beach)
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und bei der Reynisfjara Beach legen wir noch einen kurzen Zwischenhalt ein, um uns für die nächsten Tage schon mal ein Bild zu machen. Der Parkplatz in Reynisfjara ist voll. :0092: Okay! Wir steigen trotzdem schnell aus, laufen zum schwarzen Strand und genauso schnell wieder zurück.
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Wir checken im schicken Hotel ein und reservieren fürs Abendessen einen Tisch. Schnell noch einen Backup der ersten Fotos gemacht, bevor wir uns ein unglaublich leckeres Dinner einverleiben.

frische gebackenes Brot
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Lobster Suppe für Schatzi und Sellerie-irgendwas für mich
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Wirklich jede Krone wert war mein Arctic Char.
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Der Tag ist noch nicht zu Ende, gleich gibt es mehr.
:001:
 

Lonici

Well-Known Member
#7
Wir machen uns dann auf den Weg zum Jökulsárlón und zur Diamond Beach. Unterwegs nehmen wir noch ein paar schöne Moment mit.

die Reste einer Brücke
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Wow! Ist das schön hier an der Lagune. :0096:
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Unsere Kameras laufen trotz der sinkenden Temperaturen warm.
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Wir wechseln zur Meeresseite und nehmen die ersten Eindrücke und Fotos der Diamond Beach mit.
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Da die Sonne gerade herrlich tief steht, wollen wir unser Glück noch einmal bei der Gletscher Lagune versuchen. Diesmal wählen wir einen etwas westlicheren Zugang.
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Um 22.00 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Wie wir später erfahren, war dies zu früh, denn wir verpassen einen herrlich leuchtenden Himmel, der sich in den nächsten Tagen so nicht wiederholen sollte. :0045:

Da wir das nicht wissen, fallen wir zufrieden und voller Vorfreude auf die nächsten Tage in unser bequemes Bett.
:001:
 

Lonici

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#8
Das Frühstück im Fosshotel Glacier Lagoon ist hervorragend. (ihr kennt mich ja, gut Essen ist immer ein Thema :009:) Das Hotel ist wirklich empfehlenswert.
Herrliches Wetter erwartet uns und lässt die Hoffnungen auf tolle Fotos aufkommen. Ich denke, bei den heutigen Temperaturen, mag es ein paar weitere :undweg:Eisklotz- und Gletscherfotos leiden.

Wir fahren zum Jökulsárlón. Dem frühen Morgen geschuldet sind noch nicht sehr viele Leute vor Ort, aber was nicht ist wird noch werden.
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Die schwarzen Eisblöcke sind Zeugen von Vulkanausbrüchen und den Ascheregen vergangerer Zeiten
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Also beeilen wir uns. Schatzi hat es wieder super eilig und ist plötzlich aus meinem Blickfeld verschwunden. So setze ich mich in die Morgensonne, beobachte kleine Vögelchen.
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Nic taucht wieder auf und wir wechseln zum Diamond Beach, wo die Sonne herrlich war auf den schwarzen Sand schein.
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Es ist so warm, dass ich meinen Pulli ausziehe und im T-Shirt an einen Stein gelehnt die Szenerie geniesse. :006:
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Schatzi hat ein Objektiv im Auto vergessen und geht es holen. Während ich so die Leute beobachte, bemerke ich ein Gruppe Fotoografen, die zielstrebig an mir vorbei hasten. Als ich sie auch noch Schweizerdeutsch reden höre, habe ich einen Flashback zu unserer letzten Reise mit Stefan Forster.
Das kann ja nicht sein, oder? :0096:Tatsächlich, da kommt Stefan daher, hält inne und kommt dann lachend auf mich zu. Corona zum Trotz gibt es eine Umarmung und einen freudigen Austausch. Nic gesellt sich dazu, wir schwatzen noch mehr und bekommen von Stefan ein paar Tipps, wo wir noch unbedingt hin müssen. Wie klein die Welt doch ist, durften wir schon oft erfahren. Schön!

Wir fahren also zu Stefans Geheimtipp beim Fjallsárlon und sind mutterseelenallein! Genuss pur.
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Das Wasser dieser Lagune ist milchig und eher grau statt blau
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Gewaltig ist dieser Gletscher
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Wir wollen noch zum Svinafellsjökull. Der Weg dahin führt über eine wirklich sehr schlechte Schotterstrasse mit riesigen Schlaglöchern, und wir brauchen für die 2,5 km ziemlich lange. Unser 4x4 war bei dem Strassenzustand wirklich von Vorteil. Gut, dass ein Hinweisschild zu Beginn darauf aufmerksam macht.
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Wir sind wieder fast alleine und können den Anblick des Gletschers geniessen. Wir klettern ein Stück in die Höhe und kommen so ganz nahe heran.
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Als eine laute Italiernergruppe auftaucht und an uns vorbei klettert, machen wir uns auf den Rückweg.

Den Abend lassen wir am Jökulsárlón ausklingen. Danach geniessen wir einen kleinen Snack im Hotel, wieder sehr lecker, buchen eine Tour für den morgigen Tag um Puffins zusehen und fallen erschöpft, aber sehr zufrieden ins Bett.
:001:
 

Lonici

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#9
Puffins - Papageientaucher - Lundis <3 (Heute darf zu recht gesagt werden, ich hätte einen Vogel! :dark2:)

Das ist das Thema des heutigen Tages. Gestern Abend haben wir uns für eine Tour in Cape Ingolfshöfði angemeldet. Ich hatte mir schon zu Hause vorgenommen, dass ich unbedingt diese knuddeligen Vögel vor die Kamera bekommen will. :banana:

Da ich leider nur über ein 70 - 200 mm Objektiv verfüge, Nic kann da auf ein 400er zurück greifen, stelle ich meine Kamera auf APS-C ein, das sollte mir doch ca. 1/3 mehr Brennweite bringen. Mal schauen, ob sich das lohnt. :0025:

Wir frühstücken wieder ausgiebig, packen danach unsere Siebensache, denn später fahren wir nach Höfn, und machen uns dann auf den Weg nach Ingólfshöfði. Die Tour beginnt um 10:15 Uhr. Wir werden vom Besitzer Einar Rúnar Sigurðsson sehr nett begrüsst. Es sind einige Isländer mit von der Partie und somit bekommen wir ganz viel Isländisch zu hören. Natürlich wird alles Wissenswertes von Einar auch in Englisch erklärt.

Mit einem Traktor werden wir übers Watt gefahren. Die Sonne lacht vom Himmel, doch der Wind bläst uns ganz schön um die Ohren, und ich bin froh, meine Mütze dabei zu haben.
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Aussicht vom Kap
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Beim Cap angekommen, steigen wir aus und erklimmen einen ziemlich steilen schwarzen Sandhügel. Einar erklärt uns, wie wir uns vor den Scheinangriffen der Raubmöwen schützen können. Skuas sind Bodenbrüter und wir müssen aufpassen, dass wir nicht über die Küken stolpern.
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gut getarnt
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Auf der Klippe angekommen dürfen wir in Ruhe den Anblick der tolpatschigen Puffins geniessen. Es ist heute sehr windig. Sie brauchen immer mehrere Landeversuche, um ihre Bruthöhlen zu erreichen. Das sieht zu komisch aus. Wir können uns alle kaum losreissen und hören Einar gerne zu, der uns ganz viele Infos zu den Lundis gibt.

Vorischt: Überdosis Papageientaucher :009:
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sie haben was Melancholisches
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Die Skuas vergreifen sich gerne an Puffins und deren Gelege
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Leider ist irgendwann die Zeit um und wir fahren zurück. War wirklich ein tolles Erlebnis.

Es ist kurz nach Mittag und wir genehmigen uns einen kleinen Snack im Cafe Vatnajökull. Der hausgemachte Kuchen Hjónabandssaela ist zum Dahinschmelzen und dazu gibt es Kaffee, wie immer in Island, all you can drink.
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Lonici

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#12
Ein weiterer Halt beim Diamond Beach verzögert unsere Abfahrt Richtung Höfn ein bisschen. :dont:
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Dann aber gehts los. Ein weiteres Highlight unserer Reise erwartet uns - Stokksnes und das Vestrahorn. Wir haben ein Zimmer im Viking Guesthouse gebucht, damit wir nicht weit haben. Das Zimmer ist toll, gross und geräumig und wohl erst kürzlich renoviert worden. Wir haben eine kleine Terrasse, die gerade erst fertig geworden zu sein scheint, denn die Arbeitsutensilien liegen noch vor Ort. Wir fühlen uns ausserordentlich wohl. :007:
Schnell, schnell, vielleicht verziehen sich die Wolken noch und wir bekommen das Vestrahorn ganz zu sehen. Das will aber nicht so werden heute. Trotzdem verbringen wir viel Zeit in dieser herrlichen Umgebung. Erst zurück im Zimmer merke ich, dass ich meine Kamera im APS-C Mode gelassen habe! :poop: :respekt: Da nützen meine 17mm Brennweite natülich nichts!

Die Halbinsel Stokksnes
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Das Vestrahorn, wie häufig mit einem coolen Wolkenkranz. :006:
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Zum Abendessen fahren wir nach Höfn, dort sind aber alle Restaurants gerammelt voll. So begnügen wir uns mit einem, wirklich sehr leckeren, warmen Sandwich aus einem Olis.

Wir haben wunderbar geschlafen. Eigentlich wollten wir früh raus, aber wir werden erst etwas später wach. Was soll’s! Das Frühstück hier ist nicht ganz so opulent, aber absolut ausreichend. Wir nehmen den kurzen Weg unter die Räder und veranstalten eine erneute Fotosession. Das Wetter spielt mit, und das Vestrahorn zeigt sich heute fast ohne Wolken. Meine Kamera ist heute auch richtig eingestellt und somit bereit. War ja zu blöd gestern.:0103:
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Mit der Ausbeute sind wir sehr zufrieden, und so machen wir uns auf den Weg nach Vik, wo wir zwei Nächte im Icelandair Hotel gebucht haben.

Unterwegs entzücken uns auf einer Koppel zwei süsse Füllen. <3
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Und natürlich muss auch ein weiterer Halt am Jökulsárlón sein. Tut mir sehr leid:p, aber weitere Icecube Bilder sind unausweichlich (im nächsten Teil).:009:
:001:
 

Lonici

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#13
Hier die angedrohten Eisklotzbilder. :009: Diesmal versuche auch ich mich an Langzeitbelichtungen. untitled-932.jpg
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Bevor wir nach Vik weiter fahren, wollen wir uns noch den Svartifoss vor die Linse holen. Die kurze Wanderung beginnt gleich beim Parkplatz des Besucherzentrums des Nationalparks Skaftafell. Das Parken kostet 750 ISK , aber weit mehr Nerven, denn nur ein Ticketautomat funktioniert und ich habe natürlich den als letzten ausprobiert.
2 km oder 35 Minuten später, teilweise geht es ganz schön anstrengend den Berg hoch, erreicht man den Wasserfall, wo sich in einer Arena von schwarzen Basaltsäulen Wassermassen ca. 20 in die Tiefe stürzen.
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Wir haben Glück und es sind gerade nur zwei andere Kleingruppen da. Wir haben die Möglichkeit ein paar ‘ohne Leute’ Bilder zu schiessen. Dann ziehen wir uns zurück, denn es kommen jetzt ganz viele in rot und gelb gekleidete Jackenträger. Nix wie weg!

Ein weiterer Wasserfall erfreut uns auf dem Weg zurück zum Parkplatz
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Wie immer müssen :002: wir unterwegs Fotostopps einschalten.
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Die orangen Stellen zeigen, wo unvorsichtige Touris die Abschrankungen nicht beachtet und auf das empfindliche Moos getrampelt sind. 70 Jahre Wachstum für die Katz! :281:
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Wir erreichen Vik am späten Nachmittag, beziehen unser Zimmer und machen uns auf den Weg, die ersten Bilder von Reynisdrangar zu machen. Schatzi ist wieder einmal nicht zu bremsen und stellt sein Stativ am Ende der Mole auf. Ich, mit meinen kürzeren Beinen und dem angeschlagenen Rücken, schaffe es nicht über die unebenen und teils locker sitzenden Steine zu gehen. In der Mitte gebe ich frustriert auf. Die Wellen sind zu laut, dass ich Nic etwas zurufen könnte. Ich gehe vorsichtig zurück und mache ein paar eher lausige Fotos.
IMG_1249.jpeg :0301:Eigentlich wollten wir doch gemeinsam fotografieren.
Naja, morgen ist auch noch ein Tag.
:001:
 

Lonici

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#16
Schatzi hat so Bilder im Kopf, wie er Reynisdrangar fotografieren will. Davon bin ich gar nicht begeistert, denn Reynisfjara Beach kann gefährlich sein!

Ja, zurzeit ist das Meer ruhig, aber das soll ja gerade das Tückische sein.
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Aber mal ehrlich Ladies: wenn man seinem Mann sagt, frau findet etwas zu gefährlich….. (ich weiss, wie weit ich gehen kann, ich kann das Risiko abschätzen, ich habe das Meer im Blick…usw. usf.). Immerhin schaffe ich es, dass er nicht nachts alleine bei Sonnenaufgang zum Strand geht. Männer!

Wir geniessen einen ganzen Tag lang das herrliche Wetter, sonnig, aber kühl, in der Umgebung von Vik.

Der Leuchtturm von Kap Dyrholaey
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Auch Puffins sind wieder für eine unterhaltsame Zeit zuständig. Leider lässt meine Schulter ein schwereres Objektiv als das 70-200 nicht zu. Schon hier habe ich Mühe, die Kamera ruhig nach oben zu halten. Die Fotos sind dementsprechend stark gezoomt und nicht wirklich scharf. Aber wie lustig die kleinen Lundis sind, erkennt man trotzdem. :006:
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Wenn ihr wüsstet wie viele Versuche ich für ein einigermassen anständiges Bild eines fliegenden Puffins gebraucht habe!:getout:
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elegant ist anders :taets:
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Was die Natur an herrlichen Steinformationen hervorbringt
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Reynisdrangar von Reynisfjara Beach aus
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macht fast ein bisschen schwummerig im Kopf beim Betrachteno_O
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hier kommt man nur bei Ebbe hin (Schatzis Wunschplatz beim Sonnenaufgang):moritz:
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Morgen bricht unser letzter Tag dieses wunderbaren Urlaubs an.
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Lonici

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#17
Ein klein wenig wehmütig :0045:verlassen wir Vik, das es sehr gut mit uns gemeint hat. Das Wetter war ungewöhnlich gut, die Wellen sanft und unsere Fotoausbeute zufriedenstellend.
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Wir haben den ganzen Tag Zeit, um nach Keflavik zu kommen. Unser Flug geht erst um 01 Uhr Nachts. So entscheiden wir uns kurzfristig kurz vor Kef ein Zimmer zu buchen und uns ein paar Stunden aufs Ohr zu hauen.

Aber zuvor wollen wir uns noch das Solheimasandur Plane Wreck und den Kvernufoss ansehen. Unterwegs treffen wir auf sehr verkehrsrechtskundige Schafe :muha::lach:
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Der Parkplatz bei Solheimsandur ist ziemlich voll, haben die wirklich noch nichts vom leeren Island gehört? Heute entscheiden wir uns gegen den 3,5 km langen Marsch, um Zeit zu sparen und nehmen den Shuttle. Die meisten anderen sparen sich die 4000 ISK für Hin- und Rückweg. Beim Flugzeug ist die Menschenmenge gerade eher klein, und wir schiessen ein paar Bilder. Eigentlich sind wir ganz froh, dass wir nur Kronen und keine Energie investiert haben.

Die US DC 3 stürtze im November 1973 ab und liegt seitdem als Touriattraktion im schwarzen Sand herum.
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Der Kvernufoss liegt ca. 500 m hinter dem Skogafoss. Uns reichte die Zeit zu Beginn der Reise nicht mehr. Das holen wir jetzt nach. Den Parkplatz bezahlt man im Skogamuseum. Der Wanderweg beginnt mit der Leiter über den Hag :0025: (wisst ihr was ein Haag ist? Ein Zaun)
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Und ich muss sagen, die kurze einfache Wanderung hat sich sehr gelohnt. Wir sind auf der ganzen Reise nie so nass wurden! Die Gischt hinter dem Fall ist sehr stark und natürlich habe ich weder Gummistiefel noch Regenhose an. Der Kameraschutz wird noch einmal aktivieret und die Linsen konstant abgewischt.
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ab hier wirds feucht :eek:
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und hier so richtig nass :0096:
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So, das wars! Wir beziehen unser Zimmer, packen um und machen ein Nickerchen. Das Auto wird abgegeben, alles ist okay. Ein herrlicher Sonnenuntergang begleitet unsere Shuttlefahrt zum Flughafen.
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Es geht nach Hause, zurück ins Corona Zeitalter, zurück zu Masken. Schön wars. Sehr schön. So schön, dass wir schon an die Reisplanung für den nächsten Urlaub denken.

In Zürich erwartet uns herrliches Sommerwetter!
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Wie immer fand ich es schön, dass ihr mich begleitet habt. Ich bedanke mich für das Wertschätzen meiner Bilder, das freut mich sehr.

Bis bald eure Loni:001:
 
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