Sichert das Überleben der Touristik

rswfan

Chef vom Dienst
Mitarbeiter
#21
Sehr gut gemacht - daher habe ich es hier auch mal platziert.

Nur gehen viele Kunden uns langsam ein wenig auf den Ke... Wir in den Reisebüros arbeiten kostenlos und müssen uns anmachen lassen wir würden uns nicht genug kümmern - ich mache seit Wochen nichts anderes und bin es auch langsam leid....


Offener Brief der Dresdner Reisebüros e.V. - vom 21.04.2020

Retten Sie die Reisebranche - Wir brauchen JETZT HILFE!

Durch die Corona-Krise wird der gesamten Tourismusbranche die Geschäftsgrundlage entzogen. In den kommenden Wochen droht der komplette Zusammenbruch vieler Unternehmen und ganzer touristischer Wertschöpfungsketten.

Uns ist bewusst, dass nicht nur für uns in der Touristik, sondern auch für tausende andere Unternehmen mit den verhängten behördlichen Maßnahmen zur Schließung der Geschäfte von einem Tag auf den anderen, sämtliche Einnahmen weggebrochen sind.

Mit unsensiblen Aussagen und zugleich fehlenden handfesten Alternativen wird aber deutlich, wie sehr verantwortlichen Politikern immer noch ein klares Bewusstsein für die dramatischen Folgen der Corona-Pandemie auf die Reisebranche fehlt. Die Reisebranche sind weit mehr als Hotels und Gaststätten. Dazu gehören auch Busunternehmen, Reisebüros, Reiseveranstalter, Reiseleiter, Fahrgastleiter, Incommingagenturen und viele mehr. Unsere führenden Politiker wie Ursula von der Leyen (EU) oder Markus Söder (Bayerns Ministerpräsident) verbreiten in sämtlichen Medien, dass es keine Reisen und Sommerurlaube in den beliebten Reisezielen der Deutschen geben kann. Es ist richtig, dass niemand verlässliche Vorhersagen über den weiteren Verlauf der Infektionen machen kann. In dieser Situation sind jedoch keine spekulativen Warnungen erforderlich, sondern handfeste politische Lösungen und vor allem ein Aufruf zur Solidarität mit tausenden von notleidenden mittelständischen Betrieben und deren Mitarbeitern.

Viele Bereiche und Unternehmen der Reisebranche, speziell auch die stationären Reisebüros sind seit Wochen in einer unabsehbaren und unverschuldeten Zwangslage: Wir mussten behördlich angeordnet schließen. Aufgrund der zahlreichen Reisewarnungen und Einschränkungen, sind wir im Gegensatz zu anderen Branchen bereits seit rund zwei Monaten von den verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Wir können nicht, im Gegensatz zum Einzelhandel oder der Gastronomie, nach 8 Wochen wieder öffnen und Umsätze generieren.

Darüber hinaus sind wir gezwungen, die verunsicherten Verbraucher völlig kostenlos zu unterstützen, damit sie ihre Rückzahlungen für Reisen erhalten, die aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten.

Ist Ihnen bewusst, dass Reisebüros zusätzlich sämtliche Einnahmen der vergangenen Monate vollständig an Verbraucher und Reiseveranstalter zurückzahlen müssen? Von den in 2019 und bis Mitte März 2020 eingenommenen Kundenzahlungen und Provisionen haben wir Mieten, Gehälter, Steuern und Abgaben bereits bezahlt.

Wir sind über die ersten Hilfen des Bundes in Form von rückzahlungsfreien Zuschüssen dankbar. Diese bereits beschlossenen staatlichen Hilfen für 3 Monate reichen in der Touristik aber bei weitem nicht aus, um die Krise zu überstehen, da wir auf viele weitere Monate hinaus keine Umsätze generieren können (Ländergrenzen sind zu, Hotels in Deutschland ebenfalls).

Wir fordern Sie auf, sich mehr mit der dramatischen Situation der Reisewirtschaft auseinanderzusetzen und die besondere Situation der Tourismuswirtschaft anzuerkennen.

Wir als gesunde Unternehmen sind völlig unverschuldet in diese Krise geraten. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier versprach, konkrete Vorschläge vorzulegen. Diese MÜSSEN branchenspezifisch sein. 14.000 Reisebüros in Deutschland und mehr als 2,9 Millionen Arbeitsplätze in der gesmten Tourismusbranche sind es wert, gerettet zu werden. Wir brauchen eine branchenspezifische Lösung.
Wir haben keine unternehmerischen Fehler gemacht!

Wir fordern daher

bedingungsloses Unternehmereinkommen in Höhe von 1000 Euro für 12 Monate, wenn coronabedingt substantielle Umsatzeinbrüche von mindestes 50% nachweisbar sind
Tourismusfond für gesunde touristische Unternehmen
gemeinsame Veranlagung des Steuerjahres 2019 und 2020
höhere und weitere rückzahlungsfreie Zuschüsse
Kurzarbeitergeld für die noch Angestellten in Höhe von 80% des Nettolohnes
Den verunsicherten Reisekunden stehen WIR seit 6 Wochen völlig kostenfrei in der aktuellen Situation zur Seite, nicht die großen Veranstalter wie TUI. Diese haben aber bereits 1,8 Milliarden Staatshilfen erhalten, NICHTS davon kommt bei uns im Reisebüro an!
Die komplette telefonische Erreichbarkeit der großen Reiseveranstalter wurde seit mehr als 5 Wochen eingestellt.

Die Veranstalter geben diesen Staatskredit in Form von Treueboni an die Kunden. Die Reisebüros werden nicht beteiligt. Wieso gibt es hier keine gesetzliche Regelung als Bedingung für diesen Kredit? Beispielsweise Entlohnung der Reisebüros statt eines Treuebonus an die Kunden.

Verbraucher und Reisebüros dürfen zudem nicht zu zinsfreien Nothilfebanken der Reiseveranstalter und Airlines gemacht werden. Kunden können aktuell keine Reisen kostenlos stornieren, die nach dem 03.05.2020 stattfinden werden und haben dafür keinerlei Verständnis. Die Bundesregierung will eine gesetzlich nicht abgesicherte Gutscheinlösung einführen. Die Verbraucher, die sich ihren Urlaub teilweise zusammensparen mussten, sollen nun den millionen- und milliardenschweren Konzernen kostenlose nicht abgesicherte Kredite geben. Das kann keine Lösung sein!

Aus unserer Sicht MUSS die Corona-Krise zu einer Solidargemeinschaft führen, denn nur durch eine faire Aufteilung der wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Epidemie können die mit der Corona-Krise verbundenen Folgen gestemmt und eine mittelfristige Fortsetzung der mittelständigen und Kleinbetriebe erreicht werden.

Wir leisten seit Wochen schon unseren Beitrag, indem wir jedem Kunden individuell helfen und beraten.

Sie haben Banken gerettet, die an ihrer Krise selbst schuld waren und zu hoch gepokert haben! Sie retten die Autoindustrie. Sie haben viele andere große Firmen in Krisen gerettet!

Wir haben immer pünktlich unsere Steuern gezahlt und so zum Wachstum beigetragen.

JETZT BRAUCHEN WIR IHRE HILFE!

Retten Sie JETZT die Reisebranche!


Mit freundlichen Grüßen
gez. Anett Herrmann, Marketingvorstand
Thomas Oczadly, Vorstandsvorsitzender
Annette Weber-Slawe, stellv. Vorstandsvorsitzende
Bernd Hoffmann, Pressesprecher
Ralf Schuster, Finanzvorstand
sowie die 40 Mitglieder des Verein Dresdner Reisebüros e.V.

Kontakt
Anett Herrmann
Marketingvorstand
E-Mail: anett.herrmann@km-reisen.de
Telefon: 0178-1383556

Allgemeiner Kontakt:
Verein Dresdner Reisebüros e.V.
c/o Reisebüro Thomas Oczadly – TUI ReiseCenter
Wallstraße 13, 01067 Dresden
E-Mail: info@dresden-bucht-hier.de

Der Verein Dresdner Reisebüros e. V. engagiert sich mit mehr als 300 Arbeitskräften in über 40 Reisebüros und Reiseveranstaltern bereits seit 8 Jahren für die touristischen Belange in Dresden. Er trägt zur Auslastung des Flughafens Dresden mit extra aufgelegten Direktcharterflügen bei und so auch zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Dresden. Dazu kommen in Sachsen noch 650 weitere Reisebüros.
 

rswfan

Chef vom Dienst
Mitarbeiter
#22
Auch wir in unseren Reisebüros in Westfalen haben mittlerweile Umsätze in Millionen Höhe verloren. Ich wäre froh auch mal wieder etwas für 2020 oder 2021 buchen zu dürfen :0045:
 
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rswfan

Chef vom Dienst
Mitarbeiter
#26
Oh Arndt - ob ich von € 5.000 oder von € 1.000 meine Provision bekomme ist doch wohl ein riesen Unterschied. Das ganze letzte Jahr haben wir für Lau gearbeitet - die Reisebüros müssen jetzt sogar für LAU arbeiten um abzuwickeln - leider kapieren das viele Kunden überhaupt nicht! - und meckern stellenweise sogar in einem Ton!!! - Da würde ich gerne manchmal mit Worten darauf reagieren die unangebracht wären!
 
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