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JohnSmith

Well-Known Member
#1
Nachdem die letzten Wochen die Stimmung etwas gekippt ist, sollen jetzt schrittweise die Dinge des öffentlichen Lebens wieder geöffnet werden. Läden bis 800qm dürfen am Montag wieder öffnen, viele werden wieder zur Arbeit gehen. Schulen und andere sollen ab 4. Mai wieder öffnen, teilweise aber eingeschränkt. Dann soll es stufenweise weiter gehen.
Erste positive Zahlen (die ich sehr kritisch sehe) würden die Lockerung der Massnahmen zulassen.
Kommt das nicht alles etwas früh ? Ist der Druck der Wirtschaft grösser als die Angst vor einer zweiten Welle ?
Ich muss zugeben, ich habe da etwas Bauchschmerzen.
LG Ralf
 

Michael-K.

Well-Known Member
#2
Welche zweite Welle, wann war denn die erste? Die Intensivstationen waren bisher nicht annähernd ausgelastet. Und darum veranstalten wir den ganzen Zauber doch nur, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Und wenn Du Bauchschmerzen hast, dann bleib doch einfach daheim. Nur weil die Läden wieder öffnen, muss niemand einkaufen gehen.
 

Heeeschen

Well-Known Member
#3
Welche zweite Welle, wann war denn die erste? Die Intensivstationen waren bisher nicht annähernd ausgelastet. Und darum veranstalten wir den ganzen Zauber doch nur, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Und wenn Du Bauchschmerzen hast, dann bleib doch einfach daheim. Nur weil die Läden wieder öffnen, muss niemand einkaufen gehen.
DANKE! Bei uns melden Krankenhäuser für Ärzte und Krankenschwestern (!!!) Kurzarbeit an, da nicht operiert werden soll und ‚alle auf den Corona-Ansturm‘ warten.
Pflegekräfte in Kurzarbeit? Gehts noch? Fachkräftemangel Geschichte?
Und bitte wie lange warten wir noch alle zu Hause auf ‚den Ansturm‘?
Ich dachte, wir wollen mehrere flache Wellen - wie sollen überhaupt Wellen kommen, wenn wir uns weiter wegsperren?
Warum werden nicht die, die tatsächlich im Hoch Risikobereich unterwegs sind gebeten zu Hause zu bleiben und sich vor denen, die das primär eben nicht sind zu schützen? Mein Mann ist Astmathiker und würde mit Sicherheit gerade aktuell nicht einkaufen gehen, ob wohl wir hier so gut wie keine Fälle haben.
So ist doch jeder für sich selber verantwortlich - wir wollen doch alle mündige Bürger sein. Ich will nichts verharmlosen, aber relativieren - und wenn wir so weitermachen wie jetzt, sind wir Ende 2022 mit der ersten Welle noch nicht durch ....
Und wer jetzt sagt: wir warten alle auf den Impfstoff…
 

Texasranger

Well-Known Member
#4
Ich sehe die Lockerungen als hoch riskant an und befürchte, dass wir diese in vier Wochen schwer bereuen könnten.

Das Virus ist hoch ansteckend und mit der Öffnung der Schulen sorgen wir für die bestmögliche Verbreitung. Abstand ist schon im Schulbus nicht möglich. In den Pausen wird er auch nicht eingehalten werden. Auf die Hygienemaßnahmen in den Schulen bin ich gespannt. Dort fehlt es doch schon an warmem Wasser, Seife und Papierhandtüchern. Von Desinfektionsmittelspendern ganz zu schweigen. Ordentlich geputzt wird ohnehin nie, geschweige denn, dass eine Flächendesinfektion erfolgt.

Übrigens sind derzeit gerade einmal 10.000 Intensivbetten in Deutschland frei. Haben wir nur 5% schwere Verläufe, können wir uns gerade 200.000 zusätzliche Infektionen erlauben. Übrigens liegt die Sterberate in Deutschland inzwischen auch schon bei 3%. Die Betten sind übrigens im Schnitt 3 Wochen belegt, wenn jemand beatmet wird. Bei noch 80 Mio. Nichtinfizierten kann man sich ausrechnen, wie schnell wir an einen kritischen Punkt geraten können, wenn man jetzt alles lockert.

Ich habe den Eindruck, Herr Laschet will sich mit seinem Sonderweg als Kanzlerkandidat profilieren. Geht es gut, ist er der Held. Geht es schief, dann sind sein Hausvirologe aus Bonn und andere schuld.
Eines wird er aber mit Sicherheit erreichen. Weil die Lockerungen teilweise nicht nachvollziehbar und auch widersprüchlich sind, wird die Akzeptanz für alle anderen Maßnahmen deutlich sinken. Die Leute fragen: Warum darf ich das und anderes nicht?

Ich frage mich z.B., warum muss man den Leuten ermöglichen, nun wieder in Massen bei Ikea Teelichter, Servietten und Dekokrams zu kaufen, es bleibt aber aus Infektionsschutzgründen verboten, ein Einzel auf dem Tennisplatz zu spielen. Da stehen sind zwei Leute mit 23 Meter Abstand gegenüber und spielen sich mit Tennisschlägern einen Ball zu. Wo ist das Infektionsrisiko, wenn ich nicht vor jedem Aufschlag auf den Ball spucke? Ist der Krempel von Ikea lebensnotwendiger als gesundheitsfördernder Sport an der frischen Luft?
Solche Beispiele kann man noch zu Dutzenden bilden.
 

Heeeschen

Well-Known Member
#5
......weil wir eine Herdenimmunität brauchen! Weil wir uns nicht ewig wegsperren können, bis der Impfstoff da und getestet und bewährt ist.
Und weil wir unsere Wirtschaft nicht vor die Wand fahren können - nicht noch viel weiter als bisher schon!
Vor noch einer Woche wäre ich bei Dir gewesen - aber jetzt hier und heute treten wir auf der Stelle.
Ich habe hier in Niedersachsen Krankenschwestern und intensiv Krankenschwestern zu Hause sitzen, wartend darauf, dass es im Krankenhaus weitergeht. Die Krankenhäuser würden gerne (nicht lebens-)notwendige Operationen durchführen – machen es aber nicht, weil sie auf die Corona Krise warten (müssen).... Das mag ja alles grundsätzlich eine gute Strategie sein – die Dauer hat aber bald ihren verträglichen Endpunkt erreicht.
Aus der Politik kommen grundsätzlich aktuell nur falsche und verunsichernde Signale.
 
#11

jhon

Well-Known Member
#18
Golf, Tennis, Reiten - allles Dinge bei denen man sich kaum infizieren kann. Das war allerdings nicht der Grund diese Anlagen ebenfalls zu sperren - da geht es eher um Solidarität gegenüber denjenigen die ihren Sport berechtigter Weise nicht ausüben konnten. Ich bin bei 2 dieser Sportarten betroffen - und ich habe es tatsächlich überlebt :0141:

Übrigens bin ich - obwohl zur Risikogruppe gehörig - nicht eine Sekunde eingesperrt worden :0025: - ist mir neu dass das offenbar irgendwo in D anders gehandhabt wurde.
Es gibt genug Regelungen die ich auch nicht gut finde/fand - aber wenn ich das Gejammere wegen Urlaub, Friseur oder anderer Nebensächlichkeiten höre während in anderen Ländern die zu spät oder falsch reagiert haben die Leichen in Kühllastern aufbewahrt werden bekomme ich fast ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln...

Allerdings finde ich es auch an der Zeit für Lockerungen - immer mit der Prämisse die ggfs wieder zurückzuschrauben. Die bisherigen Regelungen haben uns weltweit am Besten bisher durch die Krise geführt - da darf man den viel gescholtenen Politikern auch ruhig mal Respekt und Anerkennung zollen denn es gab keinerlei Blaupause für so eine Situation. Das dabei auch Fehler gemacht wurden: Geschenkt - das ist nur normal. Aber es hinterher - und ohne in der Verantwortung gestanden zu haben - schon immer besser gewusst zu haben finde ich persönlich eher peinlich.
 

jhon

Well-Known Member
#20
Die Intensivstationen waren bisher nicht annähernd ausgelastet.
Na Gott sei Dank, das war ja Sinn der Übung. Eine Bundeswehr unterhalten wir ja auch in der Hoffnung sie nicht zu brauchen/ zum Einsatz kommen zu lassen.
Und darum veranstalten wir den ganzen Zauber doch nur, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird.
Eben - und das soll doch möglichst bitte auch so bleiben.
 
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