Reisebericht Singapur und Japan

Nane

Well-Known Member
Das Ergebnis war nicht das von mir gewünschte, aber ich glaube, ich lasse es rahmen und verkaufe es als Kunst!

Shibuya-Tokyo-62.jpg

Was für eine Reise, ich bin schwer begeistert und folge euch unauffällig.
Singapur haben wir auch schon besucht, aber nach Japan werden wir es in diesem Leben nicht mehr schaffen. Lange Flüge gehen nicht mehr, aber ich will mich nicht beschweren. Wir freuen uns einfach über das, was wir erleben durften.

Nun zu deinem "Kunstfoto", schon gerahmt und aufgehängt? ;)
Wenn ich Familie in Hamburg besuche, gehe ich immer wieder gerne zur Lumas Galerie. Da hängen u.a. sehr ähnliche Bilder.

Ich freue mich auf die Fortsetzung . . .
LG Nane
 

Heeeschen

Well-Known Member
Was für eine Reise, ich bin schwer begeistert und folge euch unauffällig.
Singapur haben wir auch schon besucht, aber nach Japan werden wir es in diesem Leben nicht mehr schaffen. Lange Flüge gehen nicht mehr, aber ich will mich nicht beschweren. Wir freuen uns einfach über das, was wir erleben durften.

Nun zu deinem "Kunstfoto", schon gerahmt und aufgehängt? ;)
Wenn ich Familie in Hamburg besuche, gehe ich immer wieder gerne zur Lumas Galerie. Da hängen u.a. sehr ähnliche Bilder.

Ich freue mich auf die Fortsetzung . . .
LG Nane
Lumas - langjähriger Partner von ‚Mein Schiff‘ - das waren oft traumhafte Bilder, die dort ausgestellt waren…
 

Die Sonnenanbeterin

Well-Known Member
Was für eine Reise, ich bin schwer begeistert und folge euch unauffällig.
Singapur haben wir auch schon besucht, aber nach Japan werden wir es in diesem Leben nicht mehr schaffen. Lange Flüge gehen nicht mehr, aber ich will mich nicht beschweren. Wir freuen uns einfach über das, was wir erleben durften.

Nun zu deinem "Kunstfoto", schon gerahmt und aufgehängt? ;)
Wenn ich Familie in Hamburg besuche, gehe ich immer wieder gerne zur Lumas Galerie. Da hängen u.a. sehr ähnliche Bilder.

Ich freue mich auf die Fortsetzung . . .
LG Nane

Ich nehme Dich virtuell mit auf unserer Reise nach Japan :) <3

Nein, obwohl ich im Fotofachgeschäft arbeite, habe ich es noch nicht gedruckt und gerahmt. Hatte noch keine Zeit .... Aber irgendwas hat dieses völlig falsch belichtete bzw verwackelte Foto :cool:
 

Die Sonnenanbeterin

Well-Known Member
Auf Sightseeingtour in Tokyo



Hallo zusammen,

dieser Bericht hat etwas auf sich warten lassen. In den letzten Wochen hatte ich sehr viel um die Ohren. Irgendwie kommt immer alles auf einmal,...

425470725_886962196765844_5655328731290971157_n.jpg



Jetzt geht's aber weiter mit meinem Japan Bericht.

Im heutigen Bericht nehme ich euch mit zu den Highlights von Tokyo.
Wir haben ganz tourimäßig eine Busrundfahrt gemacht, um auch mehr über diese riesige Metropole zu erfahren.

Unsere Tour startete schon um 7.50 Uhr, mit dem Bus mussten wir noch eine halbe Stunde fahren, um zum Treffpunkt zu kommen. Und zur Bushaltestelle laufen mussten wir auch noch.
Kurzum: Wir verließen das Hotel um kurz vor 7 Uhr. Und waren somit zu früh fürs Frühstück im Hotel, welches um 7 Uhr startete...

Wir hatten uns zwei Tage zuvor ein paar Snacks und Getränke im Supermarkt gekauft und frühstückten auf dem Zimmer. Um 6.30 Uhr.

Ja, das war früh. Ja, die Kids fanden das doof. Ja, ich auch ...

Aber: Das frühe aufstehen hat sich gelohnt, denn vor uns lag ein toller Tag mit vielen Highlights!




a-aFruehstueck-Tokyo.jpg




Das war mein Frühstück. Falls ihr glaubt, dass dieses was-auch-immer sehr süß aussieht:
Nein. Es war nicht süß, ... es war übersüß.
Das Frühstück der Kids ebenfalls.

Völlig überzuckert machten wir uns um 6.50 Uhr auf den Weg.

Inzwischen waren wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vertraut und hatten bereits am Abend beschlossen, mit dem Bus zum Treffpunkt zu fahren.

Die Bushaltestelle war nicht weit weg, ca 10 Minuten zu Fuß.

a-Bustour-1-1-766x800.jpg


Ok, das half und nicht weiter. ...

Aber wir hatten unsere Navitime-App.

Wir gaben Start- und Zielort ein und direkt wurde angezeigt, wann wir ab welcher Haltestelle mit welcher Linie fahren müssten.

Das hat sehr gut geklappt, wenig später saßen wir im richtigen Bus.

Die als nächstes folgende Station wurde auch auf englisch angezeigt.

a-Bustour-1-4.jpg


Alles andere auf japanisch

a-Bustour-1-3.jpg


Dank der App wussten wir aber ohnehin genau, wo wir wann aussteigen müssten.

Bezahlt wird die Busfahrt übrigens erst beim aussteigen.

Man steigt vorne aus und bezahlt dann die Fahrt beim Busfahrer.

Und noch etwas ist uns aufgefallen:
Der Busfahrer kündigt nicht nur jede Station an, sondern war auch zwischendurch immer wieder am reden.

Wir haben uns das später beim Guide nachgefragt und er erklärte uns, dass der Busfahrer auch warnt, wenn er bremst, anfährt oder abbiegt.
Damit sich alle darauf einstellen und festhalten können.

Die Fahrt von Shibuya zu unserer Haltestelle in Shinjuku dauerte um 30 Minuten.

a-a-bustour-tokyo-4.jpg


An dieser Love-Skulptur in Shinjuku war der Treffpunkt, um 7.50 Uhr.

An der Kreuzung kann man eine interessante Ampelanlage sehen.
Rechts ist die Love-Skulptur, mittig stand unser Bus.

a-a-bustour-tokyo-3.jpg



Wir waren früh am Treffpunkt, aber ab 7.45 Uhr wurde der Platz minütig voller. Scheinbar starteten hier mehrere Touren.
Wir hielten Ausschau nach unserem Guide.

Er wartete unweit vom Bus mit einem Fähnchen, an welcher wir ihn erkannten.

Das Besondere: Jeder Gast bekam einen festen Platz zugeteilt. Scheinbar wurden die Nummern nach Zeitpunkt der Buchung vergeben. Wir hatten schon vor Wochen gebucht und saßen in Reihe 2.

Das System macht Sinn, denn so erkennt der Guide auf dem ersten Blick, ob noch jemand fehlt und vor allem auch WER fehlt. Auch nach jedem Stopp mit Aussteigen kontrollierte er die Sitzplätze.

a-a-bustour-tokyo-1.jpg
Und das war unser Bus. Sehr komfortabel.




Alle einsteigen! Die Fahrt zu den Highlights von Tokyo startet


Unser 1. Stopp führte wieder zurück Richtung Shibuya


Der Meiji-Schrein

Wie ihr auf dem Google-Maps-Kartenausschnitt erkennen könnt, liegt der Meiji-Schrein eingebettet in einer großen Parkanlage. Auf dem Gelände wurden um 100.000 Bäume gepflanzt, welche aus ganz Japan gespendet wurden.
Durch die Bäume vergisst man ganz schnell, in welcher Millionenmetropole man sich grad befindet.
Auch die Geräusche der Stadt sind kaum zu hören.
Eine wahre Ruhe-Oase für alle, die mal eine Pause von dem lauten, bunten und quirligen Tokyo brauchen.


Der Meiji Schrein (明治神宮, Meiji Jingū) wurde im Jahre 1920, 8 Jahre nach dem Tod von Kaiser Meiji und 6 Jahre nach dem Tod von Kaiserin Shoken zu Ehren ihrer errichtet.
Kaiser Meiji (1852-1912) und Kaiserin Shoken (1849-1914) führten Japan, als es zu einem modernen Land aufstieg. Der 15-jährige Kaiser Meiji bestieg 1867 den Thron, aus Edo wurde Tokyo und Tokyo war die neue Hauptstadt von Japan (bis dahin war es Kyoto).

Im 2. Weltkrieg wurde der shintoistischer Schrein jedoch durch amerikanische Bombenangriffe zerstört, aber zeitnah wieder neu aufgebaut.

Er gehört zu den 10 beliebtesten Sehenswürdigkeiten Tokios und zählt zu den berühmtesten Shinto-Schreinen von Japan.

Lohnenswert ist auch der Innere Garten mit dem typisch-japanischem Teehaus, hierfür wird eine kleine Eintrittsgebühr erhoben.
Vor allem im Juni lohnt sich der Besuch, denn dann blühen im Garten über 150 Iris-Arten.
Im Treasure House Annex werden persönliche Kleidungsstücke und Gegenstände des damaligen Kaiserpaares aufbewahrt.
Im Schatzhaus kann man die Portraitbilder der japanischen Kaiser besichtigen, außerdem ist hier der kunstvolle Hofkimono ausgestellt.


c-Meiji-Schrein-3.jpg


Zwei große Torii-Tore markieren symbolisch das Betreten des heiligen Ortes.
Man geht auf dem Weg übrigens immer rechts oder links, nachdem man das Torii passiert hat. Und man läuft auch nicht mittig hindurch. Denn der Weg in der Mitte ist nur den Göttern vorbehalten.
Zudem zeigt es Respekt, sich vor dem Torii kurz zu verbeugen.




c-Meiji-Schrein-4.jpg


Auf dem Weg zu der eigentlichen Schrein-Anlage kommt man hieran vorbei.
Das sind alles (leere) Sake-Fässer. Unser Guide Levin erklärte, dass man für bestimmte Zeremonien Sake verwende und hierfür würden die Brauereien an die Schreine die Sake-Fässer spenden.
Der Meiji-Schrein ist einer der bekanntesten im ganzen Land und bekommt Spenden aus dem ganzen Land, in der Regel spenden Brauereien sonst eher an lokale Schreine.

c-Meiji-Schrein-5.jpg


Die Beschriftungen am Meiji-Schrein sind in japanisch und englisch.

c-Meiji-Schrein-h-2.jpg


Wenn man schon eine Touri-Tour macht, darf auch ein Touri-Foto nicht fehlen

c-Meiji-Schrein-6.jpg


Direkt an der Schrein-Anlage steht nochmals ein großes Torii




Bevor wir den großen Innenhof betraten, blieben wir vor einem anderen, kleinen Häuschen stehen

c-Meiji-Schrein-7.jpg


Levin erklärte uns die Bedeutung: Die Japaner kaufen sich für jedes Jahr einen neuen Glücksbringer an einem Schrein oder einem Tempel.
Klassischerweise ist es meistens ein kleiner Seidenbeutel. Darin befindet sich dann das Gebet für den Besitzer.
Das ganze nennt sich O-Mamori.
Es gibt für ganz viele Lebenslagen spezielle O-Mamori. Zum Beispiel für das Bestehen einer Prüfung, für eine gute bevorstehende Geburt, für eine sichere Reise usw. In vielen Autos sieht man sie für sichere Fahrten usw.
Es soll immer dort platziert werden, wo es "wirken soll"

Den alten O-Mamori entsorgen sie an Silvester ebenfalls am Schrein / Tempel, wo er ein Jahr zuvor gekauft wurde.
Oft sieht man solche kleinen Häuschen, hier kann man seine alten Glücksbringer einwerfen und sich dann direkt im Schrein einen neuen für das neu angefangene Jahr kaufen.

Jedes O-Mamori ist handangefertigt. In jedem Beutel befindet sich ein Gebet, welches die Mönche aus dem Tempel geschrieben haben.
Und obwohl es verlockend scheint, soll man den Beutel niemals öffnen. Ansonsten verliert es seine wohltuende Wirkung.

Sehr wissenswert und ein schöner Einblick in die japanische Kultur.

Unsere Tour ging weiter.

Wir gelangten zum Innenhof der Anlage.

c-Meiji-Schrein-h-5.jpg
c-Meiji-Schrein-h-7.jpg


Diese beiden Bäume sind die Ehemann & Ehefrau - Bäume.
Sie wurden um 1920 gepflanzt und sind nun zu stattlichen Bäumen herangewachsen.

Davor seht ihr einen kleinen Kasten. Hier hinein wirft man etwas Geld und betet dann, zum Beispiel für eine glückliche Ehe.

c-Meiji-Schrein-h-9.jpg
c-Meiji-Schrein-h-10.jpg


Auf diesem Foto sieht man die "Ehepaar"- Bäume sehr schön.

c-Meiji-Schrein-11.jpg
c-Meiji-Schrein-10.jpg


Wir gingen weiter zum Hauptgebäude der Schrein-Anlage.
Hier finden die traditionellen Gebete statt.
Fotografieren aus der Nähe ist aus Gründen des Respektes verboten.

Levin hatte uns die genau festgelegte Reihenfolge für ein Gebet erklärt

1. Eine 50 Yen Münze (das sind die mit dem Löchlein in der Mitte) in die dafür vorgesehene Kiste werfen.
2. Manchmal gibt es Glocken, welche man läuten sollte, um die Aufmerksamkeit der Götter zu erlangen
3. Dann verbeugt man sich zweimal
4. Anschließens klatscht man zweimal in die Hände (um wirklich die Aufmerksamkeit der Götter zu bekommen)
5. Jetzt kann man still sein Gebet sprechen
6. Danach verbeugt man sich nochmals.

Und damit endet das Gebet.

Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, seine Wünsche den Göttern mitzuteilen:


Die ema - Holztafeln

An nahezu jedem Tempel oder Schrein sieht man die bunten Holztäfelchen. Sie sind einseitig bedruckt und auf die andere Seite kann man seinen Wunsch schreiben.
Irgendwann, meistens um Neujahr herum, werden die Brettchen mit einem speziellen Ritual verbrannt. Mit diesem Ritual kommt der Wunsch dann bei den Göttern an.

c-Meiji-Schrein-9.jpg




c-Meiji-Schrein-8.jpg


In Japan gibt es sehr viele Shinto-Schreine und Buddhistische Tempel. Shintoismus und Buddhismus werden gleichzeitig gelebt. Möglich ist das, weil Buddhismus und Shintoismus verschiedene Lebensphasen abdecken und somit ohne Probleme nebeneinander existieren und gelebt werden können.

Wie kann man einen Shinto-Schrein von einem buddhistischen Tempel unterscheiden?

Beim Shintoismus spricht man von einem Schrein, beim Buddhismus von einem Tempel.

Es gibt manche Merkmale, welche man bei beiden heiligen Stätten finden kann. Z.B. die kleinen Holztafeln.

Aber es gibt auch ein paar Unterschiede, an welchem ihr klar unterscheiden könnt, ob ihr euch bei einem Schrein oder Tempel befindet.

Fast immer betritt man einen Shinto-Schrein durch ein Torii, ein großes Tor.
Bei einem Tempel betritt man die Anlage fast immer durch ein prächtiges Tempel-Tor. Rechts und links neben dem Durchgang befinden sich oft gruselig aussehende Figuren von Wächter-Gottheiten.
Ausschließlich beim Shintoismus kommen die Stroh-Seile mit den Zick-Zack-Anhängern vor. Wenn ihr das entdeckt, seid ihr in einer Shinto-Schrein-Anlage.
Wenn ihr Räucherstäbchen oder eine Metallglocke entdeckt, seid ihr in einem Tempel.




Wir hatten einen festen Zeitpunkt, an welchem wir uns wieder am vorher vereinbarten Treffpunkt trafen.
Die Kids und ich waren ca 10 Minuten zu früh und Levin zeigte uns noch etwas:

Omikuji - Kleine Glücks-Lose

c-Meiji-Schrein-h-6.jpg


Zunächst haben wir etwas Geld in die dafür bereitgestellte Box geworfen. (100 Yen)
Auf dem Foto mittig seht ihr zwei Kästchen. Diese musste man schütteln, aus einer kleinen Öffnung kam dann ein Holzstift mit einer Nummer heraus.
Rechts auf dem Foto seht ihr einen Kasten mit nummerierten Schubladen.
Man nahm dann aus der entsprechend der gezogenen Zahl eine Botschaft aus der Schublade.

Das hier war meine:

c-Meiji-Schrein-12.jpg




Inzwischen waren auch die anderen Tour-Teilnehmer am Treffpunkt angekommen.

c-Meiji-Schrein-1.jpg


Wir gingen zurück zum Bus und fuhren zum nächsten Ziel.






d-kaiserpalast-h-2.jpg


Die Godzilla-Road. Habt ihr die riesige Godzilla-Figur gesehen?




d-kaiserpalast-h-5.jpg


Das National Diet Building - Das Zentrum der japanischen Politik. Hier befinden sich beide Kammern des Landtages.

d-tokio-kaiserpalast-22.jpg


Als wir durch Akihabara fuhren, klebten die Kids an den Scheiben, denn Akihabara gilt als das Viertel für Elektronikhandel, Manga, Spiele, Anime.

Als damals Pokemon Go auf den Markt kam, war hier .... ich meine, Pikachu?! Auf jeden Fall die seltenste und wertvollste Figur.

d-kaiserpalast-h-10.jpg
d-kaiserpalast-h-11.jpg
d-kaiserpalast-h-12.jpg
d-kaiserpalast-h-13.jpg
d-kaiserpalast-h-14.jpg
d-kaiserpalast-h-15.jpg


Ähm.... habt ihr die Figuren im Schaufenster gesehen??!

.... gruselig... Halloween lässt grüßen...

d-kaiserpalast-h-1.jpg
d-tokio-kaiserpalast-1.jpg




Der Kaiserpalast war unser nächstes Ziel


d-tokio-kaiserpalast-7.jpg


Bevor wir zum eigentlichen Gelände des Kaiserpalastes gingen, zeigte uns unser Guide diese imposante Statue.
Es ist die Statue vom Kusunoki Masashige. Er wurde 1294 geboren und war ein Samurai.
In einer aussichtslosen Lage opferte er sich am 5. Juli 1336 am Fluss Minato für den Kaiser.
Inzwischen gilt er als Nationalheld.

d-tokio-kaiserpalast-8.jpg




Die Gartenanlage um den Kaiserpalast

d-tokio-kaiserpalast-9.jpg
d-tokio-kaiserpalast-10.jpg


Und dann standen wir an einem der bekanntesten Fotomotive von Tokyo:
Die beiden Brücken und im Hintergrund einer der drei letzten noch verbliebenen Türme der alten Burg Edo.

d-tokio-kaiserpalast-11.jpg
d-tokio-kaiserpalast-12.jpg




Leider hatten wir keine Zeit für eine Besichtigung des Kaiserpalastes.



d-tokio-kaiserpalast-16.jpg


Sehr kontrastreich: Grüner Park vor den Hochhäusern der Megametropole Tokyo.

Die Anlage des Kaiserpalastes ist von einem Wassergraben umgeben

d-tokio-kaiserpalast-5.jpg
d-tokio-kaiserpalast-15.jpg
d-tokio-kaiserpalast-17.jpg




d-tokio-kaiserpalast-4.jpg




d-tokio-kaiserpalast-3.jpg


Schaut euch mal das rote Blaulicht (ich wollte nicht Rotlicht schreiben ^^ ) des Polizeiautos an - es lässt sich nach oben ausfahren.




Wir sahen die nächste Sehenswürdigkeit von Tokyo:
Den Hauptbahnhof.
Er ist dem Hauptbahnhof von Amsterdam nachempfunden.

d-tokio-kaiserpalast-19.jpg
d-kaiserpalast-h-8.jpg
d-tokio-kaiserpalast-18.jpg




d-tokio-kaiserpalast-20.jpg


Guckt mal - Otto und Elefant - an wen erinnert uns das?




d-tokio-kaiserpalast-21.jpg
d-tokio-kaiserpalast-23.jpg






Während der Fahrt durch Tokyo bereitete uns unser Guide Levin auf den nächsten Stopp vor, denn dort gab es auch das mitgebuchte Mittagessen

d-tokio-kaiserpalast-24.jpg
d-tokio-kaiserpalast-25.jpg
d-tokio-kaiserpalast-27.jpg




Next Stop:

Asakusa




Levin beförderte meinen Sohn zum Fahnenträger. Wir anderen folgten ihm alle.

e-asakusa-h.jpg
e-tokio-asakusa-1.jpg


So schön blüht es im Oktober in Tokyo




e-tokio-asakusa-2.jpg


Er nahm seinen Job sehr ernst und hob das Fähnchen stets so hoch, wie er konnte






e-tokio-asakusa-3.jpg


Westlich vom großen Tempel in Asakusa befindet sich dieses Torii
Aber den Tempel würden wir erst später ansehen, denn unsere Tour teilte sich hier.
Man konnte eine halbtages-Tour oder eine Ganztagestour mit Mittagessen buchen.

In beiden Touren inkludiert war ein "Matcha-Erlebnis" .
Meine Kids, in Deutschland Matcha-Fans, freuten sich auf diesen Punkt unserer Tour.

Dafür liefen wir zu einem Matcha-Shop. Und hier gab es alles, was der Matcha-Markt hergab.

Im Bus mussten wir uns entscheiden, ob wir Eis oder Tee wollten.
Levin gab die Bestellung im Laden durch und so war alles schon für uns vorbereitet.

e-tokio-asakusa-5.jpg
e-tokio-asakusa-6.jpg


Ich entschied mich für einen Matcha-Eistee. Und ja, er schmeckte, wie das Foto es vermuten lässt...
Ich bin schon in Deutschland kein Matcha Fan und wurde es auch in Japan nicht....
Dabei sollte dies nicht unser einziges Matcha-Erlebnis auf dieser Reise sein ...

e-tokio-asakusa-7.jpg


Die Kids hatten Matcha Eis. Mein Sohn war farblich passend dazu angezogen, aber deswegen schmeckte ihm das Eis trotzdem nicht. Zumindest der Teddy war lecker, sagte er. Meine beiden Töchter stimmten ihm zu.




e-tokio-asakusa-8.jpg


Unser Weg führte nochmals durchs Torii. Wir hatten die Ganztags-Tour gebucht und bekamen nun ein typisch japanisches Mittagessen in der Mall nahe des Asakusa Tempels.


e-tokio-asakusa-11.jpg


Immer wieder wunderte uns das Stromkabel-Chaos über den Straßen von Japan.
Woran liegt das?

Wir haben unseren Guide gefragt und er erklärte uns, dass dies noch immer aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg stammt.
Damals musste man möglichst schnell die Stromversorgung wiederherstellen. Strommasten und überirdische Leitungen waren da die schnellste und günstigste Lösung.

Theoretisch wäre es möglich, die Kabel alle unterirdisch zu verlegen, aber das ist mit immensen Kosten und Aufwand verbunden. Trotzdem plant man dies ganz langfristig, aber das wird noch mehrere Jahrzehnte dauern. Denn bei Erdbeben und Taifunen knicken die Masten um und blockieren wichtige Wege. Außerdem verwittert das Material der Masten durch die salzhaltigere Luft sehr schnell und muss laufend in Stand gehalten werden.




e-tokio-asakusa-12.jpg


Die Asakusa Mall

e-tokio-asakusa-13.jpg
e-tokio-asakusa-14.jpg




Schon bei der Buchung dieser Tour mussten wir angeben, ob wir Allergien haben.

Die Essen waren schon vorbereitet, wir setzten uns an die Tische und bekamen unser Mittagessen, bestehend aus mehreren typischen japanischen Speisen wir zb regionaler Tofu.
Als Dessert gab es Schokoeis. Die Kids freuten sich besonders, denn es schmeckte "Tausendmal besser als dieses Matcha-Eis!"

e-tokio-asakusa-15.jpg
e-tokio-asakusa-17.jpg


Von der Mall aus liefen wir dann zum Anfang des Weges zum großen Tempel.


Der Asakusa-Tempels / Asakusa- Schreins

Wir haben ja gelernt, wie wir unterscheiden können, ob es sich um einen Shinto-Schrein oder Buddhistischen Tempel handelt.

Man betritt den Weg Richtung Tempel durch dieses Tor, rechts und links sieht man Figuren bedrohlich dreinblickender Gottheiten.
Also, was ist der Asakusa-Tempel/Schrein?
Richtig, ein buddhistischer Tempel. Dennoch wird er oft Asakusa-Schrein genannt.

e-tokio-asakusa-18.jpg


Kaminarimon - das Donner Tor - gilt als das Symbol für Asakusa und man sieht es fast immer, wenn man Bilder von Tokyo googelt.

e-tokio-asakusa-19.jpg


Die Laterne ist wirklich riesig. Und schwer, sie wiegt um 700 kg.




e-tokio-asakusa-20.jpg


Wenn man das Tor durchschritten hat, beginnt die Nakamise-dori, eine Einkaufsstraße, vor allem für Souvenirs und Amulette

e-tokio-asakusa-21.jpg


Ganz am Ende befindet sich der Haupttempel

e-tokio-asakusa-22.jpg


Blick zurück: Nakamise-dori und das Donner-Tor

e-tokio-asakusa-23.jpg
e-tokio-asakusa-24.jpg
e-tokio-asakusa-25.jpg
e-tokio-asakusa-26.jpg
e-tokio-asakusa-27.jpg
Es war extrem voll und wir schoben uns durch die Straße. Weil es durch die Menschenmassen recht eng war, schauten wir nur die Shops auf der rechten Seite an.

e-tokio-asakusa-29.jpg
e-tokio-asakusa-30.jpg


Langsam näherten wir uns dem zweiten Tor, dem Hozomon - Das Schatz Tor

e-tokio-asakusa-31.jpg


Jedes Jahr besuchen ca 20 Millionen Menschen diese heilige Stätte. Gefühlt die Hälfte davon war mit uns an diesem Tag da ....

e-tokio-asakusa-33.jpg


e-tokio-asakusa-35.jpg


Die große Laterne in der Mitte wiegt ca 400 kg, die Kuper-Laternen rechts und links daneben sogar 1000 kg.

e-tokio-asakusa-34.jpg


Die fünfstöckige Pagode darf man nicht betreten. In der Pagode gibt es Abbildungen von Buddha und Reliquien.

Am Weihrauchstand vorbei (wir haben gelernt: Weihrauch = Buddhistischer Tempel) gelangten wir zum Haupttempel.

e-tokio-asakusa-36.jpg


Der Haupttempel wurde ursprünglich im Jahr 645 fertiggestellt, musste aber mehrfach neu aufgebaut werden, da er abgebrannt ist.

Auf dem Gelände steht auch noch ein Shinto-Schrein und ein weiteres eigentlich sehenswertes Tor, aber bei den Menschenmassen hatten wir darauf keine Lust mehr

e-tokio-asakusa-37.jpg


Am Haupttempel vorbei (Fotos aus der Nähe sind verboten) liefen wir zu unserem Treffpunkt und warteten mit kühlen Getränken und im Schatten auf den Rest unserer Reisegruppe.

e-tokio-asakusa-38.jpg




Unweit des Asakusa-Tempels sahen wir schon unser nächstes Ziel: Den Tokyo Skytree!
e-tokio-asakusa-28.jpg





Der Tokyo Skytree

Der Skytree ist der höchste frei stehende Rundfunkturm der Welt. Nach dem Burj Khalifa in Dubai und dem PNB 118 in Kuala Lumpur ist er das dritthöchste Bauwerk der Erde und bietet einen tollen Rundumblick von der Aussichtsplattform. Bei gutem Wetter kann man sogar den Fuji sehen.
Erst im Jahr 2012 wurde der Skytree eröffnet, ist aber trotzdem schon ein bekanntes Wahrzeichen von Tokyo.
Gebaut wurde er, um Interferenzen der Sendesignale infolge der zahlreichen Hochhäuser in Tokio zu reduzieren

Die Tickets für den Sky Tree waren im Preis der Tour inklusive.



f-skytree-h-1.jpg
f-tokyo-skytree-59.jpg
f-tokyo-skytree-53.jpg


Im Turm gibt es zwei Aussichtsplattformen. Das Tembo Deck (350 m) und die Tembo Galleria (450 m)
Die regulären Tickets führen zur unteren Aussichtsplattform. Man kann aber auch direkt Kombi-Tickets für beide Plattformen kaufen.
Wer sich spontan entscheidet, noch auf die höhere Plattform zu fahren, kann diese auf dem Tembo Deck kaufen. Dazu geht man vom Ausgang des Aufzuges nach oben und hat dort die Automaten für die Tickets für die Tembo Galleria, 100 Meter weiter nach oben.

f-skytree-h-5.jpg


Das Mädchen ist das Maskottchen des Tokyo Sky Trees, sie heißt Sorakara-chan, was übersetzt „von dem Himmel-chan“ bedeutet.
Das Muster des Kleides des Maskottchens ist an die Struktur des Tokyo Sky Trees angelehnt.

f-tokyo-skytree-1.jpg
f-tokyo-skytree-2.jpg
f-tokyo-skytree-3.jpg
Eine Nachbildung der Spitze.




f-tokyo-skytree-4.jpg


Unsere Tickets waren skip-the-Line-Tickets, wir durften also an der kompletten Warteschlange vorbei.
Fühlte sich irgendwie nicht richtig an .... hat uns aber einiges an Zeit gespart.

f-tokyo-skytree-5.jpg
f-skytree-h-3.jpg
f-tokyo-skytree-10.jpg


Auf der Aussichtsplattform des Shibuya Sky haben wir Tokyo bei Nacht erleben dürfen.
Nun sahen wir Tokyo am Tag - das ist nicht minder beeindruckend.
So unfassbar viele Häuser.... So weit das Auge reicht.

Es folgen Fotos aus beiden Aussichtsplattformen, denn obwohl wir eigentlich nicht viel zeit hatten und die Schlange für die obere Aussichtsplattform lang war, haben wir es gemacht. Es hat sich definitiv gelohnt!

Es gibt nur einen Nachteil an der oberen Plattform: Zum fotografieren ist sie nicht so gut geeignet, man hat kleinere Fenster und mehr Spiegelungen.
Auf der unteren Plattform sind die Fenster bodentief und zum fotografieren besser geeignet.


f-tokyo-skytree-9.jpg
f-tokyo-skytree-8.jpg
f-tokyo-skytree-11.jpg
f-tokyo-skytree-7.jpg
f-tokyo-skytree-6.jpg
f-tokyo-skytree-13.jpg




f-tokyo-skytree-14.jpg


Bei gutem Wetter kann man den Fuji sehen. Heute war er nicht einmal zu erahnen. Man sah zwar den Gebirgszug, aber der Fuji war auch mit starker Nachbearbeitung des Fotos nicht zu sehen.

f-tokyo-skytree-22.jpg




f-tokyo-skytree-17.jpg


Schön durch eine Glasscheibe gegen die Sonne fotografiert .... Links mittig sieht man den Tokyo Tower, den Eiffelturm von Tokyo

f-tokyo-skytree-28.jpg




f-tokyo-skytree-18.jpg


f-tokyo-skytree-26.jpg


Wer genau hinsieht, kann sogar einen Hubschrauber sehen

f-tokyo-skytree-24.jpg
f-tokyo-skytree-34.jpg
f-tokyo-skytree-32.jpg
f-tokyo-skytree-33.jpg
f-tokyo-skytree-35.jpg
f-tokyo-skytree-38.jpg

f-tokyo-skytree-45.jpg
f-tokyo-skytree-48.jpg


In Schwarz-weiß wirkt es noch krasser...

f-tokyo-skytree-50.jpg



An ein paar Stellen sind Glasböden eingebaut. Die Kids hatten Spaß, ich bewunderte die beeindruckende Konstruktion

f-tokyo-skytree-54.jpg
f-tokyo-skytree-52.jpg
f-tokyo-skytree-55.jpg
f-tokyo-skytree-57.jpg
f-tokyo-skytree-58.jpg


Ein Bekleidungsgeschäft für Übergrößen.




Unsere Sightseeingtour in Tokyo neigte sich langsam den Ende ...
Wir hatten noch einen Programmpunkt, auf welchen ich mich sehr gefreut habe:
Eine kurze Bootsfahrt in Odaiba zum Sonnenuntergang.




Odaiba - das ist das Viertel, in welchem auch die Freiheitsstatue steht.
Da waren wir vor zwei Tagen bereits.

Ein paar Impressionen von der Fahrt Richtung Odaiba

g-odaiba-h-1.jpg


Dieses schöne Gebäude hat einen traurigen Hintergrund. Es ist die Tokyo Memorial Hall - ein Gedenkschrein für die Opfer von dem großen Kanto Erdbeben und dem schweren Luftangriff im 2. Weltkrieg. Daneben befindet sich das "Great Earthquake Memorial Museum"

Am 1. September 1923 erschütterte ein schweres Erdbeben mit der Stärke von 7,9 die Insel Hauptinsel Hoschu. Sie ist die größte Insel Japans und wird auch als "Kernland" bezeichnet. Auch Tokyo liegt auf Honschu.

Das Erdbeben und die dadurch ausgelösten schweren Brände forderten ca 142.000 Menschenleben.

In der Parkanlage kann man Überreste vom Erdbeben und vom Krieg sehen, es soll das Bewusstsein für Frieden und Katastrophen fördern.

g-odaiba-h-2.jpg


Auch das gehört noch zu der Memorial-Park-Anlage






g-odaiba-h-4.jpg


In diesem Gebäude werden Sumo-Kämpfe ausgetragen.

g-odaiba-h-3.jpg






g-odaiba-1.jpg


Der Weg nach Odaiba führte wieder über die Rainbow Bridge. Dieses mal schon in leichtem Abendlicht. Traumhaft

g-odaiba-2.jpg




Wir wurden in der Nähe von der Anlegestelle für das Boot abgesetzt.

"Guckt mal Kinder, da kommt unser Ufo!" scherzte ich zu den Kindern. "Häh, was ist das?! Ist das wirklich unser Boot?!"

Je näher das Boot zu uns kam, desto mehr erkannten wir die futuristische Form des Bootes. Passt irgendwie zu Odaiba.

g-odaiba-3.jpg




Weil wir so früh an der Anlegestelle und schnell aus dem Bus ausgestiegen waren, standen wir ganz vorne und als wir auf das Boot durften, gingen wir direkt nach ganz oben und ganz vorne.



Das Boot stand noch eine Weile am Anleger - und wir genossen einen traumhaften Sonnenuntergang.



g-odaiba-5.jpg
g-odaiba-6.jpg
g-odaiba-7.jpg
g-odaiba-8.jpg
g-odaiba-10.jpg




Die Bootsfahrt war von der Strecke her nicht weit. Einmal unter die Rainbow-Bridge hindurch auf die andere Seite.

Aber im Licht der untergehenden Sonne war es wundervoll und ich genoss jede Sekunde.




g-odaiba-11.jpg
g-odaiba-12.jpg


Das Leben spielt sich in Tokyo draußen ab. Vor allem, wenn das Wetter so schön ist.

g-odaiba-15.jpg
g-odaiba-16.jpg
g-odaiba-h-6.jpg
Genießen und fotografieren geht bei mir gleichzeitig

g-odaiba-18.jpg
g-odaiba-19.jpg
g-odaiba-20.jpg
g-odaiba-21.jpg






Mit dem Bus fuhren wir zurück zum Endpunkt, mit noch einem klitzekleinen Highlight, denn der Bus fuhr eine extra-Runde um den Tokyo Tower, so konnten wir ihn beleuchtet und aus direkter Nähe sehen

i-tokyotower-1.jpg
i-tokyotower-2.jpg
i-tokyotower-3.jpg
i-tokyotower-4.jpg
i-tokyotower-5.jpg


i-tokyotower-7.jpg


i-tokyotower-6.jpg






Der Reisebericht endet hier. Aber unser Tag noch lange nicht.

Aber dieser Beitrag ist schon länger als geplant, daher teile ich ihn auf.

Im nächsten Bericht nehme ich euch mit nach Shinjuku und Akihabara.




Danke, dass ihr wieder dabei ward!



Bis zum nächsten mal! .wink:
 

Die Sonnenanbeterin

Well-Known Member
Hallo zusammen,

weiter geht's mit meinem Bericht aus Tokyo



Miau! Oder wie es auf japanisch heißt: Nyān !

Heute ist der 22. Februar. Und wisst ihr, was an diesem Tag in Japan gefeiert wird?

Es ist der nationale Katzentag! Der 猫の日 (Neko-no-kinenbi) :006:


Die Japaner sind genauso katzenverrückt wie meine Kids und ich.

Die Winkekatze (Maneki-neko) ist zB ein sehr beliebter Glücksbringer in Japan. Wer sie bei sich aufstellt, soll von der Winkekatze Glück und Wohlstand herbei-gewunken und Unglück weg-gewunken werden.

winkekatze-japan.jpg


Im Shintōismus werden Katze als Nekogami verehrt – als göttliche Geistwesen (japanisch = kami).

Diese Katzenverehrung hat ihren Ursprung in der Edo-Zeit (1603-1868), in welcher die Katzen zu einer Art Gottheit erhoben wurden. Der Grund war nachvollziehbar: Als bewährter Mäusefänger beschützten sie die Nahrungsvorräte der Menschen sowie die Seidenraupenzucht vor Ratten und Mäusen. Ähnlich wie schon damals im alten Ägypten, wo Katzen ebenso verehrt wurden wie in Japan.
Und das hält bis heute an. In keinem anderen Land gibt es mehr-Katzen-pro-Kopf. Katzen begegnen einem überall. Als Logo von Speditionsunternehmen, als Figuren in Schreinen, als Hello-Kitty gefühlt überall, es gibt sogar einen Hello-Kitty-Zug und ein Hello-Kitty Shinkansen (Schnellzug)
Es gibt viele Katzen-Cafés und immer wieder sieht man auch Katzen vor den Häusern oder in den Straßen rumlaufen.
Und es gibt sie eben als riesige 3D-Figur im Tokyoer Stadtteil Shinjuku.
Das "Zentrum" dieser Verehrung von Katzen ist das Gebiet der Präfektur Miyagi. Es gibt in dieser Region zehn Shintō-Schreine, die den Katzen bzw. Nekogami (Shinto) geweiht sind, zudem findet man viele Katzenstehlen und auch Katzengrabstätten.

Für uns als Katzenfans natürlich toll, dass wir unserem Lieblingstier überall begegnen.
Wir leben im Münsterland auf einem kleinen Bauernhof.
Seit vielen Jahren nehme ich jedes Jahr irgendwelche Problemfälle - oder wie ich sie nenne - Problemfelle auf. Meistens Kitten, die ihre Mutter verloren haben. Ich päppel die Katzen auf und entweder bleiben sie auf unserem Hof oder ich suche ein neues zu Hause für sie.
Letztes Jahr kam z.B. ein Pärchen zu mir, welches seit mehreren Monaten im Tierheim war, dort immer scheuer wurde und somit nicht in Wohnungshaltung vermittelt werden konnte. Die beiden sind inzwischen sehr zahm und verschmust und begrüßen mich jeden Tag freudig. Sie haben sich so sehr an uns gebunden, dass wir sie behalten werden.

Einen anderen Kater habe ich auch behalten. Er kam an einem Samstag im Spätsommer zu mir. Nachts. Freunde von uns haben ihn an der Straße gefunden. Ein kleines Fellbündel. Schwer verletzt. Kaum noch Leben in dem kleinen Tierchen. Der Tierarzt, welchen sie direkt aufgesucht haben, hat die Behandlung abgelehnt. Oder meine Freunde hätten alles bezahlen müssen. Bei der Schwere der Verletzung wäre da was zusammen gekommen.
Ich nahm ihn in der Nacht zu mir, versorgte ihn mit Katzenmilch und Nassfutter und versorgte seine Wunden. Am nächsten Tag fuhr ich zu meinem Tierarzt. Dort blieb er zwei Tage und dann stand fest: Er kommt durch. Der Weg war lang, aber das kleine Katerchen war unglaublich tapfer und stark. Ein halbes Jahr hat er alles an Verbandswechsel, Bäder und Therapien über sich ergehen lassen, als habe er gespürt, dass wir ihm helfen. Heute ist er 6 Jahre alt, fast topfit und zeigt uns jeden Tag seine Dankbarkeit. Jede Katze, die ich danach aufgenommen habe, hat er mitversorgt und sich ganz liebevoll um die Neuzugänge gekümmert. So, als wolle er was zurück geben. Und wer behauptet, man könne Katzen nicht erziehen: Irrtum. Unser Kater macht viele Kunststückchen, die man sonst nur von Hunden kennt.

felix1.jpg
felix3.jpg


Und ganz aktuell ist Harry bei uns. Er kam mit FIP zu uns, eine eigentlich tödliche Krankheit. Aber es gibt ein Medikament, welches gegen FIP hilft. Leider ist es nicht im normalen Handel erhältlich, nur über sehr komplizierte Wege, ...obwohl es nachgewiesen hilft, bekommt es in Deutschland keine Zulassung .... - wir haben mit Harry diese Therapie gemacht - und er ist nun seit vielen Monaten beschwerdefrei!
harry3.jpg


Und natürlich geht es in diesem Teil von meinem Reisebericht auch um eine Katze



Oktober 2023. Tag 3 in Japan. Und unser letzter Tag in Tokyo.

Am 1. Tag waren wir (meine drei Teenie-Kids und ich) im TeamLab Planets und in Odaiba, am zweiten Tag waren wir am Fujiyama

Heute waren wir mit dem Sightseeingbus in Tokyo unterwegs und haben die besten Sehenswürdigkeiten der Metropole gesehen





Nun ist es Abend. Unser letzter Abend in Tokyo.

Und Zeit für ein weiteres, kleines Highlight.

Wir starten diesen Bericht im spät-abendlichen Akihabara.

Akihabara gilt als der Manga, Anime und Elektrospiel- Stadtteil.
Auch befinden sich hier jede Menge Maid-Cafés. Hier wird man von Kellnerinnen im Dienstmädchen Cosplay Outfits bedient. Die Speisen sind oft niedlich hergerichtet. Wir waren jedoch in keinem.

Wir spazierten einfach nur die Straße entlang und ließen die bunte und leuchtende Reklame rund um uns herum irgendwie auf uns wirken. Eine Reizüberflutung. Wie sooft in Tokyo. Es überforderte uns trotz der Tatsache, dass die Geschäfte schon alle geschlossen waren. Am Straßenrand versuchten viele Cosplay-Maids uns in ihre Cafés zu locken. Einige Händler verkauften Anime-Figuren aus ihren Bollerwagen heraus.
Die Mädchen wurden fündig und freuten sich über 4 neue Figuren, welche nur ein Bruchteil von dem kosteten, was sie in D dafür hätten bezahlen müssen.

P1024384.jpg
P1024391.jpg
P1024447.jpg
P1024451.jpg

Casinos befinden sich hier sehr viele

P1024454.jpg
P1024458.jpg
P1024468.jpg
P1024469.jpg
P1024474.jpg
P1024476.jpg


P1024481.jpg


Zeit für einen Snack. Die Kids entschieden sich für ein Crepe mit Eis, auf der Hand direkt am Gehweg, ich entdeckte ein CornDog (habe ich in den USA schon gerne mal gegessen) mit Kartoffekruste. Hörte sich gut an ...

PXL_20231007_131124328.jpg


... und war lecker!

PXL_20231007_132145460.jpg
PXL_20231007_130812806.jpg
PXL_20231007_091922344.jpg


Nach einem kleinen Spaziergang in Akihabara und einer kleinen Stärkung fuhren wir mit der Bahn nach Shinjuku.

Endlich :006:


Denn dort gibt es seit 2 bzw inzwischen seit 3 Jahren etwas ganz Besonderes:
Das neue Billboard ist über 150 qm groß und gebogen. Es erstreckt sich über 3 Etagen und liefert Bilder in 4K-Qualität. Durch die Größe und die gebogene Form, die Qualität und die Art der Filmequenzen wirkt es dreidimensional, manchmal fast so, als schwebt das Katerchen über die Fußgänger.
Es wurde erst 2021 errichtet, ist aber schon jetzt für viele Touristen ein absolutes Must-See.
Für uns war es das auch. Nicht nur wegen Calico, dem Kater. Ja, richttig gelesen: die Katze ist eigentlich ein Kater!
Dieser taucht von 7 Uhr bis in die späte Nacht alle 10 - 15 Minuten auf. Nachts schläft er und ist nicht zu sehen.
Die Sequenzen mit Calico sind 4K-3D-Filmchen.
Aber auch dazwischen gibt es immer wieder Werbung, welche sich der spektakulären 3D-Technik bedient.

Calico ist ein ganz besonderer Kater, denn er ist dreifarbig. In der Natur kommt das sehr selten vor, denn normalerweise sind dreifarbige Katzen immer weiblich, nur ca 1 von 3000 ist männlich.
Am linken Hinterbein ist ein schwarzer Fleck, dieser soll Shinjuku darstellen.


Am Bahnhof in Shinjuku nahmen wir den Ostausgang, also East Exit

Und schon kurze Zeit später standen wir an der berühmten Kreuzung und warteten ungeduldig auf Calico

P1024399.jpg


Und dann sahen wir ihn! :freu:

Endlich! Wir waren sooo happy!! Verrückt, es ist ein digitaler Kater, aber die Bewegungen und die Darstellung vom Fell sind erstaunlich real!

(Am Ende dieses Berichtes gibt es ein paar Videos von Calico)

P1024401.jpg
P1024402.jpg
P1024410.jpg
P1024415.jpg
P1024430.jpg


P1024436.jpg






Für die Kids hatte ich heute noch eine kleine Überraschung im Gepäck:

Kakao und Kuchen im 2D-Café


Von der großen Katze läuft man ca 15 Minuten zum 2D-Café.

Die Überraschung war gelungen, meine Älteste kannte es schon aus diversen TikTok-Videos, die Zwillinge waren ganz überrascht und fanden es toll. Meine Jüngste sowieso, denn es lief die ganze Zeit K-Pop.

Durch bestimmte Bemalung wird ein Comic-Effekt erzielt. Und wir sind mitten drin.

P1024443.jpg


PXL_20231007_111910247.jpg
PXL_20231007_113234063.jpg
PXL_20231007_115339101.jpg
PXL_20231007_114252240.jpg
PXL_20231007_112646598.jpg

Der Erdbeerkuchen ist sehr lecker!

Mit der Bahn fuhren wir zurück nach Shibuya. Inzwischen hatten wir uns an das Bahnfahren gewöhnt.
So kompliziert war das gar nicht, vor allem nicht mit der App.
Schauen, welche Linie man nimmt und dann die Tickets ziehen.

P1024482.jpg
PXL_20231007_133034788.jpg


Die Ticketschalter konnten wir auf englisch umstellen

PXL_20231007_133132382.jpg


Damit niemand von der heranfahrenden Bahn überfahren wird, gibt es diese Schutzwände.
Die Türen öffnen sich erst, wenn der Zug hält.
P1024487.jpg
PXL_20231007_134114757.jpg


Zurück in Shibuya
PXL_20231007_141709031.jpg


PXL_20231007_141840461.jpg




An der Straße zu unserem Hotel fand ein Tuning-Treffen statt.

PXL_20231007_142720707.jpg


PXL_20231007_142736299.MP_.jpg


Beeindruckender Sound aus einer noch beeindruckenderer Anlage

PXL_20231007_142753928.jpg

Guckt euch mal die Hinterreifen an, er konnte die so schräg stellen. Der Fachausdruck dafür heißt "Radsturz" und soll vor allem bei Rennen für die Kurven ideal sein.



Da gefällt mir sowas schon viel mehr:
PXL_20231007_143022257.MP_.jpg






Video von der 3D-Katze in Shinjuku und dem 2D-Cafe







Das war ein wirklich langer Tag. .. ein schöner Tag mit vielen Erlebnissen und tollen, unvergesslichen Momenten.

Wir waren im Hotel, machten uns bettfertig und schliefen ein, bevor der Kopf das Kopfkissen erreichte ....





Bye Bye, bis zum nächsten mal.

winkekatze-japan.jpg

 

Heeeschen

Well-Known Member
Diese 3-D Leinwand, auf der Calico zu sehen, ist – kann es sein, dass ich das schon mal an anderer Stelle mit einer riesigen Welle gesehen hab, die auf die Zuschauer zu schwappen droht? Das sah unfassbar realistisch aus…
Und bei eurem Kaffee Besuch fällt mir natürlich sofort ‚Take On Me’ ein – klasse, da wäre ich auch gern mal essen.
Dein Engagement für Tiere, speziell Katzen – da geht mir echt das Herz auf – ein dickes Dankeschön und ein großes weiter so <3
 

Die Sonnenanbeterin

Well-Known Member
Diese 3-D Leinwand, auf der Calico zu sehen, ist – kann es sein, dass ich das schon mal an anderer Stelle mit einer riesigen Welle gesehen hab, die auf die Zuschauer zu schwappen droht? Das sah unfassbar realistisch aus…
Und bei eurem Kaffee Besuch fällt mir natürlich sofort ‚Take On Me’ ein – klasse, da wäre ich auch gern mal essen.
Dein Engagement für Tiere, speziell Katzen – da geht mir echt das Herz auf – ein dickes Dankeschön und ein großes weiter so <3

Vielen Dank :) 1f495




Diese riesige Leinwand hatte schon sehr viele teils coole Filmchen, nahezu immer Werbung


Ich habe was gefunden, allerdings steht die in Südkorea:





Hier mal ein paar nette Werbespots aus Shinjuku



Nike:

Final Fantasy:

Andere süße Mieze:
 
Oben