Diskussion über eine Erfahrung auf der Shooting-Range...

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Jochen

Guest
#2
Sinn oder Unsinn einer Shooting-Ranch...

Hört sich an als hätte es Euch eine Menge Spaß gemacht - ich persönlich kriege es ja in meinen Schädel nicht rein was daran reizvoll sein soll freiwillig mit Geräten zu hantieren deren ursprüngliche Intention es ist Menschen oder Säugetiere zu töten :0025:

Tontauben-Schießen mag ich ja noch als Sport durchgehen lassen, das Schießen auf Scheiben ließe sich ja auch (wenn es nur um das Handling und die Präzision ginge) auch mit Luftdruck-/CO²-Waffen durchführen. Wo der Reiz ist mit möglichst großkalibrigen Waffen und sogar halbautomatischen Schnellfeuerwaffen durch die Gegend zu ballern mag sich mir persönlich ganz und gar nicht zu erschließen - da fehlt mir wohl irgendein martialisches Männer-Gen :mrgreen: oder der Pazifist steckt zu tief in mir drin.

Aber Geschmäcker sind halt verschieden.....
 
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Jochen

Guest
#4
Lieber auf einer Shooting Range ein wenig BummBumm machen als auf Großwildjagd Bären, Tiger oder ähnliche "Trophäen" jagen.
Da stimme ich 1000%ig zu - allerdings würden mir auch noch 1 Million anderer Alternativen sowohl zu dem Einen als auch zu dem Anderen einfallen..... :009:

Mir wäre es neu das man sich nur zwischen den 2 Alternativen bei seiner Freizeitgestaltung wählen könnte :mrgreen:
 

signori

Well-Known Member
#5
Gut, ich persönlich hab auch nur beim Bundesheer geschossen, da hat das aber auch mehr Spaß gemacht als über den Hindernisparkour zu hetzen :mrgreen:, privat kam mir das noch nicht in den Sinn. Aber wenn mal, dann auch lieber auf Tafeln als auf Tiere.

Verurteile das aber nicht, jedem das Seine. Bei uns ist der Schießsport fast unerschwinglich, in Amerika wird das wohl nicht so sein schätz ich.
 

Tom

Florida-Beginner
#6
Wo der Reiz ist mit möglichst großkalibrigen Waffen ... zu ballern mag sich mir persönlich ganz und gar nicht zu erschließen
Weil es so schön laut ist. Ganz einfach.

Der Reiz am Schießen liegt aber nicht am Ballern, sondern am
ständigen Kampf mit den eigenen Unzulänglichkeiten. Dabei muss die Ruhighalten der Waffe, dem rechtzeitigen Auslösen des Schusses die größte Aufmerksamkeit beigemessen werden. Möglichst unbeeinflusst von den äußeren Umständen versucht man sich, seinen Geist und die Waffe zu beherrschen und in Einklang zu bringen. Schießen bedeutet daher sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Ablenkungen zu ignorieren. Konzentrationsfähigkeit Ausdauer und Selbstdisziplin werden abverlangt. Das ist der echte Reiz am schießen. Wenn alles stimmt, ist die Trefferquote entsprechend gut.

Große Kaliber geben ein spürbares Feedback im Rückschlag. Dieses Feedback vermittelt bei jedem Schuß die Mächtigkeit der Waffe und erhöht den Respekt deutlich. Rumballern mit einer 357mag verliert am Reiz, man will die Waffe beherrschen. Das ist bei dem Kaliber nicht einfach. Dafür ist Konzentration angesagt. Wer Ballen will, nimmt dann besser ein Luftdruck-/CO²-Waffe.
Größere Kaliber sind auch zielsicherer. Genau das hatte ich auch bei Thomas / Alex festgestellt.

Luftdruck- und CO²-Gewehre sind eher Spielzeugwaffen. Man hat keine Chance auf 100m jemals ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen. Die Kugeln sind zu leicht und die Wetterumstände beeinflussen die Flugbahn der Kugel deutlich. Man ganz angesehen davon, das man auf solche Entfernungen, auch mit einem 60x Fernglas den Einschuß nicht sieht.
 
J

Jochen

Guest
#7

Luftdruck- und CO²-Gewehre sind eher Spielzeugwaffen. Man hat keine Chance auf 100m jemals ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen. Die Kugeln sind zu leicht und die Wetterumstände beeinflussen die Flugbahn der Kugel deutlich. Man ganz angesehen davon, das man auf solche Entfernungen, auch mit einem 60x Fernglas den Einschuß nicht sieht.


Sorry, aber das ist vielleicht mit 100€-Gewehren aus dem Kuafhaus so, aber nicht grundsätzlich richtig: http://de.wikipedia.org/wiki/Sportschießen#Gewehr
 
S

snowgard

Guest
#9
Für mich ein sinnlose Diskussion.

Ebenso die Diskussion über Auswander Pro & Contra.


Ich war in Deutschland bei einem Schützenverein auf so einer "Shooting-Ranch".

Wir fingen auch klein an und kamen über eine 357er-Magnum auf eine 44er-Magnum, wie sie 'Dirty Harry' alias Clint Eastwood in seinen Filmen benutzt.

Die 357er war schon nicht schlecht, aber die 44 Magnum war der Hammer.
DAS muss man erlebt haben, vorher kann man gar nicht mitreden. :002:

Das gleiche gilt für eine Taxi-Tour über den Nürburg-Ring.
Völlig sinnlos und teuer.... aber ich würde es immer wieder machen. :002:

Leute die dies auch noch nie gemacht haben, können auch dort nicht mitreden. :0141:
 

Goofy

Well-Known Member
#14
Sorry, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe und mich hier schon einmische (die Vorstellung meiner Person werde ich an geeigneter Stelle nachreichen :0053:).
Ich bin der, der diesen Erfahrungsbericht verfasst hat und von seiner Frau hier hat reinstellen lassen.
Dabei ging es mir nur darum, meine Erlebnisse zu schildern, andern die Möglichkeit zu geben diese nachzuempfinden und vielleicht selbst mal diese einmalige Chance zu nutzen.
Das mich der Ein oder Andere für :vogel: hält war mir bewusst und ist mir mit Verlaub gesagt egal.
Ich bin weder gewalttätig noch bin ich ein zukünftiger Sniper, der sich auf einen Turm im Campus einer Uni verschanzt um Menschen zu erschießen.
Für mich stand und steht auch weiterhin der Reiz im Vordergrund, die gewaltige Kraft einer Schusswaffe zu beherrschen und die Mitte einer Pappscheibe oder eine fliegende Tonscheibe zu treffen.
Wer glaubt, ein besserer Mensch zu sein weil er Schusswaffen verteufelt, 130 auf der Autobahn fährt oder jedes Jahr ein Unicef-Kalender kauft liegt meiner Meinung nach falsch.
Nicht die Waffe tötet sondern der, der sie gegen Lebewesen richtet!

Ich möchte die Admins bitten, diesen thread nicht wegen einiger Pro- und Contra-Kommentare (von denen ein Forum lebt) ins falsche Unterforum zu verschieben.

Gruß Thomas :0121:
 

BiMi

Moderator
Moderator
#15
Scheint so! Ich haette diesen Bericht jetzt voellig wertfrei zur Kenntnis genommen und bedanke mich fuer die Informationen. Es kommt immer wieder mal vor, dass sich jemand fuer eine Shooting Range interessiert.

lg

Emily
Ich wollte nur nicht, dass dieser Thread mit einer Diskussion über die Sinnhaftigkeit vollgestopft wird. War nur gut gemeint. :0141:

@Thomas: wenn, wären auch nur die Diskussionen verschoben worden, nicht aber dein Erfahrungsbericht.
 

Tom

Florida-Beginner
#16
Sorry, aber das ist vielleicht mit 100€-Gewehren aus dem Kuafhaus so, aber nicht grundsätzlich richtig: http://de.wikipedia.org/wiki/Sportschießen#Gewehr

Upps, hast du das nicht gelesen?
"Luftgewehre werden üblicherweise auf 10 m geschossen"
Also nicht 50m/100m.

22LR (Kleinkaliber) schießen wir hier auch als Pistole (10m oder 25m) und als Junior Gewehr auf 50m.
100m sind durchaus möglich, aber das wird schon etwas schwieriger. 200m bringt kein Spaß mit diesem Kaliber.

Das ist aber jetzt eine Wissenschaft für sich, welche Kleinkaliber Patronen verwendet werden. Die Kugeln gibt es zwischen 1.3g und 3.9g und die Mündungsgeschwindigkeit beträgt zwischen 175 und 530m/s, je nach Hersteller und Ausführung. Das Luftgewehr hat eine Mündungsgeschwindigkeit von 90-360m/s und ob wenn eine Kugel 1/2sec. oder 1sec.in der Luft fliegt, sind die Abweichungen enorm.

Großkaliber z.B. 7.62x39mm haben ein Kugelgewicht von 8-10g und eine Mündungsgeschwindigkeit von 650m/s bis 720m/s. Dieses stabilisiert die Ballistik um ein vielfaches. Die schnellsten liegen bei 1000m/s (223 Remington) das macht nur der Leopard Panzer besser, deren Kugel hat eine Mündungsgeschwindigkeit von 1750m/s. Leider auf der Range nicht zugelassen.

Für jede Distanz die geschossen wird, muss das Gewehr justiert werden. Gleiches gilt für unterschiedliche Patronenhersteller. Es geht überhaupt nicht darum ob ein Gewehr mit gleichem Kaliber €100 oder €600 kostet. Am Ende kommt eine Kugel aus einem Lauf und die kommt nicht krum raus. Vielmehr bestehen die Preisunterschiede im Marterial das für die Herstellung verwendet wird. Billig Waffen rosten halt, teure nicht, etc.

Es ist der Schütze der aus einer €100 Waffe ein perfektes Ergebnis erzielt. Und genau da setzt der "Spaß" ein. An einen windigen Tag muß man etwas vorhalten, sich an das Ziel herantasten, bis man genau den richtigen Punkt gefunden hat.
 
J

Jochen

Guest
#17
Mag sein, dass ich falsch verstanden werde: Ich bin Pragmatiker und habe kein Problem damit wenn andere Leute andere Hobbies haben oder andere Wertvorstellungen oder was auch immer - ich will da niemanden verteufeln, auf keinen Fall.

Mir ist vollkommen klar, dass es sicher die Mehrzahl der Waffenbesitzer ist die verantwortungsvoll damit umgehen und man nicht automatisch zum Sniper wird weil man auf die Shooting Range - aber den Spruch "Nicht die Waffe tötet sondern derjenige, der sie gegen Lebewesen richtet" beantworte ich mal mit dem ebenso sinnvollen Spruch "Gelegenheit macht Diebe", übertragen gemeint: Ich kann nur auf jemanden mit einer Waffe schießen wenn ich eine habe....

Und es ist und bleibt ja nun mal eine Tatsache, dass die USA einen sehr hohen Prozentsatz von Tötungsdelikten und Unfällen mit Schusswaffen haben - das lässt sich nicht wegdiskutieren. Und das hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit damit zu tun das bei häufigem und selbstverständlichen Umgang mit Waffen die Hemmschwelle sinkt diese auch einzusetzen, zumal wenn das in einer Gesellschaft vollkommen normal scheint Waffen zu besitzen und zu nutzen.

Wenn man das im Sportbereich macht um die Beherrschung der Waffen zu üben - OK, akzeptiert. Halbautomatische Schnellfeuergewehre kann man mir aber nicht ernsthaft mit der Argumentation unterjubeln.....


Und last but not least: Ob man das nun wahrhaben will oder nicht, da spielen auch jede Menge ureigener männlicher (animalischer) Macht- und Kraftgefühle, Herr über Leben und Tod usw. eine Rolle, zumindest im Unterbewusstsein. Kann man ja auch ruhig zu stehen und das auch akzeptieren - und solange das erwachsene Männer auf abgeschlossenen Shooting Ranges ausüben: Warum nicht?

Aber wenn ich dann mitbekomme, dass das Angebot auch für Kinder ab 10 Jahren oder gar noch jünger gilt (wie in den USA üblich, das schon Kinder mit Waffen hantieren) dann wird mir allerdings - gelinde gesagt - übel. Ganz egal, ob die das unter Aufsicht machen oder lernen damit verantwortlich umzugehen: Die können einfach in dem Alter noch nicht die (moralische) Reife haben um das in allen Aspekten beurteilen und behrrschen zu können was da´die "Instinkte" mit ihnen machen.

Und in Kenntnis dieser Möglichkeit (mit den Kindern) sehe ich so ein Angebot halt sehr kritisch - und ich denke das ist mein gutes Recht das nicht nur so zu sehen sondern auch genauso zu formulieren wie die Befürworter ihre Freude über das Erlebnis ausdrücken dürfen. Eine abweichende Meinung ist ja keine Kritik an der Meinung des anderen sondern eben nur genau das: Eine abweichende Meinung.

Und die Ansicht, dass ich sowas nur beurteilen dürfte wenn ich das selber mal ausprobiert hätte kontere ich einfach mal mit: Ich kann auch die Qualität oder den Geschmack von einem Ei beurteilen obwohl ich nie ein Huhn war :0141:
 
J

Jochen

Guest
#18
Upps, hast du das nicht gelesen?
"Luftgewehre werden üblicherweise auf 10 m geschossen"
Also nicht 50m/100m.

22LR (Kleinkaliber) schießen wir hier auch als Pistole (10m oder 25m) und als Junior Gewehr auf 50m.
100m sind durchaus möglich, aber das wird schon etwas schwieriger. 200m bringt kein Spaß mit diesem Kaliber.
Stimmt, das geht wohl nur mit KK - bin da auch wirklich kein Spezialist und will auch keiner werden :mrgreen: - für mich wäre die Welt ohne Schusswaffen definiv eine sehr viel bessere :007:
 

Tom

Florida-Beginner
#19
Aber wenn ich dann mitbekomme, dass das Angebot auch für Kinder ab 10 Jahren oder gar noch jünger gilt (wie in den USA üblich, das schon Kinder mit Waffen hantieren) dann wird mir allerdings - gelinde gesagt - übel.

Schießen und ADHS

Sportschiessen als Therapie gegen ADHS

Viele glauben, dass Schießen kein Sport sei. Falsch! Auch wenn diese Sportart wenig mit aktiven Bewegungen zu tun hat, so etabliert sich der Schießsport
immer mehr. Speziell das Sportschiessen fördert die koordinativen Fähigkeiten und verbessert die Konzentrationsausdauer. Koordinative Fähigkeiten lernen Kinder am besten im Alter von acht bis zwölf Jahren. Auch ADHS-Kinder (AufmerksamkeitsDefizit/HyperaktivitätsSyndrom) profitieren davon, wenn man bei der Unterrichtung liebevoll aber dennoch konsequent bleibt. Sportschiessen stärkt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele. Durch den Wechsel zwischen Spannung und Entspannung wird Konzentrationsfähigkeit und Zielstrebigkeit gefördert. Der Umgang mit der Waffe erfordert klare Strukturen und Regeln und fördert das Wechselspiel zwischen Festhalten und Loslassen. Heutzutage, wo alles nur noch von Stress geprägt ist, bietet uns das Sportschiessen einen sehr guten Ausgleich.
Konzentrationsfähigkeit Ausdauer und Selbstdisziplin sind zu lernen. Beim Sportschiessen liegt der Schwerpunkt auf dem Finden der inneren Ruhe, dem richtigen Atmen und der Fähigkeit des Loslassens/Abdrücken. Es wird mit hoher Konzentration und gleichzeitiger innerer Gelassenheit unsere Kraft auf das Ziel gelenkt. Diese Art der Therapie eignet sich hervorragend für die Bereiche Konzentration und Lernschwächen, Angststörungen und ADHS.

(Auszug aus dem Flyer der Schützengilde Rorup)



Und der Artikel kommt sogar aus Deutschalnd ....
 
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Jochen

Guest
#20
(Auszug aus dem Flyer der Schützengilde Rorup)



Und der Artikel kommt sogar aus Deutschalnd ....
Und der Artikel kommt aus einem Flyer einer Schützengilde :muha:

Nix für Ungut, aber da muss ich schmunzeln - selbst wenn ich das nicht anzweifle, so gibt es doch jede Menge erdenklicher Aktivitäten mit den gleichen Anforderungen die nicht mit gefährlichen Gegenständen wie Waffen ausgeübt werden. Und meine Bedenken mit der (moralischen) Reife von Kindern zu erfassen welche Problematik beim Umgang mit Waffen aufgeworfen wird ist von dem "Artikel" ja auch in keiner Weise berührt.

Ich bin sicher, Du kannst mich mit Artikeln und "Gutachten" von Schützenvereinen, Waffen-Lobbyisten, Waffenherstellern und -narren zukleistern bis der Arzt kommt - und wenn ich wollte würde ich mit entsprechenden Veröffentlichungen über die Schädlichkeit eines Umgangs mit Waffen wie sie in den USA oder der Schweiz (wo pro Haushalt mehr Schusswaffen zu finden sind als in den USA) kontern. Das wäre wohl ziemlich brotlos. Ich will Dich gar nicht von meiner Meinung überzeugen (wäre eh vergebene Liebesmüh :mrgreen:), lasse mich aber ebensowenig von Deiner überzeugen :001:
 
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