Reisebericht Yellowstone, Arches, Bryce Canyon and Las Vegas: 2987 Meilen Entspannung pur

Lonici

Well-Known Member
#1
Yellowstone NP, Arches NP, Canyonlands NP, Bryce Canyon und Las Vegas oder 2987 Meilen in 21 Tagen und trotzdem: Entschleunigung par excellence


Vielleicht fragt ihr euch jetzt: geht das denn überhaupt? So viele Meilen (immerhin sind das 4807 km) in dieser kurzen Zeit zu fahren und sich dennoch nicht stressen zu lassen, sich sogar zu erholen? :0096:

Ich kann voller Überzeugung sagen, dass das sehr wohl geht. Ich habe mich so gut erholt wie selten in einem Urlaub. Ich arbeite nun schon mehr als zwei Wochen wieder und immer noch kann mich keiner aus der Ruhe bringen. :006:

Diesen Urlaub hatten wir schon lange im voraus geplant (in den Yellowstone wollte ich schon seit ich ein kleines Mädchen war). Wir gehören ja zur 'Vorausplanfraktion'.

unser Reiseplan:
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in diesem Ringbuch sind alle relevanten Daten schön chronologisch abgelegt. Alle Adressen für die Eingabe im Navi, alle Buchungsunterlagen sind immer griffbereit, ja sogar ein Ausdruck userer ESTA , brauchen wir zwar nie, aber sicher ist sicher. :556:

Wollt ihr mitkommen, wenn ich diesen erlebnisreichen Urlaub Revue passieren lasse?

Los ging die Reise am 19.5. kurz nach Mittag. British Airways brachte uns via London (mit zwei Stunden Verspätung in Heathrow) von Zürich nach Las Vegas.

Nik in seinen '90er Jahre MC Hammer Style Reisehosen :respekt:
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Der Flug verlief ziemlich ereignislos. (kurz nach dem Abheben in Zürich):
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Viel Vergnügen bereitete uns der Kapitän ab London, der sehr humorvoll und mitteilsam war. Er erzählte uns unterhaltsam, warum wir jetzt noch nicht starten durften, warum wir nun wohl doch schon 'getaxit' würden, warum um Himmelswillen wir jetzt schon wieder stünden und dann ‘hey Leute jetzt muss ich aber arbeiten, es geht nämlich los’. Das gleiche dann kurz vor der Landung wieder. Unser Ankunftsgate war nämlich durch einen anderen Flieger noch besetzt und der Captain hat uns verschiedene Möglichkeiten erklärt, warum das so sein könnte. Keine sehr realistisch aber sau komisch. :022: Der ganze Flieger hat sich kaum mehr eingekriegt. Der Mann hatte Spass bei seiner Arbeit. :007:

Gelandet sind wir mit einer Stunde Verspätung. Die Immigrationshalle war fast leer als wir ankamen (wir sind ja immer sehr schnell unterwegs und bei den ersten in der Schlange, da wird nicht zuerst aufs Klo gegangen, ne ne, gibt es nicht) und somit ging alles zack-zack, obwohl die Automaten nicht genutzt werden konnten und alle zu den zwei (!) Officern mussten. Ich wurde nur kurz gefragt, wie lange ich bleiben will und was ich vor hätten, dann war ich durch. Unsere Koffer kamen auch schnell, das Shuttle zur Automietstation stand schon bereit und los gings zu National.
Eine etwas chaotische Österreicherin mit schwerem Schwarzenegger Akzent hat uns zu einen Ford Expedition EXT beordert. Der hatte zwar schon einiges an Meilen drauf, sah aussen auch nicht mehr taufrisch aus (passt ja perfekt zu uns :009:), aber innen war alles sauber und die Ausstattung war super. Also Koffer eingeladen und ab zum nächsten Walmart Navi kaufen (ist ja eigentlich blöd jedes Jahr eines zu bezahlen, wenn man ein eigenes mitbringen kann).

Das war unser "Wägelchen":
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Ist schon immer ein tolles Gefühl einen Walmart zu betreten - Amerikafeeling. Nik überlegt sich jedesmal einen von diesen elektrischen Einkaufswagen zu nehmen und durch die Gänge zu düsen :0103: .
Danach wurde die Adresse des Tropicanas ins neue Navi eingegeben und schon waren wir im Hotel.

Das Tropicana:
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Einchecken ging ratzfatz, und obwohl wir eigentlich noch etwas raus wollten, war die Anziehungskraft der herrlich weichen Betten grösser - morgen ist auch noch ein Tag.

Und der Morgen kam dank Bruder Jetlag schnell. Um fünf Uhr waren wir wach, um halb sechs geduscht, angezogen und hungrig.
Für uns fängt der Urlaub in den USA mit einem Frühstück im Ihop an - immer. Wir lieben :heart3d:Pancakes und die vom Ihop ganz besonders. Da kannste nix machen, so sind wir halt. :zunge:

Heaven...I'm in Heaven:
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Morgens früh in Las Vegas draussen zu sein ist herrlich. Es ist wunderbar warm, aber noch nicht unerträglich heiss.
LAs Vegas morgens um sieben:
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Wir haben nach dem Frühstück einen kleinen Spaziergang gemacht, unser Auto für unsere Zwecke eingerichtet, Gepäck umgepackt (die kleinen Koffer so gefüllt, dass die grossen nicht jedesmal aus dem Auto ins Hotel geschleppt werden müssen - ihr merkt, wir haben Erfahrung) und danach gings zum zweiten Frühstück mit Freunden, die gerade ihren Urlaub in Las Vegas beendeten, na wohin wohl? Klar doch….in einen Ihop. :grin3d:

Den Rest des Tages verbrachte ich am Pool und Nik, die ewige Schlafmütze, hat gepennt. Den Abend verbrachten wir am Strip, und während Nik ein Pokerturnier gespielt - und gewonnen - hat, habe ich am Roulettetisch gezockt - und verloren. :frown:

Für den nächsten Tag war die Strecke LV Provo geplant, 384 Meilen lagen vor uns, also ab in die Heia.
 

brezelman

Well-Known Member
#6
Toller Start für einen tollen Bericht. Freu mich schon drauf.
Ist immer was besonderes hier Berichte zu lesen, wenn man selber grad drüben ist.
 

Lonici

Well-Known Member
#7
Schön, dass ihr mit mir reist. :002: Dann machen wir mal weiter.

Den Weg zwischen Las Vegas und dem Yellowstone NP haben wir in drei Stücke aufgeteilt. Das erste führte uns nach Provo in Utah, dem Mormonenstaat. Die Strecke von 384 Meilen war die längste unserer Reise. Gerade so noch machbar, aber nicht erstrebenswert. Übernachtet haben wir im Baymont Inn & Suites Provo River, www.baymontprovout.com, ein schon etwas älteres, aber sehr charmantes Motel mit gutem, typischem Frühstück (Waffeln zum selber machen, Rührei und Speck, Joghurt, Toastbrot und Bageln).

hübscher Innenhof zum Entspannen
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Provo liegt auf 1387 müM und ist, glaube ich, das akkurateste Städtchen, das ich je gesehen habe. Da geht bestimmt jeden Abend jemand mit dem Zollstock durch die Strassen und misst, wie hoch das Gras gewachsen ist und schaut, dass es dann gleich hoch geschnitten wird. Also, ihr müsst mich schon richtig verstehen, es sah super sauber und gepflegt aus alles….:lach:

Das Panomara war eindrücklich
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und die Gesetzeshüter fahren das Panorama spazieren :)
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Zu Abend gegessen haben wir im Station 22 Cafe, www.station22cafe.com, mit einer alten, zu einer ehemaligen Bahnstation gehörenden, Inneneinrichtung - einzigartig und alternativ - denn die Bedienung bestand aus jungen Studenten, die nicht ganz so dienstbereit waren. :009: Ah du brauchst für deine Glasflasche einen Öffner, dort hinten liegt einer, hol ihn dir halt. :0096: Sehr freundlich gesagt, das ist dort wohl so. Aber das Essen war sehr lecker.
Wie in jeder Durchfahrtstation gingen wir am Abend ins Kino: Guardinas of the Galaxy 2, lustig wie der erste Teil.

Am nächsten Morgen gings 203 Meilen weiter Richtung Nord-Osten nach Rock Springs. Unterwegs standen wir für ca eine dreiviertel Stunde wegen eines Erdrutsches im Stau. Aber die Gegend da war gerade so schön, dass uns das gar nicht gross gekratzt hat, wir sind ausgestiegen und haben ein paar Bilder geknipst.

besagter Erdrutsch
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besagter Stau
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besagte tolle Landschaft
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Übernachtet haben wir im Quality Inn Rock Springs, Na ja, war okay so alles in allem, aber doch eher das Schlusslicht im Hotel/Motel Ranking.
Rock Springs liegt in Wyoming auf 2060 müM. Anklimatisieren war hier das Thema.
Gegessen haben wir in einem Dickey’s BBQ Pit, zum Hinknien gut!

Mein Pulldpork war göttlich.
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Und auch hier hat uns das örtliche Kino gelockt: Snached mit Amy Shumer und Goldie Hawn. Naja, da wir nur 5$ bezahlten, wars okay.

Nach dem Hotelfrühstück machten wir uns auf den 279 Meilen langen Weg nach Cody, kurz vor dem Ost-Eingang zum Yellowstone Nationalpark. Unser Ziel war das historische ‘The Irma’, www.irmahotel.com . Vielleicht kommt jemanden der Name Cody bekannt vor. William F. Cody, besser bekannt unter dem Namen Buffalo Bill, half den Ort 1895 zu gründen und baute 1902 das Hotel und benannte es nach seiner Tochter Irma. Es ist ein reizendes Schmuckstück, sehr schön restauriert und in Schuss gehalten. Das Essen, Dinner und Frühstück, war sehr gut, aber nicht gerade preiswert.

The Irma
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Zimmer mit Bad :297:
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Der Saloon
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Cody liegt auf 1523 müM (oh es ging also wieder abwärts mit uns :022:) und hat uns sehr gut gefallen.
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Vergnügt haben wir uns mit Spaziergängen durch die Westernstadt und mit einem Kinobesuch: Pirates of the Caribbean 5, ein Depp in Hochform.

Nun trennten uns also nur noch ein paar Meilen vom Yellowstone Nationalpark. Am nächsten Morgen fuhren wir los, davon aber erst im nächsten Beitrag. Ich habe nämlich Wochenenddienst und muss zur Arbeit.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lonici

Well-Known Member
#9
Für den Yellowstone NP hatten wir uns eine ganze Woche vorgenommen, aufgeteilt in 2 Nächte im nördlichen Teil und 4 um den old Faithfull herum.

Map


Die genaue Route hatte ich mir vorgängig im Internet aus anderen Reise- und Erfahrungsberichten zusammen geschustert. Ich hatte viel Zeit und Mühe in die Planung gesteckt, um für uns die bestmögliche Route zu finden. Aber die Natur ist halt immer noch unberechenbar und ich bekam in Cody eine Email via Yellowstone App mit der Mitteilung, dass die Strasse zwischen Lake Yellowstone und Canyon Village nicht durch gehend befahrbar sei. :093: Eigentlich ist nur ein kleines Stück verschüttet und wird gerade wieder in Ordnung gebracht, aber der schnellste Weg nach Mammoth Hot Springs, wo wir unsere erste Unterkunft hatten, war uns versperrt. :unsure:
Umdenken, sich nicht ärgern und los fahren, da uns ja keine Wahl blieb, packten wir die Sache mit positiven Gedanken an.

Auf dem Weg zum Yellowstone....wenn der Weg dahin schon so schön ist, was erwartet uns später noch :freu:
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Um diese Jahreszeit, obwohl schon Frühling, muss man hier mit Schnee und kalten Temperaturen rechnen. Unsere Koffer waren diesmal wirklich für alle Eventualitäten gefüllt, inklusive warme Winterjacke, lange Unterwäsche und Handschuhe. Gut haben wir daran getan. :00355:

Nun hiess also unser erster Wow-Punkt Lake Butte Overlook. Auf 2544 müM war es sehr frisch, nämlich 46° Fahrenheit, ca 4,5° Celsius (um 10 Uhr morgens), Zwiebellook war angesagt, um diesen herrlichen Ort zu geniessen.

Sicht auf den Lake Yellowstone
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sieht irgendwie surreal aus, nicht wahr
fullsizeoutput_d90.jpeg Wildfire, welches Nährstoffe wieder in den Boden zurück bringt, kommt immer wieder vor. Es gibt sogar Baumarten, deren Überleben vom Feuer abhänging ist, ihre Zapfen sind von einer Art Wachs überzogen, welches in der Hitze des Feuers schmilzt und die sich dann öffnen können. Es kann bis zu 30 Jahre dauern, bis so der Samen des Baumes in die Erde gelangt.

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zoomen wir die Rockys ein bischen ran
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danach schauten wir uns den Mud volcano und den Sulphpur Caldron, wo uns unterwegs die ersten Bisons begegneten
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Flower-Power Bison mit Blümchen im Haar :claudi:
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Bisonbilder werdet ihr noch zur Genüge zu Gesicht bekommen, versprochen...oder angedroht :zunge:

und fuhren hoch bis zum Lower Fall, soweit man eben konnte
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weiter gings den Umweg über Old Faithfull nach Mammoth Hot Springs. Kostete uns locker eineinhalb Stunden, aber was solls, wir hatten genug Zeit eingeplant und wir konnten Bisons gucken:006:

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die zwei Bilder sind nicht so scharf (wir waren sehr nah dran und ich hab wohl etwas gezittert :eek:)
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jhon

Well-Known Member
#11
Yellowstone ist auch noch ein Traum von uns den wir uns sicherlich in den nächsten Jahren mal erfüllen werden :007: - Danke für die schönen Bilder! :Danke:
 

Lonici

Well-Known Member
#15
Eigentlich hatten wir im Mammoth Hot Springs Hotel ein Zimmer für zwei Nächte gebucht. Da die Renovierungsarbeiten, aber nicht fristgerecht fertig wurden, hat man uns in einer Cabin einquartiert (mit einem Nachlass von 20% :007:). War ein spezielles Erlebnis, sehr klein und etwas eng, aber mit allem was man so braucht und gottseidank mit Heizung, denn Nachts wurde es kalt. :saukalt:

unsere Cabin
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Im Park gibt es in den Unterkünften keine Fernseher und kein Internet. :escht: ja, echt wahr! Und das ist der Grund, warum ich mich gerade in den ersten zwei Wochen so super gut erholt habe. Kein: ich muss noch schnell mein Mail checken, kein: ich schau noch mal ins FB und auch kein: ich schreib noch was ins Floridaforum. Am Abend gings früh in die Federn und morgens früh raus in die Natur. Herrlich entschleunigend! Ich kanns nur empfehlen.
Das einzige Wlan ist im Albright Visiter Center in Mammoth für Touristen zugänglich. Dort gibt es auch eine tolle Ausstellung über die Anfänge des Parks und schreckliche Bilder über das Abschlachten der Bisons in früheren Zeiten.

Nachdem wir unsere Cabin bezogen hatten, machten wir einen ersten Spaziergang um die Lower Terraces Area herum. Der Himmel war ziemlich bedeckt und die Fotos dementsprechend, aber der Wettergott reist ja immer mit uns und so folgen auch noch andere. :sun3d:

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wir sind warm angezogen :00355:

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Blick auf Mammoth Hot Springs

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Formationen durch Bakterien und Mineralien entstanden
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Da wir noch Zeit bis zum Abendessen hatten, fuhren wir zum Undine Fall und besuchten danach die Upper Terraces Area

Undine Fall
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Upper Terraces Area
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Tierischer Besuch der harmloseren Art in Mammoth (am Tag vor unserer Ankunft streifte ein Grizzli durchs Gehölz oberhalb der Cabins :556:)
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links oberhalb unserer Cabin
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Zu Abend haben wir in Gardiner (am Nordeingang des Parks) gegessen im Cowboy's Lodge and Grill. Wie ihr seht wieder mal sau :007: leckeres Pulled Pork (schon klar, oder :rofl3d:? saulecker - Pulled Pork?)
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Lonici

Well-Known Member
#18
Am nächsten Morgen weckte uns zwar die Sonne, aber die Temperatuen bewegten sich in den 'high twenties' :confused:. Also wurde schon für den Weg zum Frühstück die warme Winterjacke montiert. :coffee: Aber ein Kaffee macht doch gleich alles ein wenig besser!
Da gestern die Bilder von den Terrassen nicht so berauschend geworden waren, machten wir die Tour noch einmal. Dabei kann ich euch doch gleich noch ein paar Infos zu den Sinterterrassen, wie sie zu deutsch heissen, geben.

Heisse Quellen lassen warmes Wasser von ca. 70 °C über die Terrassen fliessen. Das Wasser enthält überdurchschnittlich hohe Kalk- und Mineralienanteile, die am Quellaustritt hervorkommen und sich in Form von Terrassen ablagern.

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Aufgrund der immer neuen Ablagerungen wechselt die Fliessrichtung des Wassers immer wieder und damit die Temperatur und so die Farben - von Weiß bis Blau, Braun, Grün, Gelb, Orange oder Rot - der Terrassen von Jahr zu Jahr.
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In den entstehenden flachen Becken siedeln sich Algen und Bakterien (Thermophile) an, je nach Temperatur des Wassers haben diese unterschiedliche Farben.
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Die Anordnung der Terrassen hängt sowohl von der Art der Ablagerungen und der Wachstumsgeschwindigkeit der Mineralien als auch von der Fliessrichtung und den Wasserturbulenzen ab.
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Liberty Cap
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All die Erklärungen sind eigentlich nur Nebensache - es ist einfach nur schön hier!

Nun wollten wir über den Dunraven Pass fahren, da aber auf 3000 m.ü.M. noch Schnee auf der Strasse lag, entschlossen wir uns Richtung Lamar Valley zu fahren, um Tiere zu beobachten. Wir haben einige gesehen. :002:Die Bilder sind aber nicht so toll, da Nik das falsche Objektiv mit hatte (echt! wie geht denn das! :kido:versteh mir einer die Männer!). Ich hatte ja mein Fernglas dabe!!

irgendwo unterwegs
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unser erstes Prachtstück war eine Mountaingoat
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ein bisschen näher
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ja...gib mir den lasziven Blick....genau den...das wird eins fürs Titelbild....
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wenn irgendwo am Strassenrand viele Leute mit riiiiiiesigen Objektiven stehen, heisst das immer Bärenalarm. Netterweise sind dann auch immer Ranger zur Stelle - netterweise für die Bären - die dafür schauen, dass man den Tieren nicht zu nahe kommt. Bei Bären sollte man einen Mindestabstand von 91 m einhalten. Wir sind sehr lange da gesessen und haben der Bärenmama mit ihren zwei Jungen zugeguckt.
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Ein bisschen weiter im Tal versteckte sich ein Elch! :006:
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Super! Ein Elch stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Er sollte nicht der einzige bleiben, aber der einzige, der für ein Foto posieren mochte.

Da wir sehr früh aufgestanden waren, wollten wir zurück in die Cabin zum Ausruhen. Das Wetter wollte sowieso nicht mehr so richtig mitspielen, also drehten wir um und fuhren zurück. Plötzlich standen wir im Stau. Gut, dachten wir, wieder mal ein paar Bisons, die sich nicht von der Strasse bewegten. Also warteten wir....10 Minuten, 15 Minuten...langsam stiegen andere Fahrer aus und liefen dem Stau entlang nach vorne und kamen mit der Meldung zurück, es sei ein Unfall passiert. Ein Ranger kam und erklärte, dass wirklich ein ganz schlimmer Unfall passiert sei und wir warten müssten bis das Räumfahrzeug von der Tower Service Station käme. :093: Nik machte es sich auf dem Beifahrersitz bequem und schlief auch gleich ein, ich :read: ein wenig, dann guckte ich mir die gemachten Bilder an und als Nik wieder aufwachte, spielten wir Take-it-easy auf dem Handy. Wir nahmen es easy, mussten wir doch sage und schreibe drei Stunden dort warten, bis es endlich weiter ging. Wirklich gut, dass wir so viel Zeit eingeplant hatten!
Das Ausruhen in der Cabin haben wir uns dann geschenkt und sind direkt zum Abendessen im Mammoth Dining Room gefahren.
 
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