Diskussion über eine Erfahrung auf der Shooting-Range...

Gerda

Well-Known Member
#81
Ihr Freund -jetzt ihr Mann - meinte dann nur ganz lakonisch: 'Honey, I wouldn't do that. You could very easily encounter some trigger-happy nut, who simply shoots at you instead of shouting back.' :mrgreen:
Das ist leider so. Mit Schusswaffenensatz im Zuge von "road rage" muss man leider immer rechnen. Und im eine Knarre im Handschuhfach mitzuführen, bedarf es noch nicht einmal einer "concealed weapon permit" - das darf jeder Hans und Franz.
 

Tom

Florida-Beginner
#82
ich würde jetzt gerne nochmal kurz zum Tema zurückkommen:001:

Über Neujahr war ich in CC. Bin da den Oasis Blvd runtergefahren und mir kam eine Gruppe Jugendlicher (ca. 20 Personen) mit Gewehren entgegen.
Würde sagen so um die 14 Jahre. Sind zu Ihrer Schule gelaufen. Es war nachmittags und sie kamen wohl vom schiessen.

Da ist mir mal wieder klar geworden: andere Länder, andere Sitten. Ich denke, wir aus Europa können das gar nicht nachvollziehen. Ich bezweifle auch, daß man dieses "Rad" dort noch zurückdrehen kann. Es gibt einfach zuviele illegale Waffen und ein zu großes Land wo man diese Waffen verstecken kann.

Wenn jemand weis wie man eine Waffe hält und bedient ist das immer von Vorteil. Das Problem ist auch nicht die Waffe - sei es Armbrust, Klappmesser, oder Faustring. Das Problem ist der Mensch. Der Mensch mit seinen Gefühlen und Unberechenbarkeit.
Wenn die 14 Jahre alt waren, sind das sicherlich keine echten Waffen gewesen. Waffen dürfen in der Öffentlichkeit niemals sichbar getragen werden.

Ich möchte auch nochmals an die Strafen erinnern:

  • Mandates a minimum 10 year prison term for certain felonies, or attempted felonies in which the offender possesses a firearm or destructive device
  • Mandates a minimum 20 year prison term when the firearm is discharged
  • Mandates a minimum 25 years to LIFE if someone is injured or killed
  • Mandates a minimum 3 year prison term for possession of a firearm by a felon
  • Mandates that the minimum prison term is to be served consecutively to any other term of imprisonment imposed
und wer meint da wäre nichts passiert:
von 1998 bis 2004 ist die violent gun crime rates um 30% gesunken, während die Bevölkerungszahl um 16.8% gestiegen ist.

Wer also jemanden nur mit einer Waffe bedroht, sitzt mit sichert ein paar Jahre im Knast.
 

Manny

Well-Known Member
#83
Die Hemmschwelle, einen Menschen zu erschießen, liegt aber niedriger als die Hemmschwelle, einen Menschen
.....zu erschießen der sich wehren kann und selber eine Schußwaffe hat.

Es ist ja jetzt nicht so, daß in Europa nicht erstochen oder erwürgt wird. Möglicherweise würden die Opfer noch leben, wenn sie eine Schußwaffe zur Wehrung dabei hätten? Hier in BaWü geht es gerade durch die Presse: der Mann der 2 Taxifahrerinnen misshandelt hat.

Sowas geht mir immer an´s Gemüt: eine schwächere Person die sich nicht wehren kann. Daß der Angreifer "mächtiger" ist, ist doch klar, sonst würde er nicht angreifern. Wenn der Angreifer nicht weiß, welche "Mächtigkeit" sich unter seinem "Opfer" verbirgt, greift er nicht - oder nicht so schnell - an.

Und nochmal: der Umgang mit Schußwaffen muss gelernt sein!! Das ist exorbitant wichtig!!
 

Florian B.

Well-Known Member
#84
Man muss in diesem Zusammenhang auch einmal erwähnen, dass hier bei uns in Deutschland viele durch Schusswaffen getötet werden, die sich in illegalem Besitz befinden oder auf die der Täter Zugriff hatte, weil der legale Besitzer diese nicht ausreichend gesichert untergebracht hat oder sich jemand dazu Zugang verschafft hat. Ich kenne auch einige Leute, die im Besitz von Waffen sind, bei den meisten davon habe ich keine Bedenken, dass jemand davon diese Waffen auf Menschen richten würde.

Illegalität bzw. ein Verbot haben oft keine Präventivwirkung, vielmehr wird manchmal das Gegenteil erreicht oder Dinge erscheinen erst dadurch Interessant.

Ich habe in den vergangenen Tagen über dieses Thema immer mal wieder nachgedacht. Ich bezeichne mich durchaus als Pazifist und Schusswaffengegner.
Aber, um auf das Grundthema der Shooting-Range zurückzukommen: vielleicht ist das auch eine Möglichkeit, gerade jungen Menschen zu zeigen, welch eine verheerende Auswirkung der Gebrauch einer Schusswaffe haben kann. Man kann das vielleicht ganz gut mit einem Fahrsicherheitstraining vergleichen: viele merken erst nachdem sie sowas absolviert haben, was sie mit ihrem Auto anrichten können.

Jemand, der im Urlaub 'just for fun' mal ballern geht wird danach nicht losziehen und ein Massaker im Einkaufszentrum anrichten. Der nimmt vielleicht das erste Mal eine Waffe in die Hand und danach nie wieder.

Ich selber habe vor einigen Wochen im Urlaub Bogenschießen gemacht: sehr interessant, sehr anstrengend, auch nicht ungefährlich - und trotzdem hatte ich bis jetzt keine Gelüste, mir Pfeile und Bogen zuzulegen und mal zu schauen wie der Dackel des Nachbarn ausschaut wenn ein Paar Pfeile aus dem Kopf herausragen.

Möglicherweise ist daher unser Diskussionsansatz falsch: eine Shooting-Range ist nicht das Problem. Das Problem ist die illegalität und möglicherweise auch die mangelnde Sachkenntnis über das, was man mit einer Waffe anrichten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

Manny

Well-Known Member
#85
@ Tom:
es sah im vorbeifahren aus wie eine AK 47. Meine Beifahrer meinten daß die nicht echt sind. Ich bin gefahren, kann es also nicht genau sagen. Wie die Waffen gehalten wurden, würde ich auch sagen daß die nicht echt waren. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, daß der Umgang mit Waffen erlernt werden muss. Was durchaus auch schon in jungen Jahren anfangen kann. Das erlernen wohlgemerkt.
 

Emily01

Well-Known Member
#86
@ Tom:
es sah im vorbeifahren aus wie eine AK 47. Meine Beifahrer meinten daß die nicht echt sind. Ich bin gefahren, kann es also nicht genau sagen. Wie die Waffen gehalten wurden, würde ich auch sagen daß die nicht echt waren. Ich wollte damit auch nur ausdrücken, daß der Umgang mit Waffen erlernt werden muss. Was durchaus auch schon in jungen Jahren anfangen kann. Das erlernen wohlgemerkt.
Was du gesehen hast war das United States Army Junior Reserve Officers Training Corps der Oasis High School und die Waffen waren selbstverstaendlich nicht geladen.

Dieses Programm ist im uebrigen sehr auf Disziplin, Respekt, Fitness und Community Service aufgebaut - kann jeder selbst auf der Homepage der Schule nachlesen - was so manchem Jugendlichen wirklich nicht schadet. Du wirst also hier vergeblich nach wild herumflaufenden Kids mit geladenen Waffen suchen :036:

lg

Emily
 

Gerda

Well-Known Member
#87
Wer also jemanden nur mit einer Waffe bedroht, sitzt mit sichert ein paar Jahre im Knast.
Dafür muss derjenige aber erst einmal gefasst und dann angeklagt und verurteilt werden. Mein Ex-Nachbar hatte übrigens jemanden im "road rage" erschossen. Er hatte sich angeblich "bedroht" gefühlt und "musste" deswegen drei Mal in den Torso des sichtlich unbewaffneten Mannes schießen, weil der schnellen Schrittes, krakeelend und gestikulierend auf sein Auto zugekommen war. Vorausgegangen war den Schüssen eine Vorfahrtuneinigkeit. Bekommen hat der reizende Schütze lediglich neun Jahre, davon hat er sechs Jahre abgesessen, hatte danach ein halbes Jahr (währenddessen er mein Nachbar war) Hausarrest, ehe die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt wurde (quasi deutsche Verhältnisse also). Wenn ich das mit den Mindesstrafen vergleiche, die Du nennst, dann erkenne ich doch eine gewisse Diskrepanz... Davon mal abgesehen ist es doch offensichtlich, dass die Androhung hoher Strafen nicht abschreckend wirkt. Ganz besonders irrelevant ist Strafandrohung bei Affekttaten.
Es ist ja jetzt nicht so, daß in Europa nicht erstochen oder erwürgt wird. Möglicherweise würden die Opfer noch leben, wenn sie eine Schußwaffe zur Wehrung dabei hätten?
Möglich. Wahrscheinlicher ist es aber in meinen Augen, dass es sehr viel mehr Tote gäbe, wenn jeder sofort eine Waffe zückte, denn wenn das Gegenüber unbewaffnet ist, ist die Chance auf "Gnade" sehr viel größer. Zückt das Gegenüber aber selber eine Waffe, wird es vom "Opfer" zur "Bedrohung", und dann fackelt wohl keiner mehr lange.
Hier in BaWü geht es gerade durch die Presse: der Mann der 2 Taxifahrerinnen misshandelt hat.
Bei sowas darf man doch aber nicht vergessen, dass man fast immer ein schiefes Bild bekommt, wenn man vom Einzelfall aufs Ganze schließt.
Sowas geht mir immer an´s Gemüt: eine schwächere Person die sich nicht wehren kann. Daß der Angreifer "mächtiger" ist, ist doch klar, sonst würde er nicht angreifern. Wenn der Angreifer nicht weiß, welche "Mächtigkeit" sich unter seinem "Opfer" verbirgt, greift er nicht - oder nicht so schnell - an.
Das behaupten die NRA-Mitglieder auch... Ich sehe das anders und verweise noch einmal auf Japan, wo Gewaltkriminalität kaum eine Rolle spielt.
Und nochmal: der Umgang mit Schußwaffen muss gelernt sein!! Das ist exorbitant wichtig!!
Keine Frage. Da man hierzulande (FL) aber keinerlei Schusswaffenfertigkeit oder -kenntnisse nachweisen, die Waffe nicht registrieren und man keinerlei Lizenz erwerben muss, würde ich doch davon ausgehen, dass es mit dem "gelernten Umgang mit Schusswaffen" eher nicht sooo dolle aussieht.
Man muss in diesem Zusammenhang auch einmal erwähnen, dass hier bei uns in Deutschland viele durch Schusswaffen getötet werden, die sich in illegalem Besitz befinden oder auf die der Täter Zugriff hatte, weil der legale Besitzer diese nicht ausreichend gesichert untergebracht hat oder sich jemand dazu Zugang verschafft hat.
Stimmt. Nur hat der rechtmäßige Waffenbesitzer in so einem Fall ja gegen seine Aufbewahrungspflichten verstoßen. Im Fall des Amokschützen von Winnenden wurde ja der Vater vor Gericht gestellt, weil er die für den Amoklauf eingesetzte Waffe unverschlossen aufbewahrt hatte. Und der Amokläufer von Erfurt hatte die eingesetzten Schusswaffen mit einer Waffenbesitzkarte legal erworben (die Angaben in der WBK waren allerdings wohl unzureichend - da fragt man sich, wieso der die WBK überhaupt bekommen hatte). Ich nenne diese beiden Beispiele, weil da so viele Todesopfer zu beklagen waren. Und ob diese Täter diese Amokläufe auch versucht hätten, wenn sie keinen leichten Zugang zu Schusswaffen gehabt hätten? Ich weiß das natürlich nicht, bezweifele es aber.
Ich kenne auch einige Leute, die im Besitz von Waffen sind, bei den meisten davon habe ich keine Bedenken, dass jemand davon diese Waffen auf Menschen richten würde.
Ich kenne solche Leute auch - Sportschützen und Jäger, die sich an die Aufbewahrungspflichten halten. Bei uns Zuhause sieht das so aus, dass die ungeladenen Jagdgewehre im Gewehrsafe eingeschlossen sind und die Munition in einem anderen Raum separat weggeschlossen wird. Und die Schlüssel fliegen auch nicht so "herum", sondern werden aus Sicherheitsgründen getrennt (= von getrennten Personen) aufbewahrt. So oder so ähnlich kenne ich das in Deutschland auch von meinen waffenbesitzenden Bekannten und Verwandten. Unter so einer Prämisse greift natürlich niemand mal schnell im Affekt zur Waffe.
Illegalität bzw. ein Verbot haben oft keine Präventivwirkung, vielmehr wird manchmal das Gegenteil erreicht oder Dinge erscheinen erst dadurch Interessant.
Ich glaube, dass das bei Waffen nicht zutrifft. Ich glaube vielmehr, dass Menschen, die sich für Waffen interessieren, nicht extra ein Verbot brauchen, um sich dafür zu begeistern. Das siehst Du doch in den USA. Hier ist das Waffenrecht so lasch wie kaum irgendwo, und Waffen sind zugleich so verbreitet und werden so häufig missbraucht wie kaum irgendwo.

Drollig finde ich übrigens die gängige Argumentation von Nord-USA-Bewohnern, die ja gerne anführen, dass sie uuuunbedingt diverse Schusswaffen im Haus haben müssen, weil sie ja bekanntermaßen quasi rund um die Uhr von Bären, Pumas und Wölfen bedroht sind, gegen die man sich ja nötigenfalls zur Wehr setzen muss. Komischerweise müssen ihre kanadischen Nachbarn sich nicht gegen die pösen Vierbeiner bewaffnen, und soweit ich das sehe, werden Kanadier auch nicht öfter von Bären gefressen als der gemeine Nord-USA-Bewohner an sich. Ist doch merkwürdig, oder? Schmecken Kanadier nicht so gut, oder woran liegt das, dass die nicht alle längst gefressen worden sind? ;)
Aber, um auf das Grundthema der Shooting-Range zurückzukommen: vielleicht ist das auch eine Möglichkeit, gerade jungen Menschen zu zeigen, welch eine verheerende Auswirkung der Gebrauch einer Schusswaffe haben kann. Man kann das vielleicht ganz gut mit einem Fahrsicherheitstraining vergleichen: viele merken erst nachdem sie sowas absolviert haben, was sie mit ihrem Auto anrichten können.
Die verheerende Wirkung wird doch dort aber gar nicht gezeigt. Stattdessen wird Begeisterung geschürt. Ersteres könnte man vielleicht, indem man allen Shooting-Range-Nutzern vor dem gebrauch von Schusswaffen Bilder/Filme von Schusswaffenverletzungen/-toten zeigen würde, mit all den oft unappetitlichen Details, die durch den Schusswaffengebrauch verursacht worden sind.
Jemand, der im Urlaub 'just for fun' mal ballern geht wird danach nicht losziehen und ein Massaker im Einkaufszentrum anrichten. Der nimmt vielleicht das erste Mal eine Waffe in die Hand und danach nie wieder.
Da stimme ich Dir zu.
Möglicherweise ist daher unser Diskussionsansatz falsch: eine Shooting-Range ist nicht das Problem. Das Problem ist die illegalität und möglicherweise auch die mangelnde Sachkenntnis über das, was man mit einer Waffe anrichten kann.
Unser Diskussionsansatz war ja ein ganz anderer - über "Sinn oder Unsinn" von Shooting-Ranges hatten wir uns ja gar nicht ausgetauscht. Die Diskussion hatte ja ursprünglich in einem anderen Thread begonnen (Goofys Erlebnisbericht) und war dann abgetrennt und mit dem - wie ich finde - etwas unpassenden und irreführenden Titel "Sinn oder Unsinn einer Shooting-Ranch" versehen worden. Vielleicht könnte man den "Sinn oder Unsinn" mal aus dem Threadtitel streichen und das neutraler formulieren und es beispielsweise "Diskussion über Shooting-Ranges" nennen (und bei der Gelegenheit dann vielleicht auch aus der "Ranch" eine "Range" machen).

Shooting-Ranges an sich sind gewiss nicht ohne Sinn. Wer eine Waffe besitzt und einsetzen möchte, der sollte (in meinen Augen: muss) natürlich die Gelegenheit haben, (unter Anleitung) den korrekten und sicheren Umgang mit der Waffe zu lernen. In meinen Augen sollte dieses Training sogar zwingend notwendig sein. Meine persönliche Kritik war anders gelagert - nämlich in der Lage und "Ausstattung" von Shooting-Ranges, nicht aber an deren Existenz an sich.
 
J

Jochen

Guest
#88
Ich denke schon - als Mod bin ich auch dazu da, dafür zu sorgen das sich Diskussionen in Form und Inhalt in den Grenzen bewegen, die alle Teilnehmer hier mit bei der Registrierung in Form der Nutzungsbedingungen akzeptiert haben.
Da mein erster Hinweis offenbar nicht ausreichte habe ich das dann eben noch einmal konkretisiert. Wer sich den Schuh nun anzieht überlasse ich dem Einzelnen.

Warum greifst Du mich an?

Hättest DU mir DAS nicht auch per PN mitteilen können?

Fällt Dir das so schwer??
Du wurdest doch nicht "angegriffen". Jochen hat lediglich erklärt, was er gemeint hatte. Warum fühlst Du Dich denn davon attackiert? Davon abgesehen ist es doch im Grunde so, dass gelegentliche Erinnerungen an den gewünschten Diskussionston alle Diskutanten betreffen, denn dass man sich "im Eifer des Gefechts" mal vertut, das kann schließlich (fast) jedem passieren. Sowas sollte man doch hinnehmen können, ohne sich gleich angegangen zu fühlen, findest Du nicht? :001:
Wie Gerda schon richtig bemerkte habe ich Dich nicht angegriffen - glaube mir, das würde sich anders anhören :mrgreen:

Und warum ich nicht den Weg über PN genommen habe kann ich Dir auch erklären: Da ich - wie oben bereits erläutert - auch allgemein für den Ton im Forum mitverantwortlich bin schreibe ich so einen Hinweis immer dann lieber öffentlich, wenn er für mehrere Leute gemeint sein oder hilfreich sein könnte. Nenne es Faulheit, aber bevor ich da x PNs schreibe, schreibe ich lieber einen Beitrag. Mal abgesehen davon, dass ich es überhaupt nicht einsehe wenn jemand öffentlich diffamierend oder ausfallend wird, demjenigen den "Schutz" der Anonymität zu gewährleisten wenn ich dieses Verhalten anmerke.

PNs schreibe ich immer dann, wenn ich glaube das sich jemand unabsichtlich vergaloppiert hat, unwissentlich eine Regel gebrochen hat oder in ein Fettnäpfchen getreten ist - viele User hier werden das ggfs. aus persönlicher Erfahrung bestätigen können. Sollte ich mich irren, dass Deine Äußerungen inhaltlich und in der Form in voller Absicht so provokant und diffamierend geschrieben werden (die Anzahl und ständige Wiederholung von Beiträgen dieser Art legt das nahe....), dann bin ich gerne und jederzeit bereit mich dafür zu entschuldigen das ich das falsch eingeschätzt habe. Bisher fehlt mir dazu aber jeglicher Ansatz.
 

Caloosa

Well-Known Member
#89
Wenn jemand weis wie man eine Waffe hält und bedient ist das immer von Vorteil. Das Problem ist auch nicht die Waffe - sei es Armbrust, Klappmesser, oder Faustring. Das Problem ist der Mensch. Der Mensch mit seinen Gefühlen und Unberechenbarkeit.
Das Argument hört, sieht und liest man ja nun zuhauf... Das ist wie bei den Atombomben... nicht die Atombombe selbst ist das Problem, sondern der Mensch, der sie zum Abschuß freigibt... und so könnte man eigentlich ohne Punkt und Komma mit zahllosen Beispielen fortfahren... Na bravo...
 

UrsusMajor

Well-Known Member
#90
Da Hauptproblem bei allen Waffen mit Fernwirkung -angefangen bei Speer oder Pfeil und Bogen bis hin zur hier in die Diskussion gebrachten Atombombe- ist die Trennung der Aktion und des Effektes:
Ich mache halt nur mal kurz den Finger krumm - daß kurz darauf jemand blutend vor mir liegt ist von dieser Aktion dóch deutlich getrennt. Ganz im Gegensatz zu einer Faust, die ich jemandem auf die Nase haue oder einem Messer, das ich jemanden in eine Körperöffnung stecke, die gerade eben noch gar nicht da war. Psychologisch gesehen ist das ein Riesenunterschied, der die Hemmschwelle zur Benutzung der Waffe deutlich heruntersetzt.

Zum Thema Strafen und Abschreckung:
Daß das nicht funktioniert, kann man ja in den USA bestens sehen. Dort sitzen deutlich über zwei Millionen Leute im Bau. Nimmt man noch die Leute dazu, die wegen überfüllter Gefängnisse auf Bewährung draußen sind oder zuhause mit elektronischen Fußfesseln rumsitzen, kommt man sogar weit über drei Millionen - das ist mehr als ein Prozent der Bevölkerung.
In D sitzt dagegen weniger als ein Promille der Bevölkerung im Bau und trotzdem -oder deswegen- fühle ich mich hier sicherer..
Die Waffen sind da sicher nicht der alleinige Grund, sondern z.B. auch die viel ungleichere Verteilung des Wohlstands in den USA und die daraus resultierende Perspektivlosigkeit großer Bevölkerungsschichten. Es zeigt aber deutlich, daß die USA ein manifestes gesellschaftliches Problem haben. Genau aus diesem Grund (und noch einigen anderen) sind sie für mich auch 'nur' mein Lieblings-Urlaubsland und kein Platz an dem ich dauerhaft leben wollte.
 

Tom

Florida-Beginner
#91
Mag alles stimmen. Aber sie Strafen sich auch hier vollkommen anders verteilt. Hier kommst du ja wegen jeden Scheiß gleich in den Bau, während man in dt. erst mal bis zur Verhandlung frei ist. (Alkohol/Verkehr, Drogen, etc.)

[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]"We send more people to prison, for more different offences, for longer periods of time than anybody else", wobei Drogen das Hauptproblem sind. Deutschland kann sich einfach so viele Gefangene nicht leisten. :022:

[/FONT]
Dann soll die Regierung doch einmalig Hausdurchsuchungen durchführen und alle Waffen einsammeln, um den "Teufelskreis" zu durchbrechen. In Japan wird auch (fast, irgendwas schlüpft ja immer durch) jede in Privatbesitz befinde Schusswaffe konfisziert.
Ich glaube eine Entwaffnung bringt nicht viel. England hat gezeit, das dadurch sogar ein Anstieg der Straftaten stattgefunden hat.

Waffengesetze können immer nur den legalen Waffenbesitz einschränken bzw. verhindern, nicht jedoch den illegalen. Kriminelle scheren sich aber nicht um Waffengesetze, sondern beschaffen sich eine Waffe, wenn sie eine benötigen. In dt. soll es 20Mio. illegale Waffen geben. Kein Big Job eine zu bekommen.

Damit wird der gesetzestreue Bürger in eine dem Kriminellen gegenüber benachteiligte Lage gebracht: Er darf keine Waffe haben, der Verbrecher hat aber eine. Vor allem aber kann der Verbrecher davon ausgehen, dass weder sein potentielles Opfer bewaffnet ist, noch ein anderer bewaffneter Bürger ihm zu Hilfe kommen kann. Das ist der Grund dafür, dass Einschränkungen beim Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit regelmäßig zu einer Zunahme der Kriminalität führen. In den wenigen Fällen, wo das Tragen von Waffen durch Bürger erleichtert wurde hingegen, war eine Abnahme der Kriminalität zu beobachten.


[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]
[/FONT]
 

Gerda

Well-Known Member
#92
Mag alles stimmen. Aber sie Strafen sich auch hier vollkommen anders verteilt. Hier kommst du ja wegen jeden Scheiß gleich in den Bau, während man in dt. erst mal bis zur Verhandlung frei ist. (Alkohol/Verkehr, Drogen, etc.)
Das ist so doch auch nicht richtig. Hier bekommt fast jeder Hans und Franz sofort gegen Kaution frei, und die Kautionen sind ja nun nicht immens. Beispiel aus meiner Umgebung: Wiederholungstäterin, die 2010 mindestens neun Mal festgenommen wurde (Diebstahl, Hehlerei, Fahren ohne Fürherschein etc.), wartet immer noch auf den Verhandlungsabschluss der ersten Straftat 2010, die sie im März begangen hatte. Selbstverständlich ist sie gegen Hinterlegung sehr geringer Kautionen auf freiem Fuß. In einem anderen Fall, in dem jemand wegen Unterschlagung in Millionenhöhe und Geldwäsche gerade zu einer läppischen Bewährungsstrafe verurteilt worden ist (ohne Entschädigung der Unterschlagungsopfer...), hat der Täter genau zwei Tage im Gefängnis verbracht (bis die Kaution gestellt war). Andersherum kenne ich Fälle von Drogendelikten in Deutschland, in denen die Täter bis zur Verhandlung einsitzen mussten. So gesehen erkenne ich in diesem Punkt keine großen Unterschiede zwischen hüben und drüben, ich gebe aber zu, dass ich mir dazu keinerlei Statistiken angesehen habe.

[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]"We send more people to prison, for more different offences, for longer periods of time than anybody else", wobei Drogen das Hauptproblem sind. Deutschland kann sich einfach so viele Gefangene nicht leisten. [/FONT]
Mehr Leute ins Gefängnis zu [FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]stecken ist doch aber keine Meisterleistung. Außerdem ist die Rückfallquote in den USA ziemlich hoch - was ebenfalls ein Zeichen dafür ist, dass an dem Strafsystem einiges nicht stimmt und eine Abschreckung definitiv nicht stattfindet. Aber wir schweifen ab.
[/FONT]
Ich glaube eine Entwaffnung bringt nicht viel. England hat gezeit, das dadurch sogar ein Anstieg der Straftaten stattgefunden hat.
Ja, kurzfristig. Aber langfristig kann (und in meinen Augen: wird) das ganz anders aussehen.
Waffengesetze können immer nur den legalen Waffenbesitz einschränken bzw. verhindern, nicht jedoch den illegalen. Kriminelle scheren sich aber nicht um Waffengesetze, sondern beschaffen sich eine Waffe, wenn sie eine benötigen. In dt. soll es 20Mio. illegale Waffen geben. Kein Big Job eine zu bekommen.
Nein, natürlich können Gesetz den illegalen Waffenbesitz nicht einschränken - das ist Sache von Ermittlungsbehörden und Gerichten, die die Gesetze durchsetzen müssen.
Damit wird der gesetzestreue Bürger in eine dem Kriminellen gegenüber benachteiligte Lage gebracht: Er darf keine Waffe haben, der Verbrecher hat aber eine. Vor allem aber kann der Verbrecher davon ausgehen, dass weder sein potentielles Opfer bewaffnet ist, noch ein anderer bewaffneter Bürger ihm zu Hilfe kommen kann.
Da ist sie wieder, die NRA-Argumentation. Durch häufige Wiederholung wird diese Argumentation aber irgendwie nicht besser oder überzeugender oder richtiger. :001:
Das ist der Grund dafür, dass Einschränkungen beim Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit regelmäßig zu einer Zunahme der Kriminalität führen. In den wenigen Fällen, wo das Tragen von Waffen durch Bürger erleichtert wurde hingegen, war eine Abnahme der Kriminalität zu beobachten.
Nochmal: Wenn ein Bedrohter selber eine Waffe zückt (oder ein heroisch herbeigeeilter Passant das tut), dann steigt vor allem die Wahrscheinlichkeit, dass tatsächlich auch geschossen wird. Und das ist in der Regel nicht positiv. In meinen Augen fördert diese allgemeine Bewaffnung Selbstjustiz ebenso wie Lynchjustiz, und beides kann in einem Rechtsstaat wohl niemand wollen.
 

Tom

Florida-Beginner
#93
Tja, Gerda so unterschiedlich sind nun die Menschen und Ihre Vorstellungen. Während meine Klimaanlage auf muschelige 77 steht, hast Du sicherlich einen gemütlichen Pulli an. Während meine beiden Freunde Smith & Wesson mich bewachen, hast Du in diesem Teufelskreis sicherlich gute Worte oder zumindest eine Bratpfanne bereit. Anyway. ... Zum Schluss liegen wir beide unter der Erde und jeder meint, dass seine Ansichten und Handlungen die Nachwelt positiv beeinflusst. .wink:
 

Caloosa

Well-Known Member
#94
Damit wird der gesetzestreue Bürger in eine dem Kriminellen gegenüber benachteiligte Lage gebracht: Er darf keine Waffe haben, der Verbrecher hat aber eine. Vor allem aber kann der Verbrecher davon ausgehen, dass weder sein potentielles Opfer bewaffnet ist, noch ein anderer bewaffneter Bürger ihm zu Hilfe kommen kann. Das ist der Grund dafür, dass Einschränkungen beim Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit regelmäßig zu einer Zunahme der Kriminalität führen. In den wenigen Fällen, wo das Tragen von Waffen durch Bürger erleichtert wurde hingegen, war eine Abnahme der Kriminalität zu beobachten.
Oh mein Gott. Da musste ich jetzt doch schmunzeln. Wieviel Millionen Dollar stecken eigentlich hinter dieser Lobbyarbeit, dass dieser Schwachsinn so häufig als Argument gebraucht wird?

Was bin ich froh, als Jahrgang 1959 überhaupt noch auf der Welt sein zu dürfen, wo wir in Deutschland doch immer damit rechnen müssen, dass ich keine Waffe haben darf, der Verbrecher aber eine hat und mir noch nicht einmal ein bewaffneter Privatmensch helfen kann. Habe ich eigentlich einfach nur übermäßiges Glück gehabt, noch nie einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen zu sein und noch zu leben? Ich habe bisher noch keine Statistiken gesehen. Um wieviel ist die Kriminalität in Deutschland jetzt eigentlich höher, da wir hier doch keine Waffen herumtragen dürfen.
 

D-MAN

Well-Known Member
#95
Das Argument mit den illegalen Waffen finde ich echt witzig.
Die Morde und Amok-Taten werden im Regelfall mit "legalen " Waffen durchgeführt, die der Täter duch seinen Beitritt zum Schützenverein erworben hat(oder zumindest das Recht dazu).
 
J

Jochen

Guest
#96
Das die Kriminalitätsrate in Ländern mit leichterem legalen Waffenbesitz nicht geringer ist als in solchen, wo man schwer legal an Waffen kommt ist doch blanker Unsinn - das Abschreckung nicht funktioniert sieht man doch schon an der Todesstrafe: Länder mit Todesstrafe haben keinen geringeren Prozentsatz an Tötungsdelikten als solche ohne.
Ist in meinen Augen auch nur logisch: Welcher Gewaltverbrecher kalkuliert die Strafe schon mit ein? Die denken doch stets sie werden nicht erwischt....

Hier mal ein paar passende Gedanken mit der entsprechenden Hinterlegung durch Zahlen (Links beachten):
Wie man durch unsinnige Vergleiche ein falsches Bild erzeugen kann sieht man an amerikanischen Statistiken.
Das liegt vor allem daran, dass in die US-Statistiken nur so genannte Index-Crimes einfließen, während in Deutschland alle Straftaten gezählt werden.

Unterscheidet man vergleichbare Deliktgruppen sieht es schon anders aus, es ergibt sich ein beängstigenderes Bild.
Die Zahl der Gewalttaten pro 100.000 Einwohner betrug 2005 in Deutschland 26. Sie entspricht der Rate für Violent Crimes in den US-Statistiken, die mit 469 deutlich höher war.
Die Häufigkeit der Tötungsdelikte lag in Deutschland 2005 bei 2,9 die vergleichbare Murderrate in den USA fast doppelt so hoch, nämlich bei 5,6.

Am Beispiel des Districts of Columbia zeigt sich besonders anschaulich, was von vorgenannten Statistiken zu halten ist:
Die Zahl der Kriminaldelikte pro 100.000 Einwohner betrug 2005 dort 6162,2.
Scheinbar ist es also in DC sicherer als in Deutschland. Die Mordrate betrug dort allerdings 29,1 - der Index für Violent Crimes 1508,4. Nachzulesen sind diese Zahlen u.a. HIER: U. S. Crime Statistics Total and by State 1960 - 2009 und HIER: Bundeskriminalamt .
Quelle: Arbeitslosigkeit u. Kriminalität - Vergleich USA - Deutschland! - Klar-Text von "madame federkiel"
 

Tom

Florida-Beginner
#97
Zitat von Gerda;230444; aus dem speeding Tickets...? Thread:
Sowas hört man von jemandem, der begeistert mit Schusswaffen spielt, natürlich richtig gern... :0092:
Gerda, deine Wortwahl ist wie immer geandios. "spielt" Ich habe von Dir ja schon einige Kommunikationsausflüge gelesen und dachte mir, an sich sollte dein Repertoire langsam erschöpft sein, aber nix da. Heute arbeitest Du mit "Bildhaftes Assoziieren" als Technik. Auch nicht schlecht, sehr sachlich zumindest. :007:


 

Tom

Florida-Beginner
#98
Siehste: Waffen haben doch eine Sinn....

Dildos feuern wie Schusswaffen




Statt Schwerter zu Pflugscharen will ein US-Erotikshop zum Valentinstag Feuerwaffen zu Sexspielzeug machen. Wie das Geschäft Pleasures im US-Bundesstaat Alabama auf seiner Webseite bekannt gab, können Kunden ihre Waffen gegen Dildos eintauschen. "Bringt uns Eure alten Pistolen, die Ihr nie benutzt, und wir tauschen sie Euch gegen ein Geschenk, das auch Freude machen wird. Das Geschäft Pleasures bringt die Waffen von den Straßen, um Pfeffer unter die Decke zu bringen", heißt es in dem Werbespot.

http://www.n-tv.de/panorama/Dildos-bringen-Pfeffer-unter-die-Decke-article2596561.html
 
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