Lufthansa Insolvenz????

Texasranger

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#21
Meines Wissen ist Chargeback eine freiwillige Leistung. Einen Anspruch hat man nicht. Letztlich können auch Visa, Master usw. nicht alle Ausfälle übernehmen bzw. bei den Airlines später geltend machen. Daher ist man jetzt bei Chargeback zurückhaltend. Das ist für die Kunden natürlich nicht vertrauensbildend, wenn man nicht mehr davon ausgehen kann, KK-Buchungen ohne weiteres "zurückholen" zu können. Derzeit kommen zu manche Gewissheiten ins Rutschen.
 

Heeeschen

Well-Known Member
#22
Meines Wissen ist Chargeback eine freiwillige Leistung. Einen Anspruch hat man nicht. Letztlich können auch Visa, Master usw. nicht alle Ausfälle übernehmen bzw. bei den Airlines später geltend machen. Daher ist man jetzt bei Chargeback zurückhaltend. Das ist für die Kunden natürlich nicht vertrauensbildend, wenn man nicht mehr davon ausgehen kann, KK-Buchungen ohne weiteres "zurückholen" zu können. Derzeit kommen zu manche Gewissheiten ins Rutschen.
Da hast Du recht - ich bin ja auch betroffen. Aber ich sehe auch die ‚andere Seite‘ - die der Akzeptanzstellen einer Karte. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass zB Amex - die ja wohl recht großzügig mit Chargeback-Anträgen verfahren - bei der einen oder anderen Airline, Autovermietung, Reiseveranstalter künftig von der Liste der Zahlungsmöglichkeiten verschwinden. Sowas will vielleicht Mastercard vermeiden. Aber ist ja auch müßig, sich darüber zu ärgern, denn wie Du sagst - ist wohl eine freiwillige Leistung und man hat ja GSD auch noch andere Möglichkeiten. UND plant ggf künftig deutlich kurzfristiger und mit weniger Vorauszahlung!
 

Texasranger

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#28
Man muss sich schon wundern. Bei Air France und Alitalia war von solchen Auflagen aus Brüssel nicht die Rede. Kann wohl nicht sein, dass Deutschland andere Länder mit Milliarden stützen will, aber im Gegenzug die Rettung der Lufthansa blockiert wird.
Andererseits: Wieviele Slots sollen denn abgegeben werden? Ich habe was von 6 in Frankfurt und 3 in München gehört. Dan wäre das Theater des Aufsichtsrats eher vorgeschoben, weil ihm die deutschen Bedingungen nicht passen.
Ich befürchte inzwischen fast, dass das Rettungspaket doch noch scheitert. Ryanair läuft sich schon warm und will gegen mögliche Hilfen vorgehen.
 

Michael-K.

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#35
Lufthansa rechnet doch selbst im Jahr 2023 noch mit 100 weniger Maschinen. Dann dürften die 8, die sie jetzt abgeben müssen, nicht weiter ins Gewicht fallen.

Und wenn die Flieger wirklich an Condor oder TUI gehen, wäre das für die Preisentwicklung für die Zeit nach Corona nicht schlecht.
 

Moebius

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#36
Das Problem sind nicht die Maschinen, sondern die Slots, und die vor allem aufgrund des Hub-Konzeptes der Lufthasa. Wenn die LH 100 Slots abgibt, die in FRA und MUC für Zubringer genutzt werden, sind dass anschließend noch mal 10 000 - 20 000 Passagiere, die in den Anschlussverbindungen auf der Fernstrecke fehlen. Und wenn da die Auslastung von 85% auf 80% sinkt, kann das schnell mal den Unterschied zwischen Gewinn und kein Gewinn ausmachen, denn das Geld verdient LH mit vollen Maschinen auf der Fernstrecke.
Es sollen jetzt noch 24 Slots sein, das scheint man verkraften zu können, zumindest hat der Vorstand das wohl so akzeptiert. Aber es ist schon die Frage, warum die EU sich bei der Lufthansa auf einmal einmischt, während sie das bei den anderen vorher nicht gemacht hat. Auch KLM und Air France haben auf ihren Drehkreuzen dominante Stellungen.
 

Michael-K.

Well-Known Member
#37
Slots verfallen und gehen an die Regulierungsbehörde zurück. Wenn man in diesem Jahr mit 300 Maschinen, nächstes Jahr mit 200 Maschinen weniger und 2022 noch mit 100 Maschinen weniger rechnet (verglichen mit der Vor Corona-Zeit), werden wohl acht Maschinen und 24 Slots verschmerzbar sein.

Der Unterschied zwischen LH und Air France/KLM ist wohl, dass letztere nur Kredite bekommen haben während sich der deutsche Staat an LH beteiligt. Abgesehen davon ist Konkurrenz nie schlecht
 

Moebius

Well-Known Member
#38
Slots verfallen im Augenblick nicht, die Regelungen über Mindestnutzung sind ausgesetzt.
Wenn sie das tun würden, wäre die LH definitiv pleite, denn die Slots sind das Hauptkapital der Firma.

Und LH hätte liebend gern nur Kredite genommen, die Beteiligung war eine Forderung der Politik, insbesondere der SPD, gegen die sich die LH nach Kräften gewehrt hat.
 
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