Opodo Finger weg! Wege der Kostenerstattung trotz fehlender Unterstützung

Julchen1974

Well-Known Member
#1
Hallo Zusammen!
Ich suche nach Leuten, die ähnlich schlechte Erfahrungen mit Opodo gemacht haben /machen wie wir.
Wir hatten über Opodo Flüge mit Air France -
am 4.4. 20 ab Düsseldorf über Atlanta nach Puerto Rico gebucht (Codeshare Delta Airlines), da wir eine einwöchige Kreuzfahrt in der südlichen Karibik machen wollten (gebuchter Rückflug 17.4., da noch Hotelaufenthalt anschl.geplant war).
Kontaktaufnahme mit Opodo erfolgte direkt nach Bekanntgabe des Einreiseverbotes in die USA am 13.3..
Kundenservice war eine Katastrophe, es war nicht einmal bekannt, dass wir nun ein Einreiseverbot in die USA erteilt bekommen hatten. Der Kundenservice sitzt in Indien und spricht schlecht Deutsch.
Mehrmalige Versuche nach Annulierung der Flüge eine Flugkostenerstattung beim Kundenservice von Opodo zu erzielen, scheiterten. Sie fühlen sich als Vermittler der Flüge nicht verantwortlich. Obwohl uns E-Mails erreicht haben, in denen wir einer Zustimmung eines Gutscheines zustimmen sollten. Wir möchten jedoch eine Kostenerstattung, die uns rechtlich auch zusteht.

Obwohl Air France auf Opodo verweist, hat Opodo in ihren AGBs festgelegt, dass sie als Vermittler fungieren und der Vertrag mit Air France abgeschlossen wurde.
Daher haben wir schriftlich, per Einschreiben mit Fristsetzung unsere Forderungen der Erstattung nun an Air France vor 14 Tagen gestellt (Fristsetzung 14 Tage).
Mit der Schlichtungsstelle haben wir uns bereits in Verbindung gesetzt und diese teilte uns mit, dass Air Lines zwei Monate Zeit zur Erstattung hätten, nach Ablauf dieser Frist sollten wir uns melden.

Bisher schoben sich Opodo und Air France immer gegenseitig die Zuständigkeit zu.
Vermutlich wird es auf eine Klage hinauslaufen, darauf sind wir bereits vorbereitet worden. Da wir eine gute Rechtsschutzversicherung mit einer geringen Eigenbeteiligung haben, ist dies keine Hürde für uns, zumal das Recht auf unserer Seite ist.
Nun suche ich Opodo-Geschädigte oder zumindest Menschen, die in ähnlicher Situation sind, Erfahrungen damit haben , etc.

Ich kann nur ausdrücklich vor Opodo warnen!!

Viele Grüße
Julchen
 

Airwulf

Moderator
Mitarbeiter
#2
Ich glaube,das ist kein reines Opodoproblem.

Ok,schlechte Hotline und schlechte Deutschkenntnisse schon.
Das würde ich abspeichern für die nächste Buchung.

Aber im Moment rennen wohl alle Reiseveranstalter und Vermittler bei den Airlines
vor die geschlossene Tür.

Obwohl geltendes Recht ,erstattet im Moment kaum jemand Tickets.
Allein bei Lufthansa liegen Tickets für 3,5 Mrd Euro auf Eis, welche wg Corona nicht abgeflogen werden konnten.

Ich bin mir sicher,es sieht bei den anderen Netzwerkcarriern nicht anders aus.

Es bleibt wohl allen nur der Gang zum Gericht.
Und bei der Masse wird es wohl 2024,bis alles abgearbeitet ist.
 

rswfan

Chef vom Dienst
Mitarbeiter
#3
IATA Tickets ≠ Ansprechpartner ist die Airline. Es ist halt leider so... Das ist bei allen Portalen und Vermittler so. Bearbeitung dauert Moooonate
 

Airwulf

Moderator
Mitarbeiter
#4
Ich möchte nur mal kurz meine persönliche Meinung zu diesem Thema kund tun.:0025:

In Coronazeiten geht alles den Bach runter.
Lufthansa erwägt eine Insolvenz in Eigenregie:0096:
Allein die ausgefallenen Flüge haben einen Wert von 3,5 Mrd €:0096:

Es werden keine Autos gekauft, keine Kreuzfahrten gebucht, keine Flugreisen gebucht und Karstadt/Kaufhof hat auch noch nicht auf.

Die Gastronomie liegt am Boden,der Frisör kann nächste Woche unter Auflagen wieder öffnen
(GsD ich muß auf der Toilette die Haare hinten langsam hochheben :0096::022:)

Alles schreit nach Hilfe oder Unterstützung.

Wer soll das bezahlen:009::009:

Wenn ich eine Reise buche, in einem Umfang von mehreren tausend Euros, und diese wird wg Corona abgesagt, weil irgend jemand
in dieser Kette nicht in der Lage ist, die vereinbarte Leistung zu erbringen, so ist das nicht schön(ich hätte auch Sch..ße sagen können.

Aber es ist, wie es ist.

Auch ich verliere viele Euros, weil ich wohl meinen Urlaub im Juni in Calpe in die Tonne kloppen kann.
Aber die Vermieterin in Calpe hat auch zu kämpfen.Ihre Apmts sind ihre einzige Einnahmequelle
Deshalb sehe ich meine Anzahlung als eine Investition in die Zukunft.

Wenn wir uns alle den Gegebenheiten anpassen, dann gibt es auch eine Zukunft.

Macht alle Eure Ansprüche geltend(wg Fristen und sonst was),und wartet ab.

Die Probleme, die wir im Moment haben, sind erheblich größer, als ein ausgefallener Flug oder Urlaub.
Denn das ist "nur Geld".
Aber eine Rezession ist viel teurer.

Gebt den Gesellschaften,Portalen oder Reisebüros Zeit und vor allem Luft zum Atmen.
Ihr glaubt gar nicht, wie es hinter den Kulissen abgeht.

Besonders in Zeiten der Kurzarbeit.
Denn das heißt, mehr Arbeit für alle,mit absolut unzufriedenen Kunden.

Auch eine Drohung mit einem Wechsel zu einem anderen Anbieter/Platform kann nicht ziehen.
Es kochen alle mit Wasser und laßt uns hoffen,das der Deckel es aushält.

Ich weiß,ich bin nicht objektiv, aber das ist für mich im Moment die Realität

So,just my 2 ct.

Rainer

Achso,noch ein Gedanke.
Wenn eine Familie einen Urlaub gebucht hat, welcher viele tausend Euros kostet, dann wird ein Gutschein/verspätete Erstattung
diese Familie nicht in den Ruin treiben.

Leben und leben lassen.

So, jetzt bin ich meine Gedanken endlich losgeworden und Ihr könnt mich steinigen.
 

Julchen1974

Well-Known Member
#5
Obwohl Opodo in ihren AGBs festgelegt hat, dass sie nur Vermittler sind und die Verträge nur mit Air France bestehen (das ist im Übrigen auch das Argument des Kundenservices gewesen), ist Opodo alleiniger Ansprechpartner bezüglich einer Erstattung?
Wir haben die Situation, dass beide es jeweils auf den anderen schieben und diese Vorgehensweise scheint momentan eine gängige Methode der Zeitgewinnung zu sein. Man hofft offensichtlich, dass sich die Gutscheinlösung noch durchsetzt.

Ich habe aber Geduld, Zeit und scheue auch kein Klagen. Notfalls bleibt die Gutscheinlösung, wobei wir bevor es keine Impfung gibt, nirgendwo hinfliegen werden (habe schweres Asthma und bin damit direkt in der Risikogruppe)
 

Julchen1974

Well-Known Member
#6
Lieber Rainer.
Du hast absolut Recht. Keiner wird dir widersprechen.
Ich habe auch alle Zeit der Welt. Vor allem auch viel Verständnis. Gutscheinlösung ist für viele gut, aber nicht für alle. Mich stört daran die knappe zeitliche Begrenzung wegen mangelnder Planungsmöglichkeit.
Ansonsten ist für mich persönlich gerade Urlaub auch das absolut Unwichtigste.
Aber große Summen, bei denen man in Vorleistung getreten ist, möchte man nicht ganz verlieren.
Es gibt auch gute Möglichkeiten mit längeren Fristen oder Angeboten, die für beide Seiten attraktiv sind. Gerade in Zukunft wird es umso wichtiger, dass Kunden auch bleiben.
Wir haben bei Rccl zum Beispiel ein vorbildliches Vorgehen erlebt. Top Kommunikation, Erstattung nach 4 Wochen. Dem Kunden wurden 125 % Gutscheinlösung oder Erstattung angeboten.
Alles eine perfekte Lösung.
 

Arndt

Well-Known Member
#7
Obwohl Opodo in ihren AGBs festgelegt hat, dass sie nur Vermittler sind und die Verträge nur mit Air France bestehen (das ist im Übrigen auch das Argument des Kundenservices gewesen), ist Opodo alleiniger Ansprechpartner bezüglich einer Erstattung?
Wer hat denn das Geld abgebucht bzw. an wen hast Du überwiesen? An den musst Du Dich wenden.
 

Julchen1974

Well-Known Member
#8
Hallo Arndt,
wir hatten die Flüge mit der Kreditkarte an Opodo bezahlt. Daher hatten wir uns auch Mitte März direkt an Opodo gewendet.
Sie verweisen wie gesagt auf Air France und umgekehrt.
Wir warten jetzt erstmal ab.
Selbst wenn Air France irgendwann an Opodo erstatten sollte, leiten diese es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht weiter. Es gibt genug Beispiele im Netz. Der Verbraucherschutz hat aber schon vor 3 Jahren vor Opodo gewarnt. Ich hatte nicht gründlich genug recherchiert, sondern nur Bewertungen überflogen.

Vielen Dank auf jeden Fall für Eure Antworten.
Viele Grüße
Julia
 

Heeeschen

Well-Known Member
#11
Dann lass doch einfach wegen nicht erbrachter Leistung, die Zahlung durch die Kreditkartengesellschaft zurück buchen
Da läufst Du bei Mastercard zB vor die Wand - die lehnen das schlichtweg ab. Daher haben wir jetzt aus März einen tollen Gutschein für eine Woche Ferienhaus in Dänemark
Amex soll da toleranter sein und Rückbuchungen vornehmen.
ABER - wie seriös ist ein Kreditkarte in der Zukunft als Partner für Fluggesellschaften und Reiseveranstalter, der in der jetzigen Situation einfach rückbucht?
Ich könnte mir schon sehr gut vorstellen dass das Einfluss auf die Akzeptanz einzelner Kreditkarten haben wird.
 

peter05

Well-Known Member
#12
In Zukunft müsste man auch diese Vorkassengeschichte über viele Monate mal überdenken.
Meinetwegen 10% Anzahlung und Rest frühestens ne Woche vor Abflug. Ist ja nicht nur aktuell wegen Corona ein Problem, sondern bei den ganzen Pleiten und Streiks bekommt man auch meist den Mittelfinger gezeigt
 

Julchen1974

Well-Known Member
#13
Kreditkartenrückbuchung fällt flach und sicher gibt es generell größere Probleme...
Trotzdem regt mich das Vorgehen von Opodo auf, denn der Kundenservice ist komplett abgestellt und da sie nun mal alleiniger Ansprechpartner sind, wird es schwierig.
Gegen eine Gutscheinlösung habe ich im Prinzip nichts, gebe auch gerne auf diese Weise einen kostenlosen Kredit. ABER ein Gutschein bei Opodo sollte erst nur 3 Monate und im Nachgang bis Ende 2020 eingelöst werden und da wird es sehr schwierig. Ende 2021 fände ich fairer!
Wenn beide Seiten kompromissbereit sind, denke ich, dass man eben die besten Lösungen finden kann.
Die Reisebranche lebt von den Kunden und sie sollen zukünftig- sobald wie eben möglich auch wieder buchen.
Bei Opodo werde ich nie wieder buchen, das Vorgehen ist insgesamt betrachtet nicht mehr im tolerierbaren Bereich.
 

Julchen1974

Well-Known Member
#14
Hallöchen,
wir haben jetzt über die R+V Rechtsschutzversicherung eine TOP Anwaltskanzlei in Hamburg empfohlen bekommen (Name etc. gerne über PN), die auf Reiserecht spezialisiert ist und gerade sehr erfolgreich und schnell Gelder von Fluggesellschaften eintreibt.
Die Fluggesellschaften setzen natürlich darauf, dass die Kunden sich mit diesen Gutscheinen zufrieden geben, aber nach Einschalten eines Anwaltes zahlen sie angeblich sofort, weil alle weiteren (Anwalts-, Gerichts-) Kosten natürlich noch für sie obendrauf kommen!!!

Wir Kunden sind absolut im Recht. Die Kanzlei sieht in den Gutscheinen wie ich auch ein großes Problem, und zwar in der kurzen Gültigkeit, in dem nicht mehr vorhandenen Schutz vor Insolvenz etc .
Vergesst nicht, dass ihr machtlos seid, wenn die Flugpreise ansteigen, aber der Gutschein dann nur einen Teilbetrag des neuen Fluges abdeckt. Vor allem, wenn alternative Fluggesellschaften günstigere Flüge anbieten würden, mit besseren Zeiten, dann wäre der Gutschein quasi ein Witz!

Die großen Fluggesellschaften bekommen Milliarden Euro an Unterstützung, haben bereits unsere Gelder vorgestreckt bekommen und reagieren eigentlich ihren Kunden gegenüber nicht gerade kundenfreundlich. Dieses mal als Denkanstoß von jemandem, der immer viel Verständnis für alles hat, immer beide Seiten betrachtet und dann von einer erfolgreichen Anwaltskanzlei die Augen geöffnet bekommen hat.
Eine Masche ist das nämlich tatsächlich. Es gibt kostenlose Kredite von Kunden zusätzlich. Es wird auch so manch einer seine Gutscheine gar nicht nutzen können und daher ist die Gutscheinfrist auch lediglich auf 12 Monate gesetzt. Bis dahin wird es keinen Impfstoff geben und viele Gutscheine werden verfallen.
Genau darauf setzen die Fluggesellschaften.
Der Kunde wird am Ende veräppelt!!!

Zur Info: Gutscheineinlösung innerhalb von 12 Monaten bei uns heißt, dass die Reise innerhalb von 12 Monaten eingelöst sein muss und nicht die Buchung an sich erfolgt sein sollte. Es ist zudem nun nicht mehr Opodo als Vermittler, sondern Air France zuständig.
 
Zuletzt bearbeitet:

Michael-K.

Well-Known Member
#15
In Zukunft müsste man auch diese Vorkassengeschichte über viele Monate mal überdenken.
Ich würde sagen, den eigentlichen Flugpreis kann man schon mit der Buchung bezahlen. Aber die Steuern&Gebühren dann erst beim Einchecken via Kreditkarte. Da das für die Fluggesellschaften eh nur durchlaufende Posten sind, sollte es die nicht zu hart treffen.

Und vielleicht werden dann unter S&G wirklich nur staatliche Gebühren aufgeführt und nicht mehr Fantasiegebühren wie z.B. Kerosinzuschlag.
 

JohnSmith

Well-Known Member
#19
Die Frage ist, wann die Gesellschaften diese abführen müssen. Wenn ich Märchensteuer abführen muss, muss ich das nach Zahlungseingang tun. Unter Umständen sogar nach Rechnungsstellung, noch vor Zahlungseingang. wie ist das hier ? Erst nach Leistungserbringung ?
LG Ralf
 
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