Donnertstag
...weiter gehts
Da es uns im Norden so gut gefallen hat, sind wir noch einmal in die Rainforrest - Moos - Eukalyptus - Region gefahren.
Das Wetter hat aber nicht mitgespielt. Es war sehr warm und keine Wolke am Himmel. Dort wo wir Anfang der Woche noch bei Nebel durch den tropfenverhangenen Wald spaziert sind, war nun alles trocken und lichtdurchfluetet.
Der Reihe nach... Als erstes haben wir gefrühstückt. Wir haben eine schöne Recreation Stelle im Wald gefunden. Hier wurde dem picknickwilligen und erholungsuchenden, nach typischer State Park Manier, einiges geboten. Es gab jeden Menge Tische und Bänke, Frischwasser, Toiletten, Spielgeräte und Grillstellen. Letztere sind allerdings im Monet überall gesperrt. Vermutlich wg. Waldbrandgefahr.
Nachdem leckeren Mahl (irgendwann wird mir das Baguette-Käse-Serrano bestimmt zuviel, aber noch ist es nicht soweit) sind wir wieder zum Cruz del Carmen. Beim Visitor Center haben wir eine neue Map geholt und sind dann weiter zum Pico del Ingles -Die Aussicht auf gute Aussicht lockte uns, denn der Pico ist ein bekannter Aussichtspunkt. Die Aussicht war auch wirklich gut. Fast ohne Wolken.
Weiter zum eigentlichen Ziel des Tages. Ich hatte mal im Netz etwas über eine schöne Wanderroute beim Chinobre. Leider ist das alles sehr schlecht ausgeschildert, aber wir haben den richtigen PP gefunden. An der Straße nach Chamorga gibt es auch nicht so viele Parkmöglichkeiten. Wenn links eine kleine gesperrte Straße abgeht, wo auch Wanderschilder sind, die Chinobre zeigen, dann seid Ihr schon zu weit.
Dank der richtigen App und des iPhone haben wir dann gesehen wie wir einen schönen Loop wandern können. Am Anfang ging es durch den Wald auf einem sehr engen Weg steil bergauf und ich dachte schon, das ich das nicht packe, aber dann wurde es besser und es ging mehr so achterbahnmäßig mal ab mal auf.
Wir marschierten schließlich auf einem Grad entlang und konnten wunderschöne Aussichten auf die Nordküste genießen. Wir wanderten weiter am Roque Anambro vorbei und weiter zu einem ausgebauten Aussichtspunkt.
Warum hier, weit weg von allem, ein richtiger Aussichtspunkt, so mit Pflastersteinen, Geländer usw, ist, war uns nicht klar.
Der Rückweg führte über einen etwas breiteren Pfad. Schliesslich kommt man wieder auf die Straße. Welche man aber sofort wieder rechts in den Wald hinein verlässt...uuuund wieder diese Steigung. Ist man aber erst einmal wieder oben bei Chinobre, dann gehts nur noch bergab bis zum PP.
Das war eine wirklich schöne ca. 3 Std. Wanderung bei blauem Himmel und Sonnenschein.
An unserem ersten Tag im Anaga Gebirge hätten wir die Tour wohl nicht machen können. Bei Nebel und Wind würde ich so gerne mit brezelchen da oben rumlaufen.
Also....wieder alles richtig gemacht.
Wir waren aber auch etwas erledigt und durstig, daher sind wir bis zum Ende der Straße gefahren, wo der Ort Chamorga mit einer Bar locken kann.
Tatsächlich gibt es dort ein kleines, einfaches Cafe, welches die Wanderer und Einheimischen mit kalten und warmen Getränken versorgt.
Ein paar Dosen Aquarius später, sind wir dann zurückgekurvt (im wahrsten Sinne des Wortes).
Ein schöner Tag ging beim ersten, richtigen, wolkenlosen Sunset, bei selbstgekochten Spagetti Carbonara zu Ende.
Alles gut.